Forum: Politik
Afghanistan - Demokratisierung oder Taliban-Terror?

In Afghanistan ist die Sicherheitslage extrem gespannt, die deutschen Soldaten wappnen sich gegen neue Anschläge. Wie sieht die Zukunft des Landes aus: Demokratisierung oder Taliban-Terror ohne Ende?

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Ernst August 04.09.2009, 14:06
2170.

Zitat von chassespleen
da entführen Guerillas in Afghanistan Tanklastwagen einer Besatzungsmacht und die lässt dafür nachts alles Bombardieren, was sich an den Tanklastwägen aufhält (können ja nur Terroristen bzw. Taliban sein). Über 50 Tote - da fällt mir nur der Ausdruck "barbarisch" ein. Die Bundeswehr hat die Verantwortung für das Anfordern der Bombardierung übernommen - so bringen wir westliche Werte nach Afghanistan, so wird Deutschland gegen Guerillas am Hindukusch verteidigt. Alles im Namen der Freiheit.
Laut Aussagen habe man über die Drohne 67 Taliban gezählt.

Spätesten da sollte doch jeder Vorgesetzte gestutzt haben denn die sind lange genug dort um zu wissen dass Aufständische nicht in solchen Gruppen auf einem Fleck agieren da sie so ein leichtes Ziel wären (noch dazu mit den Tankern - die wussten ja dass sie verfolgt werden.).
Aber nein man war geil auf einen Volltreffer.
Den hat es ja auch gegeben.

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profprom 04.09.2009, 14:11
2171.

Zitat von spieglfechter
Wenn dem so wäre – warum werden dann die Taliban von westlichen Diensten verdeckt (über den Proxie ISI) mit Nachschub, Waffen und Munition ausgerüstet ?
Von welchen? Gibt es Beweise?

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doctorwho 04.09.2009, 14:14
2172.

Zitat von lebenslang
aus ihrem mund klingt das wie eine auszeichnung. wer behauptet die westlichen truppen wollen zivile opfer hat jeden kredit verspielt.
ich hatte sie schon mal um eine stellungnahme gebeten :
wer einen krieg führt , muss ( ! ) mit zivilen opfern rechnen . das ist das wesen des krieges .
wer also einen krieg führen will , will zivile opfer in kauf nehmen . wie möchten sie diese gleichung auflösen ? ich warte . seit geraumer zeit .

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Ernst August 04.09.2009, 14:17
2173.

Zitat von wihu
Nanana Art. 5 GG gibt ihnen das Recht auf eine eigene Meinung. Nicht auf eigene Fakten. Wer mitten in der Nacht in einem Kampfgebiet versucht militärisch relevante Güter (und das ist Sprit) zu stehlen, der ist für .....
Wer mitten in einem fremden Land Nachts mit Sprit für fremde Soldaten fahrt, der ist verantwortlich.
Es geht bei Einigen immer an den Fakten vorbei.
Die Afghanen stehen nicht bewaffnet in den Alpen sondern in ihrem Land und sie haben das Recht und die Pflicht ihre Heimat gegen Okupanten zu verteidigen.

Allerdings sind sie nicht so doof sich zu Dutzenden um fahrende Bomben von den sie wussten das die gesucht werden, zu scharen.

Hier werden uns Märchen erzählt um die Fehlentscheidung bei der Aufklärung zu kaschieren.

MAn hat per DRohnen im Duznkel viele Menschen gesehen und war ganz heiß darauf 50-60 ASufständische auf einen Streich zu erlegen.

Dummerweise waren bis auf ein paar der Gesichteten alle Bewohner der umliegenden Dörfer und als die Bomben fielen waren aus den 60-70 vermuteten plötzlich Hunderte geworden.

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deccpqcc 04.09.2009, 14:18
2174.

Zitat von wihu
Wer mitten in der Nacht in einem Kampfgebiet versucht militärisch relevante Güter (und das ist Sprit) zu stehlen, der ist für das Risiko selbst verantwortlich. Ebenso wer sich freiwillig in der Nähe des Bundeswehrcamps neben eine Gruppe Taliban mit gestohlener Ausrüstung stellt. Vielleicht waren die Zivilisten (wenns denn welche waren) aber auch die üblichen menschlichen Schutzschilde der Taliban.
andersherum wird ein schuh daraus.
kollateralschäden müssen lt. haager landkriegsordnung in einem angemessenen verhältnis zum angestrebten militärischen erfolg stehen.
zivilisten in ihrem eigenen land dürfen sich aufhalten wo sie wollen, aber militärangehörige die zivilisten wahllos töten sind kriegsverbrecher.
den tot von zig menschen in kauf zu nehmen wegen zweier tankwagen ist m.e. ganz klar ein kriegsverbrechen.

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Dnole 04.09.2009, 14:20
2175.

[QUOTE=Ernst August;4252711]Laut Aussagen habe man über die Drohne 67 Taliban gezählt.
[QUOTE]

In jedem Bericht lautet es die Drohne aht 67 Taliban gezählt.. die Drohne hat 65 Aufständische gezählt usw...

Können solche Drohnen denn zwischen Zivilpersonen und "Aufständischen" unterscheiden?

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lebenslang 04.09.2009, 14:30
2176.

mir ist aufgefallen, dass dieser nur noch 2 bewertungssterne (schlecht) hat, damit ist die bewertung tatsächlich fast realistisch.

woran liegt das ?

meiner meinung nach daran, das sich viele user des t-online-forums von dem was hier geboten wird abwenden.

ich kanns nachvollziehen. hier wird in großen teilen übelste propaganda geliefert jenseits von jeder konstruktiven diskussion. da wird behauptet die westlichen truppen wollen zivile opfer, da wird behauptet die westlichen truppen wären verbrecher und kriminelle - das alles folgt dem ungeniertem bedürfnis sein krudes ideologisches weltverständnis unter die leute zu bringen müssen. da werden leute die der meinung sind der einsatz in afghanistan hätte einen nachvollziehbaren sinn, als kriegstreiber und kriegsfreunde betitelt - alles scheinbar kein problem. für einen teil der leser von spiegel-online allerdings schon, sie kommentieren dies mit einer bewertung mit einem geschmeichelten : schlecht.

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Ernst August 04.09.2009, 14:31
2177.

[QUOTE=Dnole;4252801][QUOTE=Ernst August;4252711]Laut Aussagen habe man über die Drohne 67 Taliban gezählt.
Zitat von
In jedem Bericht lautet .....
Natürlich nicht - noch dazu in Afghanistan die meisten Männer Waffen tragen.

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profprom 04.09.2009, 14:37
2178.

Zitat von porsche
wollen doch gar keine Demokratie einführen. Die wollen nur die Taliban auslöschen u. die Kontrolle über das Land ausüben. Wenn dieser Karsai in der Lage wäre das Land diktatorisch zu "befrieden" u. dabei als US-Vasall agieren würde, wärs den USA auch recht.( Dieses ist nur meine Vermutung u. erhebt keinen Anspruch auf Logik u. Beweiskraft. Nicht, daß wieder unser Cheflogiker darauf anspringt.)
Wie sollen die westlichen Staaten dort Ruhe schaffen? Die Rauschgiftproduzenten, diese regionalen Fürsten, haben kein Interesse an friedlichen Verhältnissen. Die wissen ganz genau, dass ihnen in Friedenszeiten das Opiumgeschäft entzogen eird.
Soweit ich weiss, ist Afghanistan der weltweit grösste Opiumproduzent. Das Opium bringt den dortigen Fürsten enorme Gewinne.
Der Westen müsste entschlossen gegen die Organisatoren der Rauschgiftproduktion und auch gegen den Anbau von Rohstoffen vorgehen. Mit gleichzeitiger Unterstützung von Alternativen für die Bauern.
Auch wenn anfänglich die Bauern dort finanziell unterstützt werden müssen, durch Ankauf der Ernte , wären die Kosten wesentlich niedriger, als dieser nicht enden wollende Krieg.
Vom menschlichen Leid ganz zu schweigen.

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olleolaf 04.09.2009, 14:39
2179. Wie

Zitat von BillBrook
Das hiess nicht in dem link es hätten sich 500 Personen "eingesammelt" sondern es hiess, dass die Taliban das behauptet hatten. Sie nehmen hier wieder Talibanpropaganda als Fakten.
auch immer, die BW hat dort nichts zu suchen.
Das die Taliban eine ziemlich verlogene Organisation sind/ist, setze ich als bekannt voraus.
Wie es aussieht, werden diese Herrschaften von der Bevölkerung unterstützt.
Anders sind derartige Meisterleistungen in der Logistik nicht zu erklären.
Das sind nun einmal einige Leute. Die müssen ernährt werden, etc. Nicht nur mit Waffen + Munition.
Die mögen keine Christen. Wenn ich mir so Geschichte div. Religionen anschaue, mag ich auch keine Christen.

Nachtrag: Ich bin Heide.Es ist mir egal, wer welchen Gott um Hilfe anfleht.

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