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AfD-Gründer: Lucke lehrt wieder an der Uni Hamburg
DPA

Seine Wiederwahl ins Europaparlament scheiterte. Der AfD-Gründer Bernd Lucke wird stattdessen ab dem Wintersemester an die Universität Hamburg zurückkehren. Das stößt bei den Studierenden auf Kritik.

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dvs 30.07.2019, 17:12
100. PS. Fordere hysterische Verbannung von ProfessorInnen,

die der SPD angehören, von den Hochschulen, weil diese eine Partei unterstützen, die mitverantwortlich für das Schicksal von Flüchtlingen in Libyen ist!

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lolly_solvem 30.07.2019, 17:19
101.

Alle reden hier von den Zeiten als Lucke noch in der AfD war. Hier wird jedoch völlig ausgeblendet, dass Lucke weiterhin politisch in einer Partei aktiv ist, nämlich in der LKR.
Ich habe mir die Facebook-Seite dieser Gruppierung mal angeschaut. Das ist ja zum Teil noch radikaler als das was die AfD von sich gibt.
Nicht nur, dass der Tod des kleinen Junges gestern am Frankfurter Hauptbahnhof für Hetze gegen Geflüchtete instrumentalisiert wird, es wird auch noch unverhohlen im Kontext von Seenotrettung von "Negerlein" gesprochen.
Die LKR geht im Endeffekt sogar noch einen Schritt weiter als die AfD und lehnt nicht nur die Migration von Geflüchteten ab, sondern will die Grenzen komplett dicht machen, auch für EU-Bürger.

Im Endeffekt stellt sich ja auch die Frage, ob es zumutbar ist für Studierende mit beispielsweise syrischen oder eritreischen Migrationshintergrund sich in eine Vorlesung oder Seminar mit Lucke zu setzen, der keinen Hehl draus macht, dass diese Studierenden eigentlich in Deutschland nicht erwünscht sind.

Völlig daneben finde ich zudem, dass die LKR nun als Retourkutsche andeutet, dass die AStA-Vorsitzende nichts an der Uni verloren hat. Das die AStA-Vorsitzende, die nichts zu sagen hat, fordert, dass Lucke nicht mehr an der Uni lehren und forschen soll, ist die eine Sache. Das kann man sehen wie man möchte.
Wenn jedoch die Partei Luckes (also auch mit seiner Zustimmung) fordert, dass Studierende, die ihn kritisieren, von der Universität ausgeschlossen werden sollen, ist das eine andere Sache.
Lucke ist als Professor, anders als ein AStA-Vorsitz, eine Autoritätsperson, der die Studierenden benotet und somit eine gewisse Macht über die Studierenden hat. Wenn nun seine Partei den Ausschluss von Luckes Kritiker fordert, dann stelle ich mir die Frage, ist denn dieser Mann überhaupt in der Lage seinen Job "neutral" auszuführen?
Zumindest scheint er nicht in der Lage seinen Job als Universitätsprofessor und seinen politischen Aktivismus voneinander zu trennen, sonst würde sich seine Partei nicht in diese Angelegenheit einmischen. Lucke hätte eine Stellungnahme abgeben können und begründen, wieso er als Universitätsprofessor fachlich geeignet ist, stattdessen nutzt er die ganze Polemik wiederrum um Politik zu machen. Es ist davon auszugehen, dass dies sich auch in seiner Lehre, im Umgang mit den Studierenden und in der Forschung widerspiegelt. Somit ist er aus meiner Sicht auch nicht für ein solche Position an der Universität geeignet.

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marcanton80 30.07.2019, 17:33
102. An nixproblem

Luckes Arbeit war nie von Relevanz das sagen ja selbst ehemalige Weggefährten, er hat keine Antworten auf anstehende wichtige Fragen in der Ökonomie empfehle ihnen den Artikel im Handelsblatt -Heiner Flassbeck im Interview "Falscher als Herr Lucke kann man nicht liegen "....viel Spaß beim lesen;)

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SenYek 30.07.2019, 17:33
103. Rechtsradikale Positionen von Prof. Lucke (Satire)

... habe mal in den (von Herrn Lucke maßgeblich verantworteten!) Wahlprogrammen der AfD aus 2014/2013 geblättert. Die dort formulierten Forderungen kann man beim besten Willen nur als "rechtsradikal" einstufen. Würde ich sagen. Einige Beispiele: "Die AfD fordert einen Schuldenschnitt für überschuldete Länder"... oder "Banken sollen ihre Verluste in einer Schuldenkrise selbst tragen (und nicht durch den Steuerzahlen entlastet werden)". Noch schlimmer: Die AfD fordert "mehr direkte Demokratie und Bürgerbeteiligung". Unerträglich auch die damalige AfD-Forderung für Asylbewerber: "zu einer menschenwürdigen Behandlung gehört auch, dass Asylbewerber hier arbeiten dürfen"

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