Forum: Politik
Afghanische Soldaten: Aus Kameraden werden Killer

Ein afghanischer Soldat schießt auf französische Kameraden und*tötet vier von ihnen. Paris stoppt deshalb die Militäroperationen. Offiziell*spricht die*Nato*bei solchen Anschlägen von*tragischen Einzelfällen. In einem internen Bericht heißt es aber: Die Gefahr ist größer als gedacht.

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laufmichel 23.02.2012, 17:56
50. Wenn

Zitat von sysop
Ein afghanischer Soldat schießt auf französische Kameraden und*tötet vier von ihnen. Paris stoppt deshalb die Militäroperationen. Offiziell*spricht die*Nato*bei solchen Anschlägen von*tragischen Einzelfällen. In einem internen Bericht heißt es aber: Die Gefahr ist größer als gedacht.
hier in der Gegend, also mal ganz grob im Westen ein paar Bibeln verbrannt würden, käme es bestimmt nicht zu schweren Auseinanderstzungen mit Toten und Verletzten. Da ist doch mal zu überlegen, ob zwischen den Religionen/Kulturen ein kleiner Unterschied besteht. Weiterhin frage ich mich, wie kommen naive, unbelehrbare Politiker dazu, junge Soldatinnen/Soldaten auf eine Missionsreise zur Demokratisierung ala West in diese andere Welt zu schicken?

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gutman 23.02.2012, 19:37
51. lernen? lernen! rausgehen, wegschauen

Zitat von laufmichel
hier in der Gegend, also mal ganz grob im Westen ein paar Bibeln verbrannt würden, käme es bestimmt nicht zu schweren Auseinanderstzungen mit Toten und Verletzten. Da ist doch mal zu überlegen, ob zwischen den Religionen/Kulturen ein kleiner Unterschied besteht. Weiterhin frage ich mich, wie kommen naive, unbelehrbare Politiker dazu, junge Soldatinnen/Soldaten auf eine Missionsreise zur Demokratisierung ala West in diese andere Welt zu schicken?
Ich denke, das lernen wir gerade. Vor allem müssen wir dabei lernen, wegzuschauen. Kommt es als nächstes dort wieder zu einer sog. humanitären Katastrophe , fangen wir doch wieder von vorne an, gehen rein, versuchen zu helfen und dann fallen wieder ein paar Koranexemplare von einem Lastwagen in den Straßengraben und es fängt von vorne an.

Für die Erkenntnis, dass die Menschen ihr Mittelalter, für das sie dort gerade wieder energisch demonstrieren einschließlich damit verbundener humanitärer Katastrophen dort selbst verantwortlich sind, ist aber in den westlichen Weichhirnen offensichtlich kein Platz. Höre schön das Aufheulen der C. Roth, die ich dort gerne einmal unter einer Burka rumlaufen sehen würde.

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weltsichtig 23.02.2012, 20:24
52.

Zitat von laufmichel
hier in der Gegend, also mal ganz grob im Westen ein paar Bibeln verbrannt würden, käme es bestimmt nicht zu schweren Auseinanderstzungen mit Toten und Verletzten. Da ist doch mal zu überlegen, ob zwischen den Religionen/Kulturen ein kleiner Unterschied besteht. Weiterhin frage ich mich, wie kommen naive, unbelehrbare Politiker dazu, junge Soldatinnen/Soldaten auf eine Missionsreise zur Demokratisierung ala West in diese andere Welt zu schicken?
Ich gebe zu, dass auch ich mal so naiv war und dachte, dass Afghanistan nur darauf wartet von der Terrorherrschaft der Taliban befreit zu werden und unsere westliche Demokratie zu übernehmen.
Dass also die NATO nach 9/11 in Afghanistan nicht nur Al-Qaida vertrieben hat, sondern danach auch den Aufbau des Landes voranbringen wollte, hielt ich für eine sehr humanitäre Idee.

Aber es hat nicht funktioniert. Es ist ziemlich schwer abzuschätzen, ob diese randalierenden Fanatiker, die wegen einiger Bücher Menschen umbrigen, wirklich die Mehrheit sind oder eben nur eine lautstarke und gewalttätige Minderheit, aber dass der Westen dort nur verlieren kann, sollte mittlerweile jedem klar sein.

Wir sollten unsere Soldaten abziehen, Terror mit Drohnen statt mit Soldaten bekämpfen und erst zurückkehren, wenn wir wirklich willkommen sind.

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markus_wienken 24.02.2012, 08:12
53. .

Zitat von weltsichtig
Ich gebe zu, dass auch ich mal so naiv war und dachte, dass Afghanistan nur darauf wartet von der Terrorherrschaft der Taliban befreit zu werden und unsere westliche Demokratie zu übernehmen.
Ja, so haben nicht wenige Menschen gedacht, in völliger Unkenntnis der dortigen Kultur, Sitten, Gebräuche und Geschichte.
Ich finde es gut dass Sie Ihren Irrtum einsehen und dieses auch kommunizieren, ich halte das für ein Zeichen menschlicher Größe (und das meine ich nicht ironisch sondern ernst!)!
Zitat von weltsichtig
Dass also die NATO nach 9/11 in Afghanistan nicht nur Al-Qaida vertrieben hat, sondern danach auch den Aufbau des Landes voranbringen wollte, hielt ich für eine sehr humanitäre Idee.
Der humanitäte Aspekt war sicher nicht das Hauptmotiv aber eine sinnvolle und menschliche "Begleiterscheinung".

Zitat von weltsichtig
Aber es hat nicht funktioniert. Es ist ziemlich schwer abzuschätzen, ob diese randalierenden Fanatiker, die wegen einiger Bücher Menschen umbrigen, wirklich die Mehrheit sind oder eben nur eine lautstarke und gewalttätige Minderheit,
Schwer zu sagen, aber selbst wenn es nicht so ist und es sich nur um eine Minderheit handelt sehe und höre ich keine "lautstarken" Stimmen der Verurteilung dessen, weder jetzt noch früher.
Also entweder die Minderheit ist nicht soo klein oder es handelt sich um eine schweigende Zustimmung der anderen.

Zitat von weltsichtig
aber dass der Westen dort nur verlieren kann, sollte mittlerweile jedem klar sein.
Yep

Zitat von weltsichtig
Wir sollten unsere Soldaten abziehen, Terror mit Drohnen statt mit Soldaten bekämpfen und erst zurückkehren, wenn wir wirklich willkommen sind.
Ja, Drohnen und Kommandoeinsätze wenn nötig. Sicher wird es weiterhin auch Zivilisten treffen. Aber das ist nun einmal so wenn von einem Land Terror ausgeht und die dortige Bevölkerung das Problem nicht selbst in den Griff bekommt oder evtl. bekommen will.

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