Forum: Politik
Affäre im Verteidigungsministerium: Der Berater und seine Freunde
Maurizio Gambarini/DPA

Im Untersuchungsausschuss zur Berateraffäre kommen brisante Details ans Licht. Ex-Verteidigungsstaatssekretärin Katrin Suder gab dem Berater Timo Noetzel offenbar Hinweise, wie er neue Aufträge an Land ziehen könnte.

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palimpalom 28.06.2019, 10:21
10. Vorschlag

Es hilft nur eins : Integrität, Loyalität den Bürgern gegenüber und Ehrlichkeit müssen oberste Einstellungskriterien sein. Politiker und andere Führungskräfte müssen noch viel fürstlicher entlohnt werden.. falls aber Ungereimtheiten ans Licht kommen, wird das mit Gehalts und Postenentzug, Schadensausgleich und Verlust sämtlicher Rentenbezüge bestraft. Übrig bleiben dann sicher immer noch genug fähige, aber auch aufrichtige Staatsdiener. Wer so einen Vertrag gar nicht erst unterzeichnen will, erfüllt die grundlegendsten Kriterien ja gar nicht und ist im Haifischbecken Marktwirtschaft besser aufgehoben. Wer es kann, ist reich, angesehen und dient dem Allgemeinwohl. Das sollte doch wohl möglich sein.

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Smarty- 28.06.2019, 10:22
11. Konsequenzen? Null

Auch diese „Affäre“, wie sie euphemistisch genannt wird, bleibt für unsere Kriegsministerin ohne Folgen. Wetten, dass sie irgendwann dann mal „Senior Fellow“ oder dergleichen bei McKinsey, Accenture oder wo immer wird? Politische Korruption auf höchstem Niveau nennt man sowas.

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alang1001 28.06.2019, 10:29
12. ...wird nicht passieren.

Zitat von fridericus1
... sollte man flankieren mit einer sehr sorgfältigen Untersuchung und Durchleuchtung aller Konten und Vermögensverhältnisse der Buddies des Herrn Noetzel inkl. der Familien, um mögliche direkte Bestechung auszuschließen. Jeder Hartz4 - Empfänger muss das über sich ergehen lassen, da scheint mir das in diesem Fall auch sehr angebracht.
Die Beraterkolonnen für diese Durchleuchtung sind schon rekrutiert.
Und dann wird schonungslos aufgeklärt.:)
Eventuell übernimmt diesen Job Accenture, aber auch McKinsey ist im Gespräch: "strong client intimacy at the c-level".

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volkerrachow 28.06.2019, 10:31
13. Die Beraterbruderschaften

In allen spon-Kommentaren zur dubiosen Frau Suder habe ich darauf hingewiesen, dass ein Ex-Berater beim neuen Arbeitgeber dafür sorgt , dass Beraterverträge in die alten Kanäle fließen. Das ist das Beraterprinzip mit ihren Netzwerken. Nicht vergessen : Frau Suder hatte den Status PARTNERIN. Die sind explizit dafür da, ihrem alten Arbeitgeber für immer dankbar zu sein. Und: Ulla ist immer dabei.

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olli118 28.06.2019, 10:35
14. Ich weiss jetzt schon...

...was das Ergebnis sein wird: NICHTS. Suder und VDL werden mit einem blauen Auge davonkommen, die Affäre wird weder strafrechtliche noch personelle Konsequenzen haben. Wenn sich die GroKo - und hier insbesondere die konservative Fraktion - durch etwas ausgezeichnet haben, dann durch Aussitzen. Persönliche Verantwortung? Ach was, übernimmt doch sonst auch keiner. Hier wird mit den Autokonzernen gemauschelt, dort mit den Beratern. Business as usual. Der Untersuchungsausschuss ist reine Augenwischerei. Wird viel Zeit vergeudet für NULL Konsequenz. Wetten?

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smart75 28.06.2019, 10:38
15. Problem ist wo?

Ich lese daraus, dass Accenture eine gute und intensive Kundenbeziehung hatte und das Geschäft einfach smart und strategisch mit dem Kunden ausgebaut hat. Ein CEO nimmt an internen Projektmeetings teil? Oh Hilfe... auch die Umsatzsteigerung - 20 Mio sind mit einem IT Projekt schnell weg... und auf einmal kennen sich die Leute? Sollen die sich denn nicht kennen?

Aber: Wenn es tatsächlich keine offizielle Ausschreibung gab, dann ist das in der Tat ein Thema. Jour Fixes mit Kunden können durchaus normal sein oder wie soll Key Account Management ablaufen? Spannender ist dann schon wer die Rechnungen bezahlt hat - am saubersten ist hier immer zu teilen.

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DerVO 28.06.2019, 10:39
16. Außendienst im geschlossenen Vollzug

Ich wäre durchaus für das Vorhaben zu gewinnen, alle Vertriebler in den Bau zu stecken.

Warum es jetzt aber genau diesen einen treffen soll, erschließt sich mir nach Lektüre des Artikels nicht. Er tat das, was sein Job war.

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Tante_Frieda 28.06.2019, 10:41
17. Die Accentuierung der Politik

Was lernen wir daraus?Die Accentuierung und McKinseyierung der Politik schreitet spürbar voran.Es ist ja auch viel bequemer für die Ministerialbeamten,statt sich für die eigenen hohen Monatsbezüge selbst Gedanken zu machen einfach teuren „Sachverstand“ von angeheuerten Beratern einzukaufen.Der Steuerzahler zahlt‘s ja.Ministerin von der Leyen ist nicht die einzige,die das Steuerzahlergeld zum Fenster hinauswirft.Auch Minister Scheuer,immer gut drauf,wirft mit dem Geld,das nicht von ihm selbst erwirtschaftet wurde,nur so um sich.War nicht die Rede davon,dass nach der gescheiterten Maut die damit beauftragten Firmen jetzt „Schadenersatz“ in dreistelliger Millionenhöhe fordern wollen?Was für Ministerialkoryphäen segnen denn derart dilettantisch gemachte Verträge ab?Und der deutsche Michel zahlt‘s widerspruchslos.Nebenbei:Heißt es nicht immer von konservativer Seite,Sozis könnten nicht mit Geld umgehen?Die beiden erwähnten Minister sind,man höre und staune,übrigens keine Sozis,sondern Unionschristen...

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txtltchnk 28.06.2019, 10:42
18. Millionen € an Steuergeldern ausgeben ohne Ausschreibung?

Wie ist das möglich? Die Damen und Herren vom Ministerium geben ja nicht ihr eigenes Geld aus. Es geht um Steuergelder! Da muss natürlich ausgeschrieben werden und nicht Aufträge unter Freunden vergeben werden. Bei uns gibt es schon wegen 500 € Stress, wenn nicht alle Richtlinien eingehalten werden und mindestens 3 Angeote vorliegen.

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sven2016 28.06.2019, 10:50
19. @hardy.stiefel

Nur keine Angst. Die Praktiken der Suder-Gruppe sind von anderer Qualität als Kundenbestechung mit Kleinigkeiten, die im vertretbaren Rahmen liegen. Allerdings sollten Sie die Grenzen kennen. Mitbewerber können auch eklig reagieren.

Bei öffentlichen Aufträgen gibt es klare Vorschriften, auch was eine Ausschreibungspflicht abgeht. Aufträge zu splitten, um Höchstbeträge zu umgehen, wird sanktioniert.

Es hat sich wohl weniger Accenture strafbar gemacht als die Verhandlungspartner bei der Bundeswehr.

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