Forum: Politik
Altkanzler: Schröder verteidigt Feier mit Putin
DPA

Seine Geburtstagssause mit Russlands Präsident Putin, herzliche Umarmung eingeschlossen, hat ihm heftige Kritik gebracht - nun verteidigt sich Altkanzler Schröder in einem Interview: "Der russische Präsident ist keine Persona."

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TheSphinx 12.05.2014, 11:27
200. Das Schöne ist...

...dass wir alle wissen, dass 80% unserer Mitmenschen politisch und intellektuell eher zu den geistigen Querschlägern und Blindgängern gehören. Daher auch unsere Regierung - und das Spiegelbild hier im Forum.
Danke Gerhard Schröder - alles richtig gemacht!

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kurosawa 12.05.2014, 12:47
201. elite!?

Zitat von TheSphinx
...dass wir alle wissen, dass 80% unserer Mitmenschen politisch und intellektuell eher zu den geistigen Querschlägern und Blindgängern gehören. Daher auch unsere Regierung - und das Spiegelbild hier im Forum. Danke Gerhard Schröder - alles richtig gemacht!
Nun, solange wir solche geistigen hoehenflieger wie sie habe die, bescheiden wie sie sind, darauf hinweisen was sie vom rest der bevoelkerung halten bzw. sich selbst einordnen, ist doch alles in ordnung. Oder?

Danke sphinx.

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MaKo 12.05.2014, 16:06
202.

Zitat von kozmo
Schröder handelt im Interesse Deutschlands, und nicht als Vasall von USA.
Wer ein nationalistisches, expansives Russland unterstützt, der handelt nicht im Interesse Deutschlands. Es kann nicht sein, dass man etwas fördert, was sich zur unmittelbaren politischen und militärischen Bedrohung für uns entwickelt. Ich kann mir absolut kein Szenario vorstellen, in dem es für Deutschland vorteilhaft ist, wenn Russland seine Grenzen weiter gen Westen verschiebt.
Zitat von kozmo
Die Amis lassen sich auch, wenn nötig, mit "Demokraten" wie Saudis, ein...
Aber niemals gegen die eigenen Interessen.

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man 12.05.2014, 16:31
203. Putin und seine Oligarchen

nutzen die EU geschäftlich. Die freiheitliche Ordnung der EU soll aber auf Distanz bleiben. Daß sind die (monetären) Sicherheitsinetressen des Putin Clans und Schröder weiß das zu gut, ist er doch in deren Gasgeschäft strategisch involviert und hat während seiner Kanzlerschaft mit dem damaligen Wirtschaftsminister Müller überteuerte Lieferverträge mit Gazprom zu verantworten. Vermutlich berät Schröder seinen Freund Putin auch anderweitig.
Und sowas war Kanzler, unglaublich.

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Steffen K. 12.05.2014, 16:38
204. ***

Zitat von moe.dahool
Putin ist mit den St.Petersburger Angeles befreundet (liebe Putinisten, selbst auf YouTube zu sehen), Schröders Kontakte mag man vielleicht nicht als freundschaftlich, zumindest aber auch nicht als vollkommen oberflächlich bezeichnen. Zwei Männer, die sich .....
Da haben Sie vollkommen recht, oder zum Beispiel zu Leuten die mich abhören oder ausspionieren. Die würde ich zum Beispiel auch nicht mehr knutschen............

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Behaglichkeit 12.05.2014, 16:46
205. Vorschlag?

Zitat von wolle0601
Sie sagen, die Regierung in Kiew soll mit Militärkationen aufhören...was hätten Sie denn für einen Vorschlag, wenn militärisch Bewaffnete dutzendweise ganze Städte übernommen haben?
Ich hätte an seiner Stelle keinen.

Das Problem war, daß die Regierung in Kiew von Anfang hätte versuchen müssen, mit den Banditen zu verhandeln. Den Weg, den sie einschlug, führt im Erfolgsfalle nur zur Intervention von Rußland und im Mißerfolgsfalle zum Bürgerkrieg. Die Videos zu den Vorfällen in Mariupol ( YouTube ) am 09.05.2014 zeigen eindrucksvoll, was schiefgeht, wenn Militär versucht, eine von Seperatisten kontrollierte Stadt wieder unter Kontrolle zu bringen. Es kommt zu Situationen, in denen nervöse Soldaten auf Zivilisten feuern - ohne daß weder die eine noch die andere Seite von vornherein böse Absichten verfolgen muß. Ab einem solchen Zeitpunkt ist der Bürgerkrieg nur noch durch einen bedingungslosen Rückzug des Militärs abzuwenden.

Hätte man mit den Seperatisten verhandelt und ihrem Wunsch nach einem Referdum zugestimmt, wären die Aussichten gut gewesen, die Sache in einem geordneten Rahmen abzuwickeln ( rechtliche Grundlage, Zustimmung Rußlands und der westlichen Mächte, OSCE-Beobachter ) und die Bevölkerung für einen Verbleib in der Ukraine zu gewinnen. Weil bei solchen Verhandlungen auch Themen der Vermeidung von Korruption im Staate und der Kompetenzverteilung im Staate wichtig sind, hätte sich die Chance geboten, daß dann eine entsprechende Gesetzgebung seitens des Parlamentes vorbereitet ist und auch die Zustimmung oder wenigstens die abwartende Duldung durch die russischsprachige Bevölkerung erfährt. Zugleich würde die Krise im internalen Kontext entschärft, weil keiner sein Gesicht verlöre.

Diese Chance ist vertan. Der Schlüssel lag bei Kiew. Kiew hat verspielt. Die Teilung des Landes ist nun nicht mehr abzuwenden und der Westen verliert sein Gesicht, weil er wohl kaum einen Krieg mit Rußland riskieren wollen dürfte. Hatte der Westen ausreichend Einflußmöglichkeiten auf Kiew? Wenn ja, wurden diese genutzt? Ja klar, es wäre eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten gewesen. Allerdings für einem für alle Beteiligten guten Zweck. Der Fehler, der sowohl im Westen als auch in Kiew gemacht wurde ist, die dialektischen Möglichkeiten der Situation nicht erfaßt zu haben bzw. nicht erfaßt haben zu wollen.

In einem Punkt irrt sich Herr Schröder gewaltig: Das Bündnis mit den USA hat gegenüber der Vermeidung von Sanktionen wg. negativer Folgen Vorang. Man wirft nicht in einer internationaliserten Krise die Bündisfrage auf. Und schon gar nicht, wenn keinerlei Alternativen gegeben sind.

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02333974954-0001 12.05.2014, 17:28
206. Schröder Missfelder Sellring

ich bin seit 50 Jahren CDU Wähler. Ich würde mir momentan wirklich wünschen wenn Schröder Kanzler wäre. Da die CDU fast alle Positionen in der Groko
Geopfert hat, wäre mir Schröder als Kanzler in dieser Situation angenehmer. Auch die Entscheidung im Irakkrieg war sehr weitsichtig. Für mich hat er alles richtig gemacht.

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rabenkrähe 12.05.2014, 17:32
207. jaja

Zitat von man
nutzen die EU geschäftlich. Die freiheitliche Ordnung der EU soll aber auf Distanz bleiben. Daß sind die (monetären) Sicherheitsinetressen des Putin Clans und Schröder weiß das zu gut, ist er doch in deren Gasgeschäft strategisch involviert und hat während seiner Kanzlerschaft mit dem damaligen Wirtschaftsminister Müller überteuerte Lieferverträge mit Gazprom zu verantworten. Vermutlich berät Schröder seinen Freund Putin auch anderweitig. Und sowas war Kanzler, unglaublich.
..........

Was ist denn in der ach so freiheitlichen EU so anders? Unsere Konzerne werden energiebegünstigt und erhalten diverse Förderungen, die Finanzindustrie wird auf Kosten von Otto Normalverbraucher und -steuerzahler kostenträchtig am Laufen gehalten.
Es ist das Drama in Ost und West. daß die Politik unter dem Joch ihrer Konzerne handelt, statt Überzeugungen und Werte durchzusetzen.
Und Schröder ist ein Musterbeispiel für diese Unart!
rabenkrähe

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Behaglichkeit 12.05.2014, 19:06
208. Nachtrag: Verschwörung? - DEFCON!

Zitat von Behaglichkeit
... Man wirft nicht in einer internationaliserten Krise die Bündisfrage auf. Und schon gar nicht, wenn keinerlei Alternativen gegeben sind.
Es geistert die Nachricht durch die Medien, daß 400 Söldner in der Ukraine tätig sind. Wer könnte - vorausgesetzt die Nachricht stimmt - ein Interesse daran haben?

Rußland? Eigentlich nicht. Denn der Einsatz der Söldner führt letztlich zur Eskalation, zur Abspaltung der Ostukraine und vermindert die Chance auf einen Einfluß auf Kiew und also auf die gesamte Ukraine unter der Voraussetzung derer Einheit in der Zukunft.

USA? Paßt nicht zum aktuellen US-Präsidenten. Würde aber sehr gut zu seinem Vorgänger und dessen Mischpoke passen. Geknechtet von NSA und TTIP haben die Europäer die Nase voll. Eine internationale Krise, in der diese nach amerikanischen Beistand flehen, löst diese Verkrampfung. NSA und TTIP usw. werden dann willig hingenommen. Die Spaltung der Ukraine, idealerweise mit einer Eingliederung der West-Ukraine in die NATO, würde auf Dauer das Verhältnis zwischen dem Westen und Rußland vergiften. Ein solcher Plan könnte über Vitamin B mit viel Geld auch hinter dem Rücken des aktuellen US-Präsidenten ausgeführt werden. Zu melden hat der eh nicht mehr viel.

Europäische Mächte? Warum nicht? Blöd genug dafür wären sie ja. Merkel vorne weg.

Es ist also durchaus möglich, daß die vordergründige Situation konträr zur tatsächlichen ist, daß westliche Kreise die Einheit der Ukraine und den Zusammenhalt der russischen Völker insgesamt stören wollen und daß Rußland die Maidan-Revolution und die von ihm mindestens zunächst beförderten Spaltungstendenzen als Hebel gegen Kiew zur Wahrung seines Einflusses in Kiew nutzen aber letzlich durchaus die Einheit der Ukraine wahren möchte. Dazu paßt, daß Putin sich zur Entgeisterung der Seperatisten mit der Aufschiebung des Referendums einverstanden erklärte. Was aber auch nicht unbedingt etwas bedeuten muß.

Was für eine Geisterfahrt! Wie auch immer, ich werde jetzt DEFCON zocken ...

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