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Aktuelle Umfrage: Unterstützung für schottische Unabhängigkeit wächst
DPA

Sechs Wochen vor einem potenziellen Brexit wächst die Unterstützung für ein zweites Referendum über Schottland und eine Abstimmung zu Nordirland. Zerreißt der Brexit das Vereinigte Königreich?

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ATLien 15.09.2019, 20:48
90. Die Unterjochung Schottlands...

...ist nicht der Grund für die Existenz des Vereinigten Königreichs. Sicher gab es regelmäßig Kriege zwischen beiden Ländern, Besetzungen Schottlands durch England. Das heutige VK ist aber das Resultat der Übernahme der englischen Krone durch den schottischen König James I. Man sollte Sicherheit nicht zu sehr von Braveheart leiten lassen, was ohnehin einer der historisch falschesten Filme ist.

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droid84 15.09.2019, 20:51
91.

Zitat von Frietjoff
Ja, eine, die Bayern UND Deutschland gut tun würde. Natürlich im europäischen Rahmen, sodass zwischen Ulm und Neu-Ulm, Frankfurt und Aschaffenburg, Plauen und Hof eben keine Schlagbäume errichtet werden müssten. Aber Deutschland war noch nie ein Nationalstaat, der wirklich gut funktioniert hat. Dazu sind die Unterschiede zwischen, sagen wir mal, Bayern und Hanseaten, einfach viel zu groß. Nochmal, wir sollen alle gemeinsam europäische Unionsbürger bleiben, aber eine gemeinsame zweite Verwaltungsebene darunter, in der Friesen und Bayern koexistieren müssen, ergibt nicht wirklich Sinn.
Dann haben wir einen europäischen "Nationalstaat" mit noch viel größeren Unterschieden. Damit ist nichts gewonnen und sehr viel verloren.

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koch-51 15.09.2019, 20:59
92. Der Austrittsartikel 50 wird zurückgezogen

Es zeichnet sich ab, dass die Remainermehrheit im Unterhaus unter Leitung der LibDems den Artikel 50 ohne zweites Referendum und vor allem ohne Neuwahlen zurückziehen und damit durch den Verbleib in der EU auch die Abspaltung Schottlands und Nordirlands verhindert. Nach Berichten in allen großen britischen Medien laufen hinter den Kulissen die Vorbereitungen. Die Remainer aller Parteien müssen sich nur noch auf einen liberalen Toryremainer wie Ken Clarke oder einen gemäßigten Labourmann einigen, denn Corbyn ist z.B. für die LibDems unwählbar. Neuwahlen darf es dann natürlich erst sehr viel später geben, damit es bei den Wahlen nicht zum Desaster kommt.

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markus.pfeiffer@gmx.com 15.09.2019, 21:24
93. Vereinigtes Irland

Selbst in Nordirland ist eine Mehrheit für ein einiges Irland nur eine Frage der Zeit - erste Protestanten sind, wie im Text erwähnt, nicht mehr kathegorisch dagegen und über kurz oder lang werden die Katholiken aufgrund der Geburtenraten eh die Mehrheit stellen.
Wenn aber, wie im Text angeschnitten, alle Iren über eine irische Wiedervereinigung abstimmen sollten, ist die Mehrheit dafür schon heute sicher.

Also, nur zu: Das Problem der irischen Grenze bei der Brexitfrage wäre "gelöst" und wirtschaftlich wird es den Nordiren als Teil Irlands in der EU in wenigen Jahren besser gehen als als Teil von Großbritannien außerhalb der EU.

Wie Schottland - mit der Option auf eine schnelle Rückkehr in die EU - entscheiden würde, ist eh klar. Die 55,x % gegen eine Unabhängigkeit wurden 2014 auch dadurch erreicht, dass deutlich gedroht wurde, dass ein ausgetretenes Schottland nicht mehr automatisch Mitglied der EU wäre und GB einen Eintritt blockieren würde - die Gefahr besteht ja nun nicht mehr, ganz im Gegenteil: Unabhängigkeit = Chance auf EU.

"BoJo" hat jedenfalls nicht nur die Chance, als der Premierminister mit der kürzesten Amtszeit in die Geschichte des Vereinigten Königreichs einzugehen, sondern alternativ auch als der letzte Premierminister des Vereinigten Königreichs, falls er sich noch ein paar Monate hält. ;-)

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philosophus 15.09.2019, 21:33
94. Brexit = Spaltung !...

"Zerreißt der Brexit das Vereinigte Königreich?" ===>>... Remainer und Brexitiers sind inzwischen halb und halb, -die Remainer vielleicht ein bißchen mehr-. Danach kann die Antwort auf Ihre Frage nur lauten:... Schon geschehen !... Nach dem "geglückten" Brexit, wird die Kluft der Br. Gesellschaft sogar so gross dass man getrost Brexit = Spaltung übersetzen kann !...

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schwäbischalemannisch 15.09.2019, 21:42
95. UK oder vereintes Irland - und was ist mit der dritten Option,??!

Immerhin könnte Nordirland auch das UK verlassen und dann erst mal als selbständige Republik auftreten und in die EU eintreten. Ähnlich wie Schottland. Es gibt zwar keine vertragliche Vereinbarung dazu, aber mit Schottland ist das genauso. Ich denke ein ungeregeltere Brexit und alle negativen Folgen danach dürften die Stimmung noch mehr in diese Richtung bringen.

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Ed von der Strassenecke 15.09.2019, 21:46
96. Das unterschreibe ich sofort

Zitat von Freeflow
Europa der Regionen - Es wäre an der Zeit die Nationalstaaten zu überwinden, um ein Europa der Regionen zu gründen, die solidarisch und gemeinschaftlich die großen Herausforderungen der nahen Zukunft in Angriff nehmen.
Leider bin ich diesbezüglich aber nicht sonderlich optimistisch - jedenfalls nicht kurz- und mittelfristig.

Es ist aber auf jeden Fall ein Ziel, welches grosse Vorteile für alle Beteiligten bringen kann.

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diviator 15.09.2019, 21:51
97. Bitte um Entschuldigung für mein schlechtes deutsch.

An alle die Schottland als Region bezeichnen.Das ist sowas von falsch !!!!!
Die UK steht für United Kingdom & Schottland war & ist immernoch ein Staat das für über 300 Jahre in eine Union mit England eingetreten ist !
Vielen Leuten besonders die Europäische Burger haben damals gegen die Unabhängigkeit Schottland gestimmt weil sie Angst hätten Schottland wurde nicht mehr in der EU sein.
Jetzt wurden wir gegen unserer demokratischen wünsche trotzdem raus aus der EU genommen . Kein Wunder also wenn der Wunsch nach Unabhängigkeit in Schottland wächst.

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Schartin Mulz 15.09.2019, 21:53
98. Naja,

sonst sind es immer böse Separatisten.
Aber da jetzt die Engländer die Bösen sind, gehören schottische Unabhängigkeitskämpfer natürlich wieder zuu den Guten.
Und Menschen, die empört sind, dass die Briten sich für den Ausstieg aus einem Staatenbund entschieden haben, haben jetzt Sympathien für Schotten, die sich aus einem Staatenbund lösen wollen.

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Badischer Revoluzzer 15.09.2019, 22:12
99. Was wollen die Schotten eigentlich.

Sie hatten sich entschieden bei England zu bleiben. Jetzt, wo es ans Eingemachte geht, wollen sie wieder weg. Es ist wie mit dem Brexit. Keiner weiß was er will, aber jeder will das sofort.

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