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AfD, Pegida und Co.: Volksverräter? Aber gerne doch!
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Kaum ein Begriff wird von den Anti-Flüchtlings-Demonstranten so laut und begeistert gerufen wie "Volksverräter". Er entlarvt ihr wahres Denken.

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93160 04.10.2016, 16:04
170. Nationalfeiertag

Es gibt doch sicher auch etwas schoenes zuberichten.Auch wenn die Demonstranten nicht da gewesen waeren, vermittelte mir das Bild aus Deutschland als waere Staatstrauertag.Alles in schwarz mit bittere Mine schreitet man zu Kirche und Oper. Keine Fahnen, keine Hymne.Kein Kinderlachen.
Schon allein das war gruselig.

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nh47 04.10.2016, 16:05
171. Lautes Pfeifen im dunklen Wald.

Einige Foristen rechnen mit 20%, andere mit einem Bruchteil davon. Richtig ist, dass in einem Jahr Bundestagswahlen sind und Politiker sowie Teile der Medien AfD, Pegida und weitere rechte Gruppen als tumpe Deutsche hinstellen, die den Zug schon mehrfach verpasst haben. Der Versuch, politische Gegner lächerlich zu machen, verfängt derzeit nicht mehr. Zuhören und diskutieren wäre da wesentlich hilfreicher. Das aber ist nur mit wenigen Politikern der etablierten Parteien möglich. Eine Frau Rot oder ähnliche "Politleichen" aus der Multikultizeit hört aus dem rechten Lager wohl keiner mehr zu.

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EiligeIntuition 04.10.2016, 16:05
172. Chapeau, Roland Nelles,

kurz, treffend und entlarvend.

Mehr solch mutiger Kommentare sind dringend notwendig gegen den braunen Mob.

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matvering 04.10.2016, 16:06
173. Das war der Anfang... - aber wovon?

Dass es immer ein paar Krakeeler gibt, ist kein Problem. Wenn wir anderen ihnen aber den öffentlichen Raum einfach so überlassen, dann müssen wir uns nicht wundern, wenn sie diesen Raum dann dominieren. Ich schäme mich für die unanständigen Pöbeleien - und ich schäme mich für die fehlende Zivilcourage von uns anderen, die diese Leute widerspruchslos gewähren lassen. Später wird man sagen: "Das war der Anfang...!" - aber wovon?

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Pride & Joy 04.10.2016, 16:07
174. ..und ich würde mir wünschen

Zitat von claus.geiser
dass die Medien nicht reflexartig und relativ unreflektiert auf diejenigen hereinfallen, die am lautesten schreien, pöbeln und mit unapptetitlichem braunem Gedanken- und Sprachgut die Szenerie zu beherrschen versuchen. Würde nicht nur über die Lauten, die wahrscheinlich weil arbeitslos und Hartz4 versorgt, zu jeder Gelegenheit Zeit haben....
dass hier nicht ständig Klischees referiert werden.
Einerseits wollen wir die hirnbefreiten Krakehler verdammen, anderseits machen wir in genau diesem Stil weiter. Der gleiche Fehler unterläuft übrigens der BR. (außer Herrn Lammer) (Es gibt kein schwarz oder weiß!)

Allerdings teile ich ihre Ansicht, den Fokus auf diejenigen zu richten, die sich solcher "Willensbekundungen" enthalten und dadurch weniger wahrgenommern werden.
Und eigentlich wollte ich zu diesen Themen gar nichts mehr schreiben. :-(

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danenffm 04.10.2016, 16:08
175. Medienversagen

Ich bin seit mehr als dreissig Jahren politisch interessiert und habe so z.B. bereits als Schüler u.a. gegen die Nachrüstung demonstriert. Ich lese sehr viel und auch englischsprachige Presse, aber auch deutschsprachige Zeitungen aus der Schweiz und Österreich (querbeet durch das Spektrum), ebenso schaue ich verschiedene Nachrichtensender (CNN, BBC World, euronews, RT etc.). Im Vergleich dazu, hatten wir in den letzten zwei Jahren keine so unkritische und geglättete Presse- und Medienlandschaft in der Bundesrepublik, seit ich politisch denken kann. Das gibt zu denken. Die Ostdeutschen und damit meine ich nicht die Pegidaanhänger, sondern alle Bürger die DDR Erfahrung mitbringen, haben sehr gute Antennen dafür, wenn ihre Lebenswirklichkeit nicht mit der Berichterstattung übereinstimmt und ihnen ein A für ein O vorgemacht wird. Die völlig unkritisch gewordenen Medien, die z.T. auf deas Niveau von Hofberichterstattung (z.B. Anne Will) gesunken sind, haben einen grossen Anteil an der aufgestauten "Wut" und Frustration. Die "Nazi-" und "Looserkeule" greift da zu kurz. Wenn die Medien wieder zu ihren Wurzeln zurückkehren würden und professionell und ausgewogen berichten würden, so wie kritisch zu hinterfragen, anstatt eine Agenda durchzupeitschen, würde dies helfen die aufgerissenen Gräben in diesem Land wieder zu zu schütten!

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horstu 04.10.2016, 16:09
176. Demokratiezweck

Es liest sich fast so, als sei die Demokratie dazu da, die Politiker zufriedenzustellen. Eine belustigende Sichtweise, und natürlich elitärer Quatsch.

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felisconcolor 04.10.2016, 16:11
177. Demokratisches

Zitat von octos
Das ist das perfide bei diesen Demonstranten von Pegida und AFD. Es wird das Ende der Demokratie durch Merkel und Co. propagiert, dabei wird übersehen, dass ihr eigenes Verhalten das Gegenteil eines demokratischen Verhalten darstellt.
Verhalten impliziert aber nicht alles und jedes kritiklos zu schlucken. Über die Form und die Angemessenheit der Kritik muss man natürlich sprechen und sich entsprechende Gedanken machen.

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Earendil77 04.10.2016, 16:12
178.

Zitat von jeby
Seit wann ist es den Nazivokabular vom deutschen Volk zu reden? Das macht unser Grundgesetz auch.
Das Grundgesetz definiert das deutsche Volk aber wesentlich anders als das Pegida- und AfD-Milieu, nämlich als Staatsbürgerschaft und nicht im völkischen Sinne. Und es garantiert Grundrechte nicht nur für Deutsche, sondern für alle Menschen in seinem Wirkungsbereich.

Im Übrigen reden die Pegidisten nicht einfach vom deutschen Volk, sondern von "Volksverrätern", und das ist nunmal klassischer Nazijargon.

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Despair 04.10.2016, 16:12
179.

Zitat von abstinent
Ich bin ja vollkommen einverstanden mit dem, was der Autor schreibt. Aber es klingt halt immer wie eine Selbstrechtfertigung. Wenn wir uns einig sind, dass die Ansichten und Rezepte der Rechten untauglich sind, dann ist die Diskussion nicht zu Ende, dann fängt sie erst an. Das beginnt bei der korrekten Deutung des Grundgesetzes. Nicht die AfD hat dort in Artikel 16 ......
Lesen hilft - und Analysen und Kommentare durch Juristen und Verfassungsrechtler sind da vor allem sehr hilfreiche Texte. Zumal Gesetze, und das schliesst das GG ein, immer auch Interpretationssache sein können. Und sich auf einzelne Sätze beziehen (wie es gerade von den Asylgegnern sehr gerne getan wird, ist bei jurstischen Themen nie hilfreicht. Denn neben dem gesamten Text ist immer auch die rechtliche Gesamtlage entscheidend. Gerade dann wenn dann noch keine rechtlichen Klarstellungen vorliegen, bleiben dem Laien immer nur die Auslegungen der etablierten Juristen.
Hier mal eine Zusammenfassung der "Lügenpresse" - aber ganz einfach geschrieben, damit es auch jeder versteht:

https://www.tagesschau.de/inland/obergrenze-fluechtlinge-101.html

Wie dort auch zu lesen ist, greifen neben dem GG bei diesem Thema auch das Völkerrecht und das Europarecht, inklusve der Genfer Flüchtlingskonventionen.
Und selbst wenn es keine rechtliche Grundlage für die Aufnahme von Flüchtlingen geben würde, so ist es trotzdem richtig, dass wir es tun - unabhängig davon, wie viele es sind. Unser Land kann es sich als eines der reichsten Länder der Welt mti einem der höchsten Lebensstandards mehr als leisten und ist sicherlich auch moralisch dazu verpflichtet.

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