Forum: Politik
Algerische Terrorbrigaden: Frankreichs Albtraum
AFP

Nach der Ermordung einer französischen Geisel fürchtet Paris weitere Angriffe aus Algerien. Denn der "Islamische Staat" stiftet Dschihadisten in Nordafrika zu Nachahmungstaten an.

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Werner hart 25.09.2014, 22:32
20. IS - was nun?

Offensichtlich bleibt nun wirklich nur das letzte Mittel der Wahl: Brutale Gewalt und Vernichtung der IS. Verhandlungen lassen diese Terroristen nicht zu. Das wirksamste Mittel wäre eine übermächtige Bodenoffensive unter Beteiligung aller Nationen! Leider kann man die Russen für solch ein Unterfangen nach den westlichen Dummheiten zur Ukraine-Krise nicht mehr gewinnen. Da wurde zuviel "vergeigt". Allerdings würde eine massive Bodenoffensive auch enorme Verluste bei den Angreifern fordern. Wer will und kann dies verantworten? Die moderne (?) Kriegsführung aus der Luft wird jahrelang dauern und in ihrer Wirkung begrenzt sein.

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teletube 25.09.2014, 22:55
21. Hat man eigentlich den

guten Kumpel vom Sarkozy, Monsieur Bernard Henri Levy, gefragt, wie er heute die Situation in Libyen einschätzt?
Er hatte sogar die Absetzung von Westerwelle gefordert, weil der nicht beim Sturz von Gadhafi mitmachen wollte.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-03/libyen-frankreich-levy-westerwelle
In dem Fall war Westerwelle wohl richtig gelegen - hätte nicht gedacht, daß ich das mal sagen würde...

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seine-et-marnais 26.09.2014, 02:39
22. Anlass und Ursache sind nicht dasselbe

Zitat von waldi4711
Es darf aber doch daran erinnert werden, dass der so genannte arabische Frühling aus einer innenpolitischen Bewegung in Tunesien entstanden ist. Oder war jetzt der Gemüsehändler, der sich verbrannt hat, CIA-Agent? USA-Hasser und Verschwörungstheoretiker sind in ihrem kranlen Geist sicher davon überzeugt.
Die sogenannten Farben- oder Blumenrevolutionen darunter auch der arabische Frühling mit seinen Revolutionen waren gut vorbereitet. http://de.wikipedia.org/wiki/Farbrevolutionen
Das hat nichts mit einem kranken Geist zu tun, das ist so. Die ganze revolutionäre Logistik war aufgebaut, als eben dieser Gemüsehändler sich verbrannt hat. Dies war der Anlass auf die Strasse zu gehen. Das ist alles.
Im Fall Syrien zum Beispiel hat damals die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London das propagandistische Umfeld vorbereitet. Das syrische lesbische Girl das damals für Aufruhr sorgte hat sich als Falschmeldung herausgestellt, es war ein US-Amerikaner in Schottland.
Im Fall Ukraine wenden Sie sich an die Konrad-Adenauer-Stiftung und fragen Sie die deutsche Presse. Die wissen wie das System funktioniert, wie man einen Klitschko aufbaut und fallen lässt. Auch die Grünen wie Frau Harms wissen da sehr gut Bescheid.
Bei Russland hat's nicht geklappt. Was glauben Sie wozu der ganze Zirkus mit den Pussy Riots veranstaltet wurde, die ganze Hatz mit der Verfolgung russischer Schwuler.
Das hat absolut nichts mit Verschwörungstheorien zu tun, das ist die schlichtweg eins und eins zusammenzählen.
Beweis, wetten dass man jetzt Poroschenko und die Ukraine fallenlässt. Im Nahen Osten hat man sich verkalkuliert, ebenso wie in Libyen, und nolens volens ein ganzes Band von Mauretanien bis Kenia, vom Jemen bis in die Ukraine in Brand gesetzt.
Heute abend gab es die Reisewarnung in Frankreich, komplett Nordafrika, die ganze Sahelzone bis nach Kenia, der Nahe Osten inklusive der Türkei, Indonesien, Malaysia und die Philippinen sind zu meiden. Da bin ich mir sicher dass das kein kranker Traum war, das ist ein Albtraum was man da angerichtet hat. Und das vor dem Hintergrund dass die meisten NATO-Mitglieder und auch die USA eigentlich pleite sind, oder die Armeen, siehe Bundeswehr, gar nicht einsatzbereit sind.

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kumi-ori 26.09.2014, 02:47
23. Das stimmt nicht

Zitat von joG
.... Einem Feinde schafft, sehr viel Geld kostet und man auch unter den eigenen Leuten Verluste verzeichnet wissen die Franzosen oder Engländer oder Kanadier oder Australier oder Amerikaner aus Erfahrung allzu gut. Nur hier hat man solche Verantwortung nie geschultert, nie die Erfahrung gemacht. Nur die Profite aus dem von Anderen geschaffenen Sicherheit und aus dem Handel mit deren Feinden hat man mitgenommen.
Die Bundeswehr hat mit viel Engagement und auch schmerzlichen eigenen Verlusten an der Befreiung Afghanistans teilgenommen. Auch wenn der endgültige Erfolg der Mission fraglich ist, hat dieser Einsatz dennoch den Menschen für eine kurze Zeit Freiheit und Menschenrechte gebracht.

Am Irakkrieg hat Deutschland nicht teilgenommen, weil er für niemanden etwas gebracht hatte. Von Anfang an war klar, dass dieser Feldzug den Menschen nur noch viel größeres Leid bringen würde, und die Situation nur verschärfen würde - schon allein deshalb, weil er von Anfang an auf Lügen aufgebaut war. Und wenn das Projekt Afghanistan scheitern sollte, dann wohl auch deswegen, weil die Menschen dort durch den Irakfeldzug vom Westen desillusioniert worden sind.

Auch die IS-Offensive ist nicht eine Folge der Untätigkeit Deutschlands im Irak sondern der vollkommenen Konzeptionslosigkeit der Koalition der Willigen, die ohne irgendein Ziel dort einmarschiert sind.

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vielflieger_1970 26.09.2014, 03:41
24. Ich bin gegen Gewalt.

Aber dort würde ich mit allen Mitteln, die unser Staat hat, eingreifen. Wozu gibt es die GSG9, das KSK, wenn nicht für solche Fälle? Und danach verbrannte Erde, die verdienen es nicht anders! Tut mir leid, da kann ich mit dem Gutmenschen-Pazifismus nichts mehr anfangen.

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wiesnase111 26.09.2014, 06:40
25.

Zitat von wi_hartmann@t-online.de
Die Destabilisierung in Nordafrika und im arabischen Raum durch die Koalition der Willigen zahlt sich jetzt bitter aus. Die jetzt erfolgten Bombardements haben eine weitere Radikalisierung zur Folge, die die Situation ganz er- heblich verschärfen werden.
der kommentar da zu ist auch kein Loesungsvorschlag

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bumminrum 26.09.2014, 07:00
26. wer wie Frankreich

islamische Ausländer in Massen aufnimmt braucht sich über in zunehmende Terrorgefahr im eigenen Land auch nicht beklagen. Der hat in den Vororten von Paris No-Go-Zonen und ethnische Slums. Die Aussenpolitik mit sinnlosen Bombardierungen wie in Lybien schafft nur neue Terroristen und verschlimmert die Situation nur noch. Das wird auch beim Kampf gegen IS nicht anders sein.

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hubertrudnick1 26.09.2014, 08:32
27. Pazifisten

Zitat von vielflieger_1970
Aber dort würde ich mit allen Mitteln, die unser Staat hat, eingreifen. Wozu gibt es die GSG9, das KSK, wenn nicht für solche Fälle? Und danach verbrannte Erde, die verdienen es nicht anders! Tut mir leid, da kann ich mit dem Gutmenschen-Pazifismus nichts mehr anfangen.
Forumsteilnehmer, die hier die Ursachen der vielen Krisen aufzeigen sind nicht unbedingt Pazifisten, aber es nützt doch nichts, die Spirale der Gewalt immer weiter anzuheizen.
Wer nicht auf den Punkt kommt, der wird nie zur Ruhe kommen.
Man muss die Menschen schon verteidigen und die Terroristen zurückdrängen, aber man sollte auch das Kind dieser vielen Kriegen beim Namen nennen und nicht so tun, als wäre der Westen der Friedens und Demokratiebote.

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sardur 26.09.2014, 08:48
28.

Natürlich kann man die Vergangenheit nicht ändern. Aber wer aus den Fehlern der Vergangenheit nichts lernt, wird dieselben immer und immer wieder machen. Zudem waren und sind diese Fehler Teil einer arroganten und selbstgefälligen westlichen Strategie, die dringend geändert werden muss. Selbst das wollen einige Politiker und Militärs (und Foristen) nicht wahr haben. Also weiter so? Wahrscheinlich, denn es gibt immer Profiteure bei solchen Entwicklungen und die sitzen auf der arabischen Halbinsel, im Westen und haben großen Einfluss. Ich erwähne es gern immer und immer wieder, auch wenn manche vielleicht meinen, der hat sie nicht alle: Beschäftigt euch mit der Geschichte des Zusammenbruchs des (West-)Römischen Reiches und ihr werdet Parallelen in allen Bereichen der Zivilgesellschaft erkennen. Auch damals war nur den wenigsten Römern bewusst, dass es zu Ende ging mit der Herrlichkeit. Fortschritt und Technik können solche Entwicklungen nicht verhindern, Einmauern auch nicht, aber wem sag ich das.

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David67 26.09.2014, 08:51
29. Früher war Piraterie oder Drogenhandel

im Fernen Osten echte Gefahren. Heute hat man beides weitgehend in Griff. Wodurch? Durch Sozialarbeiter oder Ausseigerprogramme bestimmt nicht, sondern durch große Abschreckung bei Strafen.

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