Forum: Politik
Afghanistan - was ist die richtige Strategie gegen die Taliban?

Taliban-Kämpfer haben sich in der Hauptstadt stundenlang Gefechte mit Regierungstruppen geliefert. Die Attacke kurz vor der Afghanistan-Konferenz in London zeigt, wie heikel die Sicherheitslage ist. Und wie hilflos Präsident Karzai agiert. Was ist aktuell die richtige Strategie gegen die Taliban?

Seite 91 von 92
Rums 24.01.2010, 21:29
900. Der Meinungsgläubige.

Zitat von Helmut Pirkl
Ja sinnlos. Der Meinung sind auch 71 % der deutschen Bevölkerung. Ob die sich wohl auch alle irren?
Ich hatte schon befürchtet: 71,68930006%
Aber die Meinungen sind heute soo und morgen soo.
Alte Erfahrung.
Haben Sie Argumente???

-

Beitrag melden
Rums 24.01.2010, 21:36
901. Beim ABC anfangen?

Zitat von Helmut Pirkl
Der Meinung bin ich auch. Aber die Verstärkung kann nur darin bestehen, dass man ihr Leben schützt und nicht, wie es derzeit der Fall ist, sie für eine Aufgabe opfert, die es nicht wert ist, dafür zu sterben.
Das Leben unserer Soldaten und Soldatinnen (natürlich!)
schützt man am besten durch VERSTÄRKUNG.
Das weiß doch jedes Kind.

-

Beitrag melden
PeaceNow 24.01.2010, 21:40
902.

Zitat von Michael Schnarch
Sie haben schon zuvor Quellen präsentiert, die man beim besten Willen nicht ernst nehmen kann. Und der Iran liefert Waffen an die Taliban, sogar ziemlich gute.
Absurder Unsinn, denn jährlich sterben dutzende iranische Grenzer beim Kampf gegen Taliban und Drogenschmuggler.
Würde diese unsinnige Propaganda stimmen, wären die Verluste der Besatzungstruppen ums zigfache höher.
Das dies absurder Unsinn ist sieht man auch daran das immer wenn man auf Taliban trifft, findet man alte AK47 oder noch ältere Schiesseisen, alte RPG Raketenwerfer und Selbstgebastelte Sprengfallen.
Würde der Iran oder wer auch immer tatsächlich moderne Infanteriewaffen, AT Raketen und MANPADS liefern, wäre das Tontaubenschiessen auf die wegen der schlechten Straßen und unwegsamen gelände meist nur langsam vor sich hinkriechenden Fahrzeuge der ISAF und NATO sowie tieffliegende Hubschrauber längst eröffnet.

Beitrag melden
elandy 24.01.2010, 21:41
903.

Zitat von Michael Schnarch
Sie haben schon zuvor Quellen präsentiert, die man beim besten Willen nicht ernst nehmen kann. Und der Iran liefert Waffen an die Taliban, sogar ziemlich gute.
Die Taliban haben 1998 mehrer iranische Diplomaten ermordet und sind auch sonst Anti-Shia. Das ist wohl eher eine Räuberpistole, mit der ein paar Militärs und Politiker einen Feldzug gegen den Iran rechtfertigen wollen.

Beitrag melden
Hans58 24.01.2010, 22:41
904.

Zitat von PeaceNow
Afghanistan ist besetzt und die Bekämpfung der Besatzer ist an sich völkerrechtlich legitim....
AFG ist nicht besetzt und da es nicht besetzt ist, erübrigen sich Ihre Überlegungen über die angebl. völkerrechtliche Legitimität der Aufständischen.

Beitrag melden
Michael Schnarch 25.01.2010, 23:15
905.

Zitat von elandy
Die Taliban haben 1998 mehrer iranische Diplomaten ermordet und sind auch sonst Anti-Shia. Das ist wohl eher eine Räuberpistole, mit der ein paar Militärs und Politiker einen Feldzug gegen den Iran rechtfertigen wollen.
Diese Islamisten sind Auswüchse derselben gewaltverherrlichenden Ideologie. Und ich würde die TIMES mit Sicherheit nicht als "Räuberpistole" bezeichnen.

Beitrag melden
adama. 25.01.2010, 00:05
906.

Zitat von Helmut Pirkl
Für die Rüstungsindustrie waren die Lieferungen ein gutes Geschäft. Sie haben aber dem Irak wenig genutzt, derweil die Amis alles bis auf die Massenvernichtungswaffen, die sie bis heute nicht finden konnten, im Handumdrehen vernichtet haben.
Ohne jetzt ihre Position zu kennen möchte ich ergänzen:
Es ist aber scheinheilig der USA Rüstungslieferungen in den Irak vorzuwerfen, und gleichzeitig selber Waffen zu liefern.
Im zweiten Golfkrieg (1991) haben die USA Chemische und biologische Massenvernichtungswaffen gefunden und die, auch von Deutschland gelieferten Labore, geschlossen.
Im dritten Golfkrieg dienten die angeblichen Massenvernichtungswaffen als Vorwand -das alte Europa- unter dem UN-Mandat zu einigen. Das hat nicht ganz geklappt.
Zitat von Helmut Pirkl
Im Krieg kommt es nicht nur auf die Waffen an, sondern mehr noch auf Taktik und Strategie der Kriegsführung. Die wiederum bekommen die Allianz derzeit von den Taliban in Afghanistan mustergültig vorgeführt, und sie hat trotz ihrer modernten Waffen dem nichts entsprechendes entgegenzusetzen..
Gegen Partisanen kann man auf "übliche" Weise nicht gewinnen. Es gibt auch keine humane Taktik um jeden Anschlag auszuschliesen. So muss man auch in sogenannten Friedenszeiten immer mit Anschlägen rechnen. Beispiel sind die Basken in Spanien, die Kurden in der Türkei, viele Staaten in Afrika und Südamerika mit ihren Guerilleros und Sezzesionsbestrebungen.
Ich betrachte den Krieg in Afghanistan als gewonnen, solange es gelingt zu verhindern, dass eine feindliche Islamistische Regierung die Kontrolle erlangt. Da unsere Soldaten kein Krieg führen dürfen, siehe Luftschlag, sondern nur Polizei spielen dürfen, ist es scheinheilig wenn man sagt dort wäre Krieg. Denn wenn dort Krieg ist, war der Luftschlag die richtige Antwort.

Beitrag melden
adama. 25.01.2010, 00:27
907.

Zitat von Michael Schnarch
Sie haben schon zuvor Quellen präsentiert, die man beim besten Willen nicht ernst nehmen kann. Und der Iran liefert Waffen an die Taliban, sogar ziemlich gute.
Das steht was von Panzerbrechenden Explosivstoffen. Das ist nur "einfacher" Sprengstoff der in der Straße verbuddelt wird. Ansonsten wird viel spekuliert und das man fürchtet das auch Manpads geliefert werden könnten. Im Grunde ein Bericht von einem der nichts weiß, der einen fragt der glaubt zu wissen und gehört hat das alles noch viel schlimmer wird.

Der Iran hat im Grenzgebiet die gleichen Probleme wie Pakistan und Afghanistan. Auch dort gibt es Stammesführer, die sich von der Regierung nichts befehlen lassen wollen. Die verdienen am Drogenhandel und besorgen beim korrupten Militär auch Waffen, die sie verkaufen können.

Beitrag melden
adama. 25.01.2010, 00:33
908.

Zitat von Michael Schnarch
Diese Islamisten sind Auswüchse derselben gewaltverherrlichenden Ideologie. Und ich würde die TIMES mit Sicherheit als "Räuberpistole" bezeichnen.
Nicht die Times, aber den Reporter. Auch sollte man nicht mehr aus dem Artikel herauslesen, als wirklich drinsteht.

Auch ich halte Achmedineschad für die Pest. Aber wie einst Hitler keine Waffen an potentielle Gegner geliefert hat, so braucht auch der IRAN die Waffen für sich selbst.

Beitrag melden
elandy 25.01.2010, 00:55
909. Aha

Zitat von Michael Schnarch
Diese Islamisten sind Auswüchse derselben gewaltverherrlichenden Ideologie. Und ich würde die TIMES mit Sicherheit als "Räuberpistole" bezeichnen.
Mit Differenzierungen haben Sie es ja nie so genau genommen.

Und wieviele us-amerikanische und britische Zeitungen haben damals die Lügen über die irakischn Massenvernichtungswaffen (ab)geschrieben? Wahrscheinlich war die Times auch dabei.

Beitrag melden
Seite 91 von 92
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!