Forum: Politik
Agrarminister Schmidt zu TTIP: "Wir können nicht mehr jede Wurst schützen"
DPA

Schwarzwälder Schinken aus Amerika? Der Schutz für deutsche Spezialitäten könnte bald gelockert werden. Nur so ließe sich das Freihandelsabkommen TTIP mit den USA umsetzen, sagt Agrarminister Schmidt im SPIEGEL.

Seite 87 von 106
kellerkaller 04.01.2015, 15:12
860.

Ja, wir müssen uns auf Bündner Fleisch aus Milwaukee, Helgoländer Sprotten aus Halifax, einen Pomerol aus Kalifornien und einem Camembert de Normandie aus Stevens Point einrichten. Und wehe, Sie kaufen nur noch bei einem Bauern, Metzger Bäcker ihrer Wahl, dann rennen alle Investoren zu den Geheimgerichten und klagen ihren fehlenden Profit ein und das ist der Sinn dieses Abkommens es geht nicht um die Verbraucher, es geht um die Investoren, also denjenigen, die an dem Markt verdienen wollen!

Beitrag melden
Champagnerschorle 04.01.2015, 15:12
861. Verständnisfrage

Wo steht eigentlich, dass ich gezwungen werde nicht mehr beim Bauern nebenan zu kaufen?

Beitrag melden
tagesgast_01 04.01.2015, 15:13
862. TTip erinnert mich ein wenig an

sen Film mit Louis de Funes: "Brust oder Keule". Nach Beendigung des Reformierungswahns (wobei es sich bei Reformen meistens um Privatisierungen handelt), sollen auch die regionalen Anbieter platt gemacht werden. Am Ende gibt es nur noch Großkonzerne, die uns unser täglich Brot künstlich herstellen. Europa scheint für die USA noch das einzige Gebiet zu sein, wo man richtig Geld einsammeln kann (klappt mit Mexiko nicht so wirklich). Europa braucht TTipp nicht wirklich, wir haben hochentwickelte Technologien und ein entsprechendes Bildungsniveau. Aber all das wurde von den Europäern teuer erkämpft. Das unterschätzen die Amerikaner. Wenn die Europäer erst mal zornig sind, geht nichts mehr. Was mich stört an dem TTip ist, dass das Verträge sind, die über die Wahlperiode der derzeit Regierenden hinaus geht, ohne dass es irgendeine Verantwortlichkeit gibt. Das hat schon was von Chuzpe von denjenigen, die uns das derzeit zu verkaufen versuchen.

Beitrag melden
pansatyr 04.01.2015, 15:13
863. @842

wenn Sie sich da mal nicht irren; Putin scheut TTIP wie der Teufel das Weihwasser, ebenso seine deutschen Statthalter. Wo käme Russland auch dahin, wenn das transatlantische Bündnis gestärkt würde? Und wo bliebe dann die transeurasische Union unter russischer Führung? (solche Standards möchte ich nun wirklich nicht.
http://de.sputniknews.com/german.ruvr.ru/2014_11_25/TTIP-der-Mythos-von-Wohlstand-und-Wachstum-8838/

Beitrag melden
noepel 04.01.2015, 15:13
864.

Und wieder einmal weiss ich nicht, ob ich lachen oder heulen soll!!!
Sind wir echt schon so weit fortgeschritten, das unsere "Volksvertreter" das Volk, dessen sie zu vertreten geschworen haben, ganz offen belügen, betrügen und, so wie es mir bei TTIP langsam vor kommt, ganz ungeniert verkaufen können?
Und da wundern sich diese Leute noch, das der Unmut so langsam auf die Straße verlagert wird?!
Mir graust davor, wohin sich diese Welt entwickelt.
Aber so lange es noch Menschen gibt, die in allem was positives sehen, und mir weismachen, das es an meiner pessimistischen Ansicht liegt...so lange ist ja alles in bester Ordnung ;)

Beitrag melden
liborum 04.01.2015, 15:14
865. Und wer

Und wer schützt uns vor solchen "Politikern" wie dem "Agrarminister"?
Auf welcher Lobby-Liste steht er und wo ist demnächst sein Wirkungskreis?

Wir sind NICHT der 51te US-Staat. Und wollen es auch nicht sein.

Merkel + Co. sehen das natürlich gaaaaanz anders.

Im GG steht :Schaden vom deutschen Volk abzuwenden und seinen Nutzen zu mehren.

Das deutsche Volk besteht nicht nur aus Großindustrie und Politikerkaste und Banken/Versicherungen.

Es besteht in seiner Mehrheit aus normalen Arbeitnehmenern die in D. mittlerweilen mehr schlecht als recht zurechtlommen. Es besteht NICHT aus US-Amerikanern!

Beitrag melden
outsider-realist 04.01.2015, 15:14
866.

Zitat von bernreinh
Was ich auch als sehr bedenklich erachte ist, wie die USA nahrungsmittel herstellen. die paar agrarfabriken in d sind ja gar nix dagegen. schaut mal den film Food Inc. da vergeht es euch. jaa es gibt einen Ausweg den jeder gehen kann regionale Produkte aus dem Umland kaufen und dafür einmal weniger im Urlaub. wie sagte ein Bauer mal zu mir. wenn die Leute billige "sch...e" nachfragen, wird diese Auch produziert. der Bauer um die Ecke oder auf dem Wochenmarkt freut sich und aktuell gibt es sie noch die kleinen Leute und die verkaufen euch keinen scheis! ihr habt das Schicksal selbst in der Hand.
"Der Bauer um die Ecke".......wann hört denn dieser Schmarrn auf. Den Bauern um die Ecke gibt es nicht mehr. In welchem Jahrhundert lebt ihr denn?

Beitrag melden
Celestine 04.01.2015, 15:14
867.

Zitat von rudi_ralala
Soll Sie den Ameriknern sagen, das mache ich nicht mit, wenn schon die EU kuscht, sobald die Amerikaner den Mund aufmachen. Joe Biden hat ganz klar und öffentlich gesagt, wo der Hammer hängt. Sinngemäß: "die Europäer wollten zwar die Sanktionen gegen Putin nicht, weil die Wirtschaft dadurch geschwächt wird, aber wir haben sie dazu gedrängt." Doof sind die Amis nicht, wieder einmal schlagen sie zwei fliegen mit einer Klatsche. Gleichzeitig wird Russland und die EU geschwächt.
Ja, eben, die Amerikaner sind clever. Allerdings hat Deutschland den größten Einfluss in der EU, aber der wird eben nur marktkonform geltend gemacht. Und das ist ausdrücklich politisch so gewollt.

Beitrag melden
marta.wentzlaff 04.01.2015, 15:15
868. irgendetwas stimmt nicht...

Ich kann mir nicht helfen aber irgendetwas ist mit Merkel und Gauck faul. Deren Reaktionen, in bezug auf Ukraine, US/UK Abhörskandal, TTIP, etc pp, lassen nur den Schluss zu, daß die VSA etwas gegen die beiden in der Hand haben müssen. Vielleicht über deren Stasi Vergangenheit!? Stichwort zB "IM Erika".

Beitrag melden
Beat Adler 04.01.2015, 15:16
869. Bei einheitlichen Normen sinken die Produktionskosten, damit

Zitat von Proggy
Das beantwortet die Fragen nach den angestrebten Schiedsgerichten in den USA und deren Besetzung natürlich mit keinem Wort ;-) Was die Achtung der jeweilig anderen Normen angeht, wollten Sie wahrscheinlich nicht verstehen. Wenn ich nach USA exportieren will, habe ich mich mit der Ware, den dortigen Gesetzen und Normen anzupassen. Gleiches glit für amerikanische Unternehmen mit ihren Produkten für Europa. Wenn sonstige Handelsbeschränkungen und Zölle weg fallen, wäre jedem gedient. Ganz ohne Geheimklauseln und dubiosen US-Schiedsgerichten!
Bei einheitlichen Normen in EU und USA sinken die Produktionskosten, damit erhoehen die Produzenten ihre Konkurrenzfaehigkeit zu den NICHT EU und NICHT USA Herstellern. Das ist gut. Oder nicht?

Die Welt besteht nicht "nur" aus der EU und den USA;-)
mfG Beat

Beitrag melden
Seite 87 von 106
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!