Forum: Politik
Afghanistan - was ist die richtige Strategie gegen die Taliban?

Taliban-Kämpfer haben sich in der Hauptstadt stundenlang Gefechte mit Regierungstruppen geliefert. Die Attacke kurz vor der Afghanistan-Konferenz in London zeigt, wie heikel die Sicherheitslage ist. Und wie hilflos Präsident Karzai agiert. Was ist aktuell die richtige Strategie gegen die Taliban?

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Alter_Reservist 23.01.2010, 18:08
720.

Zitat von fintenklecks
Habe ich Sie richtig verstanden, dass Sie den Sinn darin sehen, einen zivilen Aufbau zu unterstützen. Also das Schaffen von Ruhe und Ordnung. Sicher ein lobenswertes Ziel.
Genau das ist die Aufgabe von ISAF.
Dies bedeutet auch die Taliban die diesen Aufbau mit Gewalt verhindern wollen zu bekämpfen, nicht nur wie bisher zurückzuschießen.

Zitat von fintenklecks
Nur der Vergleich mit WKII passt dort nicht hin. Wir Christen haben Unterstützung durch Christen (Amerikaner) bekommen. Es entsprach unserem kulturellen Grundgedanken und wir haben uns freiwillig aus innerer Überzeugung diesem Umstand hingegeben. Es war für uns Hilfe, nicht Zwang. Ein Land in eine andere Kultur und Ordnung zu pressen trifft auf Widerstand, auf erbitternden Widerstand. Können wir dieses Ziel so erreichen?
Es kann uns doch egal sein ob die zu Gott / Allah / Budda oder sonst was beten. Darum geht es doch gar nicht.
Sie sollen ja nicht unsere Werte & Lebensform übernehmen, das war nie Ziel, sondern die Unterstützung beim Aufbau von staatlichen Strukturen um ein stabiles Staatsgebilde zu schaffen.
Diese Menschen haben es doch verdient das wir ihnen unter die Arme greifen um sich gegen eine radikale Minderheit zur Wehr zu setzen oder?
Und das Problem der Kultur wurde anfangs gnadenlos unterschätzt, offensichtlich hat hier ein Umdenken stattgefunden. Jedenfalls behaupte ich mal der afghanische Michel hat die Schnauze voll von Krieg und Zerstörung und will eigentlich nur seine Ruhe um sich und seine Familie über die Runden zu bringen.

Zitat von fintenklecks
In gewissen Grenzen schon, sofern wir Kultur und Religion nicht antasten. Ruhe und Ordnung geht nur durch Freiwilligkeit. Natürlich kann man die so nerven, dass sie keine Lust mehr auf Krieg haben. Nur das Misstrauen gegen Amerika und die westliche Allianz ist so groß, dass die das niemals akzeptieren können und wollen.
Hier Widersprechen sie sich ja teilweise, geben aber auch die Antwort.
Und genau was sie hier als Vorgaben formulieren ist Auftrag der ISAF.
Leider haben es unsere Politiker versäumt uns das auch so mitzuteilen.

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archelys 23.01.2010, 18:09
721. Entwicklung

Zitat von Rums
... Ich, als Christ,... Es geht im Lebenskampf immer um das geistige Bejahen oder Verneinen einer Handlung oder eines Geschehens, und es gehört zur normalen Menschennatur, nicht zu trauern, wenn Feinde beerdigt werden. Deshalb bin ich auch ein Anhänger der Todesstrafe --- ohne jemals selber Henker sein zu können. Es gibt durch und durch unmoralisch ins Viehische hinein handelnde Menschen, die meines Erachtens sich selber den Tod verdient haben. -
Auch diese Sichtweise kann ich verstehen, allerdings weniger, warum Sie Christ sind.
All das, was hier auf der Erde "getan werden muss", verführt uns doch, dem Willen des "Herrn dieser Welt" zu gehorchen und uns immer tiefer zu verstricken.
Was würde es uns helfen, wenn wir alle Kriege gewönnen und dabei Schaden an unserer Seele nähmen?
Ich kenne das Problem des Leberwurstessens genau wie Sie, habe dabei ein schlechtes Gewissen und hoffe, eine gute Lösung zu finden.

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Alter_Reservist 23.01.2010, 18:09
722.

Zitat von Helmut Pirkl
Für solche Umfragen kann man nicht viel geben, solange in Afghanistan ein Präsident regiert, der auf dem Petersberg in Deutschland gekürt und mit Hilfe von getürkten Wahlen an die Macht gekommen ist. In meinen sachlichen Darlegungen sprechen die Begründungen für sich selber. Nach der letzten Umfrage in Deutschland sind nämlich 71% aller Deutschen gegen den Afghanistaneinsatz.
Und dann wird die Umfrage über die Zustimmung zum Einsatz als Maßstab politischen Handelns gefordert?

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Alter_Reservist 23.01.2010, 18:12
723.

Zitat von henningr
Ja, der absolute Hammer nicht wahr? Bündnisfall wegen eines Terroranschlags - so habe ich mir den "Bündnisfall" bis 2001 nicht vorgestellt, Sie? Ich dachte immer, es würden irgendwo Panzer über die Grenze eines Mitgliedsstaates rollen, damit es dazu käme. Einen Tag nach den Anschlägen, am 12 . September, wurde der Bündnisfall ausgerufen. Dabei hatte am Tag der Anschläge ja offiziell niemand belastbare Hinweise, wer wie wo einen solchen Anschlag veranstalten könnte. Einen Tag später glaubt man sich sicher und ruft den Bündnisfall aus. "Die Beweise werden nachgereicht" hies es damals. Dummerweise sucht das FBI bis heute Osama Bin Laden nicht wegen der Terroranschläge von 9/11 - und zwar nach eigenen Angaben "aus Mangel an Beweisen". Drei Wochen später (!) begann jedoch die Invasion in Afghanistan. Und das mit dem Krieg ist aus völkerrechtlicher Sicht gar nicht so "Tatsache", wie Sie das hinstellen. Eher ist es schlicht falsch. Dieter Deiseroth (Völkerrechtsexperte und Bundesverwaltungsrichter) in der Frankfurter Rundschau:
Es hat schon was, wenn ein einziger Staatsrechtler diese Position vertritt, entgegen dem Rest und dem BVerfG.

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Alter_Reservist 23.01.2010, 18:15
724. Verwirrungen :-)

Zitat von Helmut Pirkl
Meine Beiträge schildern anschaulich und wohlbegründet das Leid und Elend der afghanischen Bevölkerung, das sich im Laufe der 8jährigen Besatzungszeit zunehmend verschlimmert. Sie brauchen es nicht zu werden. Sie sind ein Zyniker. Wer über das Leid und Elend dieser Menschen lacht ist als Zyniker milde beurteilt. Gehen Sie besser vorher in sich,
Hans dann darfste zur WÜ is ja in Uniform

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Helmut Pirkl 23.01.2010, 18:18
725. Ähnlich enden könnte

Zitat von Claes Elfszoon
Diese Umfragen bilden die Stimmungslage im Lande gut ab. Das zeigen auch die Punkte, welche sich um Laufe der Zeit verändern, und die, welche für die Alliierten durchaus nicht schmeichelhaft sind. Ihre "sachlichen Darlegungen" bezogen doch auf die afghanische Bevölkerung und nicht auf die Ablehnung der Deutschen, wieso führen Sie sie denn nun in diesem Zusammenhang an? Wiedermal Chaos im Zettelkasten?
Wenn die überwiegende Mehrheit aller Deutschen gegen einen sinnlosen Krieg fern der Heimat in einem fremden Land, für den es überhaupt keine Begründung gibt, opponiert, dann scheint das weniger auf ein Chaos im Zettelkasten, sondern mehr noch auf eine Tragödie hinzuweisen.
Zitat von Claes Elfszoon
Das schreiben Sie, sachlich völlig an allen Realitäten vorbei, doch schon seit Monaten - nichts tut sich, was Ihre Fehleinschätzung aus der Ferne auch nur ansatzweise bestätigt. Mittlerweile hat jeder verstanden, dass die Kritik an den Alliierten mit der Sicherheitslage zu tun hat und es den Taliban nicht nutzt.
Seit Monaten hat sich an diesem Zustand auch nicht das geringste geändert bis auf die Umfragewerte, die immer mehr in die Höhe gehen. Waren es dereinst gerade mal über 50 % , so sind es heute schon 71 %, die gegen den Afghanistaneinsatz votieren.

Zitat von Claes Elfszoon
Ihre Vietnam-Wunschträume werden sich nicht erfüllen, das ist doch schon jetzt sichtbar und die alten Lieder aus dem vorvergangenen Jahrhundert singen heute auch nur noch die alten Veteranen der "Eurasien-Phantasien", weit jenseits der Erkenntnis, dass sich die Welt verändert hat und Geschichte sich nicht wiederholt.
Von Vietnam träumt längst keiner mehr. Davon wollen selbst die Veteranen nichts mehr wissen. Trotzdem deutet vieles darauf hin, dass es in Afghanistan ähnlich enden könnte.

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Michael Schnarch 23.01.2010, 18:19
726.

Zitat von archelys
Wertlos...,das heißt ohne Wert? Ist das politische Interesse Helmut Pirkls ohne Wert ?
Ohne Wert nicht. Ich würde es sogar als strafrechtlich relevant bezeichnen, den Verhetzung ist in der BRD ein Tatbestand des Strafrechtes.

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Michael Schnarch 23.01.2010, 18:20
727.

Zitat von gg art 5
Haben Sie Fieber und halluzinieren? Arzt aufsuchen!
Sind Sie Arzt oder ist das keine Ferndiagnose?

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Michael Schnarch 23.01.2010, 18:22
728.

Zitat von stier1952
wären Verhandlungen mit den Taliban. Was denn sonst? Die Strategie, die Taliban militärisch besiegen zu wollen, heißt: weiter jahrelang Krieg führen. Der Westen hat die Wahl.
Es ist schwer mit Leuten zu verhandeln, die sich auf G'tt berufen, wenn sie Unschuldige vorsätzlich umbringen.

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Bre-Men 23.01.2010, 18:25
729. Och

Zitat von Michael Schnarch
Es ist schwer mit Leuten zu verhandeln, die sich auf G'tt berufen, wenn sie Unschuldige vorsätzlich umbringen.
Auf die Bibel und auf Gott berufen sich auch andere, da dürften sich Brüder im Geiste treffen.

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