Forum: Politik
Aktion gegen Bin Laden: Obama verteidigt Terroristen-Tötung

Er würde es wieder tun, wenn sich die Gelegenheit bietet: US-Präsident Obama rechtfertigt die Tötung von Osama Bin Laden. Von der staatlichen Souveränität Pakistans werde er sich auch künftig nicht abhalten lassen.

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Radler2 23.05.2011, 14:07
60. .

Zitat von Asirdahan
Ich muss mich schon wundern, wie hier im Forum Nutzen (Osamas Tod) und Recht in einen Topf geworfen werden. Es sei nachvollziehbar, schreiben Sie. Wenn eine Mutter den Mörder ihres Kindes tötet, ist das auch nachvollziehbar, aber rechtens noch lange nicht. Was haben Sie für ein Rechtsverständnis? Niemand trauert um Osama bin Laden, man kann auch Verständnis (!) für das Verhalten der Amerikaner aufbringen, doch bitte, von Recht soll man hier nicht sprechen.
Ich teile zwar Ihre Auffassung des Rechtsverständnisses, ich habe durchaus ein wenig Bauchschmerzen mit der US-Aktion.

Der Vergleich mit der Mutter passt aber nicht so ganz, es handelt sich ja nicht nur um den Mörder des ersten Kindes, sondern gleichzeitig kündigt dieser Mörder der Mutter an, daß die anderen Kinder auch noch dran glauben werden - und da muß man sich dann schon fragen, ob man von der Mutter erwartet, daß sie mit dem Erschießen des Mörders dann so lange wartet, bis der ihr nächstes Kind dann tatsächlich angreift (in der Hoffnung, daß sie dann schneller schießt)...

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pacnw 23.05.2011, 15:51
61. 98% der Zivilisten?

Zitat von Silverhair
Folglich - wer 98 von 100 "Zivilsten" tötet ist ein Terrorist - also die Soldaten?
Erstens ist was Sie da behaupten totaler Bloedsinn, und zweitens liegt die Betonung auf "gezielten" Anschlaegen direkt auf "nur" Zivilisten.

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Hank Calloway 23.05.2011, 16:21
62. Recht

Zitat von Asirdahan
Was haben Sie für ein Rechtsverständnis? Niemand trauert um Osama bin Laden, man kann auch Verständnis (!) für das Verhalten der Amerikaner aufbringen, doch bitte, von Recht soll man hier nicht sprechen.
Interessante Fromulierung. Regt durchaus zum Nachdenken an. Dann muss ich Sie aber auch fragen, wo Sie denn hier einen Bruch geltenden Rechts sehen. Sprechen wir hier von internationalem Recht oder innerstaatlichem US-Recht? Und dann muessten Sie mir noch darlegen, wo genau Sie hier den Haken sehen.

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Silverhair 23.05.2011, 16:21
63. Wer die Zivilisten sind

Zitat von moonsafari
Da ist mit Sicherheit irgendwas falsch. Selbst wenn Ihre Statistik stimmt, müsste sich richtig wahrscheinlich heißen, dass von 100 Toten, 98 Zivilisten und 2 Soldaten sind. Dass 98% aller Zivilisten (und von welcher Grundgesamtheit?) umkommen, ist definitiv nicht richtig.
Die Statistik stimmt durchaus - mit kleinen Schwankungen je nach Krieg ort und Begebenheit!

Es ist schlicht so das alle Modernen Auseinandersetzungen schlichtweg auf dem Rücken und durch den Tod der Zivilisten ausgetragen werden - Einfach weil die Soldaten zu gut geschützt sind, weit weg - und inzwischen Armeen praktisch nur noch aus kleinen Sonderkommandos bestehen!
Unter diesen Voraussetzungen müssen schlichtweg überall die Zivilisten das entsprechende Ziel darstellen - Die "Anführer und Soldaten" sind ja ausser Reichweite - auf allen Seiten!

Was man früher in Europa betrieben hat war ein genau austariertes Zinnsoldatenspiel - die "Anführer" waren ja teilweise sogar miteinander verwandt verschwägert oder wie immer , und man schickte regelrecht wie bei Schach reglementiert die Soldaten zum sterben.

Das ist aber nie "Krieg" gewesen, es war ein Schachspiel!

Nach den deutschen und Briten, die sich gegenseitig mit Bomben, aber auch oft mit Selbstmordkommandos die Zivilisten wegbombten (Das wort Himmelsfahrtskommando hat seitem seinen Einzug in alle Sprachen gefunden -raten sie mal warum?) haben die Vietnamesen den Amis "Krieg" gezeigt - sie haben "Go" gespielt .. der Stellungskrieg ohne Stellungen - der Krieg gegen die Schatten die man nicht fangen kann!
Letztlich ist das was Al-Quaida macht nur die fortsetzung - und die Amis spielen mit kleinen Nächtlichen Überfällen, mit Drohnen jetzt auch das gleiche Spiel!

Es waren die CIA und OBL die im Auftrag der USA als "Zivilisten getarnt" die Mudhadjdien mit Waffen und Geld versorgten gegen die SU? Zivilisten oder nur "verkleidung?" ... Und andersrum, sind nicht die Zivilisten diejenigen die die Soldaten bezahlen? Sind sie nicht auch Teil der Infrastruktur von Militär?

Die moderne hat schlicht ein verschwimmen der Grenzen zwischen den Rollen der Leute gebracht - man ist nicht mehr nur das eine oder andere - man spielt als Akteur genauso mit wie als Opfer!

Deshalb ist ein "nur die bösen Talibs töten Zivilisten" schlichtweg eine reine Propaganda - das machen die Amis mit ihren "Selbstmorddronen" auch .. nur das die dabei meistens sogar heil bleiben!

Fragen wir lieber - wer tötet da Bürger eines Landes wenn er nachts auf Kill-Kommando geht, wer tötet da mehr als 100 Dorfbewohner durch Bomben .. und warum macht man das in einem Land das einem nichts getan hat, dessen Bewohner einen nicht gerufen haben - und warum die Show man wolle die "Frauen befreien" wenn die jetzt aktuelle Verfassung die Frauen sogar noch mehr knechtet als sie unter den Taliban geknechtet wurden!

Fragen wir wirklich mal nach den Hintermännern - aber wir werden sie kaum in AFG finden - die sitzen in den Regierungen, in der UN , in den USA und im Kanzleramt .. da wurden diese Entscheidungen gefällt!

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sirraucheinviel 23.05.2011, 17:38
64.

Zitat von Silverhair
Die Statistik stimmt durchaus - mit kleinen Schwankungen je nach Krieg ort und Begebenheit! Es ist schlicht so das alle Modernen Auseinandersetzungen schlichtweg auf dem Rücken und durch den Tod der Zivilisten .....
Er hat richtigerweise darauf hingewiesen, daß es NICHT stimmt daß 98% aller Zivilisten sterben sondern daß Sie meinen: 98% der Opfer eines Krieges sind Zivilisten. Da kann man sich über das nicht verstehen wollen ärgern oder einfach akzeptieren, daß man sich falsch ausgedrückt hat. Ansonsten: ich stimme Ihnen zu ....

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sirraucheinviel 23.05.2011, 18:02
65. Titel

Zitat von pacnw
Erstens ist was Sie da behaupten totaler Bloedsinn, und zweitens liegt die Betonung auf "gezielten" Anschlaegen direkt auf "nur" Zivilisten.
Erstens war das keine Behauptung von ihm sondern eine Frage, zweitens kann man wenn man sich nicht dumm stellt eindeutig erkennen was er meint .... und damit hat er eindeutig Recht. Seit 1900 steigt der prozentuale Anteil der Zivilisten unter den Opfern eines Krieges unaufhörlich. Und das spricht absolut gegen die Mär vom "chirurgischen" Krieg und gegen Bomben nach humanistischen Gesichtspunkten.

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Klapperschlange 23.05.2011, 19:26
66. kein Titel

Zitat von sirraucheinviel
Woraus schliessen Sie das ? Ist das Ihre Hoffnung oder einfach nur Ihre Antipathie gegenüber OBL ? Glauben Sie die Pakistanis sehen daß genauso ? Glauben Sie die Iraker sehen das Ableben ob Saddam Hussein genauso ? Ich persönlich halte das für unsagbaren bullshit ....
Für was Sie solche Aufräumaktionen halten ist uninteressant. Wer Wind sät wird Sturm ernten! Leider ist die USA in ihrem Kampf gegen die Verbrecher dieser Welt nahezu alleine, leider!

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aquarius2 29.05.2011, 16:06
67. Sind Zweifel gestattet?

Zitat von sysop
Er würde es wieder tun, wenn sich die Gelegenheit bietet: US-Präsident Obama rechtfertigt die Tötung von Osama Bin Laden. Von der staatlichen Souveränität Pakistans werde er sich auch künftig nicht abhalten lassen.
Vielleicht ist er ja garnicht tot?
Vielleicht lebt er bei früheren Geschäftsfreunden auf der Prairie Chapel Ranch bei Crawford in Texas?
Seinen Dienst hat er ja getan.
Er hat Gründe für weltweite Kolonialkriege geliefert.
Da kann er auch ein wenig Dankbarkeit erwarten,
Und es wäre ein Argument, warum es vom Einsatz und von der Leiche keine Fotos gibt.
Zudem erscheint mir die Zeit vom "Kopfschuß" bis zur Seebestattung angesichts der Entfernung vom Einsatzort bis zum Meer doch sehr kurz.
Man soll nie nie sagen.

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Willie 29.05.2011, 16:42
68. -

Zitat von Asirdahan
Ich muss mich schon wundern, wie hier im Forum Nutzen (Osamas Tod) und Recht in einen Topf geworfen werden. Es sei nachvollziehbar, schreiben Sie. Wenn eine Mutter den Mörder ihres Kindes tötet, ist das auch nachvollziehbar, aber rechtens noch lange nicht. Was haben Sie für ein Rechtsverständnis? Niemand trauert um Osama bin Laden, man kann auch Verständnis (!) für das Verhalten der Amerikaner aufbringen, doch bitte, von Recht soll man hier nicht sprechen.
Warum tun sie es denn dann?

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tobilechat 29.05.2011, 17:29
69. Shiny man

Zitat von unente
Niemand hat Obama aufgefordert, den Mord an "bin Laden" verteidigen zu müssen - dass er es dennoch tut, zeigt wie unrecht er es selbst findet. Er hat schon viel zu viel Blut an seinen Händen - für einen "Friedensnobelpreisträger".
Finde ich auch. Obama ein Friedensfürst? Die Vorschusslorbeeren kann er sich gar nicht mehr verdienen.

Viel Schein, wenig sein. Für mich typisch us-amerikanisch.

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