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Alternative für Deutschland: Koalitionspolitiker greifen Anti-Euro-Partei an
REUTERS

Raus aus dem Euro - das ist die Kernforderung der neuen Partei Alternative für Deutschland. Die etablierten Parteien sehen darin puren Populismus, führende Politiker von Union und FDP kritisieren das Bündnis scharf. Das zeigt: Die neue Konkurrenz lässt sie nicht kalt.

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agua 15.04.2013, 22:01
460. An#456 Luny

Hallo Luny,Befreiungsschlag liest sich sehr revolutionaer.Kein Diktat mehr aus Bruessel,das wuenscht sich Portugal auch.Aber mit der grosszuegigen Verlaengerung der Rueckzahlung auf 7 Jahre,war esdas erst einmal mit Freiheit.Weil das impliziert,dass die Regierung,sei es diese ode reine andere, weiter Bruesselkonform sein muss und den Hampelmann der Troika.Ich bin gespannt auf die Wahlen in D und darauf,was im Vorfeld geschehen wird.Ich habe inzwischen einiges ueber die alternative Partei gelesen und habe leider einige Vorbehalte.

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luny 15.04.2013, 22:06
461. Die Guten und die Bösen

Zitat von elikey01
Alle Schwurbeler in diesem und themenanalogen Threads, die Andersmeinenden die Merkel-Politik unermüdlich als "GUT" andienen wollen und die AfD diffamieren, sind längst entlarvt.
Hallo Elikey01,

die amtierende Regierung sieht sich als "die Guten", neue politische
Kräfte werden als "die Bösen" diffamiert, ohne sich damit inhaltlich
auseinander zu setzen.

Anstatt zu argumentieren, was jetzt so TOLL am EUR ist und warum
alle Rettungspakete, EZB, Target II, ESM etc. sinnvoll sind, wird
einfach auf die AfD eingeschlagen.

Es ist ja auch einfacher, eine neue Partei zu diskreditieren, als sich mit
ihr inhaltlich auseinander zu setzen.

Der Normalbürger in der EUR-Zone merkt nur, hoppla, mir geht es
wirtschaftlich schlechter!

Ein demokratischer Ausweg muß her, das ist klar.

LUNY

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onecomment 15.04.2013, 22:07
462.

Zitat von luny
Hallo Einzelkönig, die Parteien sollten - so rein theoretisch - die Meinung ihrer Wähler reflektieren.
Wo haben Sie diese putzige denn Vorstellung aufgeschnappt?

Parteien vertreten die beschlossenen Meinungen ihrer Mitglieder.

Zitat von luny
Leider sind wir davon weit entfernt. Die etablierten Parteien haben sich "selbständig" gemacht und wählen fleißig ihre Listenkandidaten. Das führt zwangsweise zu einer gewissen Verkrustung, völlig losgelöst vom Wählerwillen.
Was soll denn bitte DER Wählerwille sein? Ist Ihnen schon einmal bewusst geworden dass in der BRD 80 mio Menschen in 16 verschiedenen Bundesländern leben, einige wohnen in Großstädten, andere in kleinen Dörfern, einige in den Bergen andere an der See.

Sie beziehen ihre Unmut über die jetzige Politik auf sich und ggf. noch auf ihr Umfeld. Das ist aber nicht DER Wählerwille. Den gibt es nicht.

Zitat von luny
Immer nur "das kleinste Übel" zur Wahl zu haben, ist etwas bzw. ziemlich unbefriedigend. LUNY
Ich rate Ihnen, sich von der Illusion los zu reißen, dass Sie jemals eine etwas größere Partei finden werden mit deren Zielen Sie komplett übereinstimmen. Wenn Sie 50% eines Parteiprograms ohne mit der Wimper zu zucken und voller Überzeugung unterschreiben können ist das ein Spitzenwert.

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luny 15.04.2013, 22:09
463. Keine Panik

Zitat von agua
Hallo Luny,Befreiungsschlag liest sich sehr revolutionaer.Kein Diktat mehr aus Bruessel,das wuenscht sich Portugal auch.Aber mit der grosszuegigen Verlaengerung der Rueckzahlung auf 7 Jahre,war esdas erst einmal mit Freiheit.Weil das impliziert,dass die Regierung,sei es diese ode reine andere, weiter Bruesselkonform sein muss und den Hampelmann der Troika.Ich bin gespannt auf die Wahlen in D und darauf,was im Vorfeld geschehen wird.Ich habe inzwischen einiges ueber die alternative Partei gelesen und habe leider einige Vorbehalte.
Hallol Agua,

KEINE Panik, schlimmer als jetzt kann es nicht kommen!

Schöne Grüße nach Portugal
LUNY

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luny 15.04.2013, 22:11
464. Sie sagen es

Zitat von einzelkönig
und deshalb bin ich über "frischen Wind" sehr erfreut. Sie erinnern sich an "Das System" von Hans Herbert von Arnim (erschienen 2001!)? Die größte Mafia ist eben jene, welche die Gesetze zu ihrem eigenen Wohl beschließt und durchsetzt.
Hallo Einzelkönig,

gegen die "Alternativlosigkeit" muß es zwingend eine Alternative
geben.

Etwas für "alternativlos" zu erklären, ist eine politische Bankrott-
erklärung.

LUNY

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sbv-wml 15.04.2013, 22:12
465.

Zitat von luny
Was so TOLL ist, müßte ja nicht ständig "geretter" werden, oder? LUNY
Hallo Luny,

etwas Tolles sollte man erhalten, das muss man nicht retten.

Leider wird von unseren Politikern etwas gerettet, was ein Teil der Bevölkerung überhaupt nicht mehr toll findet.

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rentner66 15.04.2013, 22:15
466. @14 / Progressor

Dass die große Masse der Deutschen - die Arbeitnehmer - nicht die Nutznießer der deutschen Exportüberschüsse sind, sieht man z.B. daran, dass diese nicht an den Produktivitätsgewinnen beteiligt worden sind (Lohnzuwachs seit Euroeinführung unter der Inflationsrate). Wie man an der erschreckenden Zunahme des Lohndumpings, der prekären Jobs und der Leiharbeit sehen kann, ist auch die Sicherheit der Arbeitsplätze eher geringer geworden. Auch wenn die Statistiker versuchen, uns schwindelig zu rechnen: der Euro hat ordentlich Kaufkraft gekostet. Wer aber sind dann die Nutzniesser des Euro ? Man kommt diesen näher, wenn man zur Kenntnis nimmt, dass die deutsche Exportwirtschaft in hohem Maße kreditabhängig geworden ist. Das konnte geschehen, weil man über Jahrzehnte zuviel Gewinne an die Eigentümer ausgeschüttet und die Investitionen (und manchmal sogar andere Kosten) zunehmend kreditfinanziert hat. Nun fließen die Produktivitäts- und andere Gewinne vor allem in Zins und Tilgung (sofern überhaupt noch getilgt werden kann). Sie gehen damit an die Finanzmärkte - und somit zum größten Teil ins (oft noch nicht einmal europäische) Ausland. Und jetzt schließt sich der Argumentationskreis: die Finanzmärkte bereichern sich über die deutschen Exportunternehmen auf Kosten der anderen (südlichen) Euro-Staaten. Fazit: es sind nicht die bösen sondern die leichtsinnigen Deutschen und vor allem die Finanzmärkte, unter denen die Club Med-Staaten leiden.

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luny 15.04.2013, 22:16
467. Argumente

Zitat von okokberlin
der link war auch nur rhetorisch für sie, sie sind letzlich argumenten nicht zugänglich. aber ich denke viele menschen werden nach und nach aufwachen, bes. wenn in den nächsten jahren die rechnungen für diese verhängnisvolle euro-poltik bezahlt werden müssen.
Hallo Okokberlin,

der Mitforist vertritt seine Meinung, die im wesentlichen der Meinung
der amtierenden Regierung in Deutschland entspricht.

Diese Meinung wird nicht belegt, was ja der amtierenden Regierung
auch fern liegt.

Alles ist alternativlos und damit hat sich die Argumentation auch
schon.

Meine persönliche Meinung: Endlich Frühling. HURRA :-)

LUNY

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luny 15.04.2013, 22:25
468. Partei vs. Wählerwille

Zitat von onecomment
Parteien vertreten die beschlossenen Meinungen ihrer Mitglieder.
Hallo Onecomment,

die Parteien tönen doch, daß sie den Wählerwillen vertreten. Nur sind
halt nicht 100% der Wahlberechtigten Parteimitglieder.

Möglicherweise stimmt die beschlossene Meinung der Partei-Mit-
glieder nicht mehr mit dem Willen der Wähler zusammen.

Möglicherweise gibt es deshalb eine erkleckliche Anzahl von
Nichtwählern.

Möglicherweise suchen interessierte Wähler nach einer Alternative
zu den "etablierten Parteien".

Aber gut, Stammwähler sind halt Stammwähler, da kann man nichts
machen.

LUNY

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onecomment 15.04.2013, 22:26
469.

Zitat von elikey01
Alle Schwurbeler in diesem und themenanalogen Threads, die Andersmeinenden die Merkel-Politik unermüdlich als "GUT" andienen wollen und die AfD diffamieren, sind längst entlarvt.
Leider gibt es bei der AfD noch nichts zu entlarven. Man kennt jetzt die Forderungen, man weiss dass die Fordersten nicht gerne über das eigene Programm mit ihren Mitgleidern diskutieren (das könnte ja gleich als zerissener Haufen intepretiert werden) und das Parteiprogramm kann nur mit 75% !!!! Zustimmung geändert werden.

Des weiteren weiss man nicht, wie die Wirtschaftexperten es fertigen bringen wollen, den Euro einzustampfen ohne das sich Europa komplett zerreisst.

Werden die Bürgschaften fällig? Werden die Südländer jemals mit einer abgewerteten Währung Schulden bedienen können? Welcher politischer Schaden im Verhältnis zu den anderen EU Ländern würde entstehen? Wird es nicht wieder zu Protektionismus kommen? Oder glauben die Freunde der AfD wirklich, Sie könnten Aussenpolitisch mit Wirtschaftlicher Vernuft alles Regel? Mit einem schönen VWL Modell?

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