Forum: Politik
Afghanistan: Wulff sagte Kabul-Besuch nach Anschlägen ab

Der Besuch war lange vorbereit, doch dann platze er doch noch in letzter Minute: Wegen akuter Sicherheitsbedenken hat Bundespräsident Christian Wulff nach SPIEGEL-Informationen Mitte September einen Staatsbesuch in Afghanistan absagen müssen.

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raka 09.10.2011, 12:05
10. .

Zitat von sysop
(...) Die hektische Absage, bisher strikt unter Verschluss gehalten, illustriert die fragile Lage in der afghanischen Hauptstadt zehn Jahre nach der Invasion westlicher Truppen. (...)
Die Absage illustriert vor allen Dingen, dass unser Bundespräsident kein mutiger Mann ist. Als Maulheld an der "Heimatfront" lebt es eben doch am sichersten.

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raka 09.10.2011, 12:10
11. .

Zitat von Der Horizont
(...) War evtl. unser Engagement in AFG doch sinn- und nutzlos?
Ja, und zwar völlig.
Unsere Soldaten sind deswegen noch dort, weil unsere Politiker sich (und uns) das nicht eingestehen können.

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doc 123 09.10.2011, 12:19
12. Ist doch klar!

Zitat von amerzenich
Der Präsindent der BRD ist eine wichtige Person, kein Kanonenfutter. Der kann auch schonmal hinter der deutschen Front bleiben.
Kein Problem, der Präsident ist ja auch bei irgendwelchen Geburtstagsfeiern in seinem Berliner Schloss viel besser aufgehoben. Bezeichnend für mich ist dennoch nach jetzt 10 jähriger Friedensmission durch die Bundeswehr und andere auch andere Armeen, die Lage in Afghanistan offensichtlich derartig eskaliert ist, dass sich nicht einmal mehr ein deutscher Politiker dort hintraut. Ich hatte ja schon einmal in einem anderen Blog gemutmaßt, wie man denn jetzt die ca. verbrannten 20 Milliarden, die der Einsatz bisher gekostet, von politischer Seite NOCH schönreden will. So wird das jedenfalls nichts!

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Kurt Köster 09.10.2011, 12:27
13. Herzog Christian Wulff

Zitat von raka
Die Absage illustriert vor allen Dingen, dass unser Bundespräsident kein mutiger Mann ist. Als Maulheld an der "Heimatfront" lebt es eben doch am sichersten.
Ja soll er denn an der Spitze der Bundeswehr über den Hindukush reiten?

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kuschl 09.10.2011, 12:46
14. Und unsere Soldaten?

Zitat von raka
Die Absage illustriert vor allen Dingen, dass unser Bundespräsident kein mutiger Mann ist. Als Maulheld an der "Heimatfront" lebt es eben doch am sichersten.
Nur die wenigsten Politiker haben unseren Soldaten den Rücken gestärkt und Flagge gezeigt.Von Herrn Ströbele erwarte ich das sicherlich nicht,der kennt sich eher in der Verteidigung von Terroristen aus.Von einem amtierenden Bundespräsidenten erwarte ich aber nicht nur blah blah an der "Heimatfront",sondern uneingeschränkte Unterstützung
unserer Soldaten,die durch die Politik dorthin geschickt
wurden.Herr Präsident scheint sich aber wohl im Schloss und in Kindergärten sicherer zu fühlen.Nichts zum Aufwerten des
Politikerbildes.

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sappelkopp 09.10.2011, 12:46
15. Völlig richtige Entscheidung...

...alles andere hätte ja wenig Sinn.

Verstehe die hämischen Kommentare wie "Heimatfront" oder "kein mutiger Mann" so gar nicht.

Der Bundespräsident ist nicht Oberbefehlshaber der Truppen, sondern Repräsentant unseres Staates. Es ist auch nicht besonders mutig, sich in Gefahr zu begeben, sonden höchstens sehr dumm.

Von den Maulhelden hier ist sicher noch niemand dahingeflogen. Will ich Euch auch nicht raten, ist kein schönes Gefühl in einer Maschine zu sitzen und nicht zu wissen, ob nicht irgendwo ein Taliban auf ein Knöpfchen drückt. Da schwitzt man, auch wenn es kalt ist.

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Poweuser 09.10.2011, 12:48
16. Soldaten

Zitat von raka
Ja, und zwar völlig. Unsere Soldaten sind deswegen noch dort, weil unsere Politiker sich (und uns) das nicht eingestehen können.
Die Soldaten haben sicher einen Vertrag unterschrieben. Und den müssen sie einhalten. So ist das mit Verträgen, sollte jeder wissen, der was unterschriebt. Soldaten sind nun mal per Definition auch dazu da, zu schießen, zu kämpfen und dann auch, leider, verwundet zu werden (oder auch schlimmeres). Wenn sie das nicht gewollt hätten, hätten sie sich nicht verpflichten sollen. Der Einsatz in AFG wird ja auch gut bezahlt, 120 € pro Tag an extra Zulage, steuerfrei. ´Zusätzlich zu den normalen Gehältern. Bei einem Einsatz von 4 Monaten rechnet sich das für jeden. Ich habe viele kennengelernt, die mehrere Einsätze machten, weil "das Dach zu Hause muss gedeckt werden, wir sollen bauen.... usw..". Und von den 5000 Soldaten, die dort stationiert sind, verlassen auch nur ein kleiner Teil jemals die jeweiligen Lager. Der Rest ist innerhalb der Lager in Mazar, Kabul, Kunduz und Feizabad, in verschiedenen Funktionen. Also, immer den Ball schön flach halten, die Diskussion ist sonst verlogen.

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sever 09.10.2011, 12:58
17. Skandalös!

Waas?! Nach zehn Jahren der Befriedung in Afghanistan durch die westlichen Demokratien kann unser allseits geliebte Bundespräsi aus Sicherheitsgründen nicht mal dieses Land besuchen ??? Ich weiss es nicht, liebe Mitforisten,wie es Euch geht, aber ich persönlich, bin darüber grenzenloß enttäuscht...

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salut 09.10.2011, 13:02
18. Hat er denn kein ...

...Vertrauen in die dort stationierten deutschen Soldaten, die ihn beschützen müssen, ob sie wollen oder nicht!

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rennus 09.10.2011, 13:07
19. Napoleon und Wulff?

Zitat von christiane006
Kann man sich eigentlich einen Napoleon vorstellen, der in Paris in seinem Schloss hockte, während seine Armee in Russland aufgerieben worden ist?
Was soll die rhetorische Frage?
Wenn Sie tatsächlich an einer Antwort interessiert sind, gibt es eine einfache Erklärung.
Napoleon war Kaiser und Kriegsherr.
Der "Alte Fritz" war König und Kriegsherr.
Und wenn Sie in der Demokratie angekommen sind, dann würden Sie wissen, dass es eine Gewaltenteilung gibt.
Der Bundespräsident steht über den drei Gewalten und hat repräsentative Aufgaben. Er ist weder Herrscher , noch Kriegsherr.
Vergleichen Sie nicht Äpfel mit Birnen.
Wenn überhaupt ein Besuch, dann Mitglieder der Exekutive, an erster Stelle Bundeskanzler und Verteidigungsminister.
Dass Abgeordnete, als Mitglieder der Legislative, auch mal vorbeischauen, würde ich noch begrüssen, und zwar die, die dem Afghanistaneinsatz zugestimmt haben.
Für mich bleibt ganz einfach die Frage:
Was sollte der Besuch des Bundespräsidenten überhaupt bezwecken? Die deutschen Soldaten sollten ja nicht besucht werden. Aber auch ein solcher Besuch wäre fragwürdig.

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