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Albigs Sonderabgabe: Autofahrer sind in Deutschland tabu
DPA

Alle gegen Albig: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident hat mit seinem Vorstoß für eine Pkw-Maut heftigen Widerspruch aus allen Parteien provoziert. Aber was ist falsch an der Idee, Geld für marode Straßen bei den Verursachern aufzutreiben?

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frisal 22.04.2014, 18:00
110.

Zitat von zufriedener_single
Mit Vernunft ist da nicht viel zu machen. Das Verursacherprinzip sollte rigoros angewendet werden. Auto fahren auf der Straße - ein Auto wird von einem Fahrer gefahren. Der Fahrer sollte dann auch zahlen. Eigentlich ganz einfach.
Bahn und Busfahrer sollten dann genauso zur Kasse gebeten werden. Ticketpreise den tatsächlichen Kosten anpassen, keine Subventionen aus der Mineralöl-, Öko- und KFZ-Steuer mehr und es wäre genug Geld für die Strassen da. Nur wird das nicht funktionieren da dann aufgrund der Ticketpreise keiner mehr Bahn fahren wird.
Ausserdem, mit welchen Recht benutzen Fahrradfahrer ohne zu zahlen die Strassen und Radwege, Fußgänger Strassen und Fußwege?
Sind Sie hier auch für das Verusrsacherprinzip?

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mini-max12 22.04.2014, 18:00
111. Ich stelle mir mal vor, ...

dem Deutschen wird das Autofahren zu teuer. Er steigt aufs Fahrrad um und verschrottet die alte Karre. Steuereinnahmen bleiben aus, die deutsche Autoindustrie entlässt ihre Mitarbeiter. Das Geschrei der Finanzminister möchte ich mal hören. Wir würden hier griechische Verhältnisse bekommen und selbst die Flüchtlinge aus Afrika möchten hier nicht mal mehr Asyl.

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Hilfskraft 22.04.2014, 18:01
112. Autowahn ???

Zitat von fraumarek
Es ist nur so, dass die Autolobby in der deutschen Politik mehr als genügend Anhänger hat. Wir denen ja auch durch entsprechende Zahlungen der Indsutrie schmackhaft gemacht, wie man inzwischen weiß. Gegen den Autowahn, die ständigen Staus, den Dreck, die Umweltverschmutzung, die vielen Unfälle, das Verschandeln der Landschaft und Innenstädte mit immer mehr Straßen, all das darf man nicht ansprechen. Ist heiliges Tabu. Und wenn, dann darf man nie die vielen Autos oder die Autofahrer als Verursacher nennen!
meinen Sie das ironisch oder in echt?
Wir haben alle Autos, damit wir sie Samstagnachmittags in die Waschstrasse fahren können, um bei Autorradiomusik den Lack zu pflegen?
In der Tat! Das wäre dann wirklich Wahn.
Aber, das war so in etwa in den 50er Jahren, ohne Waschstrasse.
Man kommt halt von A nach B meist nur mit dem Auto.
Es gibt öffentliche Verkehrsmittel.
Stimmt!
Nur, Zeit ist auch ein wichtiger Faktor.
Man braucht schon viel Muße, um von Milchkanne zu Milchkanne zu jöckeln.

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thomas_gk 22.04.2014, 18:01
113.

Zitat von Firefox07
Ja, der arme Autofahrer echauffiert sich bei dem Gedanken er müsste jetzt auch noch ein paar Euro im Monat für die Strassen zahlen auf denen er fährt. Ich gebe zu bedenken, dass Autofahrer gerade in den grossen Städten wo es genug Alternativen zum Auto gibt für extreme Luftverschmutzung und Lärmbelastung sorgt, nur um sein Ego durch den Besitz eines Autos aufzuwerten. Und hinterher ist er dann die arme "Melkkuh" oder sonstwas. Armselig...
Es ging im Artikel weniger um Luftverschmutzung oder Lärm. Wahrscheinlich haben Sie das nicht gelesen. Busfahrkarten werden dann auch teurer

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zitzewitz 22.04.2014, 18:01
114.

Zitat von sysop
Alle gegen Albig: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident hat mit seinem Vorstoß für eine Pkw-Maut heftigen Widerspruch aus allen Parteien provoziert. Aber was ist falsch an der Idee, Geld für marode Straßen bei den Verursachern aufzutreiben?
1. Zahlen die deutschen Autofahrer über Kfz-Steuer und Mineralölsteuer zzgl. MwSt weit mehr ein als dafür Strassen gebaut oder saniert werden.

2. Sind die Hauptverursacher für marode Strassen nicht PkW sondern schwere Lkw. Wenn schon sollte man also diese doch stärker zur Kasse bitten.

3. Wenn man den Gedanken weiterspinnt könnte man ja auch darauf kommen, das Geld für marode Schulen bei den Verursachern, also den Schülern bzw. deren Eltern einzutreiben. Will man das vielleicht?

4. Hat mir bisher immer noch kein Politiker schlüssig erklären können, warum in Zeiten sprudelnder Rekordsteuereinnahmen immer noch kein Geld für Strassen vorhanden ist bzw. immer noch ein Bedarf für neue Steuern und Abgaben vorhanden sein soll.

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olorien 22.04.2014, 18:01
115. Albig ist ein Medienexperte

Albig weiß sehr genau, was er wann wie sagt. Wenn man seine Biographie kennt, dann sieht man sehr schnell, dass er ein Medienexperte ist. D.h. auch, dass er ganz genau wusste, wie die Reaktionen ausfallen werden. Um sich auf der großen Bundes-Bühne Schritt für Schritt zu etablieren ist diese Aufmerksamkeit exakt das, was er möchte. Als kleines Vorspiel für die Zeit nach der großen Koalition. Von denen es sicher noch ein paar geben wird ...

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angst+money 22.04.2014, 18:01
116. Endlich mal ein echter Tabubrecher

Um sich mit den Autofahrern anzulegen braucht man wirklich Mut - vor allem wenn man gewählt werden will. Mal was anderes als das populistische Gepienze von Sarrazin, Luck und dieser anderen Type.

Ob das ganze sinnvoll ist, darüber kann man diskutieren. Sollte man zumindest können - aber das ganze wird direkt von ängstlichen Wahlkämpfern untergebuttert. Dass sich noch nicht einmal die Grünen aus der Deckung wagen lässt tief blicken - lieber ein bißchen populäre Gen- und Strahlenangst als die wirklichen Probleme.

Und, ernsthaft: wer - egal wann oder wo - mal aus dem Fenster kuckt, der wird nicht den Eindruck haben, dass Autofahren zu teuer sei...

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plleus 22.04.2014, 18:01
117. Umgang mit Geld

Zitat von sysop
Alle gegen Albig: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident hat mit seinem Vorstoß für eine Pkw-Maut heftigen Widerspruch aus allen Parteien provoziert. Aber was ist falsch an der Idee, Geld für marode Straßen bei den Verursachern aufzutreiben?

Due Politiker sollten zuerst einmal den Umgang mit Geld in einem
Haushalt lernen und die damit verbundenen Konsequenzen und
Verantwortung fuer Nichteinhaltung tragen muessen. Ganz nebenbei
koennten wir dann auch die Korruption (ich meine Lobbyaktivitaeten)
eindaemmen.

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inge32 22.04.2014, 18:02
118. Empört

Dieser vorschlag löst bei mir Empörung aus. Jedes Jahr werden zig Milliarden Steuergeld verschwendet. Damit ließen sich viele Löcher im Asphalt stopfen! Und was ist mit dem Soli? Nachdem in den neuen Bundesländern die Infrastruktur weitestgehend in Ordnung ist, sollte man mit diesem Geld die alten Bundesländer auf Vordermann bringen, statt den Bürgern immer mehr Belastungen zuzumuten!

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maba7878 22.04.2014, 18:02
119. Falsch ist...

dass Kfz-Steuer und Mineralsteuer zweckentfremdet werden und nur ein Bruchteil davon dem eigentlichen Zweck zugeführt wird. In Kenntnis dessen - und ich unterstelle den Autoren, dass ihnen dieses bekannt ist - mit dem Verursacherprinzip zu argumentieren, ist extrem dumm oder böswillig. Befürchten muss man, dass beides zutrifft. Richtig ist hingegen die Feststellung der dringenden Notwendigkeit die Infrastruktur auszubessern. Sinnvoll wäre daher, die enormen Überschüsse der Kfz-Abgaben dafür einzusetzen und ein solche Abgabe dann dort einzuführen, wo sie wirklich nottut. Dann wäre dem Verursacherprinzip in Wahrheit genüge getan.

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