Forum: Politik
Afghanische Soldaten: Aus Kameraden werden Killer

Ein afghanischer Soldat schießt auf französische Kameraden und*tötet vier von ihnen. Paris stoppt deshalb die Militäroperationen. Offiziell*spricht die*Nato*bei solchen Anschlägen von*tragischen Einzelfällen. In einem internen Bericht heißt es aber: Die Gefahr ist größer als gedacht.

Seite 2 von 6
aaback 20.01.2012, 14:09
10.

Zitat von Bhigr
........ Es gilt den Islamismus als Religion anzugreifen, mit Worten, mit Argumenten. Dann gilt es die inneren Widersprüche so weit auszunutzen, dass die inhärente Kriegslust nicht gegen uns sondern gegeneinander gerichtet wird. Aber dazu müssen wir jeglichen Respekt vor dem Islam ablegen und ihn in seinen Grundfesten erschüttern.
Ja, vor allem in Europa. Es muss klar gemacht werden, dass diese Religion menschenrechts- und verfassungsfeindlich ist. Ein Verbot muss diskutiert werden.
Viele Anhänger dieser Religion hassen und verachten uns und wollen uns bekämpfen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Fidel Castro 20.01.2012, 14:11
11. Islamismus

Zitat von Bhigr
Das liegt daran, dass der Islamismus Mainstream in der afghanischen Gesellschaft ist. Deshalb sind die Taliban die natürlichen Verbündeten gegen die USA und den Westen. Es ist also nur folgerichtig, dass Afghanische Soldaten - vermeintliche Verbündete - auf westliche Soldaten schießen. Der Einsatz in Afghanistan .....
Ihr an sich ausgezeichneter Beitrag hat für mich einen Schönheitsfehler:
Sie hätten den Islamismus durch Islam ersetzen sollen, schon zu Beginn des letzten Absatzes, nicht erst im letzten Satz!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cbmuser 20.01.2012, 14:18
12.

Zitat von sysop
Ein afghanischer Soldat schießt auf französische Kameraden und*tötet vier von ihnen. Paris stoppt deshalb die Militäroperationen. Offiziell*spricht die*Nato*bei solchen Anschlägen von*tragischen Einzelfällen. In einem internen Bericht heißt es aber: Die Gefahr ist größer als gedacht.
Das ist verständlich, wenn man bedenkt, daß seit Herbst 2001 etwa genausoviele afghanische Zivilisten durch Taliban & Verbündete, wie durch USA & Verbündete getötet wurden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Runzelrocker 20.01.2012, 14:21
13. Dekadent

Warum ist man überrascht? Wer in dem Land oder ähnlichen Ländern gelebt hat, der kennt die Mentalität.
Ein Menschenleben zählt dort nichts. Mit unserem zivilisierten Denken gelten wir als dekadent und verweichlicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
propagandhi 20.01.2012, 14:24
14.

Zitat von ...und gut ist`s
Da spricht man bei gewissen Tätergruppen, die teilweise auch aus dieser Gegend stammen, wenn diese Gewaltdelikte in Deutschland verüben von "tragischen Einzelfällen".
Es ist einfach unerklärlich, wieso unbedingt Kulturen zusammengewürfelt werden müssen, die nichts gemeinsam haben. Wieso kann man die nicht einfach in Ruhe lassen wo sie sind, und die sollen uns genauso in Frieden lassen. Wo diese Kulturen zusammentreffen gibt es nur Hass und Gewalt.

Ausser in der Phantasie der Traumtänzer und Hippies, die meinen, sie könnten ihr theorethisches Konstrukt von der Gutheit und Gleichheit der Menschen in der Realität erzwingen, natürlich auf Kosten anderer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
simon23 20.01.2012, 14:33
15. xxx

Zitat von coniferia
Endlich wird es auch mal hierzulande bekannt, dass der Feind der auslaendischen Truppen (und natuerlich auch der Bevoelkerung in Afghanistan) regelmaessig Regierungsuniformen traegt. Wird Zeit, mal zu pruefen, wen man da jahrelang unterstuetzt hat und ob das nicht moeglicherweise die falsche Seite war. Die sog. Regierung ist in Wirklichkeit ein korruptes Narkokartell von Warlords und wird von großen Teilen der Bevoelkerung schon lange als Feind betrachtet. Waer wohl jetzt ein guter Zeitpunkt, wenn die ISAF in dem Konflikt eine neutrale Rolle einnehmen wuerde (wie sie das schon lange haette tun sollen) und die Unterstützung der Regierung, die ja auch nur eine Warlordpartei ist, aufgeben wuerde (so koennte sie ihre Rolle in Afghanistan auch noch mit einigermassem erhobenen Kopf beenden).
Sicher sind das auch nur Warlords, aber es sind doch unsere Warlords.
Dazu sind die Soldaten in der afghanischen Armee meist die Leute, die die Taliban nicht wollen (die Taliban zahlen viel besser).
Das das ganze in eine nicht enden wollende Katastrophe führt, ist abzusehen. Naja, vielleicht setzt sich in diesem Dauerbürgerkrieg (32 Jahre) mit ausländischen Interventionen doch wieder eine Kraft durch, wahrscheinlich die am besten gesponserte. Sprich die Taliban, die jetzt in Katar ein Verbindungsbüro eröffnet haben. So rührig wie der Emir ist, wird er bestimmt schon diese Option wahrgenommen haben. Aber den Amerikanern ist dies mittlerweile wahrscheinlich auch schon egal, da sie bereits festgestellt haben, das es besser ist, sich mit einem Feind, den man nicht besiegen kann, zu verbünden.
Ob die Rechnung aufgeht?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schwarzes_lamm 20.01.2012, 14:34
16.

Zitat von sysop
Ein afghanischer Soldat schießt auf französische Kameraden und*tötet vier von ihnen. Paris stoppt deshalb die Militäroperationen. Offiziell*spricht die*Nato*bei solchen Anschlägen von*tragischen Einzelfällen. In einem internen Bericht heißt es aber: Die Gefahr ist größer als gedacht.
Wieder ein Anlass mehr, der uns sagen sollte: Koffer packen und weg aus diesem Land.
Keine Hilfslieferungen und sollen sie wegen mir gemeinsam mit den Taliban wieder ein Steinzeitregime errichten und zusammen glücklich werden. Sollen sie von mir aus 20mal am Tag gen Mekka beten und 10jährige zwangsverheiraten, wenn man den Westen dort derart ablehnt, können sie gerne ohne den Westen leben.
Ab in den Flieger und nichts wie weg da.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
coniferia 20.01.2012, 14:37
17.

Das ist kein Thema von Religion.

Hier wurde schlicht verkannt, dass man zwar eine Kriegsparteiin Form der afghanischen Armee unterstützt hat, dass diese aber nie Freund des Westens war und ist. Hier wurde die Unterstützung zwar gern genommen, um an die Macht zu kommen, aber das war es dann auch schon. Die (derzeitige) Regierung und die afgh. Armee sind eine von diversen Buergerkriegsparteien und in keiner Weise wirklich Freund des Westens. Und es zeigt sich eben immer wieder, dass man diesen genauso als Feind empfindet wie die anderen Buergerkriegsparteien (zumal ja auch absehbar ist, dass die Unterstützung des Westens ohnehin enden wird).

Hier gehts nur am Rande um Religion, es kaempfen schlicht mehrere Buergerkriegsparteien um die politische und wirtschaftliche Macht und der Westen hat den Fehler gemacht, anstelle neutral als "Friedensmission" fuer einigermassen Ruhe zu sorgen, sich auf eine der Seiten zu schlagen (die der derzeitigen Regierung) und anzunehmen, dass er damit Freund dieser Seite waere. Das das nicht so ist, wird jetzt deutlich.
Mit Islam hat das meines Erachtens nicht so viel zu tun, hier gehts nur um Macht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Immerandersdenker 20.01.2012, 14:38
18. Überrascht mich nicht

Zitat von sysop
"Der Hass unter ihnen wächst rapide", erklärte er und nannte den Grund dafür: Vor allem die US-Soldaten seien "grobe, arrogante Schläger mit vulgärer Ausdrucksweise".
Nach allem was ich bisher mitbekommen habe, überrascht mich das wirklich überhaupt nicht. Gerade was US Soldaten angeht. Ich würde dem ohne weiteres noch ein "mit menschenverachtendem Verhalten" hinzufügen, wenn man sich viele der geleakten Videoaufnahmen mal genauer anhört. Man könnte tatsächlich meinen es seien überwiegend Kleinkinder die auf Insekten schießen.

Dass nicht-amerikansche Soldaten da meist nicht viel besser sind, kann ich mir genauso gut vorstellen. Fremde Truppen ziehen bei so vielen Negativschlagzeilen nunmal den Hass der Bevölkerung auf sich, selbst wenn sie oberflächlich betrachtet wichtige Hilfe leisten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Brennstoff 20.01.2012, 14:45
19. Welcher Politiker hierzulande

der seine Verantwortung ernst nimmt, kann seine Soldaten mit gutem Gewissen in diesem Land lassen?
Die Sicherheit Europas wird am Hindukush verteidigt?
Mein Gott, diese Phrase ist nur noch widerlich und ein Schlag ins Gesicht der Soldaten die dort ihren Kopf hinhalten.

Es ist noch nie gelungen, einen asymmetrischen Krieg auf fremdem Territorium zu gewinnen, wie kommen also die ganzen Strategen eigentlich darauf, dass es beim jedesmal nächsten Krieg gelingen wird?
Und die Politik von Grün bis schwarz springt brav auf den Zug auf und liefert fadenscheinige Begründungen, dabei mitzumachen.

Ob die ISAF-Verbände sofort abziehen oder erst 2014, macht insofern keinen Unterschied, als danach alles wieder beim Alten ist, in Afghanistan.
Ich plädiere dafür, sofort den ganzen Kram einzupacken und dort zu verschwinden!
Die Nato würde an Ansehen und was weiß ich nicht noch alles verlieren?
Wenn ich abzuwägen hätte, wäre mir das Leben jedes einzelnen Soldaten mehr wert, als all die vorgeschobenen Alibiargumente.
Was kann es schlimmeres für einen Soldaten im Einsatzgebiet geben, als einen Kameraden an seiner Seite, der plötzlich auf ihn schießt.
Dem steht der Soldat völlig hilf- und wehrlos gegenüber.

Aber ich fürchte, auch aus diesen Erkenntnissen wird niemand die Konsequenz ziehen, sondern die Verantwortlichen werden die Situation bis 2014 unkommentiert aussitzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 6