Forum: Politik
Albigs Sonderabgabe: Autofahrer sind in Deutschland tabu
DPA

Alle gegen Albig: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident hat mit seinem Vorstoß für eine Pkw-Maut heftigen Widerspruch aus allen Parteien provoziert. Aber was ist falsch an der Idee, Geld für marode Straßen bei den Verursachern aufzutreiben?

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pekaef 22.04.2014, 17:14
1. Wer sind denn die Verursacher?

Oder anders gefragt: Wer in Deutschland profitiert *nicht* von einer intakten Infrastruktur? Und falls man hier doch fälschlich eine Art Verursacherprinzip anwenden wollte, müsste man sich doch zuerst fragen, ob die Pkw-Fahrer für den schlechtn Zustand unserer Straßen verantwortlich sind oder vielmehr eine Industrie, die ihre Lagerhaltung auf die Straße verlagert hat und sich das von der Allgemeinheit bezahlten lässt?

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fraumarek 22.04.2014, 17:16
2. NICHTS ist falsch an diesem Vorschlag

Es ist nur so, dass die Autolobby in der deutschen Politik mehr als genügend Anhänger hat. Wir denen ja auch durch entsprechende Zahlungen der Indsutrie schmackhaft gemacht, wie man inzwischen weiß.

Gegen den Autowahn, die ständigen Staus, den Dreck, die Umweltverschmutzung, die vielen Unfälle, das Verschandeln der Landschaft und Innenstädte mit immer mehr Straßen, all das darf man nicht ansprechen. Ist heiliges Tabu.

Und wenn, dann darf man nie die vielen Autos oder die Autofahrer als Verursacher nennen!

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Genover 22.04.2014, 17:17
3. Autofahrer sind in Deutschland die Melkkuh

"Albigs Sonderabgabe: Autofahrer sind in Deutschland tabu"
Das ist falsch. Richtig ist:
"Die Autofahrer sind in Deutschland die Melkkuh"

Alle paar Jahre wieder begründet man mit dem Wohl der Autofahrer eine neue Steuer: KFZ, Mineralöl, LKW-Maut.
Und wenn man dann fragt: "Warum werden denn damit nicht die Straßen repariert?" heißt es "Ätsch, du dummer Bürger. Steuern sind in Deutschland nicht zweckgebunden. Wir dürfen damit machen, was WIR wollen."
Und dann versuchen sie frech das Spiel gleich wieder.

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max-mustermann 22.04.2014, 17:17
4. Verursacherprinzip

Zitat von sysop
Aber was ist falsch an der Idee, Geld für marode Straßen bei den Verursachern aufzutreiben?
Prinzipiell nichts dann aber bitte richtig, also wenn ich 100 Euro extra für mein Auto abgeben muss dann schlägt jeder LKW der unsere Straßen benutzt mit locker 10000 Euro zu Buche, schließlich belastet der die Straße ja auch mindestens 100mal mehr als mein PKW.

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soistes 22.04.2014, 17:19
5. Falsch daran ist,...

dass der Autofahrer jetzt schon genügend Abgaben über KFZsteuer, Kraftfahrstoff, etc...leistet, die von der Politik aber immer wieder zweckentfremdet werden und eben nicht da landen, wofür sie gedacht sind, wie z.B. die Instandhaltung unserer Straßen. Aber vielen Dank für ihre Lobbyarbeit für den Berliner Betrieb. Viel lieber sollte mal darüber nachgedacht werden Politiker für ihre Verschwendungssucht verantwortlich zu machen, dann müßte man über solche unsinnige Vorschläge auch nicht diskutieren.

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hobbyleser 22.04.2014, 17:19
6. Weil...

...man besser in den Ausbau und die Modernisierung des Schienennetzes und der ÖPNV-Infrastruktur investieren sollte. Weil man nicht milliardenschwere Wahlgeschenke bei den konservativen Hausfrauen machen kann und dann kein Geld für wichtige Infrastrukturprojekte haben. Weil auch der Breitbandausbau wichtiger ist, als F1-taugliche Straßen.

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eswirdbesser 22.04.2014, 17:20
7. Sehr witzig

Autofahrer sind tabu. Von wegen. Um das Produkt Auto ist ein feines engmaschiges Netz gespannt in dem viel Geld hängen bleibt, angefangen von den Parkgebühren der Städte, über die Geschwindigkeitskontrollen an schnurgeraden übersichtlichen Strassen, wo trotzdem die maximal zulässige Geschwindigkeit extra reduziert wird über....über...über...Mit verschiedenen Wählergruppen will sich niemand vor den Wahlen anlegen stimmt, aber das macht nichts, denn nach den Wahlen müssen die trotzdem zahlen. . .

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f-rust 22.04.2014, 17:20
8. falsch ist diese idee solange

nicht klipp und klar offen gelegt wird, ob mineralöl- und kfz-steuer bereits tatsächlich zu 100% verbraten sind zum bau und erhalt von straßen.
falsch ist diese idee doch solange es sehr gute gründe gibt zu argwöhnen, dass vielleicht nur 50% der min.- + kfz.-steuern dort hinfließt, wo sie hingehören.
leider kenne ich die genauen zahlen nicht - aber die müsste es doch irgendwo geben - im verkehrsmin. ?

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tailspin 22.04.2014, 17:21
9. Was ist falsch daran?

Zitat von sysop
Aber was ist falsch an der Idee, Geld für marode Straßen bei den Verursachern aufzutreiben?
Allen Betriebswirtschaflern wird im Studium eingehaemmert, verursachungsgerecht abzurechnen. Insofern ist das ein richtiges Prinzip.

Nur die Politik kuemmert das einen Scheiss. Verschleierungs- Mischfinanzierung ist doch viel gemuetlicher. Das verursachungsgerechte Abrechnen kommt immer dann auf, wenn das Geld mal wieder ausgeht.

Wenn man schon "verursachungsgerecht" in den Mund nimmt:

Lasst doch die rundum abgesicherten Beamten ihre Ruhestandsgehaelter und ihre Krankenversicherungen zu 100 % selbst bezahlen. Dann bleibt fuer Schlagloecher genuegend uebrig.

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