Forum: Politik
Amerika-Bild: Deutsche wünschen sich starke USA

Gute Noten für Amerika. Die Europäer sehen die USA einer Studie zufolge mehrheitlich positiv, begrüßen die Anti-Terror-Politik von Präsident Obama und favorisieren "strong leadership". Immer vorne dabei: die Deutschen. Nur in der Frage von Krieg und Frieden gibt es Differenzen.

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notalp 07.09.2011, 13:26
60. Wie wäre es statt dessen mit Europa als starken Kontinent

Also ich möchte mal ganz großen Abstand von dieser Aussage nehmen, dass die USA stark sind. Ihre einzige Abschreckung beruht nach wie vor auf dem militärischen Potenzial. Die Handlungen sind hingegen schwachsinnig, im wahrsten Sinne des Wortes. Nicht in eine humane Idee hat bisher Gehör gefunden aus den USA. Wenn man nur eine Lösung kennt um die Lage zu befrieden, nämlich Krieg, dann fehlts wirklich an Menschlichkeit, wo mag sie also sein? Vielleicht dem kranken Gesellschaftsmodell, dass vordergründig auf Erwerb von Konsumartikeln aufgebaut ist, anheim gefallen? Der Egozentrismus im System hat die Nächstenliebe fast aufgefressen, das ist bemitleidenswert... wer sich hinter diese Ideen stellt sollte seine Grundeinstellung in Frage stellen. Die ganze Welt, die diese Ideen mitgetragen hat, sollte an der Gesundung mitarbeiten und sich hüten vor voreiliger Meinungsäußerung.

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andrea heil 07.09.2011, 13:39
61. Stimmt schon, aber

Zitat von Willie
Solcherart Feststellungen sind allesamt belanglos, da letztlich immer von Fall zu Fall geurteilt wird. Und das meistens dann rein emotional und relativ unqualifiziert aus der momentanen Situation heraus, oft nur sich auf einen Zeitungsartikel stuetzend, der unter Umstaenden bereits tendenzioes .....
die Entwicklung der letzten 10 Jahre hat auch einige sehr hässliche Züge angenommen. Vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten, ist nicht mehr viel zu sehen. Zumindest, fährt man offenen Auges durch die USA und spricht nicht nur mit den Bubis von der Wall Street, sondern mit Mary und Joe.

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Babs50+ 07.09.2011, 14:01
62. .

Zitat von EinäugigerKönigderBlinden
Dass hier gleich mehrere Foristen die Zahlen anzweifeln fand ich schon erstaunlich. Wenn Sarrazin Kausalitäten aus statistischen Zahlen ableitet, lese ich hier im Forum immer nur "der hat das doch mit Statistiken belegt", obwohl gerade beim Ableiten kausaler Zusammenhänge aus Statistiken größte Vorsicht und .....
Das Allererste, was ich im Fach Statistik gelernt habe war der Satz:
"Glaube einer Statistik nur dann, wenn Du sie selbst gefälscht hast"
Solange ich nicht weiß, wie das Teil erstellt wurde, ist es noch nicht mal wert gelesen zu werden.

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F.X.Fischer 07.09.2011, 14:04
63. Usa

Zitat von notalp
Also ich möchte mal ganz großen Abstand von dieser Aussage nehmen, dass die USA stark sind. Ihre einzige Abschreckung beruht nach wie vor auf dem militärischen Potenzial. Die Handlungen sind hingegen schwachsinnig, im wahrsten Sinne des Wortes. Nicht in eine humane Idee hat bisher Gehör gefunden aus den USA. Wenn man nur eine Lösung kennt um die Lage zu befrieden, nämlich Krieg, dann fehlts wirklich an Menschlichkeit, wo mag sie also sein? Vielleicht dem kranken Gesellschaftsmodell, dass vordergründig auf Erwerb von Konsumartikeln aufgebaut ist, anheim gefallen? ….
In den Neuziger waren die Europäer in Jugoslawien ziemlich schnell mit ihren "humanen Ideen" und "alternativen Lösungen" am Ende und haben die USA nach ihrem "schwachsinnigen" militärischen Potenzial angefleht!
Hätten die mal damals bloß als außenpolitischen Berater einen " notalp " gehabt, - er hätte damals seine ganzen sicher reichlich vorhandenen "humanitären Ideen" vorbringen können! Sicherlich hat er auch keine Mühe, diese uns im nachhinein darzulegen, - auch jene die in Ruanda den Völkermord verhindert hätten oder jene die in Somalia seit dem Abzug der Amerikaner das Land stabilisiert hätten!

Zitat von notalp
…Nicht in eine humane Idee hat bisher Gehör gefunden aus den USA. ….
Nach dem I WK entwickelte der US-Präsident Wilson den Völkerbund als Instrument der zivilen Konfliktlösung, - die Grenzen der Staaten waren gegen Aggressionen theoretisch geschützt. Nur unterzeichnete halt ein konfliktmüder Senat nie den Beitritt zum VB und die USA blieben bei den Aggressionen Japans, Italiens und Dtl.s gegen China, Äthiopien und CSR/Polen passiv!
Nach dem II WK gründete Roosevelt die UNO und nahm die Sache selber in die Hand: seit 45 hat kein Mitgliedsland durch Überfälle seiner Nachbarn seine Existenz verloren, - etwas das es in der Weltgeschichte nie gab und ein großer Erfolg der UNO und letztendlich der USA!
Wir nehmen all dies nur zu selbstverständlich!

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spatenheimer 07.09.2011, 14:08
64. hmm

Zitat von tauroggen1812
Historisch war die Niederlage der Südstaaten im amerikanischen Bürgerkrieg, ein verhängnisvoller Fehler. Die Südstaaten waren mehr auf Handel bedacht, während die "Gringos" mehr auf Aggressionen bedacht waren.
Gringos? Meinen Sie vielleicht Yankees? Ansonsten ergibt Ihr Beitrag irgendwie überhaupt keinen Sinn.

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adesat 07.09.2011, 14:33
65. Sehr guter Beitrag

Zitat von weghorn1
"Die Europäer", "die Deutschen" sehen "die USA" "einer Studie" zufolge „mehrheitlich positiv" und "favorisieren strong leadership" derselben. "Oh Lord, blind me", höre ich Churchill murmeln, der ja bekanntlich nur der statistischen Erhebung "geglaubt" haben soll, "die ich selbst gefälscht habe"! Was für ein Fake: was für "süße" Fragen, an wen gerichtet und vom wem verbrochen? Zumindest diese Frage lässt sich beantworten: vom German Marshall Fund of the United States (GMF), der lt. Wikipedia „eine unabhängige US-amerikanische Stiftung“ sein soll, „die sich der Förderung der transatlantischen Beziehungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft widmet.“ (…) Ziel der Stiftung ist, die Verständigung zwischen Europäern und US-Amerikanern zu vertiefen, die Zusammenarbeit zu unterstützen und den Austausch von praktischen Erfahrungen zu fördern.“ Diesem „Ziel“ der Stiftung, „die Verständigung“ zwischen Europäern und US-Amerikanern zu vertiefen“ dient mit Sicherheit auch die hier kritisierte Befragung, wobei man auch hier die Begriff auf ihre Funktion hin befragen sollte: da es weder „Europäer“ noch „US-Amerikaner“ gibt, so können die sich auch nicht „verständigen“, geschweige denn ihre Verständigung „vertiefen“. Das wissen – selbstredend - auch die Profiteure dieser Propagandazentrale mit momentan sieben „europäischen Büros“ jenes „Hauptquartiers“, das – obwohl von der Bundesregierung finanziert - selbstredend in Washington angesiedelt ist. Klar ist, dass es auch bei diesem Instrument der Außenpolitik des Pentagon – der wirklichen Regierung des „Imperiums“ (Ziegler 2005) also – in Wirklichkeit um Agitation und Propaganda zwecks Zementierung des imperialistischen Verständnisses von „strong leaderschip“ - als absolutistisch gehandhabter Bevormundung der „Bündnispartner“ – geht, und dass die hier hochgejubelte – doch von allen Foristen als Fake bewertete – Studie ein Element dieser Propagandaarbeit ist. Die wahre Zielgruppe ist allerdings kein Geheimnis, wenn es auf Wikipedia weiter heißt: „• Der GMF ist insbesondere daran interessiert, Führungskräfte zu fördern, die sich auf dem Gebiet der transatlantischen Beziehungen engagieren. • Die Projekte müssen auf den Transfer von Erfahrungen und Innovationen hin angelegt sein; sie sollten idealerweise Praktiker und Politiker involvieren.“ „Idealer Weise“ werden also solche Flitschpiepen wie Özdemir oder Guttenberg „gefördert“, die dann als Führungsagenten des Imperiums z. B. den vom Pentagon gewünschten Beitrag zur Zersetzung des Artikels 26 GG leisten, sei es mit der Verwicklung der Bundeswehr in Kriege, sei es mit der Konversion der Bundeswehr von eine Parlamentsarmee in die Fremdenlegion des Imperiums. Wie der GMF propagandistisch tätig wird, dazu Details auf
Danke. Wird aber auch nicht zur Erleuchtung führen.
Wenn die Nach-richten den Menschen sagen sie sollen ihre Young Leader Alumni lieben dann tun sie das auch.

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kimba2010 07.09.2011, 14:42
66. tja

In der DDR war bei "offiziellen Umfragen" die UdSSR auch immer sehr beliebt ...

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adesat 07.09.2011, 14:49
67. Alternative

Zitat von F.X.Fischer
Ernsthaft: was sind die Alternativen zur Führungsrolle der USA!? (Würde man sich auf die vielen USA-Kritiker verlassen, wäre man im Konfliktfall wohl rettungslos verloren!)
Keine Führungsrolle!

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unifersahlscheni 07.09.2011, 14:55
68. ...also diese 87 Prozent...

Zitat von kaesepizza
Und 87% wünschen sich Guttenberg zurück.
...kann man wenigstens noch nachvollziehen!

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Baracke Osama 07.09.2011, 14:58
69. --

Zitat von MonaM
Mit mir sind es 61 Prozent (kleiner Scherz, aber nur, was das Prozentrechnen angeht). Gerade jetzt, da die USA erhebliche Schwächen an vielen "Fronten" zeigen, ist die Vorstellung beängstigend, dass sie ihre weltpolitische Ordnungsmacht verlieren könnten. Wer sich das wünscht, hat keine Ahnung, was dann auf uns (Europäer wie die gesamte Staatengemeinschaft) zukommen könnte.
Was könnte denn genau auf "uns Europäer und die gesamte Staatengemeinschaft" zu kommen?

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