Forum: Politik
Afghanistans bittere Bilanz: Karzai bricht mit Amerika
AFP

Vier Tage nach dem Amoklauf eines US-Soldaten verlangt Afghanistans Präsident Karzai den Rückzug aller Nato-Soldaten in ihre Camps und einen vorzeitigen Abzug aus dem Land. Zeitgleich brechen die Taliban ihre Gespräche mit den USA ab. Die Mission am Hindukusch ist gescheitert.

Seite 2 von 21
Hoschi101 15.03.2012, 18:22
10.

ein Einzelfall, daher frei nach Marie Luise Beck:
"Das müssen sie aushalten"

Ja, lassen wir Afghanistan allein, mal sehen, wie weit die kommen. Mal sehen, wie lange Karzai dann noch an der Macht bleiben wird.
Mal sehen, wie lange die noch leben, die bei der Nato gearbeitet haben.
usw.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
salamicus 15.03.2012, 18:25
11. Es sei denn...

Zitat von pepito_sbazzeguti
Hat Karzai mal überlegt, dass er nach dem Abzug der NATO-Truppen wahrscheinlich keine zwei Tage überlebt? Ich denke, die Taliban sind nicht wirklich begeistert, dass Karzai sich mit den Ungläubigen eingelassen hat.
...er ist Taliban-affiner als wir denken. Wie auch immer. Schnellstens verschwinden da. Und dann einfach mal 20 Jahre nicht mehr an Afghanistan denken. Die Leute werden es regeln. Auf ihre Weise. Period.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ralf0810 15.03.2012, 18:25
12. Und was macht die Bundeswehr ??

Also so wie ich das verstanden habe wird die Bundeswehr nach dem Abzug der NATO dringender gebraucht denn je. Die sind BIS HEUTE offiziell dort um Straßen und Schulen zu bauen. Ich frage mich zwar seit Jahren wie sie das mit der Ausrüstung, die immer in den Nachrichten gezeigt werden anstellen wollen aber Auftrag ist doch Auftrag ....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
backtoblack 15.03.2012, 18:27
13. Nicht verstanden?

Zitat von sysop
Vier Tage nach dem Amoklauf eines US-Soldaten verlangt Afghanistans Präsident Karzai den Rückzug aller Nato-Soldaten in ihre Camps und einen vorzeitigen Abzug aus dem Land. Zeitgleich brechen die Taliban ihre Gespräche mit den USA ab. Die Mission am Hindukusch ist gescheitert.
Im Prinzip ein guter Beitrag. Aber dennoch in der Konsequenz beschönigend. Was soll die Floskel, dass die USA "Afghanistan bis heute nicht verstanden haben?"

Die Wahrheit ist, die US-Truppen verhalten sich wie eine x-beliebige Okkupationsarmee - morden, terrorisieren oder verhöhnen die Zivilbevölkerung.

Noch das schlimmste Massaker, wie die Erschießung der 16 Zivilisten, wird mit der angeblich zerrütteten Psyche des Killers entschuldigt, und die Koranauisgaben wurden selbstredend nur "aus Versehen" vernichtet.

Viele deutsche Leitmedien brabbeln diese entsetzlichen Rechtfertigungsversuche auch noch ungeprüft nach. Insofern muss man für den SPON-Artikel schon dankbar sein.

Es bleibt die einfache Wahrheit: Der Afghanistan-Einsatz ist ein Debakel auf der ganzen Liniue.

Welcher Politiker, ja, auch welcher deutsche Politiker bringt es der jeweiligen Bevölkerung bei, dass die toten Soldaten umsonst gestorben sind? Herr Struck bestimmt nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bayrischcreme 15.03.2012, 18:28
14.

Karzai hat wohl einen Deal mit den Taliban. Sein Überleben gegen die Machtübergabe unmittelbar nach dem Abzug der NATO.

Mir tun nur die Afghanen leid, die mit dem Westen koopertiert haben oder sich einen westlichen Lebensstil zugelet haben und die den Taliban nichts anzubieten haben.
Ausserdem tun mir alle Frauen, Kinder und nicht strenggläubigen Männer leid.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
der-kyniker 15.03.2012, 18:28
15. die US-Army...

Zitat von sysop
Vier Tage nach dem Amoklauf eines US-Soldaten verlangt Afghanistans Präsident Karzai den Rückzug aller Nato-Soldaten in ihre Camps und einen vorzeitigen Abzug aus dem Land. Zeitgleich brechen die Taliban ihre Gespräche mit den USA ab. Die Mission am Hindukusch ist gescheitert.
.....sollte vielleicht einmal die Ausbildungsmethoden ihrer Elitetruppen hinterfragen. Eine gewisse Entmenschlichung scheint ja geradezu gewünscht zu sein. Ist ja nicht das erste Vorkommnis dieser Art.
Dieselbe Washingtoner Kadettenschule aus der dieser Amokläufer kam, hat offenbar auch die Killer ausgebildet, welche Jagd auf zivile Afghanen gemacht hat und deren Anführer Finger als Trophäen abgeschnitten hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jenli 15.03.2012, 18:30
16. Mittelalter und Moderne ...

Zitat von sysop
Vier Tage nach dem Amoklauf eines US-Soldaten verlangt Afghanistans Präsident Karzai den Rückzug aller Nato-Soldaten in ihre Camps und einen vorzeitigen Abzug aus dem Land. Zeitgleich brechen die Taliban ihre Gespräche mit den USA ab. Die Mission am Hindukusch ist gescheitert.


... oder die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen.

Nato-Soldaten wurden erschossen, im ganzen Land protestieren wütende Muslime gegen die Verbrennung von Koran-Schriften durch US-Truppen. Die internationalen Truppen rechnen mit einer weiteren Eskalation. Wir bereiten uns auf einen heißen Freitag vor", sagt ein Offizier in Kabul.

Die aktuellen Unruhen in Afghanistan belegen wieder einmal, dass sich große Teile der muslimischen Welt nicht nur kalendarisch, sondern - in einer Art mentaler Modernitätsverweigerung auch lebenswirklich von einer westlichen Verschwörung gegen den Islam umzingelt sehen - und, ihrer inneren Uhr folgend, nach dem muslimischen Kalender leben. Diese Menschen befinden sich im April des Jahres 2012 offensichtlich im Rabi al-Awwal des Jahres 1433. Man erinnere sich, was im Jahre 1433 nach christlicher Zeitrechnung in Europa so alles geschah; ein Zeitabschnitt, etwa 300 Jahre vor dem Beginn der Aufklärung, in dem sich Katholiken und Hussiten wegen Glaubensfragen bei Hiltersried gegenseitig die Schädel einschlugen.

Deswegen ist der Versuch des Westens, diesen Weltgegenden Menschen- und insbesondere Frauenrechte, westliche Demokratie und demokratische Diskursfähigkeit auf zu zwingen, höchstwahrscheinlich zum Scheitern verurteilt ...

Hier geht es weiter:

Mittelalter und Moderne ... - Klimablog

Beitrag melden Antworten / Zitieren
oldharold 15.03.2012, 18:31
17. Die Mission am Hindukusch ist nicht gescheitert...

Zitat von sysop
Vier Tage nach dem Amoklauf eines US-Soldaten verlangt Afghanistans Präsident Karzai den Rückzug aller Nato-Soldaten in ihre Camps und einen vorzeitigen Abzug aus dem Land. Zeitgleich brechen die Taliban ihre Gespräche mit den USA ab. Die Mission am Hindukusch ist gescheitert.
...sondern sie war von Anfang an gescheitert.
Was vernünftige Bürger längst wissen: Ein Umsturz, oder eine Revolution gegen die Herrschenden, muß von innen heraus, aus dem eigenen Volke erfolgen.
Vernünftige Politiker hätten wissen müssen, wo bereits Großbritannien und die Sowjetunion gescheitert sind, werden die NATO-Ländern ebenso keinen Erfolg haben.
Schade um all die Menschen, die nicht zuletzt aufgrund dämlicher Sprüche: "Deutschland wird bereits am Hindukusch verteidigt" ihr Leben lassen mußten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
polyphemos 15.03.2012, 18:34
18. "Die USA haben Afghanistan bis heute nicht verstanden"

Zitat von sysop
Vier Tage nach dem Amoklauf eines US-Soldaten verlangt Afghanistans Präsident Karzai den Rückzug aller Nato-Soldaten in ihre Camps und einen vorzeitigen Abzug aus dem Land. Zeitgleich brechen die Taliban ihre Gespräche mit den USA ab. Die Mission am Hindukusch ist gescheitert.
Das ist das wirklich Schlimme.
Und noch schlimmer ist, dass die VSA absolut unfähig sind, andere Menschen zu verstehen.
Und noch viel schlimmer ist, dass sie sich einbilden, so hoch über dem Rest der Menschheit zu stehen, dass sie es nicht nötig hätten, andere zu verstehen.
Am Allerschlimmsten aber ist, dass sie auch sich selbst in keinster Weise verstehen.
Es würde auch sehr weh tun, wenn sie sich selbst verstünden.
Und deswegen bleiben sie verständnislos.
Und richten gigantischen Schaden in der Welt an.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
weinburgschnecke 15.03.2012, 18:36
19. Nix wie weg

Zitat von sysop
Vier Tage nach dem Amoklauf eines US-Soldaten verlangt Afghanistans Präsident Karzai den Rückzug aller Nato-Soldaten in ihre Camps und einen vorzeitigen Abzug aus dem Land. Zeitgleich brechen die Taliban ihre Gespräche mit den USA ab. Die Mission am Hindukusch ist gescheitert.
Nix wie weg da!
Es war grenzenlose Dummheit und Naivität dort überhaupt hinzugehen, nachdem man sich aus dem Irakkrieg "einigermaßen" herausgehalten hatte. Da hat sich Rot-Grün doch noch von Busch über den Tisch ziehen lassen.
Ja die Geschichtsbücher hätte man vorher lesen sollen.
Aber viele glaubten ja mit Mädchenschulenbauen könnte mal die Taliban vertreiben. Welch drollige Idee!
Mit Humanität gegen Steinzeitislamisten, das geht eben nicht.
Mit den Millarden hätte man doch locker die ganze Finanzkrise gemeistert.
Die vielen Bodenschätze beuten nachher die Chinesen aus.
Oder hatte man vielleicht vorher Verträge geschlossen? Mit Karzai?
Der ist ja schon so gut wie weg.
Blöd gelaufen!!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 21