Forum: Politik
AfD und der Strache-Skandal: Ignorieren, ablenken, aussitzen
Leonhard Foeger/ Reuters

Die Affäre um den österreichischen Rechtspopulisten Heinz-Christian Strache bringt seine deutschen Freunde von der AfD in Erklärungsnot: Wie die Partei sich müht, das Thema kleinzuhalten.

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dieter.rodewald 20.05.2019, 17:26
30. Strache-Skandal

Zunächst einmal ist das Sache der Österreichischen Regierung,
diesen Skandal um den FPÖ - Vorsitzenden Strache aufzuklären
und die entsprechenden Konsequenzen zu ergreifen.
Warum sollte sich die AFD mit dieser Sache auseinandersetzen und
sich gar rechtfertigen ?
Das ist mal wieder typisch deutsch; Anderen Ratschläge erteilen,
aber selbst nicht in der Lage, die dringenden Probleme, wie Migration,
Rentensicherung, Kinder-und Altersarmut, Wohnungsnot und vieles mehr zu lösen. Unsere Kanzlerin ist ja damit beschäftigt, die Probleme
auszusitzen, anstatt Lösungen anzubieten.
Und der SPIEGEL täte gut daran, um Aufklärung zu dem Fall " Strache " bemüht zu bleiben, denn ohne Frage bleibt ein fader Bei-
geschmack, was die Veröffentlichung und Zeitpunkt dieses Skandals
in Österreich anbelangt.
In der gestrigen " Will-Sendung " hat sich Ihr Redakteur u.a. über
die AFD - Spenden-Affäre echauffiert. Wie wäre es denn damit, die
CDU-Spenden-Affäre der " Schwarzen Kassen " endgültig aufzuklären; die eine weit größere Dimension hatte, als die sogenannte AFD-Spenden-Aktion. Das wäre doch mal eine Aufgabe für den Spiegel, als sich mit solchen KLeckerles-Kram zu beschäftigen.

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hugahuga 20.05.2019, 17:26
31.

Zitat von Skalla-Grímr
Wieso soll jetzt die AfD für die Fehler von Strache und Gudenus den Kopf hinhalten? Wurde etwa von der SPD verlangt, sich für die Silberstein-Affäre zu erklären? Oder wurde von der CDU Rechenschaft für den Korruptionsskandal um Ernst Strasser von der ÖVP verlangt? Das Kollektivschulddenken, das natürlich nur für die Rechten gilt, ufert immer mehr aus.
Das methodische Vorgehen gegen alles, was "rechts" ist, könnte sich leicht als die falsche Strategie herausstellen. Mich soll's freuen.

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nexus32 20.05.2019, 17:27
32. @1

Die AfD hat, im Gegensatz zu Ihrer Aussage, sehr wohl ein Problem. Und zwar ein gewaltiges. Zum ersten versuchen sie jetzt so schnell wie möglich Abstand zu diesen moralischen Geisterfahrern hinzubekommen, die sich bisher immer als anders als "die Linken" dargestellt haben und sichenun so deppert angestellt haben dass jeder sehen konnte wie blöd sie waren. Und zum zweiten wissen sie nicht was noch kommen wird, wenn erstmal der Innenminister in die Mangel genommen wird. Und das alles ihre Freunde, mit denen sie erst letzte Woche noch so gerne und so öffentlich posiert haben. Ich freue mich dass diesen paranoiden Rattenfängern endlich jemand ordentlich in den Hintern getreten hat. Übrigens war es nicht die "linke Presse", und die deutsche Regierung war es auch nicht. Ich warte jetzt noch darauf dass den AfD Vorsprechern auch so etwas geschieht. Und ich freue mich dass sie spätestens ab jetzt immer in der Angst leben werden dass sie in eine ihnen gestellte Falle tappen werden. Geschieht ihnen recht.

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gm-nk 20.05.2019, 17:28
33. Verstehe ich nicht

Was hat denn die AfD mit Herrn Strache zu tun? Herr Sprache ist Mitglied der FPÖ und Österreicher. Das wäre wie wenn man die SPD für Fehler von Labour oder Frau Merkel für Fehler der Torries verantwortlich machen würde. So ein Schwachsinn.

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Stefan Sx 20.05.2019, 17:30
34. Aber: Volksverräter!

Zitat von thomasb1312
Es ist schon lustig wie SpOn hier versucht der AfD ein Problem unterzuschieben was diese nicht hat. Bei einer "befreundeten", ähnlich ausgerichteten rechtspopulstischen Partei in Europa sind skandalöse Äußerungen ihres Vorsitzenden an Licht gekommen. Warum sollte sich die deutsche AfD dafür rechtfertigen müssen? Die haben damit schlicht nichts zu tun!
Wie meistens ist es so einfach dann halt doch nicht. Von einer selbst ernannten Recht-und-Gesetz-Partei sollte man erwarten, dass sie den Strache-Fall offensiv kommentiert. Strache hat exakt das getan, was die AFD den demokratischen Parteien immer wieder lautstark vorwirft: Er hat sein eigenes Volk verraten und zum Verkauf angeboten, zu seinem persönlichen Vorteil. Einem aufrechten Patrioten muss doch bei so einem Fall ordentlich die Schlagader schwellen - ganz egal, welchen Hintergrund ein solcher Volksverräter hat. Wir beobachten bei den aufrechten Patrioten der AFD: das Gegenteil. Weil sie wissen, dass wir wissen, dass sie auch nicht besser sind. Weil sie das Strache-Vorgehen im Prinzip als legitim erachten. FPÖ, AFD und sonstige Konsorten haben kein Interesse daran, an dieser unserer Gesellschaft konstruktiv mitzuarbeiten. Die wollen unsere Freiheit zu ihren eigenen Gunsten abschaffen - und dabei sind ihnen rechtsstaatliche Regeln vollkommen egal. Das können sie bloß nicht offen zugeben, weil das Vehikel zur Macht immer noch freie Wahlen sind. Dass sie darüber nicht sprechen wollen, kann ich gut verstehen.

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gerd2006 20.05.2019, 17:30
35. Moment mal....

Also Herr Strache hat, anscheinend leicht alkoholisiert und durch die nette Gastgeberin zu gockelhaftem Aufschneiden veranlasst, die Veruntreuung von Steuergeldern zwecks eigenem Machtzuwachs angeboten.
Er hat also etwas beabsichtigt, was bei CDU und SPD in zahlreichen Kommunen, Ländern und im Bund schon wiederholt und nachweislich tatsächlich stattgefunden hat. Und z.B. von unserem derzeitigen Finanzminister vor geraumer Zeit tatkräftig unterstützt wurde.

Solche Politiker brauchen wir nicht, und der sofortige Rücktritt war bei Strache nötig - bei diversen anderen Politikern passiert das leider nicht. Und der bisherigen Erfahrung nach finden wöchentlich Gespräche dieser Art mal mehr und mal weniger offen statt. Manchmal erfolgt die Belohnung auch nach der Tat in Form lukrativer Posten.

Diesen Kontext sollte man beachten, wenn jetzt von der AfD verlangt wird, für etwas geradezustehen, was einerseits durch persönliches Fehlverhalten (Strache), andererseits durch strukturelle Schwächen unseres Parteiensystems verursacht wird.

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muunoy 20.05.2019, 17:30
36. Wahlbeeinflussung?

Jetzt bekommt der Vorfall wirklich ein Geschmäckle. SPON versucht tatsächlich aus dem Fehlverhalten eines Politikers einer ausländischen Partei eine Kollektivschuld für alle Parteien, welche linken Journalisten nicht genehm sind, abzuleiten. Das ist aus meiner Sicht ein klarer Fall von Wahlbeeinflussung. Ich hoffe, es kommt irgendwann noch raus, welche Organisation den Coup auf Ibiza inszeniert hat, um die Aufnahmen 2 Jahre bis zur Wahl des Europaparlaments im Giftschrank zu lagern. Dass in Wien der Tango-Korrupti recht häufig getanzt wird, ist schließlich nicht neu. Aber hier offenbart sich eine neue Methodik, unliebsame Politiker auszuschalten. Und das macht die Sache so spannend.

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laotse8 20.05.2019, 17:31
37. Der Strache ist naiv

in eine Falle gelaufen, doch wer hat diese aufwendige Falle gestellt und warum erfahren wir erst 2 Jahre danach davon? Was hat die deutsche AfD mit schlottrig angetrunkenen Aussagen des Österreichers Strache zu tun? Wird hier nicht auf "Teufel komm raus" ein medialer Zusammenhang herbeikonstruiert? Dickes Auftragen, leere aber um so größere Versprechungen, wirres Gewäsch und nichtssagende Allgemeinplätze wie "Europa ist die Antwort!" sind in der Politik doch ohnehin gang und gebe. In Deutschland wäre ein "Strache" garantiert nicht zurückgetreten, sondern Bundeskriminalamt und Geheimdienste würden die Urheber der "unzeigbaren" weil in Privtasphäre eingreifenden Videoshow suchen, böse Kräfte verdächtigen und Strache als unschuldiges Opfer von vollbusigen, blonden KO-Tropfen geheimdienstlicher Art darstellen.

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ChickChecker 20.05.2019, 17:31
38. Gute Effekte

Der Video hat sich doch total gelohnt:
- die braunen Parteispender werden sich zurückhalten, selbstverliebten Nazis zu pushen (und das sind die Bekannten fast alle)
- die FPÖ frisst sich deswegen gegenseitig auf, weil Strache über alle "Kollegen" indiskret abgelästert hat (und nicht weil sie Straches rechtsstaatliche Untergrabung ablehnen)
- die AFD wird noch stärker beäugt werden
- das Ganze ist unterhaltsamer als so manche Netflix-Serie
- die Aktien für Geräte zur Verwanzung und derer Entdeckung steigen
- das Ganze wird noch lange in Erinnerung bleiben
- uvm...

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ulrich-lr. 20.05.2019, 17:31
39. Kirche im Dorf

Zitat von gammoncrack
Wenn Strache gegen Flüchtlinge agiert, ist es die liebe Schwesterpartei, die mit tollem Beispiel vorangeht. Wenn der aber mit Hilfe von Korruption an die Macht kommen will, dann ist das ein Ausnahmefall. Schon witzig, wie die AfD, wie auch Sie, versuchen, das alles als bedauerlichen Einzelfall abzutun.
Also ich kann mich nicht erinnern, dass z. B. die CDU jemals auch nur annähernd rote Ohren vor Scham bekam, nur weil Sarkozy von den konservativen Freunden in Frankreich den Staatsanwalt an der Backe hatte. Mit seinem Nachfolger lief es juristisch auch nicht viel besser.

Jedoch niemals las ich in unseren Qualitätsmedien, dass sich die CDU diesem Problem ihrer französischen Gesinnungsgenossen zu stellen hätte.

Bitte die Kirche im Dorf und den Strache in Österreich lassen.

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