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AfD-Spendenskandal: Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt offiziell gegen Weidel
DPA

Die Staatsanwaltschaft Konstanz hat gegen die AfD-Fraktionschefin Alice Weidel ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Hintergrund sind dubiose Spenden aus dem Ausland.

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comptur 21.11.2018, 16:15
110. Chance vertan

Alle Parteien haben ob gewollt oder aus Unkenntnis in Sachen Spenden Dreck am Stecken. Also haben sie keinen Grund sich aufzuspielen. Das ist Heuchelei.

Frau Weidel hatte allerdings die Chance besser als die Heuchler zu sein. Sie hätte sich für die Vorkommnisse in der Affaire öffentlich entschuldigen können. Damit, dass sie das nicht getan hat, hat sie sich mit den Heuchlern auf eine Stufe gestellt. Das war ihr Fehler.

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RedOrc 21.11.2018, 16:34
111. Na, dann mal los

Zitat von comptur
Alle Parteien haben ob gewollt oder aus Unkenntnis in Sachen Spenden Dreck am Stecken. Also haben sie keinen Grund sich aufzuspielen. Das ist Heuchelei.
Dann zeigen Sie mir doch bitte mal die Spendenaffäre bei den Grünen. Sie können doch sicher Ihrer Behauptung, dass alle Parteien in Sachen Spenden Dreck am Stecken haben, belegen oder sind Sie ein reiner Schwafler?

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oalos 22.11.2018, 12:54
112. Der arme Kanther.

Kanther 18 Monate zur Bewährung.
Kohl, Schäuble, Geißler ... bleiben straffrei.

"Am 4. Dezember 2017 wurde eine Fernseh-Dokumentation von SWR und ARD ausgestrahlt und parallel erschien ein Bericht im Spiegel über die Rolle Kohls in der Spendenaffäre. In beiden Berichten wurde die Version Kohls, dass er vier bis fünf Spendern sein Ehrenwort gegeben habe, ihre Namen nicht preiszugeben, als „absolut unglaubwürdig“ bewertet. Kohls Mitarbeiter im Konrad-Adenauer-Haus hätten seit den 1970ern ein System geheimer Kassen betrieben, aus denen sich Kohl nach Bedarf bedient hätte – nicht zur eigenen Bereicherung, aber zum eigenen politischen Vorteil. Die Gelder in diesen Kassen seien aus der Industrie gekommen und in der Schweiz weißgewaschen worden. Alleine die über die Schweiz verschobenen Gelder betrugen demnach rund 200 Millionen Euro. Schon im Jahr 2015, zu Lebzeiten Kohls, war diese Version durch Wolfgang Schäuble in einem Interview so bestätigt worden."
Der damalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse sperrt die Auszahlung von insgesamt 21 Mio. Euro Wahlkampfkostenerstattung an die CDU.
"Am 12. April 2000 wurde bekannt, dass im Rahmen der Ermittlungen gegen den Strauß-Sohn Max Strauß dessen sichergestellte Laptop-Festplatte auf ungeklärte Weise verschwunden war, und zwar aus der Obhut der Staatsanwaltschaft bzw. eines von der Staatsanwaltschaft beauftragten vereidigten Sachverständigen. Auf der Festplatte sollen sich wichtige Daten befunden haben, die zur Aufklärung der Verbindungen von Schreiber, Strauß, CDU usw. hätten beitragen können."

Brauche keine Recherche - diese Quellennachweise (was immer man von wikipedia halten mag...) sollten genügen:
Die CDU-Spendenaffäre - eine Chronologie, Der Tagesspiegel vom 3. August 2009
Wie die illegalen Finanzpraktiken der CDU ans Licht kamen, Süddeutsche Zeitung.
...
Dezember 1999 (ghi-dc.org [abgerufen am 22. Februar 2017]).
Insider zu Helmut Kohl und Spendenaffäre "Ehrenwort ist absolut unglaubwürdig". SWR aktuell, abgerufen am 3. Dezember 2017.
Plakative Verwendung. In: Der Spiegel. Nr. 32, 2000 (online).
Anja Krüger: Schäuble: Gab keine Spender. In: die tageszeitung, 20. August 2015, S. 7.
Heribertl Prantl: CDU-Affäre: Muss der Kohl-Spendenskandal neu geschrieben werden? In: Süddeutsche Zeitung, 18. August 2015.
Oliver Hinz: Gelöscht, nicht rekonstruiert, verloren. Korruptionsprozess gegen Max Strauß: Wie die bayerische Justiz mit dem Hauptbeweisstück, der Festplatte, umging. taz, 30. Januar 2002, abgerufen am 19. Februar 2012.
Georg Mascolo, Dietmar Pieper, Wilfried Voigt: Was wusste Roland Koch? In: Der Spiegel. Nr. 36, 2000 (online).
Spiegel, 28. März 2000
Innenministerium bestätigt: Stasi-Abhör-Protokolle 1990 vernichtet, Der Spiegel, 3. April 2000
ÖkologiePolitik Ausgabe 3/2001
LG Wiesbaden, Urteil vom 18. April 2005, Az. 6 Js 320.4/00 - 16 KLs
CDU-Schwarzgeld: Haft auf Bewährung, manager-magazin.

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