Forum: Politik
Albigs Sonderabgabe: Autofahrer sind in Deutschland tabu
DPA

Alle gegen Albig: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident hat mit seinem Vorstoß für eine Pkw-Maut heftigen Widerspruch aus allen Parteien provoziert. Aber was ist falsch an der Idee, Geld für marode Straßen bei den Verursachern aufzutreiben?

Seite 29 von 48
senfdazu 22.04.2014, 20:11
280. Ganz richtig......

Zitat von pekaef
Oder anders gefragt: Wer in Deutschland profitiert *nicht* von einer intakten Infrastruktur? Und falls man hier doch fälschlich eine Art Verursacherprinzip anwenden wollte, müsste man sich doch zuerst fragen, ob die Pkw-Fahrer für den schlechtn Zustand unserer Straßen verantwortlich sind oder vielmehr eine Industrie, die ihre Lagerhaltung auf die Straße verlagert hat und sich das von der Allgemeinheit bezahlten lässt?
Steuern auf das Auto, auf den Sprit und MWSt auf die Spritsteuer...wenn das alles in den Straßenbau gehen würde, hätten wir keine Probleme...

Noch nie waren die Steuereinnahmen höher .....wo geht das Geld hin ? Unter anderm nach BER.....

Beitrag melden
Sotho 22.04.2014, 20:11
281. Lol

Genau richtig - die Nutzer sollen zahlen, nicht die Allgemeinheit? Wie blöd ist das denn? Extrem blöd. Das ist Dummheit im Quadrat. Niemand kann sich als Nutzer ausschließen. Die Allgemeinheit ist der Nutzer. Selbst wenn man selbst kein Auto besitzt. Auch Busse und Taxen benutzen die Straßen. Die Straßen sind die Lebensadern unserer modernen Welt. Warum zahle ich als Anwohner Straßenreinigungsgebühren, wenn ich gar kein Auto habe? Warum für die Sanierung meiner Straße, wenn ich die gar nicht selber nutze? Richtig wäre die LKW Maut auf alle Straßen auszuweiten. Zumindest doch auf die Bundes- und Landstraßen. Allein um die Mautflucht zu unterbinden und die Anwohner dieser Fluchtwege zu schützen. Im Gegenteil. Bundesstraßen müssten um ein paar Cent pro Kilometer teurer sein, um die Fahrer dazu zu bewegen möglichst Autobahnen zu benutzen.
Die Frage die Nutzer oder die Allgemeinheit stellt sich nicht. Weil es da keinen Unterschied gibt.

Beitrag melden
rude_boy 22.04.2014, 20:11
282. Es ist falsch

... nur bei einem Teil der Verursacher über Steuern Geld reinzuholen und bei ausländischen Kfz, die unsere Infrastruktur mitnutzen und diese auch mitschädigen, nichts zu nehmen.
Ich zahle doch auch in diversen Ländern eine Maut. Und das vollkommen zurecht. Warum zahlt dann hier keiner, der aus dem Ausland kommt?
Und kommt mir bloß nicht mit dem Argument "Weil es nicht EU-konform ist". Darauf ist gelinde gesagt zu sche**en.

Beitrag melden
knieselstein 22.04.2014, 20:12
283. Das behauptet nicht mal

Zitat von irgendwieundsowieso
ob Herr Albig das in einer anderen Position gesagt hätte - das ist egal. Grundsätzlich aber ist dieser Ansatz richtig! Autofahrer verursachen Dreck, Lärm, sind grunsätzlich eine hohe Gefahr für die Allgemeinheit und diese ganzen Folgekosten können gar nicht von den KFZ-Steuern gedeckt werden. Wer Autofährt hat KEIN Recht auf tolle Straßen, nein, im Gegenteil, wer Autofährt, muss selbst dafür sorgen, dass er "tolle Straßen" hat. Das hat nicht die "Allgemeinheit" zu bezahlen. Verursacherprinzip! Mit der Straßenmaut (wirklich) für alle, wären wir hier einen weiten Schritt vorangekommen. (ich bin Autofahrer)
Herr Albig :-)

Albig erneuerte seine Forderung nach einem Reparaturfonds, aus dem jedes Jahr bis zum Jahr 2030 sieben Milliarden Euro in die Straßensanierung fließen könnten. Er wisse, dass für den Autobereich im weitesten Sinne 50 Milliarden Euro jedes Jahr etwa durch die Kfz-Steuer und die Mineralölsteuer zur Verfügung stünden. Seit Jahrzehnten werde dieses Geld aber auch für andere Zwecke, etwa zur Stützung der Sozialversicherungssysteme, ausgegeben. Rein rechnerisch wäre es einfach, sieben Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt wieder umzuwidmen, „aber politisch ist es schwierig“.

Beitrag melden
schocolongne 22.04.2014, 20:13
284. Dreiste Faktenverdreherei!

Wie Herr Albig und die Redakteure Alexander Demling und Florian Gathmann die Fakten verdrehen ist schon erstaunlich, schließlich zahlen "die Verursacher" sowohl KFZ-Steuer, die eigentlich Zweckgebunden für die Infrastruktur verwendet werden soll, allerdings auf Grund von Ausnahmeregelungen weitgehend zweckentfremdet anderweitig verprasst wird. Darüber hinaus fällt Mineralölsteuer satt an und nicht zu vergessen selbstverständlich zusätzlich obendrauf die liebe Mehrwertsteuer für Öl und Kraftstoff.

Im Übrigen gehen Straßenschäden zu 95% auf die Belastung durch schwere LKW zurück, also sind diese auch die Verursacher, die Belastung durch PKW ist dagegen nachweislich zu Vernachlässigen. Seriöse Argumentation zu dem Thema sieht anders als Albigs Gefasel aus.

Witziger Weise überschlagen sich neben Politikern ausgerechnet Journalisten gerne, wenn es darum geht derartigen Quatsch unhinterfragt in die Welt zu streuen.

Beitrag melden
wolle0601 22.04.2014, 20:14
285. Super Mathematik

Zitat von doppelpunkt
Die jährlichen Einnahmen aus Mineralölsteuer lagen zuletzt bei rund 39 Mrd. Euro, aus Kfz-Steuer bei etwa 8,4 Mrd. Euro. Der Bund plant derzeit für die Erhaltung von Fernstraßen 2,5 Mrd. Euro pro Jahr auszugeben. Aber: Das deutsche Institut für Urbanistik schätzte vor nicht allzu langer Zeit allein den Investitionsbedarf zur Erhaltung kommunaler Straßen auf 71 Mrd. Euro. Dabei geht es nur um die Instandhaltung und Reparatur - da ist kein einziger neuer Straßenkilometer, Kreisverkehr usw. drin. Also, liebe Autofahrerinnen und Autofahrer (bin übrigens selbst einer), wie Ihr die Zahlen auch dreht, Unsere fahrzeugbezogenen Abgaben reichen bei weitem nicht, um das Straßennetz in Ordnung zu halten. Ob Kfz- und Mineralölsteuer zweckgebunden verwendet werden, ist dabei völlig wurscht.
Also so zirka 30 Milliarden Differenz sind wurscht, weil irgendein Institut irgendeine Fantasiezahl präsentiert hat, die noch höher liegt?

Aber wo wir grade beim Rechnen sind - ein anderer Forist hat es auf den Punkt gebracht - rechnen wir doch mal den Nutzen von individueller Mobilität für das ganze Land gegen. Sagen wir, 360 Mrd Sozialtransfers (angeblich sind die Sozialleistungen bei 9000 EUR pro Einwohner, macht also 720 Mrd; http://www.wohlstandsbilanz-deutschl...inwohner.html; davon die Hälfte). Die von den produktiven Bürgern generiert werden. Sagen wir weiter, Weg zur Arbeit im Schnitt 1 Stunde. Mit ÖPNV das Doppelte. Also 1 Stunde weniger pro Tag. Macht also zirka 45 Mrd EUR Nutzen von Mobilität. Mindestens. Zuammen mit den anderen 30 Milliarden also 75 Milliarden Euro. Da bleiben sogar noch 4 Milliarden übrig.

Toll, oder? dazu mußte ich noch nicht mal ein Institut gründen. Aber sollte ich vielleicht machen. Und dann tolle Analysen veröffentlichen.

Beitrag melden
corax 22.04.2014, 20:15
286. Kappes ja - in der Monheim-Aussage

"Dieses Argument hält Verkehrsexperte Monheim für "Kappes". Rechne man Umwelt- oder Unfallschäden ein, lägen die autobedingten Kosten je nach Schätzung bei 50 bis 200 Milliarden Euro. Im Klartext: Mit den knapp 50 Milliarden Euro Steuern, die Straßenbenutzer momentan vor allem über Mineralöl- und Kfz-Steuer beitragen, sind deutsche Autofahrer eher noch gut bedient." Monheim rechnet hier volkswirtschaftliche Kosten ein. Dann muß er auch die volkswirtschaftlichen Vorteile des Straßenverkehrs schätzen und einrechnen. So ist seine Aussage unseriös.

Beitrag melden
iasi 22.04.2014, 20:15
287. Man kann es nennen und begründen wie man will, es bleibt

... eine Steuererhöhung. Statt Reformen, um einen effizienteren Umgang mit Steuergeldern zu erreichen, will man einfach noch mehr Geld, das man dann vergeuden kann. Albig & Co. sollen zuerst mal richtig mit den üppigen Einnahmen wirtschaften lernen.

Beitrag melden
yunee 22.04.2014, 20:16
288. ..der Tag kommt..

..an dem eure Propaganda auch den Dümmsten nicht mehr überzeugt. Wir sind VizeWeltmeister im Steuern zahlen, aber es reicht immer noch nicht und es wird nie reichen. Nimmt ihnen endlich das Geld weg!!..Dann erst werdet ihr sehen wer euch wirklich regiert. Ihr wählt nicht, sondern ihr gebt eure Stimme ab! Es ist sowieso egal was ihr da ankreuzt schließlich spielen alle von denen im gleichen TEAM..EUDSSR..
Informiert euch über cryptografische Währungen ( das ist keine BitCoin Werbung!! es gibt mittlerweile über 200)..Dieses System wird vom FIAT Geld zusammengehalten..nimmt ihnen das Geld weg!!
Ihr könnt das erste Mal in der Menschheitsgeschichte euch das Geld aussuchen oder euer Eigenes machen oder oder oder..Sie werden das nicht mehr aufhalten. Die Büchse der Pandora ist geöffnet..Um Himmelswillen informiert euch..Wir haben eine Stimme und sie ist gewaltig...

Beitrag melden
juergenfinger 22.04.2014, 20:17
289. Kausalität

Als lebenslangem Radfahrer (ab initio ohne Führerschein und immer ohne Helm) könnte mir die Diskuddion irgendwo vorbeigehen. Aber man sollte mal die pensionierten Beamten in Schäubles Inkassounternehmen nach der Intention der Mineralölsteuer fragen; die war exakt für den Straßenbau gedacht und auch damit begründet und ist inzwischen wohl einsame Weltspitze. Seit mindestens 5o Jahren zahlt also der Autofahrer für seine Straßen,nur: er kriegt sie nicht.Und wenn man schon von Verantwortung redet: wer verantwortet denn den Flughafen BER und die Elbphilharmonie und zahlt dafür nichts.

Beitrag melden
Seite 29 von 48
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!