Forum: Politik
"Alternative für Deutschland": Aufmarsch der D-Mark-Nostalgiker
REUTERS

Die "Alternative für Deutschland" verteufelt Angela Merkels Rettungspolitik und fordert die Rückkehr zur D-Mark. Jetzt hat sich die neue Anti-Euro-Partei erstmals im Zentrum der Macht präsentiert. Die Gruppe könnte das konservative Lager bei der nächsten Wahl wertvolle Stimmen kosten.

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seine-et-marnais 18.03.2013, 17:34
120. Wieso DM Nostalgiker?

Zitat von sysop
Die "Alternative für Deutschland" verteufelt Angela Merkels Rettungspolitik und fordert die Rückkehr zur D-Mark. Jetzt hat sich die neue Anti-Euro-Partei erstmals im Zentrum der Macht präsentiert. Die Gruppe könnte das konservative Lager bei der nächsten Wahl wertvolle Stimmen kosten.
Die europäische Zusammenarbeit hat zu Zeiten der EWG und der Währungsschlange hervorragend funktioniert. Wenn die AfD die Politik Merkels kritisiert, dann zu Recht, denn mit Merkels Politik dient der Euro nur dazu dass die Finanzmärkte die europäischen Volkswirtschaften ausnehmen da das Regulativ der Anpassung über Auf- und Abwertung wegfällt. Hier haben sich, ähnlich wie vor einem Erdbeben die Verschiebung der Platten, die einzelnen Volkswirtschaften unterschiedlich entwickelt, und die Spannungen machen sich in den Krisen in Griechenland, Zypern, Italien, Portugal und Spanien, aber auch Slowenien stark bemerkbar. Anstatt diese Spannungen abzubauen zeichnet sich, je la¨nger man wartet je schlimmer wird es sein, ein Erdbeben ab. Selbst bei einem friedlichen Auseinanderbrechen der Eurozone wird es für die einzelnen Länder schlimm, schlimmer noch wenn wir in Euroland alle gemeinsam untergehen. Ich denke als Dipl.-VW kann ich das beurteilen, und meine Stimme dürfte im Herbst AfD gehören um zu retten was zu retten ist.
Schöne Grüsse aus Frankreich.

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wwwwalter 18.03.2013, 17:35
121. Was bitte ist denn an der CDU noch konservativ ?

Es gibt eine ganze Reihe konservativer Werte, die sich mit der übergroßen Mehrheitsmeinung der Bevölkerung decken, Werte, die unabhängig vom üblichen Links-Rechts-Schema existieren. Viele dieser Werte hat die Merkel-CDU quasi ersatzlos gestrichen, oder auf dem Tisch eines fragwürdigen Europas geopfert.

Dafür bekommt diese Partei jetzt hoffentlich bald die Quittung, in Gestalt einer wirklichen Konkurrenz, die sie schon lange verdient hat - genau das, was die Sozialdemokraten in Gestalt der Linkspartei schon lange haben.

Es wird höchste Zeit, dass wieder mal Bewegung in unsere schreckliche Parteiendemokratur kommt. Viel mehr Bürger als man so denkt, sind bereit für den Absprung, sie warten nur noch auf die gute Gelegenheit. Es ist noch einiges an Bewegung möglich bis zu den Bundestagswahlen.

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aminius 18.03.2013, 17:35
122. Noch ein Ableger, im dem die Protagonisten alles besser wissen!

Was ist das denn für eine schillernde Truppe?
Eine Anhäufung von altender Proffesoren, deren Ego über dem Gemeinwohl steht. Gemixt mit karrierre Frauen, die noch grün hinter den Ohren sind.
Aber eines verbinde diese-: " um was geht es! Wir sind dagegen" Truppe. Dagenen sein , ohne einen plausieble Alternative zu nennen bzw im gleichem Atemzug die Fogen solch einer Forderung zu nennen! Hier werden niedrige, emotionale Sachverhalte einfach in den Raum gestellt. Ich kann es nicht fassen, das es hier um das Wohl der Deutschen geht. Motivation ist nur ein überstiegener Egoismuss, sich damit in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Reicht es denn nicht, das wir uns mit den ewig gestriegen auseinander setzten müssen.

Allerding sollten sich mal die Regierenden damit auseinandersetzten, wie es zu solchen Verwerfungen kommt.
Frau Merkel und ihre Aussitzungspolitik, ist wahrlich keine Vision für dieses Land, Geschweige die FDP, die jeglichen Sinn für real Politik verloren hat.
Leisten dies Herrschften nicht einen Amtseid: "Zum Wohle des Landes zu arbeiten und Schaden von ihm abzuwenden"? Alles Meineide ........
Unser Wirtschaft profitiert von dem Euro und braucht den Euro, Wie soll solch ein Rückschritt, finanziert werde? Keine Antwort von den selbstgeälligen "Retter"! Das alles soll auf vier Seiten Parteiprogramm stehen, wie armselig.
Nicht Panikmache zählt in diesen Zeiten, sondern klare politische Entscheidung und deren Kommunikation in der Öffentlichkeit.

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idags 18.03.2013, 17:36
123. Die Pressekonferenz einer eurokritischen Partei

mit "Aufmarsch der Euro-Hasser" zu titulieren ist in meinen Augen schlichte Demagogie.
Dieser Versuch eine bürgerliche Graswurzelbewegung, die wie keine andere akademische Expertise aufzuweisen hat, noch vor ihrem Gründungsparteitag im April verbal totzuschlagen beweist doch nur das mangelhaftes Demokratieverständnis des Verfassers. Mit seriösem Journalismus hat diese Schlagzeile nichts mehr zu tun.

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bluebill 18.03.2013, 17:36
124. Wieso rechte Ecke?

Euroskepsis hat nun beileibe nichts mit rechtem, linkem oder abseitigem Gedankengut zu tun. Im Gegenteil, sie ist ein Zeichen von unbeeinflusstem Denken. Wobei der Mainstream nur allzu offensichtlich von den naiv-gläubigen Euro-Fans gesteuert wird, die leider gerade an der Macht sind. Aber die stehen auch unter der Fuchtel der Finanzwirtschaft. Wenn es eine Partei der Euro-Gegner gibt - meine Sympathie haben sie, ich könnte sie glatt wählen.

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GGArtikel5 18.03.2013, 17:37
125.

Die Wahl war laut Meinungskartell schon fast unter Dach und Fach. Man muss den dummen Urnenpöbel nur noch bis September mit Kinkerlitzchen und pseudodemokratischen Scheindebatten beschäftigen - und nun das!
Also werden sämtliche altbewährten Tricks aus der journalistischen Mottenkiste gekramt. Wenn man die Forumsbeiträge anlässlich der Kolumne von Herrn Augstein verfolgt, scheint sich das Ganze aber zu einem gewaltigen Schuss in den Ofen zu entwickeln.

PS. Wer Information statt Meinungsmache will, kann hier nachlesen
Tiefe Einblicke in die politische
GEOLITICO

PPS: Ich will weiss Gott keine Propaganda für die AfD machen, aber die geballte Anti-Propaganda hier empfinde ich als zutiefst undemokratisch.

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spalthammer 18.03.2013, 17:38
126. Antwort

Zitat von Trondesson
Weil es keine Euro-Skeptiker oder gar Euro-Kritiker sind, sondern reine Euro-Abschaffer. Sonst nichts. Vielleicht gibt es ein wenig zu viele Schlagworte, um Klicks zu generieren, aber ansonsten ist es ein angemessener Artikel.
Schon das 3seitige Programm listet 8 Bereiche auf (Währungspolitik, Europapolitik, Staatsfinanzen und Steuern, Alterssicherung und Familie, Bildung, Demokratie, Energiepolitik und Integrationspolitik), Woher nehmen Sie ihr "Sonst nichts."?

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Olaf 18.03.2013, 17:40
127.

Zitat von UnitedEurope
Die Anti-Euro Partei "Pro Deutsche Mitte – Initiative Pro D-Mark" welche von 1998 bis 2007 bestand erreichte maximal 3,1 % und auch das nur in HH. Alle anderen relventen Parteien waren für den Euro und machten auch kein Geheimnis drauf. "Trotzdem" wurden diese Parteien gewählt, der Euro ist demokratisch legitimiert. man ihnen gesagt hätte, das man dafür den Euro einführen muss.
Natürlich war die Entscheidung demokratisch legitimiert, was aber nicht bedeutet, dass die Mehrheit der Bürger damit einverstanden gewesen wären. Deshalb hat man ja auch sicherheitshalber darauf verzichtet die Bürger in Deutschland zu fragen. Wer weiß, was die Dummköpfe gesagt hätten.

In anderen Ländern hat man das getan, sie haben abgelehnt und siehe da, Dänemark und GB gibt es immer noch und es geht ihnen besser als den Euroländern Irland, Spanien, Italien und Griechenland.

Zitat von UnitedEurope
Die Aufnahem Griechenlands war politisch, nicht ökonomisch motiviert, das stimmt. Das Problem dahinter waren jedoch mangelnde Kontrollen und wirksame Sanktionen. Das ist ein Geburtsfehler des Euros, jedoch lässt das nicht an der Idee einer Gesamtwährung an sich zweifeln.
Es ist kein Geburtsfehler, es ist eine Fehlkonstruktion.

Die unterschiedlichen Leistungsfähigkeiten der Volkswirtschaften sind nicht einfach zu beseitigen und die Abwanderung junger, gut ausgebildeter Fachkräfte aus den Krisenländern nach Deutschland wird dieses Ungleichgewicht weiter vergrößern.

Der Euro verschärft die Ursachen der Krise weiter.

Zu Lösen wäre die Krise nur durch eine Nivellierung der europäischen Mentalitäten. Man muss entweder die Griechen umerziehen, dass sie werden wie wir, oder die deutschen umerziehen, dass sie mehr werden wie die Griechen.

Diese Versuche der Umerziehung durch die Troika laufen ja gerade, weshalb diese auch als eine Art Besatzungsmacht empfunden wird. Die logische Folge.
Zitat von UnitedEurope
Falsch, eine gemeinsame Währung bzw. insgesamt ein Zusammenwachsen Europas ist eine Notwendigkeit, wenn Deutschland morgen noch etwas in der Welt zu melden haben möchte.
Hier fängt die Ideologie an. Eine gemeinsame Währung steht am Ende einer solchen Entwicklung, nicht an ihrem Anfang. Niemand bestreitet ernsthaft den Sinn einer vertieften Zusammenarbeit innerhalb Europas, aber da gibt es genug andere Baustellen, die erst gelöst werden müssten.

Zitat von UnitedEurope
Ach, und Sie sind Ideologie-frei?
Ich bemühe mich die Dinge nüchtern zu sehen. Vernunft hat Europa noch nie geschadet, dass waren die Ideologen mit ihren glühenden Visionen von einer besseren Welt.

Die DM und der Euro sind gute Beispiele dafür: Die DM, eine pragmatische Lösung, geboren aus der Not und immer gänzlich frei von Hurrapatriotismus. Einfach ein Zahlungsmittel.

Niemand hat von der DM behauptet sie würde Kriege verhindern oder die Zukunft Europas bedeuten.

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antirechthaber 18.03.2013, 17:42
128. emotionslose Ablehnung

Zitat von sysop
Die "Alternative für Deutschland" verteufelt Angela Merkels Rettungspolitik und fordert die Rückkehr zur D-Mark. Jetzt hat sich die neue Anti-Euro-Partei erstmals im Zentrum der Macht präsentiert. Die Gruppe könnte das konservative Lager bei der nächsten Wahl wertvolle Stimmen kosten.
Ich hasse den Euro nicht, ich finde nur, er hat sich nicht bewährt. Und je länger er als Einheitswährung im Verkehr ist, desto mehr Schaden wird noch angerichtet. Die Völker hat er ja nun schon mal gegeneinenader aufgebracht. Zum Beispiel.

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Integralo 18.03.2013, 17:42
129. Es ist nicht nur die Linke...

Zitat von hiwhatsup
Schlimm wie die Linke mit Andersdenkenden umgeht. Eine Alternative zur Euro-Rettung darf nicht diskutiert werden. Jeder der Alternativen diskutiert wird persönlich diskreditiert. Dieses Land ist nicht mehr zu einem demokratischen Diskurs fähig. Meinungen werden unterdrückt. Das Prädikat "Rechtsradikal" wird jedem angehaftet der die Euro-Rettung nicht mit trägt. Wo bleibt eigentlich das Referendum zum Euro, das Wolfgang Schäuble versprochen hat?
Es sind Strukturen, die alles bekämpfen, was sie als Gefahr ansehen. Dies ist ganz natürlich, was aber nicht heißt, dass es auch immer von Erfolg gekrönt ist.
Ein offener Diskurs über die "Euro-Frage", deren Ausgang letzltich unser Leben (und das unserer Kinder) mehr beeinflussen wird als 95% aller anderer Themen ist wohl mehr als überfällig.
Und wenn am Ende herauskäme, dass der Euro noch des geringste Übel wäre - dann hätte man wenigstens einmal alle Karten auf den Tisch gelegt.
Und damit diese Diskussion endlich stattfindet bin ich soeben in die "Alternative für Deutschland" eingetreten. (bin übrigens unter 50)

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