Forum: Politik
Affäre um externe Berater: Strafanzeige gegen Ursula von der Leyen
DPA

Die Berater-Affäre weitet sich aus: Nach SPIEGEL-Informationen ermittelt die Justiz, ob externe Experten als Scheinselbstständige im Verteidigungsministerium tätig waren. Dort kursieren Gerüchte über dubiose Buddy-Systeme.

Seite 10 von 19
cosmose 18.10.2018, 09:19
90.

Zitat von bstendig
14 Betriebssysteme von Microsoft? Würden Sie mir bitte diese aufzählen? 1995 war Win 3.11 oder so, dann XP, Vista, dann Win 7, 8, 9 und 10. Sind meiner Rechnung nach 7 Betriebssysteme. Läuft Rechenschwäche also unter "externer Qualität". Glauben Sie mir, genau DAS brauchen wir nicht.
Naja..abgesehen davon, dass nicht alle der Microsoft Betriebssysteme für Firmen relevant sind/waren, fehlen in Ihrer Aufzählung natürlich auch Schätze wie Windows 95, Windows 98/98 SE, Windows ME, Windows 2000 und die komplette Windows NT-Schiene. Da gab es dann NT 3.5, 3.51 und NT4 im fraglichen Zeitraum.
Dafür gab es nie ein Windows 9...
14 kommt also schon hin.

Zum Thema: Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie sehr doch das Wort "Korruption" in Deutschland vermieden wird. Meines Erachtens handelt es sich um nichts anderes hier.

Beitrag melden
Liudin69 18.10.2018, 09:22
91. Man sollte nicht mehr ...

...mit dem Finger auf Bananenrepubliken zeigen. Denn die raffgierigen Affen tanzen auch bei uns in Politik und Wirtschaft herum. Außer Rand und Band holt sich jeder so viel er kriegen kann. Und offensichtlich sind unsere Gesetze einfach zu wenig abschreckend, hier für Abschreckung zu sorgen. Während Sohnemann v.d.L. an seiner Vita bei MCKinsey feilt, verliert Mami alle Hemmungen. Aber bestimmt schlüpfen und gleiten bald alle durch irgendwelche Gestzeslücken und treffen sich wieder zum Zahlen ergaunerter Steuergelder. Armes Deutschland! Man kann sich nur noch schämen für die, die die Fäden in Händen halten.

Beitrag melden
vereinsmeier 18.10.2018, 09:23
92. das Positive an diesen Erkenntnissen

ist nicht nur, dass diese Missstände hoffentlich zumindest zum Teil beseitigt werden können, sondern dass das Thema Kanzlerschaft sich für vdL hiermit wohl endgültig erledigt hat.

Beitrag melden
Joachim Kr. 18.10.2018, 09:23
93. Hat wohl Beamte übergangen

Nix gegen Transparenz. Wenn Generäle ihren Buddies Aufträge zuschanzen, ist das unsittlich, unerträglich.
Dass Fremde hinzugezogen wurden, war zwingend richtig!
Die Misstände hatten im Beamtenapparat ihre festen Wurzeln!
Wer über u.U. Jahre als IT Fachmann, als Freelancer für den gleichen Arbeitgeber arbeitet, wird jedoch meist nur den Anforderungen gerecht: IT Projekte sind sehr oft zeitlich ausgedehnt.
Man sollte die Fristen der Definition von Scheinsälbständigkeit überdenken, oder klare Regeln schaffen, wer ab wann Sozialabgaben zahlt. Das darf auch der Selbständige.

Der, oder die, wer die Anzeige gestellt hat, gehört für mein Gefhl eher zum vorher etablierten, zu Veränderung unfähigen Beamtenapparat.

Von der Leyen sollte man an der Lebenswirklichkeit messen, nicht nur an Paragraphen.

Beitrag melden
Besserwisser1970 18.10.2018, 09:24
94. Danke

Zitat von Ich-seh-das-mal-so
Also: Dass in IT-Projekten externe, freiberufliche Berater eingesetzt werden - über Monate ist fast noch kurz, gerne über Jahre - ist heutzutage absolut üblich. Zu dünn ist nämlich häufig die eigene Personaldecke, insbesondere wenn es um sehr spezielle Themen geht, die eine gewisse Expertise voraussetzen. Dass dieser Personenkreis immer wieder in den Fokus der Behörden bezüglich der Frage auf Scheinselbständigkeit (genauer: Sozialversicherungspflicht) gerät ist ärgerlich, weil es viele andere Berufsgruppen mit Status Freiberufler gibt, denen man das ohne Weiteres zubilligt. Und im Regelfall sprechen wir hier nicht über prekäre Arbeitsverhältnisse mit einem Lohnniveau um den Mindestlohn herum. Wenn man die SV-Pflicht ausweiten möchte, um die gesellschaftliche Solidarität zu stärken, dann aber bitte für alle, denen das bisher zugebilligt wurde. Dass Andere sind die - so die Informationen stimmen - intransparenten Auftragsvergaben und Küngeleien, die zu recht missbilligt und verboten sind und und damit geahndet werden müssen. Nur hat das nichts mit dem Status Freiberufler zu tun, denn die Berater dieser Unternehmen sind häufig klassische Angestellte. Das was hier höchstens stört ist, dass das Salär insbesondere der Berufseinsteiger in einem krassen Missverhältnis zu dem steht, was die beauftragenden Firmen an die Beratungshäuser für eben diese Berater abdrücken müssen. Aber das ist dann ein Problem der Angestellten selbst. Einziges Hilfsmittel gegen diese Auswüchse ist das Prinzip des Open Book. Hierbei muss insbesondere das beauftragte Beratungshaus darstellen, wie sich die Preisgestaltung zusammensetzt. Da treten dann auch Anomalien bei Tagessätzen, Spesenvergütungen, Gewinnmargen, Beratergehältern zutage. Ist ein schwieriges Thema und nicht jedes Beratungshaus macht das mit, aber das reduziert die Skepsis erheblich.
ein sehr guter Beitrag.

Beitrag melden
ro_jest 18.10.2018, 09:24
95.

Zitat von bstendig
14 Betriebssysteme von Microsoft? Würden Sie mir bitte diese aufzählen? 1995 war Win 3.11 oder so, dann XP, Vista, dann Win 7, 8, 9 und 10. Sind meiner Rechnung nach 7 Betriebssysteme. Läuft Rechenschwäche also unter "externer Qualität". Glauben Sie mir, genau DAS brauchen wir nicht.
"externe Qualität" zählt aber auch die Server Varianten mit ;-)

Beitrag melden
olliver_123 18.10.2018, 09:26
96. IT Berater überall im öffentlichen Dienst

Dauerhaft vorhandene IT Spezialisten sind die Regel im öffentlichen Dienst. Das liegt vor allem daran, dass man als IT Spezialisten nicht die Laufbahnen einschlagen kann, in denen man das selbe Verdient, wie bei der externen Beratungsfirma. Die internen IT-Stellen sind ein Witz. Wenn man überhaupt eine Beamtenstelle schafft, dann in Besoldungsgruppen mit denen man keinen (vernünftigen) IT'ler bekommt. Dass dann die selben Leute über Jahre hinweg dort sind, liegt in der Natur der Sache. Derjenige der eine Software einrichtet/programmiert, der soll dann natürlich auch die Weiterentwicklung/Wartung übernehmen. Da kann man nicht ständig neue Leute ransetzen.

Beitrag melden
gruffelo 18.10.2018, 09:26
97. Nichts gegen Berater...

Externe Berater können durchaus Sinn machen und die Umsetzung von Sonderprojekten (egal ob in Behörden oder Unternehmen) professionell unterstützen und beschleunigen. Aber auch für UvdL gelten Vergabevorschriften, diese nicht einzuhalten ist einfach nur unprofessionell. Die Sache mit ihrem Söhnchen ist eine kleine Geschmacklosigkeit am Rande, die sie sich besser gespart hätte - aber das fällt eher in die grobe Kategorie des fehlenden Gespürs für das Machbare. Wenn UvdL denn erkennbare Erfolge vorzuweisen hätte - hat sie aber nicht. Sie hat sicher ihre Qualitäten - wäre aber bestimmt in einem anderen Ressort besser aufgehoben...

Beitrag melden
jo125 18.10.2018, 09:27
98. Mag sein

Zitat von Palmstroem
Zum zweiten sind externe Berater heute notwendiger denn je. Denn in Zeiten, wo IT-Systeme oder Technik schon nach wenige Jahre überholt sind, kann man nicht mit altgedienten Beamten die Zukunft planen. Die Zeitspanne für die Planung und Auftragsvergaben sind ohnehin schon zu lang, denn bis ein neues System eingeführt wird, ist es ohnehin meist schon überholt.
Mag sein, dass man mit Beamten keine moderne Infrastruktur bereithalten kann. Dann muss eben dies abgeschafft werden - das altbacksche Beamtentum mit der unsinnigen Unkündbarkeit! Ihre andere Aussage ist hingegen Unsinn: Als Unternehmensinhaber im IT-Bereich kann ich Ihnen versichern, dass "externe Berater" alles Andere als "notwendiger denn je" sind. Das sehen die Berater naturgemäß anders, siehe auch die Kommentare von Zensurgegner2017 - wohl ebenfalls "Berater". Und ganz klar: IT-Systeme ändern sich nicht im Sekundentakt. Bei unseren Kunden sind Systeme, die teuer eingekauft werden, über viele Jahre im Einsatz. Sie werden natürlich gepflegt, aber nicht permanent erneuert - auch wenn so mancher IT-Vertriebler oder "Berater" das gern so hätte.

Beitrag melden
Havel Pavel 18.10.2018, 09:29
99. Na ja wirkliche Experten findet man wohl woanders

Zitat von dickidoro
Das ist doch kein Einzelfall. Aus meinem Freundeskreis weiß ich von Juristen aus Anwaltsbüros ( ! ) , dass diese Aufträge von Ministerien ( ! ) erhalten, um z.b. Gesetzesentwürfe anzufertigen. Die Honorare dafür sind immens und haben nichts mit dem RVG zu tun. Wozu sitzen denn hunderte von qualifizierten Juristen in den Ministerien, wenn solche Aufgaben extern vergeben werden ? Das ist obendrein steuerverschwendung im siebenstelligen Bereich. Damuss insgesamt mit eisernem Besen gekehrt werden.
Das glauben auch nur Sie, dass in den Ministerien hunderte hochqualifizierter Juristen sitzen. Sicher gibt es dort sehr viele die irgendwann einmal Jura studiert habe oder sogar als Anwälte tätig waren oder vielleicht noch sind. Aber mit Sicherheit gibt es dort nicht sehr viele die auf diesem Gebiet auf dem neuesten Stand bei höchstem Niveau sind. So ist dies in heutiger Zeit bei immer schneller voranschreitender Entwicklung auf nahezu allen Gebieten. Daher ist es wohl nicht verwerflich wenn Regierende sich der Unterstützung erstrangiger Experten zur Erfüllung ihrer Aufgaben bedienen. Natürlich muss hier die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit dazu belegt werden können und es darf keinesfalls zur Vergabe von "Gefälligkeitsaufträgen" kommen nach dem Motto "der dumme Steurzahler" wirds eh so oder so bezahlen. Und wenn bei beauftragten Unternehmen Freunde oder gar Familienmitglieder tätig sind darf sich nicht wundern wenn man sich des Verdachts der Vetternwirtschaft ausliefert. In solchen Fällen sollte man daher schon hieb und stichfeste Gründe für sein Handen bereit haben.

Beitrag melden
Seite 10 von 19
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!