Forum: Politik
AfD vor Einzug in den Bundestag: Tüchtig aufgeregt, wenig überlegt
DPA

Wegwünschen hat nicht geholfen: Die AfD ist viel stärker als das liberale Deutschland gehofft hat. Und nun? Man kann weiter Flüche ausstoßen - oder überlegen, warum die Leute rechts wählen.

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pacificwanderer 11.09.2017, 16:26
140. @ cabeza_cuadrada heute, 15:08 Uhr

Die Leute waehlen AfD weil sie den Politikern, welche ihre Forderungen uebernommen haben, nicht zutrauen diese Forderungen auch durchzusetzen.
Es wird vermutet, dass diese Programme oder Versprechungen nur bis zur Wahl Bestand haben werden, denn es geht den etablierten Politikern um Waehlerstimmen.
Wenn Fr Merkel und Co jetzt neue Programme eroertern: Sie haetten zwoelf Jahre Zeit gehabt mit der Umsaetzung zu beginnen....

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mostly_harmless 11.09.2017, 16:26
141.

Zitat von duff-man
[..] Zweitens: der ständige Nazivergleich erzielt nicht die Wirkung die sich das "liberale Deutschland" erhofft. Ich bin davon nicht beleidigt und erst recht bringt er mich nicht von der AfD weg - ganz im Gegenteil.[..]
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sichs gänzlich ungeniert, gell?

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laffleur 11.09.2017, 16:28
142.

Zitat von karabas
dieser Selbsthass ist wirklich einmalig. Die Mehrheit der Deutschen wollen gerade jetzt in relativ wohlhabenden Zeiten "Recht und Ordnung" - konservative Werte. Keine Linken. Regierende Parteien haben gezeigt, dass sie zumindest zeitweise "Recht und Ordnung" nicht sicherstellen können und sogar nicht wollen. Da tut sich eine Lücke auf für eine Partei, die den konservativen Geist zu repräsentieren vermag. Und es wird das eine oder andere Auge zugedrückt, wenn darunter ein paar schlimme Gestalten dabei sind. Wie bei den Grünen bei ihrer Entstehung, teilweise immer noch und bei Linken sowieso. Beim genauen Hinsehen findet man auch bei SPD/JUSOS linksextreme Gestalten und Sympatisanten.
Die Mehrheit der Deutschen? Die AfD kommt aktuell auf ca. 10%, das mag man jetzt gut oder schlecht finden, aber es bleibt weit von der Mehrheit entfernt.

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Papazaca 11.09.2017, 16:28
143. Eine zu kurze Erklärung für viel Protest

Ein kleiner Teil der AfD - Wähler sind wahrscheinlich ultrarechts, NPD-afin etc. Der größere Teil sind fast sicher Protest-Wähler, die sich in wichtigen Punkten unverstanden fühlen (Flüchtlingspolitik, Türkei etc.). Die wählen die AfD auch nur, weil sie wissen, das die nicht an die Regierung kommen. Was zählt ist es den anderen Parteien heimzuzahlen.

Denn die haben, bis auf die Linke, alle ihren Markenkern verloren. Und die Linke sind in ihren Vorstellungen zwar ziemlich konsequent, leider konsequent unrealistisch.

Um sich ja nicht mit den Ursachen für die AfD auseinander zu setzen, wird da viel von allem möglichen geredet. Nein, ein großer Teil der AfD-Wähler sind Protestwähler, keine Nazis, die Höcke politisch ablehnen. Aber sie wollen es den anderen zeigen, sie laut in den Allerwertesten treten. Der liebe Herr Augstein macht es sich da etwas einfach, sieht zuviel Nazigespenster und Rassisten. Die gibt es, aber die machen nicht die 10% AfD-Wähler aus.

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panzerknacker 51 11.09.2017, 16:30
144. Ach ja?

Zitat von gantenbein3
...wird Deutschland damit klarkommen. Nur fragt sich, wie? Außerdem ist Rechtspopulismus in Frankreich oder Polen etwas anderes als Neonazitum in Deutschland.
Der Begriff Rechtspopulismus ist ja schon grenzwertig. Wie allerdings hierzulande mit Begriffen wie Faschismus und Nazitum umgegangen wird, ist schon fahrlässig bis geschichtsklitternd und die "tausendjährige" Reichsgeschichte stark verharmlosend. Und nur am Rande: Der Begriff "entsorgen" wurde auch schon von Herrn Kahrs (SPD) verwendet. Quod licet Jovi, not licet Bovi?

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schwerpunkt 11.09.2017, 16:32
145.

Zitat von tokata
Ich bin immer überrascht , das Leute glauben , weil irgendein Spinner in der AFD irgendwas gesagt oder gemailt hat, wäre die Partei doch eigentlich völlig unwählbar. Oder Das sie Laut Wahlprogramm doch dieses und jehnes noch schlechter machen würde, da könne sie doch kein normaler Mensch wählen. Die Wahrheit ist ganz simpel, Es ist völlig egal was die AFD macht, oder sagt oder will. völlig belanglos. fast alle die jetzt die AFD wählen wollen den Etablierten so richtig eine reinhauen, und nichts schmerzt die Politik im Moment mehr als Stimmen für die AFD. Das Ganze ist einfach Protest mit der ganz groben Keule.
Ja, es schmerzt! Aber nicht wegen der AfD an sich, oder weil dann ein paar ultrarecht in irgend einem Parlament krakelen, sondern weil das zeigt, wie viele in diesem Land, nur rund 70 Jahre nach dem dritten Reich wieder auf die gleichen Rattenfänger hereinfallen ... oder eben das sogar bewusst wollen.
Mit kann keiner mehr erzählen, er würde die AfD für reine rechtskonservative Partei halten (oder der Schenkelklopfer: eine mitte-rechts-Partei).
So häufig haben die AfDler ihre bürgerliche Maske fallen lassen, während der Rest der Partei, der sich noch letzte Fetzen davon vorhält, schweigend dazu genickt hat.

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stevie76 11.09.2017, 16:33
146. soso,

Zitat von g_bec
Sie faseln Unfug! Entweder wissen Sie es nicht besser, weil nicht selbst erlebt, oder Sie haben ein schlechtes Gewissen. Gegen den ersten Grund hülfe Bildung.
gegen die verharmlosung von nazis in ihren anderen beiträgen "hülfe" übrigens auch Bildung...

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Ottokar 11.09.2017, 16:33
147. Herr Augstein

Sie zitieren den Spiegel mit der Aussage: Es ist eine populäre Behauptung, dass die AfD die Partei der Abgehängten, Arbeitslosen und Ungebildeten sei........Sie, Herr Augstein hätten hinzufügen können das diese Menschen früher die SPD und Die Linke gewählt haben in dem irrigen Glauben das diese Parteien ihr Leben verbessern würden.

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vox veritas 11.09.2017, 16:34
148.

Ich lese es, doch ich glaube es nicht. Herr Augstein übt Selbstkritik. Wer hat den Mann ausgetauscht?

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der-junge-scharwenka 11.09.2017, 16:34
149. Ganz einfach

Zitat von istvanfred
Und unter Garantie sind nicht alle AFD-Wähler dem braunen Sumpf zuzuschreiben, auch wenn das einige Gruppierungen im Land gerne wiederholt so darstellen.
Wer braun wählt, toleriert braun und schwimmt auf diesem Gedankengut mit. Sonst würde er nicht braun wählen. So einfach ist das.

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