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Agrarminister Schmidt zu TTIP: "Wir können nicht mehr jede Wurst schützen"
DPA

Schwarzwälder Schinken aus Amerika? Der Schutz für deutsche Spezialitäten könnte bald gelockert werden. Nur so ließe sich das Freihandelsabkommen TTIP mit den USA umsetzen, sagt Agrarminister Schmidt im SPIEGEL.

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willi2004 04.01.2015, 17:32
1020. Was hier für ein Quatsch erzählt wird ....

Deutschland hat sehr viele Handelsabkommen und deutsche Firmen klagen weltweit am meisten. Bei diesen Klagen geht es darum das ein Land kurzfristig per Gesetz wirtschaftliche Rahmenbedingungen ändert oder neue Regelungen festsetzt (wie gesagt kurzfristig und für die Firmen nicht planbar).
Warum aber in amerikanisches Unternehmen Sprecher Gurken verkaufen will und nicht Gurken nach Spreewälder Art, verstehe wer will. Natürlich muss dann genau definiert werden was Spreewälder Gurken sind. Nach einer strenger Auslegung bleiben dann nicht viel übrig.
Das Tipp ist übrigens nicht für die großen Firmen sondern für die Kleinen. Zwei komplette Prüfungen für eine Markteinführung können sich nur Coca Cola und Co leisten. Es geht auch nicht darum den gleichen Standard immer ein zuführen sondern die Daten bei der Markteinführung in Europa zählen auch für die USA, natürlich mit anderen Standards.

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dochnichtentmündigt 04.01.2015, 17:32
1021. dank der grandiosen Medien nicht

Zitat von john-marston
Die deutsche Bevölkerung hatte 2013 bei den Wahlen die Chance TTIP zu stoppen. Und auch jetzt wird lieber gegen Flüchtlinge demonstriert. Selbst schuld!
Das war auch meine Hoffnung, aber:
1. haben die besch*** Medien keine Aufklärungsarbeit geleistet, im Gegenteil, denn
2. die Medien haben sogar jene, die dagegen aussprachen wahlweise als Ami-Hasser, mal Links- mal Rechtsradikale oder als Putinversteher beschimpft

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hkm 04.01.2015, 17:32
1022.

Ich will ja nicht annehmen, daß unsere Politiker so dumm sind, nicht zu erkennen, worauf sie sich einlassen. Was mir dann aber einfällt, ist für die Politiker nicht schmeichelhaft, wahrscheinlich sogar strafbar.

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Inselbewohner 04.01.2015, 17:34
1023. Fast!

Zitat von kuac
Das ist eine sinnlose Duskussion. Russland muss sich erstmal vollständig demokratiseiern, Menschenrechte achten und dann kann mit einem Spezialabkommen mit der EU alle Vorteile geniessen. Was danach kommt, wird man sehen.
#939 Heute, 16:16 von kuak


Sie haben es doch schon begriffen! Natürlich hätte sich Russland selbst verändern müssen je enger die Beziehungen zur EU werden. Nun meine Frage: Wer hätte etwas gegen bessere Beziehungen der EU und Russland?

Ich weis das ist knifflig aber mir schwahnt da etwas und seltsamer Weise habe ich das Gefühl nichts Gutes.
Nur mal so nebenbei:>>>Duskussion>

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skeptiker97 04.01.2015, 17:35
1024. Kein Schutz!

Zunächst mal sollte es keinen Schutz für so ein gewissenloses Würstchen wie diesen Agrarminister geben. Wir wollen gesunde Enährung ("aus deutschen Landen frisch auf den Tisch") und keien zweifelhaften "Lebensmittel", die am anderen Ende der Welt extrem umweldfeindlich produziert und hierher transportiert wurden. Dazu kommt noch zweifelhafte Qualität, während unsere Bauern in den Ruin getrieben werden. Wieviel Korruption muß eigentlich im Spiel sein, um so etwas ernstlich zu wollen?

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kumi-ori 04.01.2015, 17:35
1025.

Zitat von dr.ideen
Man fragt sich angesichts der regen Kommentaren, ob jemand von knapp 1000 Diskussionsteilnehmern auf irgendeine Art und Weise gegen TTIP protestiert hat: etwa auf der Straße oder einfach nur über eine Online/Petition oder indem man den Unmut bei der Abgabe seiner Stimme bei der Bundestagswahl berücksichtigte? Im Übrigen ist es durchaus richtig, dass die EU-Bürokratie ebenso nur die Interessen der Grosskonzerne bedient wie das TTIP machen wird. Oder glauben Sie wirklich, dass beispielsweise Nitripökelsalz im Schwarzwälderschinken oder übrige Konservierungsstoffe das Produkt verbessert haben und keine Gefahr für den Konsumenten darstellen?
Es geht nicht darum, ob Schwarzwälder Schinken gut, besser oder schlecht ist. Das entscheiden Sie als Konsument für sich, da Sie die Inhaltsstoffe und deren Wirkungen kennen. Genauso soll es Ihnen nicht verwehrt sein, gentechnisch veränderte Nahrungsmittel aus den USA zu verzehren, wenn Sie darauf Lust haben. Was aber nicht passieren darf, ist, dass es Ihnen nicht mehr möglich sein sollte, auszuwählen, weil Ihnen Informationen vorenthalten werden, oder weil die geballte Marktmacht der Großkonzerne und ihre korrupten Komplizen in der Bundesregierung die Alternativen unmöglich machen. Insbesondere sollte bei der Verarbeitung gentechnisch veränderter Ausgangsmaterialien grundsätzlich auf getrennte Produktions- und Transportwege geachtet werden, z. B. so, wie es früher beim Freibanksystem für Separatorenfleisch der Fall war.

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Tiefgänger 04.01.2015, 17:36
1026. TTIP muss nicht stattfinden, wir können es verhindern..

Es liegt an uns. Und wenn wir in allen Städten auf die Straße gehen müssen.

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Celestine 04.01.2015, 17:36
1027.

Zitat von rromijn
keiner wirklich keiner will es , bis auf ein paar konzerne Ich schlage mal vor, dass die Mehrheit sich beim nächsten Urnengang besinnt.
Aber diejenigen, die es sich leisten können, ihre Lebensmittel in den Feinkostläden oder auf den Wochenmärkten zu kaufen, interessieren sich dafür nicht. Denn denen ist es doch egal, wie das dumme Volk sich ernährt. Und selbst, wenn die CDU/CSU nur noch weniger als 30% Stimmen bekommen sollten, werden sie geeignete Koalitionspartner mit 20%+ Stimmen finden, denen sie den Kurs angeben.

Außerdem neigen die Deutschen dazu, dass sie sich nicht mit ihresgleichen und schon gar nicht mit dem Prekariat solidarisieren. Und die letztgenannten gehen nicht mehr wählen ...

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Harald Schmitt 04.01.2015, 17:38
1028. Wo sind denn die Vorteile!

Was bringt uns denn Schwarzwälder Schinken aus den USA? Müssen wir Fleisch, von dem wir mehr als genug haben noch über den Atlantik verschicken und die spärlichen Angaben auf den Verpackungen noch sinnloser machen?
Ausserdem warum müssen es unbedingt Schiedsgerichte sein die entscheiden wer Schadensersatz bekommt und hat schon mal einer herausgefunden warum in anderen Abkommen mit der USA noch KEIN Schiedsgericht gegen die US Firmen entschieden hat?!
Regionakle Standards sind gewachsen und sollten nicht durch ungeisse Gewinnmaximierungsversuche unterwandert werden. Der niedrigste Standard ist nicht immer das beste für die Wirrtschaft und sollte nicht zum Maßstab werden!

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syracusa 04.01.2015, 17:39
1029.

Zitat von MaMuLu
Direkte Demokratie Diese wurde hier gerade angesprochen. Und ich darf mich glücklich schätzen, in einer solchen zu leben und diese auch selbst zu leben. Resultat: mein Land hat den EU-Moloch abgelehnt
Es gibt Demokratie und "Demokratie".

Die Schweizer haben laut dem Demokratiebarometer der Universität Zürich weniger Demokratie als Deutschland. Schweiz liegt auf Platz 14, Deutschland auf Platz 11; http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Darum-ist-die-Schweizer-Demokratie-nur-Mittelmass/story/16528367

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