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Afrika beim G20-Gipfel: Handshake, Konzert - und danke für nichts
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Donald Trump gibt den Hungerhelfer und Angela Merkel schließt den G20-Gipfel mit einer Absage an "klassische Entwicklungshilfe". Nun sollen private Gelder Afrika nach vorne bringen. Nur: Wie soll das gelingen?

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kalim.karemi 08.07.2017, 21:00
1. Genug Geld in Afrika verbrannt

Das Ergebnis ist ein Kontinent, der sich bis auf einige Ausnahmen nicht selber helfen kann. Afrika ist reich an Bodenschätzen, Stämmen und Korruption. Denen das eigen unfehlbare Weltbild aufzuzwingen, führt seit einem Jahrhundert in die Irre. Lässt sie einfach machen, wer sich selbst hilft, dem hilft Gott, sagt man.

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redneck 08.07.2017, 21:03
2. China...

baut Infrastruktur, flutet den Markt mit Billigwaren, Billigwaffen und kauft riesige Farmen. EU ruiniert Landwirtschaft und Handel durch Ueberschuss-Exporte. Energie wird teuer importiert. Bodenschätze werden von internationalen Konsortien geplündert.
Die USA unterhält 2 dutzend Garnisonen und hat die Regime in der Tasche.
Der alte Staats-Kolonialismus war harmlos verglichen mit was heute abläuft. Geh ich in Namibia in die Apotheke auf dem Land und will Aspirin... werd ich gefragt obs eine halbe oder eine Viertel-Tablette sein soll. Kauf ich die ganze Packung für 50 cent... werden 30 Leute für Wochen keine Schmerzmittel kaufen können. In der Tat, Donald und Angela... Was läuft eigentlich krumm beim Spiegel? Will Stern sein, ist dünn wie dss grauenhafte Bento (Lunchbox auf Japanisch) und ist doch nur der Stürmer für die CDU.

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mullah_nd 08.07.2017, 21:37
3. Wie soll das funktionieren?

Wenn im reichem Exportweltmeister- und Vorzeigeland ohne sogn. Soziales Netz Menschen verhungern würden. Wie soll eine industriell-kapitalistische Hunger- und Entwicklungshilfe aussehen? Ist es ein industriell-kapitalistisches Netz, in dem die Menschen gefangen sind, nach monitären Maßstäben darin verweilen, bzw gefangen sind, bis sie als Ware Mensch nichts mehr taugen und am Bodensatz liegen gelassen werden?

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Zaunsfeld 08.07.2017, 21:39
4.

Zitat von redneck
baut Infrastruktur, flutet den Markt mit Billigwaren, Billigwaffen und kauft riesige Farmen. EU ruiniert Landwirtschaft und Handel durch Ueberschuss-Exporte. Energie wird teuer importiert. Bodenschätze werden von internationalen Konsortien geplündert. Die USA unterhält 2 dutzend Garnisonen und hat die Regime in der Tasche. Der alte Staats-Kolonialismus war harmlos verglichen mit was heute abläuft. Geh ich in Namibia in die Apotheke auf dem Land und will Aspirin... werd ich gefragt obs eine halbe oder eine Viertel-Tablette sein soll. Kauf ich die ganze Packung für 50 cent... werden 30 Leute für Wochen keine Schmerzmittel kaufen können. In der Tat, Donald und Angela... Was läuft eigentlich krumm beim Spiegel? Will Stern sein, ist dünn wie dss grauenhafte Bento (Lunchbox auf Japanisch) und ist doch nur der Stürmer für die CDU.
Afrika ist einzutiefst korrupter Kontinent.
Die Kolonialgeschichte Afrikas ist seit nunmehr fast 100 Jahren vorbei. Es wurden seitdem Billionen von Dollar an Entwicklungshilfe in Afrika gesteckt, Nahrungsmittel im Wert von Hunderten Milliarden von Dollar nach Afrika gebracht, Brunnen gebohrt, Schulen gebaut und Lehrer als Entwicklungshelfer nach Afrika geschickt.
Aber die Wahrheit ist nunmal, dass die meisten afrikanischen Gesellschaften sich nicht für Bildung interessieren, dass sie zu träge und zu faul sind, sich selbst zu helfen und sich weiter zu entwickeln.

Kleptokraten an den Spitzen der meisten afrikanischen Staaten reißen sich alles unter den Nagel, was nicht niet- und nagelfest ist und das Schicksal der eigenen Bevölkerung ist ihnen völlig egal.
Und was ist mit der Bevölkerung selbst? Denen ist es auch egal. Sie haben sich damit abgefunden und verharren in ihrer Trägheit und Melancholie, statt ihre korrupten Eliten zum Teufel zu jagen und so etwas ähnliches wie eine Demokratie zu erkämpfen, an deren Spitze Vertreter der Bevölkerung stehen, die sich tatsächlich für das Wohl der Bevölkerung interessieren.

Afrika ist unfähig und unwillig, sich selbst zu helfen. Jeder Eingriff von außen würde nur wieder als koloniale Einmischung der westlichen Welt verstanden werden.
Wir müssen Eruopas Grenzen abschotten und Afrika einfach sich selbst überlassen und hoffen, dass der Druck im Inneren irgendwann so groß wird, dass die großen Völker Afrikas doch irgendwann dazu gezwungen sind, sich selbst zu helfen, und das dann auch tatsächlich tun.

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blurps11 08.07.2017, 21:57
5.

Zitat von Zaunsfeld
Die Kolonialgeschichte Afrikas ist seit nunmehr fast 100 Jahren vorbei.
Selbst nominell nur seit 60-70 Jahren. Seitdem gibt es u.a. Franceafrique, WTO, IWF und ganz aktuell die EPAs. Nein, der Westen ist nicht allein Schuld, eine MITschuld hat er aber zweifellos und daran ändern auch trotzige posts in irgendwelchen Foren nichts.

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Mein Rheinland 08.07.2017, 22:03
6. Warum...

Warum läßt man diesen Kontinent nicht rumwursteln wie er will. Geldhahn zu ENDE. Dann müssen die mal endlich selber tätig werden, wie auch immer! Aber diese Geldverblaserei ist ein Albtraum. Ich kann nur sagen „Helft euch selber!“

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curiosus_ 08.07.2017, 22:09
7. Völlig richtig

Zitat von Zaunsfeld
Afrika ist einzutiefst korrupter Kontinent. Die Kolonialgeschichte Afrikas ist seit nunmehr fast 100 Jahren vorbei. Es wurden seitdem Billionen von Dollar an Entwicklungshilfe in Afrika gesteckt, Nahrungsmittel im Wert von Hunderten Milliarden von Dollar nach Afrika gebracht, Brunnen gebohrt, Schulen gebaut und Lehrer als Entwicklungshelfer nach Afrika geschickt. Aber die Wahrheit ist nunmal, dass die meisten afrikanischen Gesellschaften sich nicht für Bildung interessieren, dass sie zu träge und zu faul sind, sich selbst zu helfen und sich weiter zu entwickeln. Kleptokraten an den Spitzen der meisten afrikanischen Staaten reißen sich alles unter den Nagel, was nicht niet- und nagelfest ist und das Schicksal der eigenen Bevölkerung ist ihnen völlig egal. Und was ist mit der Bevölkerung selbst? Denen ist es auch egal. Sie haben sich damit abgefunden und verharren in ihrer Trägheit und Melancholie, statt ihre korrupten Eliten zum Teufel zu jagen und so etwas ähnliches wie eine Demokratie zu erkämpfen, an deren Spitze Vertreter der Bevölkerung stehen, die sich tatsächlich für das Wohl der Bevölkerung interessieren. Afrika ist unfähig und unwillig, sich selbst zu helfen. Jeder Eingriff von außen würde nur wieder als koloniale Einmischung der westlichen Welt verstanden werden. Wir müssen Eruopas Grenzen abschotten und Afrika einfach sich selbst überlassen und hoffen, dass der Druck im Inneren irgendwann so groß wird, dass die großen Völker Afrikas doch irgendwann dazu gezwungen sind, sich selbst zu helfen, und das dann auch tatsächlich tun.
Entweder die werden erwachsen und übernehmen endlich mal Verantwortung für sich selbst. Oder sie behalten im 21. Jahrhundert ihre archaischen Stammesstrukturen bei, die vielleicht unter den kleinteiligen Randbedingungen und ohne die Verfügbarkeit von moderner Technik über 100 tausende von Jahren funktioniert haben.
Aber heute, bei viel größerer Reichweite der modernen technischen Möglichkeiten, eben zu dem führen was Sie beschreiben.

"Private Gelder" werden da sicher nicht "Afrika nach vorne bringen". Denn private Gelder haben nicht das Gemeinwohl im Sinn, sondern das, was auch die "Kleptokraten an den Spitzen der meisten afrikanischen Staaten" verfolgen: Mehrung des eigenen Profits.

Na ja, neoliberale Weltbeglückung eben...

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freddygrant 08.07.2017, 22:09
8. Es ist doch ...

... seit Sklaven- und Kolonialzeiten bekannt, dass und von
wem dieser Kontinent ausgebeutet und zerstört wurde -
dies auch in evolutionärem Sinne. Dem gesamten Westen
ist es dringend anzuraten Investitionen und Unternehmens-
gründungen nicht nur zum eigenen Profit, sondern zur
Entwicklung der Infrastruktur und Gesellschaft in den
afrikanischen Ländern und Regionen fördernd und koordiniert
beizutragen. Übrigens gilt dies in allen unterentwickelten und
Not leidenden Regionen auf der Welt und nicht nur in Afrika.

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snoopy55 08.07.2017, 22:10
9. Afrika, ein verlorener Kontinent...

Nun sollen private Investoren konventionelle Entwicklungshilfe ersetzen. Was für ein hirnrissiger Unsinn. Auch private Investoren (Banken) handeln ausschließlich gewinnorientiert. Bauern werden enteignet, so das sie sich nicht mehr selbst versorgen können und das Land an private Investoren verpachtet, die dort dann riesige Farmen vollautomatisiert betreiben und dann die Ernten teuer auf dem internationalen Markt verkauft. So kann man Flüchtlingsströme wirkungsvoll verhindern. Verhungernde können nicht mehr laufen. Wer die Meinung vertritt, so den Hunger in Afrika zu lindern, der hat am Wahltag kein Kreuz verdient. Ich hätte Frau Merkel soviel Zynismus nicht zugetraut.

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