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Afghanistan: Bundeswehr nimmt Top-Taliban fest

Eine Einheit des geheim agierenden "Kommando Spezialkräfte" der Bundeswehr hat in Nordafghanistan einen ranghohen Taliban festgenommen. Der Mann war 2009 für die Entführung von mehreren Tanklastern nahe Kunduz verantwortlich.

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spon-facebook-1425926487 23.10.2012, 08:37
1.

"Klein wurde für seinen .. Befehl, .., weder dienstrechtlich noch juristisch belangt, vielmehr wird er Anfang 2013 zum General befördert."


Sehr gut. Es ist notwendig, richtige und notwendige Entscheidungen entsprechend zu honorieren. Jeder weiss, dass die Gegend Taliban-Gebiet war und es nicht augeschlossen werden konnte, dass mit dem geklauten Sprit weitere Bomben gebaut werden, die werden Deutschen Soldaten das Leben kosten könnten. Insofern war diese Massnahme, die Laster zu zerstören, im Sinne der Gefahrenabwehr notwendig. Dass dort angeblich viele Zivilisten und als Zivilisten verkleidete Terroristen ums Leben gekommen sein sollen, halte ich eher für zweitrangig.

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robertelee 23.10.2012, 08:45
2. Fakten bitte!

Zitat von sysop
Eine Einheit des geheim agierenden "Kommando Spezialkräfte" der Bundeswehr hat in Nordafghanistan einen ranghohen Taliban festgenommen. Der Mann war 2009 für die Entführung von mehreren Tanklastern nahe Kunduz verantwortlich.
Jetzt wäre es an der Zeit, erstmal die deutschen Soldaten zu ihrem Erfolg zu beglückwünschen. Der Mann wurde festgesetzt und der Justiz übergeben. Was wäre, darüber hinaus, zu verlangen?

Davon abgesehen: Der SPON-Beitrag kann es sich augenscheinlich nicht verkneifen, längst widerlegte Falschbehauptungen aufzuwärmen. Das ist schade.

Der Luftangriff auf die entführten Tanklaster war Gegenstand einer akribischen juristischen Überprüfung durch die Bundesanwaltschaft. Und zwar nicht allein hinsichtlich des Kriegsvölkerrechts, sondern auch des deutschen Strafrechts. Die Untersuchungsergebnisse wurden von der Bundesanwaltschaft veröffentlicht und sind jedermann zugänglich.

1. Daß bei dem Luftangriff auch Zivilisten zu Schaden kamen, ist unstrittig. Daß es sich bei den Opfern "überwiegend" um Zivilisten handelte, ist reine Spekulation.

2. Eine Opferzahl von "annähernd 100" zu behaupten, entbehrt jeder sachlichen Grundlage. Die Bundesanwaltschaft hat als wesentliches Beweismittel die Videobänder der US-Kampfflugzeuge vor und während des Angriffs ausgewertet. Demzufolge waren im Zeitpunkt des Bombenabwurfs (sic!) "rund 50 bis 60 Personen zählbar anwesend".

Aus diesem Grund ist es haltlos, zu insinuieren, die Bundeswehr habe aufgrund eines "fatalen Befehls" rund 100 Zivilisten getötet (früher war mal von 142 die Rede - wieso jetzt plötzlich annähernd 100?).

Wer auf den Videobändern der Jagdbomber nicht erkennbar ist, war schlicht nicht da - und kann demzufolge auch nicht zu Schaden gekommen sein. Die maximale Opferzahl kann 50 bis 60 Personen nicht überschritten haben. Darunter waren auch Verwundete bzw. Personen, die unverletzt entkamen.

3. Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft haben klar ergeben, daß von deutschen Soldaten weder gegen das Kriegsvölkerrecht noch gegen das deutsche Strafrecht verstoßen wurde.

Anstatt unbewiesene - weil faktisch nicht beweisbare - Falschverdächtigungen aufzukochen, wäre es höchste Zeit, Oberst Klein und seine Untergebenen zu rehabilitieren.

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harry.hirsch 23.10.2012, 08:52
3. Erfreuliche Nachricht !

Schön das der damalige Drahtzieher der damals die Tanklaster in Kunduz und wohl auch andere Dinge befehligte gefasst wurde,nun können die 100 Leute die unglücklicherweise bei dem Angriff auf die Tanklaster,der eigentlich den Taliban gelten sollte,vielleicht doch auch ihren Frieden finden und Herr Oberst Klein fällt bestimmt zumindest auch ein kleiner Stein vom Herzen,sehr schön.
Von wegen die Bundeswehr is nur noch ein kleiner armseliger Haufen,wies manche in ihren Kommentaren vielleicht hinstellen,da sieht man das die Bundeswehr auch was auf die Beine bringt und bringen kann,sowas zu behaupten is sowieso ne Frechheit wenn man bedenkt das bei den Einsätzen auch Deutsche Soldaten ums Leben kommen.Übrigens mein Beileid den Bundeswehrsoldaten,die bei den Einsätzen ums Leben kamen und auch den Angehörigen,wenn ich das als Bundeswehrsoldat in Reserve oder ausser Dienst sagen darf.

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onkel-pelle 23.10.2012, 09:02
4. Berichtigung erwünscht

@Hans58: Waren Sie nicht vor kurzem noch der Meinung, daß die KSK seit Jahren nicht mehr in AFG aktiv sind?

Bitte um eine Antwort fern von juristischen Phrasen.

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Peter.Lublewski 23.10.2012, 09:04
5. Brigadegeneral

"Klein wurde für seinen fatalen Befehl, der entgegen mehrerer Vorschriften der Nato-Truppen in Afghanistan erfolgte, weder dienstrechtlich noch juristisch belangt, vielmehr wird er Anfang 2013 zum General befördert."

Was ist daran eigentlich so verwunderlich, wenn ein Offizier vom Oberst zum Brigadegeneral befördert wird?

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Peter.Lublewski 23.10.2012, 09:07
6. Zivilisten

"....dass an der Sandbank, die Oberst Georg Klein damals bombardieren ließ, keine Taliban-Kämpfer sondern ausschließlich Zivilsten waren, die das Benzin aus den Tanks der beiden Laster abzapfen wollten."

Taliban sind ihrem Erscheinungsbild nach auch Zivilisten. Vielleicht weiß es ein anderer User aber besser, wie man die einordnen soll.

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martsen 23.10.2012, 09:15
7.

Zitat von sysop
Dabei lieferte Rahman für die Bundeswehr unangenehme Details, da sowohl er als auch andere Zeugen eindeutig aussagten, dass an der Sandbank, die Oberst Georg Klein damals bombardieren ließ, keine Taliban-Kämpfer sondern ausschließlich Zivilsten waren, die das Benzin aus den Tanks der beiden Laster abzapfen wollten.
Ich frage mich wie zuverlässig solche "Zeugen" sind.
Aber wenn ein Talibanführer sagt, dass eindeutig keine Taliban-Kämpfer, sondern nur Zivilisten, bombadiert wurden, dann wird das schon stimmen.
Aber der ganze Artikel kümmert sich nicht wirklich um das eigentliche Thema, sondern will nur den Angriff auf die Tanklaster neu aufwärmen.

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PublicTender 23.10.2012, 09:17
8.

Zitat von sysop
Dabei lieferte Rahman für die Bundeswehr unangenehme Details, da sowohl er als auch andere Zeugen eindeutig aussagten....

Dieses Satzfragment spricht Bände.


Wir glauben in Deutschland einem Taliban mehr als unseren eigenen Leuten. Einem Terroristen der wahrscheinlich lügt wenn er nur den Mund aufmacht.


Wir legen an ihn, den Terroristen, die selben Maßstäbe wie an uns. Wir denken er denkt wie wir.


Und warum tun wir das?


Weil wir der Wahrheit nicht in's Gesicht sehen wollen. Eine Wahrheit die uns zwingen würde Dinge zu tun vor denen wir deutsche Angst haben.


Wir wissen nicht zu wenig.


Wir tun zu wenig.

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kanzlermacher 23.10.2012, 09:17
9. ich kann es nicht mehr hören...

1. Wieso 100? Wieso wird großzügig aufgerundet?
2. Zivilisten? Wieso waren es Zivilisten? Was macht ein Zivilist nachts um 4 außerhalb jeder Zivilisation bei Tankfahrzeugen? Noch dazu wenn es eine Ausgangssperre gibt und man sich in kriegsähnlichem Zustand befindet.
3. Finde ich es schon pervers, dass Journalisten diesen Vorfall bewusst hochspielen, um ein wenig zu zündeln. Diese sollten mal 6 Monate als "embedded journalists" an die Front. Dann sehen sie vielleicht, dass sich nicht alle Probleme von Soziologen aus dem gemütlichen Wohnzimmer heraus lösen lassen.

Nochmal: Es ist wichtig, dass kritisch berichtet wird. Dabei sollte es aber auch objektiv sein. Und das ist es einfach nicht, wenn sich aus einem vermeintlichen Tatsachenbericht in jedem zweiten Satz die politische Gesinnung des Autors herauslesen lässt.

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