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Afghanistans Warlord Ismail Khan: "Wir wollen unsere Waffen vom Westen zurück"
AP

Einst war er der "Löwe von Herat", jetzt ist Ismail Khan Minister in der Regierung von Präsident Karzai. Im Interview fordert er vom Westen eine Wiederbewaffnung der Stammesmilizen, um in Afghanistan nach dem Nato-Abzug einen Bürgerkrieg zu verhindern.

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darthmax 26.09.2013, 09:38
10. Kampf um die Macht

die Warlords sind in der Regel doch die Verbrecher, die Afghanistan zerstört haben durch ihren Kampf gegeneinander und erst eine Taliban als Befreier ermöglichten.
Der Fehler war, diese Herren nicht sofort vor ein Gericht zu stellen.
Woher haben diese Herren das Geld zur Wiederbewaffnung ??? Doch nicht etwa Drogen ?

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Koda 26.09.2013, 09:39
11. Und wie bezahlen?

Zitat von Lutz Richter
... da könnte man doch nach dem Abzug der NATO prima Waffen hin verkaufen oder?
Mit Rohopium oder Konzessionen für die Öltrasse?

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taglöhner 26.09.2013, 09:40
12.

Ahmad Schah Massoud war ein guter Mann. Wenn sein Bruder annähernd sein Format hat, sollte man ihm geben, was er braucht.

Khan ist militärisch versiert, Anti-Taliban und proiranisch, hmmm.

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Koda 26.09.2013, 09:41
13. Ginge es nur vordergründig um den Glauben..

Zitat von ReneMeinhardt
vor allem gestellt wird, wird es leider nie Frieden geben. Schade.
wäre es nur halb so wild - sind doch alles Moslems.
Es geht um viel mehr: Stammeskonflikte, Macht, Geld und Ideologie.

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whitewolfe 26.09.2013, 09:43
14. also absofort gibt es wieder Gruppen die zumindest leicht Waffen

kaufen können.Also ran an die Werkbänke und liefern.Es muss die Demokratie verteidigt werden....am Hindukusch.
Alle bisherigen Opfer waren natürlich ,wie immer,alternativlos.

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festuca 26.09.2013, 09:49
15. Stammeskonflikte

Ich bin gerührt. Dieser ehrwürdige Herr möchte moderne Nato-Waffen anstelle der vorsintflutlichen AK-47. Wohin sowas führen wird, zeigt dieses Beispiel aus der Geschichte.
Musketenkriege

Finger weg...

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hanshorst79 26.09.2013, 09:51
16. @ mrdhero

Du solltest dich mal nüchtern mit der Materie beschäftigen!! Was wir für uns als so moralisch notwendig und wertvoll erachten zählt nichts dort unten und es ist die Schild der NATO ! !! Es wird von der Politik nur immer schön gelogen!! Und dann gibt es Bauernopfer wie Oberst Klein die sich taktisch richtig, aber moralisch falsch Verhalten haben!! Ist die NATO erstmal weg kommen die Taliban einfach wieder aus den Bergen !! Der Einsatz kostet täglich Millionen und bringt nichts!! Bei Stammesführern gilt die Bundeswehr obendrein als weicheitruppe, weil sie nicht hart genug gegen Taliban vorging!!! Man sollte sich freuen das es da unten Kämpfer gibt!!! Darum aufrüsten wenn man die Taliban effektiv bekämpfen will

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diokletian 26.09.2013, 10:01
17. Eine in Teilen zutreffende Analyse

So unerfreulich dies für den Westen auch sein mag: Die Analyse dieses Emirs ist zutreffend. Daran wird auch niemand etwas ändern können. Die USA glaubten nach einer Art "Blitzkrieg" die Taliban zu vertreiben und ein Präsidialsystem aus dem Nichts zu oktoyieren. Welche Verblendung!! In Deutschland hat man für eine funktionierende Demokratie drei Anläufe in 100 Jahren gebraucht (1848, 1918 und 1949), nach mind. 300 Jahren Aufklärung wohlgemerkt. Und in Afghanistan, das in den 1970er noch eine Analphabetenrate von über 70% hatte? Man kann es kaum glauben die meisten und besten Politologen der Welt befinden sich in den USA und was machen die verantwortlichen Politiker? Das beste wäre wahrscheinlich gewesen, ein autoritäres System, das von den Paschtunen und anderen ethischen Minderheiten akzeptiert wird als Übergangsregierung zu implementieren: mit einem einenden Symbol wie z.B. dem alten König Zahir Schah. Man kann nicht einfach eine jahrtausendealte patirarchalische Stammesgesellschaft ignorieren. Mit den zig Milliairden für den Kriegsapparat hätte man mit gezielten Gefolgschaftszahlungen höchstwahrscheinlich effektiver und verlustärmer operien können. Das hätte vielleicht nicht den utopischen Demokratieträumen des (politisch korrekten) Westens entsprochen, aber zu einer gewissen Stabilität geführt und damit viel Blutvergießen erspart. Das wußte schon Th. Hobbes! Aber was erwartet man von einer dt. Regierung, die sich im Plenarsaal des BT den Kopf darüber zerbricht, ob die Soldaten auch ja den Müll bei Kabul korrekt trennen.

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Heugabel 26.09.2013, 10:01
18. Und täglich

grüßt das Murmeltier...

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grobian24 26.09.2013, 10:03
19. Korruption

ist dort die Wurzel allen Übels. Solange die Gelder,Waffen und sogar die Rationen der Soldaten bei korupten Offizieren und Offiziellen versickert sehe ich schwarz. Häufig müssen offizielle Soldaten ihre Ausrüstung verkaufen um nach Monaten ohne Sold, Rationenen usw. nach Hause oder zum Feind "desertieren". Unverständlich das nicht wenigstens 10% der Ausländ. Hilfsmilliarden für eine Kontrolle ausgegeben werden. Aber wie immer stinkt auch hier der Fisch vom Kopf aus. Und solange Generäle, mit dem wissen der Nachrichtendiensten, zu den reichsten Afghanen mutieren, wird der nächste Konflikt herangezüchtet.(und damit auch die Legitimation der daran verdienenden Konglomerate)
Es geht damit wieder nur um die Vergrößerung der zukünftigen Anteile vom 'großen Kuchen'.

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