Forum: Politik
Aktion gegen Bin Laden: Obama verteidigt Terroristen-Tötung

Er würde es wieder tun, wenn sich die Gelegenheit bietet: US-Präsident Obama rechtfertigt die Tötung von Osama Bin Laden. Von der staatlichen Souveränität Pakistans werde er sich auch künftig nicht abhalten lassen.

Seite 2 von 7
Frank.W 22.05.2011, 16:38
10. Leider überfordert diese ethisch-philosophische Frage hier wohl viele...

Zitat von akolyth2
Bin Laden war ein fieser und hinterhältiger Terrorist, der den Tod von Tausenden verantwortet hat. Er wurde daher zu recht getötet. Daß Sie einem derart abscheulichen Subjekt wie bin Laden auch noch Ihre Solidarität aussprechen, ist schon ein Armutszeugnis für Sie - Sie taugen nichts.
...den die Frage ist nicht ob Osama oder Obama ein guter Mensch ist.

...die Frage ist wer darüber entscheidet, wer etwa ein Freiheitskämpfer ist und wer ein Terrorist?

Gut, sich mit diese ethisch-philosophische Frage in die Niederungen eines solchen Forums zu begeben ist an sich schon etwas naiv...

...aber sicherlich lohnt es sich grundsätzlich mal darüber nachzudenken wann Menschen um ihre Freiheit kämpfen oder wann sie als Terroristen wahrgenommen werden...

Ein Tibeter der gegen die Chinesen kämpft wird im Westen sicher als Freiheitskämpfer gesehen?

Ein Libyer der heute gegen Muammar Abu Minyar al-Gaddafi auch?
Gut gestern wurde Muammar Abu Minyar al-Gaddafi noch mit deutschen und europäischen Waffen beliefert...

Ein Syrer der gegen Baschar Hafiz al-Assad kämpft, hat`s schwer, den der scheint Europa nicht viel wert zu sein - zumindest nicht soviel wie der Kollege aus Bengasi...

Völlig schlechte Karten haben die Jungs aus dem Gazastreifen, die regen sich doch tatsächlich auf, dass sie eingesperrt sind...

Was hat einen Vietcong zu einem so schlechten Menschen gemacht, dass er vom Ami bombardiert wurde?

Und was machte einen Afghanen von 1979-1989 zu unserem Freund und seit 2001 zu unserem Feind?

"Der Westen" und speziell "der Ami" macht es sich immer sehr leicht - und denkt viel zu selten über seine wirkliche Wirkung und die Fremdwahrnehmung die andere Völker von ihm haben nach...

...es tät ihm / unser aber gut, wenn wir darüber nachdenken würden!

Manche Probleme würden sich im Handumdrehen lösen, wenn wir nur nicht immer glauben müßten an westlichen Wesen müßte die Welt genesen!

Hinhören lohnt!

Gerade wenn man behauptet die Krone der Zivilisation zu sein....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Simpso 22.05.2011, 16:45
11. ..

Zitat von Asirdahan
Im Recht ist er nicht.
Warum nicht?

Wenn in Land A Gruppen oder einzelne Personen agieren die einem Land B an den Kragen wollen und die offizielle Seite von Land A tut nichts wirksames dagegen, dann ist es vollkommen richtig, wenn Land B eigene Maßnahmen ergreift. Da sollte man sich keinen niedlich-naiven Träumereien hingeben. Das ist was für den Ponyhof, aber nichts für die reale Welt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nic 22.05.2011, 16:50
12. Souveränität ist Souveränität.

Zitat von ArnoNym
... Dieses Recht wurde zu einer Zeit vereinbart, als es internationalen Terrorismus noch nicht gab...
... wo kann man diesen Freibrief nachlesen? Für Deutschland zumindest gilt ihre Behauptung nicht: keine ausländische Behörde darf in Deutschland ohne Genehmigung der deutschen Behörden in Deutschland aktiv werden. Also z.B. keine Entführungen oder sonst irgendwas.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dent42 22.05.2011, 16:51
13. re

Zitat von loky mcqueen
Obama hat einen Imagesieg gebraucht. Und den hat er bekommen - kurzzeitig. Die letzte verbleibende Großmacht hat sich seitdem Ende des Kalten Krieges zunehmend selber disqualifizeirt und sich nach außen hin nur noch mit Propaganda-Kampagnen á la Hollywood verkauft! ... Nein, wir sind sogar noch ärmer dran, als die, die wirklich noch an Flüsse aus Honig und Milch und 72 Jungfrauen glauben.
Auge um Auge, Zahn um Zahn - das bedeutet im ursprünglichen Sinne nichts weiter als das die Strafe dem Verbrechen angemessen sein muß und das war Sie. Der letzte der übrigens
ein Problem damit gehabt haben dürfte so abzutreten, war wohl Osama selbst, er hat den Krieg angefangen, er wollte in als Märtyrer beenden, die Amis haben ihm den Tod verschafft den er wollte, ist doch nett von ihnen. Osama wollte bestimmt nicht das Schicksal Saddams erleiden

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nic 22.05.2011, 16:58
14. Souveränität ist Souveränität.

Zitat von ArnoNym
... und die stattliche Souveränität gibt's nämlich auch nur deswegen, weil u.a. die USA sie anderen Ländern zugestehen...
... Souveränität leitet sich aus dem Völkerrecht ab. Ein bisschen horrormäßig der Gedanke, dass die USA über die Souveränität eines Staates entscheiden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Heinz-und-Kunz 22.05.2011, 17:06
15. Fyi

Zitat von Asirdahan
Meines Erachtens hätte Obama nur dann das Recht, die Souveränität eines anderen Staates zu verletzen, wenn es bewiesen bzw. sehr wahrscheinlich ist, dass dieser Staat mit den Terroristen zusammen arbeitet oder sie unterstützt.
Wesentliche Teile des ISI unterstützen die Taliban und auch Terrorgruppen, die z.B. Indien angreifen. Warum hat sich bin Laden wohl ausgerechnet in einer Garnisionstadt versteckt?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
n+1 22.05.2011, 17:11
16. NIchts da

Zitat von unente
Niemand hat Obama aufgefordert, den Mord an "bin Laden" verteidigen zu müssen - dass er es dennoch tut, zeigt wie unrecht er es selbst findet. Er hat schon viel zu viel Blut an seinen Händen - für einen "Friedensnobelpreisträger".
Qui s'excuse, s'accuse soll das heißen.
Seit wann ist es verboten einen gegnerischen Kriegsführer
zu liquidieren?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
UnitedEurope 22.05.2011, 17:20
17. Wenns doch nur so einfach wäre ...

Zitat von akolyth2
Obama hat alles richtig gemacht. Seit bin Laden tot ist, ist die Welt ein Stückchen sicherer. Daß Obama als Präsident einer Supermacht gehandelt hat, entspricht seinem Wählerauftrag. Die nunmehr gegebene Rechtfertigung ist einer unseriösen Presse zuzuschreiben, die Obama selbst bei richtigen Entscheidungen zu diffamieren sucht. Um es mit den Worten der Kanzlerin zu sagen: "... ich freue mich, daß bin Laden tot ist".
Grundsätzlich kann man 2 Wochen später noch nicht absehen, ob Bin Ladens Tod die Welt sicherer gemacht hat, zumal "sicherer" ein sehr schwammiger und weit gefasster Begriff ist. Wie Ihnen sicher nicht entgangen ist, sind seitdem die Anschläge in der Region nach oben geschnellt.
Zudem darf man die Konsequenzen solch einer Handlung nicht vergessen: Heisst das, dass China nun einfach ein Killerkommando nach Deutschland schicken darf, weil dort ein chinesischer Dissident lebt (welche von China ja gern als "Bedrohung der Einheit des Staates" angesehen werden) ? Wo ist der Unterschied, zwischen "echten" und "falschen" Terroristen ? Wer entscheidet, wer leben darf, wer sterben muss und was dafür notwendig ist ? Das Recht des stärkeren ? Dann müsste ja Russland obenauf sein, die haben immer noch die meisten Atomwaffen.
Der Wählerauftrag von cirka 90-100 Millionen Amerikanern (Bevölkerung 320 Millionen, davon die Wahlberechtigten und davon cirka die Hälfte) kann nicht jede Aktion, die Obama tut, im Nachhinein als heilig angesehen werden.
Ich kann zwar Obamas Entscheidung, auch aus innenpolitischer Sicht, nachvollziehen. Aber das so unkritisch wie Sie als "richtige Entscheidung ohne irgendwelche Einwände" anzusehen, halte ich doch für sehr unkritisch und Ihre Begründung für polemisch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Coldplay17 22.05.2011, 17:42
18. Obama hat diesen Preis - zu Recht !

Zitat von unente
Niemand hat Obama aufgefordert, den Mord an "bin Laden" verteidigen zu müssen - dass er es dennoch tut, zeigt wie unrecht er es selbst findet. Er hat schon viel zu viel Blut an seinen Händen - für einen "Friedensnobelpreisträger".
Nein, Obama hat mit seiner Tötungsmission weiteres
Blutvergießen verhindert, wenn der Verlust ihrer
charismatisch-spirituellen Leitfigur Al-Quaida zu einer
größeren Bedeutungslosigkeit und weniger Anschlägen zwingt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dent42 22.05.2011, 17:43
19. re

Zitat von UnitedEurope
Grundsätzlich kann man 2 Wochen später noch nicht absehen, ob Bin Ladens Tod die Welt sicherer gemacht hat, zumal "sicherer" ein sehr schwammiger und weit gefasster Begriff ist. Wie Ihnen sicher nicht entgangen ist, sind seitdem die Anschläge in der Region nach oben geschnellt. Zudem darf man die Konsequenzen solch einer Handlung nicht vergessen: Heisst das, dass China nun einfach ein Killerkommando nach Deutschland schicken darf, weil dort ein chinesischer Dissident lebt (welche von China ja gern als "Bedrohung der Einheit des Staates" angesehen werden) ? Wo ist der Unterschied, zwischen "echten" und "falschen" Terroristen ? Wer entscheidet, wer leben darf, wer sterben muss und was dafür notwendig ist ? Das Recht des stärkeren ? Dann müsste ja Russland obenauf sein, die haben immer noch die meisten Atomwaffen. Der Wählerauftrag von cirka 90-100 Millionen Amerikanern (Bevölkerung 320 Millionen, davon die Wahlberechtigten und davon cirka die Hälfte) kann nicht jede Aktion, die Obama tut, im Nachhinein als heilig angesehen werden. Ich kann zwar Obamas Entscheidung, auch aus innenpolitischer Sicht, nachvollziehen. Aber das so unkritisch wie Sie als "richtige Entscheidung ohne irgendwelche Einwände" anzusehen, halte ich doch für sehr unkritisch und Ihre Begründung für polemisch.
Nun in dem Fall braucht man nicht abstrakt zu argumentieren. Bin Laden hat den USA offiziell den Krieg erklärt und kriegerische Akte ausgeführt, damit ist seine Tötung zu rechtfertigen, die gezielte Tötung ist ja, nach wie vor, eine Unterstellung, Das dieses auf dem souveränen Gebiet eines anderen Staates passieren musste ist bedauerlich, angesichts des Verhaltens dieses Staates nachvollziehbar. Man kann sich natürlich auf das hohe Ross des Völkerrechts setzen, dann muss man aber auch eingestehen das dieses Völkerrecht nur in der Theorie einen Nutzen hat und auch nur bei Kriegen zwischen Staaten anzuwenden ist. Wir hätten, hätte es uns betroffen und wäre es in Deutschland zu einem ähnlichen Anschlag gekommen, von der Kanzlerin ebenfalls erwartet einen solchen Befehl zu geben und wir hätten uns ähnlich gefreut wie die Amerikaner.

Typisch deutsche Diskussion, von oben herab, im Nachhinein alles besser wissend und übertrieben moralisierend und ohne das große ganze zu betrachten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 7