Forum: Politik
Affäre um Strache-Video: Moskaus Spiel mit den Rechtspopulisten
Sergei Chirikov / REUTERS

Von Le Pen bis Salvini: Europas Rechtspopulisten umgarnen den russischen Präsidenten Putin. Der Kreml macht den Flirt gern mit - aber nach seinen eigenen Regeln. Das zeigt auch der Ibiza-Skandal.

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Karsten Kriwat 22.05.2019, 23:56
1. Welche Rolle spielt Manuel Ochsenreiter?

Ein Beispiel ist auch der Chefredakteur Manuel Ochsenreiter des rechtsradikalen Magazins "Zuerst!" aus dem Hause Munier, der in der Ukraine einen Brandanschlag in Auftrag gegeben haben soll und gegen den wegen Terrorismus nun von der Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt wird. Bleibt an diesem Typen mal dran. Er war Mitarbeiter der AfD-Bundestagsfraktion und ist dort wegen Terrorverdachtes rausgeflogen...

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dergerdundich 23.05.2019, 00:03
2.

Daß Putin, der zumindest nach außen Anstand und Charakter vermitteln möchte, für solche Hanseln wie die FPÖ nur Verachtung aufbringen wird, ist klar. Die gleiche Verachtung wie für die anderen europäischen Rechtspopulisten, die ihre Heimat an Rußland verraten. Als alter KGBler liebt er den Verrat, aber nicht den Verräter. Oder glauben Frau LePen oder Herr Meuthen ernsthaft, daß die beim Putin gut angesehen sind? Vielleicht wissen sie ja auch, daß sie nur nützliche Idioten sind, Hauptsache, die Kohle fließt.

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bigkahoona 23.05.2019, 04:23
3. Wahre Worte

"Der Fall Strache zeigt, dass sich unter den Rechten viele Ungebildete, Primitive befinden, anfällig für Zockerei und Korruption. Solche Kontakte kompromittieren uns nur."

Putin sollte auf die Frau hören. Ich hab im Prinzip nichts gegen Russland, aber wer mit den rechten und faschistischen Schmuddelkindern, inklusive Trump, spielt, der wird auch alles ein solches wahrgenommen.

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raoul2 23.05.2019, 04:31
4. Das ist kein "Spiel"

Putin weiß ganz genau, was er will und was nicht. Kalkül statt Spiel.

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fsteinha 23.05.2019, 05:57
5. Sehnsuchtsort Linker

Die manische Treue trationeller Linker zu Moskau als vermeindlicher Gegenpol zum dekadenten Westen ist faszinierend, eingedenk der Tatsache, das diese Zuneigung auf keine Gegenliebe stößt.

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claus7447 23.05.2019, 07:46
6. Marionetten Putins

Es zeigt sich, die Rechten sind einfältig und dazu noch plump. Man bieder sich an auf extrem peinliche Weise (Hofknicks) und erhofft sich, das ein paar Krümel vom Tisch Putins fallen.

Es zeigt sich schon lange, das all die Hassprediger sich Unterstützung von Moskau erhoffen, nur die wird nur dann gewährt solange man Chancen hat an oder in ein Amt zu kommen. Dann werden die Fäden der Puppe gezogen und sie werden es nicht merken, denn dazu ist es schon zu spät. Wenn dann der Lauf der Geschichte in die Hose geht, werden die Fäden gekappt, die Puppe fällt zusammen.

Die Rechten haben zwar in Europa wieder Fuß gefasst, je nach Land in unterschiedlichen Beteiligungen. Wenn sie meinen, sie können das Rad zurückdrehen, täuschen sie sich.

Die Ergebnisse die diese Populisten im Amt produzieren stoßen die Wähler ab. Die Lega mag im Moment jubeln, sie wird an ihren Ergebnissen gehindert messen und die Wirtschaft in Italien merkt es schon deutlich. In Deutschland wird man die 10% Stänkerer aushalten müssen. Frankreich zeigt, Protestwähler gibt es... aber wenn es um Substanz geht wird es sich wieder ändern.

Allerdings: Politiker demokratischer Parteien: reist euch zusammen. Sprecht klarer, tut was, was verstanden wird!

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s.l.bln 23.05.2019, 07:51
7. Kohle...

Zitat von dergerdundich
Daß Putin, der zumindest nach außen Anstand und Charakter vermitteln möchte, für solche Hanseln wie die FPÖ nur Verachtung aufbringen wird, ist klar. Die gleiche Verachtung wie für die anderen europäischen Rechtspopulisten, die ihre Heimat an Rußland verraten. Als alter KGBler liebt er den Verrat, aber nicht den Verräter. Oder glauben Frau LePen oder Herr Meuthen ernsthaft, daß die beim Putin gut angesehen sind? Vielleicht wissen sie ja auch, daß sie nur nützliche Idioten sind, Hauptsache, die Kohle fließt.
...ist nur eines ihrer Motive. In erste Linie geht es diesen Gestalten um Macht, was auch an den innerparteilichen Grabenkämpfen aller rechten Gruppierungen erkennbar wird, sobald sie mal irgendwo in Parlamente einziehen.

Vor Putin haben sie vermutlich so wenig Achtung wie umgekehrt. Die betrachten sich wahrscheinlich gegenseitig als nützliche Idioten und tun das auch innerhalb rechter Bündnisse. Sie biedern sich ihm an, weil es ihnen zunächst nützt.

Das Grundmotiv aller rechten Ideologien ist Egoismus. National, regional oder persönlich. Genau deshalb funktionieren rechte Bündnisse auch immer nur temporär.
Gelingt es den Rechten, gemeinsam die EU zu kapern, kämpfen sie anschließend gegeneinander um Geld und Macht in der EU, während zeitgleich innerhalb der einzelnen Parteien der Kampf um Posten und Ämter losgeht.
Wer glaubt, daß mit denen irgendwas besser wird, hat die diversen Schüsse nicht gehört, z.B. im letzten großen Krieg.

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muellerthomas 23.05.2019, 08:07
8.

Zitat von raoul2
Putin weiß ganz genau, was er will und was nicht. Kalkül statt Spiel.
Den Eindruck versucht er zu vermitteln - tatsächlich reagiert er oft anstatt zu agieren. Im Gegensatz zu seinem Image ist er eher Taktiker als Stratege.

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burlei 23.05.2019, 08:33
9. "... wie im Übrigen auch aus den Kreisen ...

... der Linksextremisten und Populisten" Na, wenn sich Putin auf diese paar Hanseln verlassen würde....Nein, er stützt sich auf diejenigen, die sich als "Konservative" bezeichnen, aber nur stramm rechts sind, die völkisch denken, Nazi-Sprech üben ("Umvolkung") und sich auch sonst wie Nazis verhalten. Diese sind es, die die EU spalten können, die wieder ein "Europa der Nationen" wollen, also ein Europa, zerfleddert in Nationalstaaten, die sich gegenseitig befeinden. Er weiß genau, dass in so einem Europa der Rechten und der Nationalisten in kürzester Zeit es nur noch darum geht, wer von ihnen die Führung dieses Europas beansprucht. Er braucht dann nur noch die Trümmer auf zu sammeln. Und die Rechten tun ihm auch den Gefallen, ihre Mitläufer, die sogen. "Protestwähler" sowieso.

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