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Afghanistan: Zehn Tote bei Krawallen vor Bundeswehr-Camp

Schwerer Zwischenfall im Einsatzgebiet der Bundeswehr in Afghanistan: Bei einer*Protestkundgebung vor einem Lager der deutschen Soldaten kamen mindestens zehn Menschen ums Leben. Afghanische Polizisten, aber auch deutsche Soldaten sollen auf gewalttätige Demonstranten geschossen haben.

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afghan 18.05.2011, 16:19
100. Afghanistan

Zitat von a.hilfrich@gmail.com
Der Grundsätzliche Unterschied, den Sie leider nicht sehen, ist jedoch: Die Opfer von Terroranschlägen sind absichtlich getötete Zivilisten. Die Opfer im.....
...lesen Sie dazu BBC, hier wird geschrieben, dass letzte Woche neun afghanische Zivilisten mutwillig getötet wurden...

http://www.bbc.co.uk/news/world-south-asia-12685213

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MessageMan 18.05.2011, 16:19
101. Keinen deut besser!

Zitat von amw52
Es gibt eine Krankheit, die heißt Paranoia.
Es gibt Menschen die tragen Scheuklappen.
Wenn wir anfangen auf mit Steinen und Holzlatten bewaffnete Afghanisch Demonstranten zu schießen. Sollten wir aufpassen, das wir nicht bald von der Nato bombardiert werden! So etwas ist eine Schande für unser Land.

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Umbriel 18.05.2011, 16:21
102. Ja aber

Zitat von uweuwersen
Es gibt eine eingebildete Krankheit und die heißt "Weltweiter Terrorismus"! Es ist bewiesen, das die USA und Ihre Verbündeten uns alle belogen und betrogen haben, das Sie uns täglich mit Falschmeldungen, Propaganda und absoluten Schwachsinn in die Irre führen, dazu kommen dann noch die ganzen Zensuren, die von den Massenmedien einfach hingenommen und weiter verbreitet werden. ...
Leider sind die Informationen zu schlecht. Daß auch gelogen wird ist bekannt, immerhin hat das ja der Herr Rumsfeld auch so angekündigt. Da war er vielleicht ehrlich.

Wenn ich all das wegdenke und nur auf Afghanistan und BW reduziere bleibt für mich immer noch was übrig, was mich grundsätzlich darin bestärkt, auf Afghanistan und Pakistan mäßigend und beruhigend einzuwirken.

Es ist kein Hirngespinst, daß es dort regional anarchische und despotische Verhältnisse gibt, auf deren Grundlage auch unter Berufung auf Gott große Gräuel und mittelalterliche Verhältnisse durchgesetzt werden. Ob das nun unter dem Label "Taliban" läuft oder anders, sei es.

Solange dort ausländische Truppen stationiert sind, auch BW, gibt es mehr Transparenz, mehr Einflußmöglichkeiten. Meiner Meinung nach entsteht dadurch mehr Verantwortung, sich unmittelbar zu engagieren, weil es die Möglichkeit zur Machtausübung gibt.

Ich bin nicht grundsätzlich gegen diesen Einsatz. Ich bin auch nicht dagegen, weil man wonders, wo Verhältnisse auch schlimm sind, derzeit nichts tut.

Ich vermisse aber sehr stark ein aktiveres Engagement der Bundesregierung zur weiteren Lösung der Probleme. Im Prinzip wird immer nur über die Zahl von Soldaten geredet, dabei ist das doch nur ein Nebenaspekt. Inhaltlich herrscht Funkstille.

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pariah_aflame 18.05.2011, 16:24
103. blickwinkel

Zitat von Umbriel
Ich finde daß Sie sich damit nur wichtig machen wollen. Ich habe aber auch große Zweifel an der Qualität des deutschen Engagements in Afghanistan. ...
sie - und viele andere hier - verstehen da etwas komplett falsch. achten sie mal darauf, was US-geführte kriegs- oder friedensmissionen der letzten 30 gemeinsam haben: sie ziehen sich ergebnislos endlos in die länge. das ist kein zufall sondern gewollt im sinne der gewinnmaximierung der rüstungskonzerne.

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afghan 18.05.2011, 16:26
104. Afghanistan

Zitat von Umbriel
Leider sind die Informationen zu schlecht. Daß auch gelogen wird ist bekannt, immerhin hat das ja der Herr Rumsfeld auch so angekündigt. Da war er vielleicht ehrlich. Wenn ich all das wegdenke und nur auf Afghanistan und BW reduziere bleibt für mich immer noch was übrig, was mich grundsätzlich darin bestärkt, auf Afghanistan und Pakistan mäßigend und beruhigend einzuwirken. Es ist kein Hirngespinst, daß es dort regional anarchische und despotische Verhältnisse gibt, auf deren Grundlage auch unter Berufung auf Gott große Gräuel und mittelalterliche Verhältnisse durchgesetzt werden. Ob das nun unter dem Label "Taliban" läuft oder anders, sei es. Solange dort ausländische Truppen stationiert sind, auch BW, gibt es mehr Transparenz, mehr Einflußmöglichkeiten. Meiner Meinung nach entsteht dadurch mehr Verantwortung, sich unmittelbar zu engagieren, weil es die Möglichkeit zur Machtausübung gibt. Ich bin nicht grundsätzlich gegen diesen Einsatz. Ich bin auch nicht dagegen, weil man wonders, wo Verhältnisse auch schlimm sind, derzeit nichts tut. Ich vermisse aber sehr stark ein aktiveres Engagement der Bundesregierung zur weiteren Lösung der Probleme. Im Prinzip wird immer nur über die Zahl von Soldaten geredet, dabei ist das doch nur ein Nebenaspekt. Inhaltlich herrscht Funkstille.

In Afghanistan gibt es keine militärische Lösung!
Dazu mein Beitrag vor 6 Monaten:

1. Der Widerstand ist so stark wie nie zuvor.
[Quelle: ARD]

2. Die Verluste der Nato sind so hoch wie nie zuvor.
[Quelle: http://icasualties.org/OEF/ByMonth.aspx]

3. Die "Regierung" in Kabul ist so schwach wie nie zuvor.
[Quelle: ARD]

4. Die Korruption ist so stark wie nie zuvor.
[Quelle: ARD]

5. Der Drogenanbau ist so hoch wie nie zuvor.
[Quelle: ARD]

6. Die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung ist so schlecht wie seit 30 Jahren nicht mehr.
[Quelle: Rotes Kreuz, siehe dazu Brief von Journalisten usw. an B. Obama]

7. Die Lebensmittell sind so teuer wie seit 10 Jahren nicht
[Quelle: ARD]


8. Die NATO ist unter dem Volk so unbeliebt wie nie zuvor.
[Quelle: ARD]

9. Die Situation der Frauen ist so schlecht wie 10 Jahren nicht.
[Quelle: ARD]

10. Die Kriegsziele sind seit 10 Jahren nicht erreicht worden(Taliban besiegen, Osama tötet, Al Qaida zerschlagen, Demokratie, Wohlstand, Wiederaufbau usw.)


P.S. Die NATO hat NIE vor gehabt das Land zu stabiliesieren, Demokratie, Wohlstand usw.!!!

Quellen:
http://www.liveleak.com/view?i=c87_1292349267
http://www.tagesschau.de/ausland/arn...erview100.html
http://www.tagesschau.de/ausland/afg...mfrage190.html
http://english.aljazeera.net/news/as...346916544.html

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baloo55 18.05.2011, 16:31
105. Nebensapekt

Zitat von Umbriel
. Solange dort ausländische Truppen stationiert sind, auch BW, gibt es mehr Transparenz, mehr Einflußmöglichkeiten. Ich vermisse aber sehr stark ein aktiveres Engagement der Bundesregierung zur weiteren Lösung der Probleme. Im Prinzip wird immer nur über die Zahl von Soldaten geredet, dabei ist das doch nur ein Nebenaspekt. Inhaltlich herrscht Funkstille.
Das ist es, mittlerweile fast fünfzig Gefallene, ein Nebenaspekt. Schämen Sie sich.
Keinen Tag länger sollte das Engagement am Hindukusch dauern.

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will-shakespeare 18.05.2011, 16:31
106. geostrategische Interessen

Zitat von Umbriel
Es ist kein Hirngespinst, daß es dort regional anarchische und despotische Verhältnisse gibt, auf deren Grundlage auch unter Berufung auf Gott große Gräuel und mittelalterliche Verhältnisse durchgesetzt werden. Ob das nun unter dem Label "Taliban" läuft oder anders, sei es.
Schlimm genug. Aber Afghanistan ist auch nicht das einzige Land der Welt, wo solcherlei Grausamkeit herrscht. Nur anderswo gibt es nicht das geostrategische bzw. politische oder ökonomische Interesse, solche Missstände militärisch oder politisch zu unterbinden. Siehe etwa Ruanda.

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bluemetal 18.05.2011, 16:33
107. -

Zitat von Hypotheker
1. Aufständische in Afghanistan werden von der Nato getötet 2. Aufständische in Libyen werden von der Nato beschützt 3. Aufständische in Bahrain werden tot geschwiegen und getötet 4.Aufständische im Iran sind Demokraten 5. Aufständische in Afghanistan sind alle Terroristen Aufständische sind also nützlich oder schädlich für die Nato- Das habe ich nun verstanden. Danke
Klingt absurd, jedoch sollten sie bei den Aufständischen unterscheiden ob diese einen totalitären "Gottes"Staat errichten wollen oder für Freiheit und Demographie gegen einen Diktator/Massenmörder kämpfen. Es ist eine Frage der Moral und der Zielrichtung eines Aufstands der nicht so pauschal wie von ihnen dargestellt beantwortet werden kann

Im Endeffekt lautet doch die Frage ob die Mehrheit der Aussenstehenden dies als gerecht und gerechtfertigt empfindet. Noch einfacher: Wer ist gut und wer ist der Böse ? Dass die Grenzen teils verwischen können kann vorkommen. Das sind dann Konflikte aus denen man sich tunlichst heraushalten sollte.

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Fritz Motzki 18.05.2011, 16:36
108. Wat denn nu?

Krawalle, oder Protest? Gegen, oder für was? Spekulationen, sonst nichts. Oder nehmen sich etwas die Afghanen jetzt die gleichen Rechte, wie Libyer, Syrer, Perser ect. Dann üben sie nur Demokratie.

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Umbriel 18.05.2011, 16:42
109. Achso

Zitat von pariah_aflame
sie - und viele andere hier - verstehen da etwas komplett falsch. achten sie mal darauf, was US-geführte kriegs- oder friedensmissionen der letzten 30 gemeinsam haben: sie ziehen sich ergebnislos endlos in die länge. das ist kein zufall sondern gewollt im sinne der gewinnmaximierung der rüstungskonzerne.
Das finde ich nicht ok so, diese Argumente sind wohlbekannt, aber auch nicht allein ausschlaggebend, Nicht jeder, der Ihrer Argumentation nicht 100% folgen will, muß deswegen gleich dumm sein oder Rüstungslobbyist.

Es gibt ganz viele verschiedene Aspekte, aber wie soll man über einen bestimmten Aspekt reden, wenn die Themen so durcheinander gehen?

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