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Alternative für Deutschland: Koalitionspolitiker greifen Anti-Euro-Partei an
REUTERS

Raus aus dem Euro - das ist die Kernforderung der neuen Partei Alternative für Deutschland. Die etablierten Parteien sehen darin puren Populismus, führende Politiker von Union und FDP kritisieren das Bündnis scharf. Das zeigt: Die neue Konkurrenz lässt sie nicht kalt.

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luny 15.04.2013, 20:30
440. Vor- und Nachteile

Zitat von agua
Warum sollte in D eine Partei gewaehlt werden koennen,die in Betracht zieht Deutschland aus der gemeinsamen Waehrung zu bringen?
Hallo Agua,

es wurde auf Griechenland, Italien und Zypern großer Druck ausgeübt,
damit ja die "EUR-Befürworter" gewählt werden. Nur ist der Plan nicht
wirklich aufgegangen.

Das Theater in Zypern haben wir noch alle vor Augen.

Allen in der EUR-Zone wurde der EUR als eine Währung verkauft, von
der alle profitieren.

Mittlerweile dämmert es vielen in der EUR-Zone, daß das schlichtweg
nicht stimmt.

Die Bürgschaften, die z. B. Deutschland übernommen hat, könnten
auch einmal fällig werden. Dieser Zeitpunkt nähert sich rasant.

Deshalb wollen auch die Normalbürger ihr bescheidenes Vermögen
retten und sehen jetzt in der AfD eine Alternative, die ihnen genau
das ermöglicht.

Zumindest gibt es jetzt zur erklärten "Der EUR ist alternativlos" der
amtierenden Bundeskanzlerin eine Option.

LUNY

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luny 15.04.2013, 20:48
441. Was

Zitat von marcaurel1957
Die Banken werden ja auch vor allem deshalb gerettet oder abgewicklet, um einen Dominoeffekt zu vermeiden, der das gesamte europäische aber auch globale Bankensystem ins Schlingern bringen könnte. Sie erinnern sich an die Auswirkungen der Lehman Pleite?
Hallo Marcaurel1957,

was hat denn die Lehman-Pleite mit der "EUR-Krise" zu tun?

LUNY

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elikey01 15.04.2013, 20:55
442. Meinungsvielfalt

[Zitat von @marcaurel1957:
Um die AfD mache ich mir keine Sorgen, diese Splittergruppe von Anti-Europäern wird im September keine Rolle spielen.

Ansonsten bestätigt Ihr Beitrag meine Vorbehalte gegen Volksabstimmungen wieder aufs Neue.

Ich bin froh, daß wir eien sehr gut funktionierende repräsentative Demokratie haben.]

Zitat von Liebknecht
In der AfD sind keine "Anti-Europäer" - ganz im Gegenteil; sondern Pro-Europäer, welche die Spaltwirkung der dysfunktionalen sog. "EURO-Währung" wahrnehmen und unter anderem deshalb ablehnen. Ansonsten empfinde ich Ihren Ton als recht arrogant und anmaßend.
So sind sie halt, jene, die sich so propagandistisch-diffamierend, weniger sachlich fundiert, in die Brust werfen: gleichgepolt, wie das von Zeilenhonorarrittern schließlich nicht anders erwartet werden darf.
Der entsprechende Ton enthält regelmäßig die diffamieren wollende Kunde, dass Andersmeinende u.a. z.B. nur "Stammtischforisten" seien, von denen man kein Wissen erwarten könne. Darüber verfügen nur sie incl. des Blicks in die Kristallkugel, die die AfD als eine in der BT-Wahl keine Rolle spielende Splittergruppe einnordet.

Dazu passt, dass die ebenfalls mehr von herabsetzen wollenden Attacken geprägten Angriffe der etablierten Parteien bzw. ihrer Protagonisten ob ihrer polemischen Einseitigkeit längst wie das Pfeifen im Walde klingen.

Und eine Kanzlerin, die vor der Bilderbergerkonferenz in Rottach-Egern einst verkündete, dass die "Deutschen keinen Ewigkeitsanspruch auf Demokratie hätten" und Thesen von einer "marktkonformen Demokratie" verlauten lässt, kann schwerlich vermitteln, dass sie ein wertgeladenes Verständnis von Demokratie hätte; solches scheint dieser Kanzlerin wahrhaftig zu fehlen.
Für sie sind Demokratie bzw. demokratische Prozesse offensichtlich lediglich ein Werkzeug unter vielen, mit denen sie ihre prgamatische machtpolitik umsetzt.

Die CDU (CSU ergo) als Wahl- und Abnickverein klebt an diesem Merkel'schen Machtkalkül für die eigenen Wiederwahl-Pöstchen. Wenn man die Pfründe in Gefahr sieht, wird man eben nervös. Und die FDP fürchtet die neue Partei besonders, geht es doch mind. um ihren Wiedereinzug ins Parlament.

Die wenigen Abgeordneten von CDU/CSU und FDP, die sich bei der Abstimmung zum ESM nicht dem Fraktionszwang beugten, werden in Genugtuung mind. heimlich die neue "Konkurrenz" begrüßen.
Da müsssen sich "marcaurel" und analoge Meinungsdiktatoren tatsächlich nicht sorgen.

Bleiben wir gespannt, was die nä. Monate geschieht und wie der 22.09. ausgeht; vielleicht beschert er gar den Fall, der nach dem Hochmut kommt.

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sbv-wml 15.04.2013, 21:00
443. Jau!!!

Zitat von marcaurel1957
Wir wollen mal festhalten, dieses Land ist so reich, daß es brummt. Den Menschen dieses Landes geht es so gut wie nie zuvor Der deutschen Wirtschaft geht es gut Wir hatten in den letzten 20 JAhren zu keinem Zeitpunkt weniger Arbeittslose Was wurde den Menschen denn bislang zugemutet???
Dann lesen Sie mal den Artikel.
Hartz-IV-Empfänger: 1,3 Millionen müssen aufstocken - SPIEGEL ONLINE

Und wenn Sie dann immer noch zu Ihrem zweiten und auch letzten Satz Ihres Beitrages stehen, dann kann man nur sagen: Keine Ahnung haben Sie und davon noch besonders viel.

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agua 15.04.2013, 21:07
444. An#449 Luny

Hallo Luny,warum sollte dieser Druck nicht auch auf D ausgeuebt werden?Ich kann mir nicht vorstellen,dass eine solche Entwicklung in Bruessel mit Wohlwollen betrachtet wird.Und selbst,wenn diese neue Partei soviel Stimmen erhaelt,dass sie in den Bundestag einzieht.Ist vielleicht,das womit sie um Waehler geworben hat,nicht realisierbar,eben weil Druck ausgeuebt wird.Dass diese Partei die anstehenden Wahlen etwas aufmischt,sehe ich selber auch positiv.Es ist nicht foerderlich fuer eine Demokratie,wenn etablierte Parteien sich zu sicher waehnen.

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luny 15.04.2013, 21:17
445. Wiederwahl

Zitat von elikey01
Die wenigen Abgeordneten von CDU/CSU und FDP, die sich bei der Abstimmung zum ESM nicht dem Fraktionszwang beugten, werden in Genugtuung mind. heimlich die neue "Konkurrenz" begrüßen. Da müsssen sich "marcaurel" und analoge Meinungsdiktatoren tatsächlich nicht sorgen. Bleiben wir gespannt, was die nä. Monate geschieht und wie der 22.09. ausgeht; vielleicht beschert er gar den Fall, der nach dem Hochmut kommt.
Hallo Elikey01,

nachdem die FDP nicht einen direkt gewählten Bundestags-
abgeordneten hat, woran sich künftig auch nichts ändern dürfte,
ist bei der FDP die "Not" am größten.

Sollte die AfD die FDP im Bundestag ablösen, hätten wir komplett
neue Konstellationen. Zumindest hätten die EUR-Gegner eine
hörbare Stimme.

Die Linke stimmt zwar regelmäßig gegen Rettungspakte via EZB und
ESM, lehnt den EUR an sich jedoch nicht ab.

Es bleibt zu konstatieren, daß es VOR der EUR-Einführung keine
Notwendigkeit gab, EUR-Banken oder gar ganze EUR-Staaten zu
"retten".

Seit 2007/2008 wird "gerettet", was das Zeug hält, doch es gibt
für den Normalbürger in der EUR-Zone nur Verschlechterungen.

LUNY

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sbv-wml 15.04.2013, 21:17
446. Alternative!!

Zitat von luny
Deshalb wollen auch die Normalbürger ihr bescheidenes Vermögen retten und sehen jetzt in der AfD eine Alternative, die ihnen genau das ermöglicht. Zumindest gibt es jetzt zur erklärten "Der EUR ist alternativlos" der amtierenden Bundeskanzlerin eine Option. LUNY
Hallo Luny,

ich hoffe inständig, dass diese Alternative bei der Bundestagswahl mit 5 plus X% in den Bundestag einzieht.

Denn ein Erfolg dieser Partei könnte zumindest einige Abgeordnete der etablierten Parteien zum Umdenken zwingen, so dass Mehrheiten für weitere Rettungspakete wegfallen könnten.
Und wenn dann wieder die Einhaltung des Maastricht-Vertrages gefordert und durchgesetzt wird, ist der Euro über kurz oder lang Geschichte.

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luny 15.04.2013, 21:25
447. Befreiungsschlag

Zitat von agua
warum sollte dieser Druck nicht auch auf D ausgeuebt werden?Ich kann mir nicht vorstellen,dass eine solche Entwicklung in Bruessel mit Wohlwollen betrachtet wird.Und selbst,wenn diese neue Partei soviel Stimmen erhaelt,dass sie in den Bundestag einzieht.Ist vielleicht,das womit sie um Waehler geworben hat,nicht realisierbar,eben weil Druck ausgeuebt wird.Dass diese Partei die anstehenden Wahlen etwas aufmischt,sehe ich selber auch positiv.Es ist nicht foerderlich fuer eine Demokratie,wenn etablierte Parteien sich zu sicher waehnen.
Hallo Agua,

so wie ich das verstanden habe, wird die AfD einen Befreiungssschlag
versuchen, also nichts mehr mit EUR- und Brüsseldiktat.

Es geht auch nicht darum, daß die AfD 50%+ Stimmen bekommt.

Es geht nur darum, daß das ganze Gerede von "der EUR ist
alternativlos" seitens der amtierenden Bundeskanzlerin und ihres
Finanzministers endlich einmal einer Gegenmeinung ausgesetzt wird.

Das ganze Friede-Freude-Eierkuchen-EUR-Gedöns muß endlich
einmal knallhart hinterfragt und kritisiert werden dürfen.

Ich stelle den EUR-Fanatikern gerne die Frage:

"Welche drei Vorteile hat der EUR für die Normalbürger in der EUR-
Zone?"

Ja, wir müssen kein Geld mehr wechseln. Aber das war es auch schon
mit den Vorteilen.

LUNY

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okokberlin 15.04.2013, 21:29
448.

speziell für den foren-"experten" marc aurel.


Gastbeitrag zur Rettungspolitik:

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einzelkönig 15.04.2013, 21:31
449. Populismus?

Bloß weil eine Partei die berechtigten Sorgen der Wähler aufgreift, ist sie nicht populistisch. Populismus ist meines Erachtens diese Euro-um-jeden-Preis-Politik der Schwarz-Rot-Gelb-Grünen Einheitspartei. Oder auch die Art, wie die AfD von eben dieser angegriffen wird. Da wird grundfrei in die rechte Ecke gestellt, wer gegen den Euro-Gleichschaltungskurs ist, interessant...
Und wenn schon versucht wird, Professoren unterschiedlichster Fachrichtungen als politisch ungeeignet zu diffamieren, dann muss an dieser Stelle daran erinnert werden, dass ein erstaunlich großer Anteil der jetzigen Parlamentarier sich aus Juristen und Lehrern rekrutiert, also in noch erheblich deutlicherem Maße eine "Monokultur", der - zumindest ich - nicht mehr vertrauen kann.
Und wo war eigentlich die Warnung vor dem Währungswechsel (,"werte" FDP,) bei der Einführung des Euro?
Höchstwahrscheinlich wähle ich - nach 32 Jahren rot-grün-Kreuzchen - AfD!
Mit freundlichem Wählergruß,
einzelkönig

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