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Afghanistan-Mission: FDP-Außenexperte fordert Abzugsplan für Bundeswehr
DPA

Die USA suchen in Gesprächen mit den Taliban eine Lösung für Afghanistan. Kann die Bundeswehr bald abziehen? Die Bundesregierung wartet ab - aus der FDP kommt die Forderung nach einer Exit-Strategie.

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helmut46 28.01.2019, 18:04
10. Raus aus Afghanistan!!!!!!

Daß die LINKE schon seit Jahren fordert, daß die Bundeswehr aus Afghanistan abgezogen werden soll, ist SPON keine Meldung wert.

Aber wenn ein "FDP-Außenexperte" von der Partei der Besserverdiener das Gleiche fordert, muß das sofort als Meldung publiziert werden. So bleibt die FDP immer in den Medien und besonders bei SPON präsent.

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discprojekt2 28.01.2019, 18:06
11. Also,

ich hab das nie verstanden, "unsere Freiheit am Hindukusch verteidigen."

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ulrich.schlagwein 28.01.2019, 18:17
12. Mit allem einsatzfaehigen Geraet abreisen

waere die logistische Loesung. China wird den Abbau der Bodenschaetze selber erfolgreich schuetzen, Demokratie ist Nebensache, und ansonsten Vorgehensweise wie in Hsiang (?), zur Befriedung der Moslems. Gleichzeitiges generoeses Schmieren der Verwaltung in Kabul und Separat - (Frieden) mit den durch GB geteilten Paschtunen. China wird den Opiumhandel unterbinden oder zum eigenen Vorteil nutzen. Es muss ja kein Silber mehr an Grossbritannien geliefert werden. Und Unmengen gruener Soldaten sorgen fuer "Ruhe".

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cum infamia 28.01.2019, 18:21
13. ja,ja, der Bin laden

Zitat von kelcht
nun Bin Laden hat von Afghanistan aus tausende Amerikaner ermordet und hätte weiter gemacht mit Unterstützung der Taliban die Osama Bin Laden mit allen Mitteln unterstützten.
.. kam der nicht aus Saudi- Arabien ? Na, bestimmt haben die USA dort schon richtig ausgemistet und Demokratie und westliche Werte gebracht...

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teacher20 28.01.2019, 18:31
14.

Zitat von ftraven
zwei Jahrzehnte sind ausländische Truppen in Afghanistan. Insgesamt tausende tote Soldaten und Verwundete gab es bisher. Das vielfache an unschuldigen Zivilisten. Was hat es gebracht? NICHTS. Afghanistan ist genau so wei von westlichen Strukturen entfernt wie vor der Besetzung. Die Bundesrepublik hat über 9 Mrd. für diesen Krieg ausgeben. Was hätte man damit Sinnvolles (Schulen, Straßen etc.) anfangen können. Nein, Deutschland wird nicht am Hindukusch verteidigt (auch nicht in Mali)
Bis vor einigen Jahren hätte ich den Satz "Deutschland wird AUCH (das "auch" wurde von denen, die sich darüber lustig machten oder Großmannssucht dahinter sahen, immer gern unterschlagen, ist aber von Bedeutung, um den Satz aus der damaligen Perspektive nach 9/11 richtig zu verstehen) am Hindukusch verteidigt", ohne Bedenken unterschrieben.
Die Quellen des heutigen Terrorismus liegen aber woanders.
Ich bin als erklärter Nicht-Pazifist auch nicht grundsätzlich gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr, vorausgesetzt, sie sind in deutschem Interesse und zehren das Material der Bundeswehr nicht schneller auf, als es im Zuge der angelaufenen "Trendwende Material" regeneriert werden kann.
Beides scheint mir bei den aktuellen Auslandseinsätzen der Bundeswehr nicht gewährleistet zu sein.

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kelcht 28.01.2019, 18:56
15.

Zitat von teacher20
Bis vor einigen Jahren hätte ich den Satz "Deutschland wird AUCH (das "auch" wurde von denen, die sich darüber lustig machten oder Großmannssucht dahinter sahen, immer gern unterschlagen, ist aber von Bedeutung, um den Satz aus der damaligen Perspektive nach 9/11 richtig zu verstehen) am Hindukusch verteidigt", ohne Bedenken unterschrieben. Die Quellen des heutigen Terrorismus liegen aber woanders. Ich bin als erklärter Nicht-Pazifist auch nicht grundsätzlich gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr, vorausgesetzt, sie sind in deutschem Interesse und zehren das Material der Bundeswehr nicht schneller auf, als es im Zuge der angelaufenen "Trendwende Material" regeneriert werden kann. Beides scheint mir bei den aktuellen Auslandseinsätzen der Bundeswehr nicht gewährleistet zu sein.
Es gibt auch europäische Interessen wie Energieversorgung, Bekämpfung von Fluchtursachen eine Fluchtursache ist Terror und Wehrbereitschaft gegen den IS der auch Anschläge in Deutschland verübt.

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jennerwein 28.01.2019, 19:16
16. Und die Grünen?

Sie zu wählen oder nicht - aber die Grünen wsren konsequent gegen jeden Militäreinsatz. Sogar gegen die Bundeswehr überhaupt. Dann mutierte ausgerechnet der Pazifist Joschka Fischer zum Einpeitscher der Grünen-Fraktion zum 'Ja' im Bundestag (ja, so war dies) zum Militäreinsatz im Kosovo. Ebenso jeweils zur Militäreinsatzverlängerung die Grünen 'angelernt' regelmäßig ihr 'Ja' in Automatismus ohne ihn. Joschka Fischer: "Kosovo, das Auschwitz des Balkan." Dieses gibt es sogar in echt, siehe "wikipedia - KZ-Jasenovc, das Auschwitz des Balkan"

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Wolfgang Heubach 28.01.2019, 19:16
17. Sofort raus !

Dieser Wahnsinn muss sofort beendet werden. Die Bundeswehr hat nichts und niemandem am Hindukusch verteidigt - höchstens das korrupte Regime in Kabul. Der deutsche Blutzoll ist zu hoch. Auch die Zahl der traumatisierten Soldaten ist nicht zu verantworten. Wenn deutsche Politiker dennoch glauben, dort kämpfen zu müssen, können sie sich ja als Freiwillige oder Söldner bei den dortigen "Warlords" verdingen.

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Nachteuie 28.01.2019, 19:27
18. Na endlich.....oder doch nicht?

Mein erster Reflex als ich den Artikel las: Na klar, sofort BW raus aus AFG! Der Einsatz war sowieso von Anfang an Unsinn! Doch dann kamen mir Bedenken: Wenn die USA sich mit den Taliban "einigen" und abziehen - werden die jetzigen Herrscher von "Kabulistan", also die jetzige offizielle Regierung AFGs, sich kampflos mit den Taliban einigen können? Und wie verhält sich die VR China, wenn ihre wirtschaftlichen Interessen in AFG in Gefahr geraten? Wen wird China unterstützen? Oder vielleicht selbst Stützpunkte in AFG besetzen? Wie ändert sich die Situation in Pakistan, wenn sich die Taliban (und damit die Paschtunen) in AFG ungehindert entfalten können? Würden die Herrscher Saudi-Arabiens nicht sofort wieder Gruppen in AFG unterstützen um den "Erzfeind" Iran aus der Flanke heraus anzugreifen und/oder zu stabilisieren? Wie sehr wird sich der Drogenanbau und -handel ohne westliche "Einmischungen" noch ausweiten? So sehr ich als "Deutscher" auch die Bundeswehr und alle deutschen Polizeieinheiten und alle deutschen NGO-Mitarbeiter schnellstmöglich aus Afghanistan abziehen sehen will, so frage ich mich doch als "global denkender Mensch" ob daraus nicht ein noch größerer "Schlamassel" resultieren wird.....Wie gesagt, ich weiß echt nicht was die bessere Wahl ist.

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teacher20 28.01.2019, 19:29
19.

Zitat von discprojekt2
ich hab das nie verstanden, "unsere Freiheit am Hindukusch verteidigen."
Dass dieser Satz meist nicht richtig verstanden wurde (und wird), ist auf mehrere Ursachen zurückzuführen.
Zunächst einmal liegt es an dem generellen Unwissen bzw. Desinteresse der deutschen Zivilbevölkerung, wenn es um sicherheitspolitische Belange im Allgemeinen und militärische Belange im Besonderen geht (das gilt übrigens bis heute). Demzufolge hielt eine Mehrheit selbst gut 10 Jahre nach dem Ende der Ost-West-Konfrontation des "Kalten Krieges" an der Vorstellung fest, Deutschland sei "nur noch von Freunden umgeben" und blendete dabei sowohl die Tatsache aus, dass sich das sicherheitspolitische Umfeld der Bundesrepublik in einer globalisierten Welt nicht nur aus den unmittelbaren und mittelbaren Nachbarn zusammensetzt(e) als auch die Tatsache, dass sich die sicherheitspolitische Weltlage seit der deutschen Wiedervereinigung fundamental verändert hatte, (der desaströse Zustand der Bundeswehr ist das Ergebnis dieser Haltung bis heute).
In diesem durch 9/11 veränderten Umfeld wurde der Satz durch den damaligen SPD-Verteidigungsminister Peter Struck geprägt.
Bis heute allerdings wird er meist (absichtsvoll oder aus Unkenntnis) falsch, weil unvollständig, zitiert. Vollständig heißt er nämlich: "Deutschland wird NICHT NUR in Hindelang (im Allgäu), SONDERN AUCH am Hindukusch verteidigt".
Mit Großmachtgehabe hatte das nichts zu tun. Es gab vielmehr die Erkenntnis wieder, dass terroristische Bedrohungen nicht erst an den heimatlichen Grenzen abgewehrt werden sollten, sondern im Idealfall dort, wo sie entstanden oder ihren Ausgang nahmen. Im Falle von 9/11 war das Afghanistan. Aus der DAMALIGEN Sicht hatte der Satz jedoch seine Berechtigung.
So "martialisch" Strucks Satz vielleicht auch klingen mochte, erhielt der Bundeswehreinsatz in Afghanistan jedoch kein Mandat für einen Kampfeinsatz. Vielmehr erhielt die Bundeswehr erst den "Marschbefehl", als die Amerikaner im Verbund mit der so genannten afghanischen "Nordallianz" die Taliban (vorübergehend, wie sich heute zeigt) besiegt hatten. Ausdrücklich war der Bundeswehreinsatz ein STABILISIERUNGSEINSATZ. Die "rules of engagement" erlaubten lediglich einen reaktiven Waffeneinsatz, wenn die Soldaten angegriffen wurden, während Amerikaner, Briten und Franzosen später (meist mit Spezialkräften) offensiv gegen die Taliban (oder einzelne herausgehobene Köpfe) derselben vorgingen.

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