Forum: Politik
Amerika unter Trump: Nichts wird gut
AFP

Die Woche geht zu Ende, die US-Wahlen sind abgehakt: neuer Präsident, neue Regierung, na ja, das Leben geht weiter. Wirklich? So zu denken ist blinder Egoismus.

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3847234462 18.11.2016, 18:41
1.

Gibt es auch nur eine einzige antisemitische Aussage Trumps?
Immerhin ist auch seine Tochter Jüdin.

Und irgendeinen Beweis dafür, dass Bannon aus seinem Antisemitismus "nie einen Hehl" gemacht hat?
Die einzige Aussage in diese Richtung stützt sich auf die Aussage seiner Frau und stammt aus dem Scheidungskrieg. Nach dem Prinzip "Aussage gegen Aussage" kann man das nicht verwenden.

Wer daraus "keinen Hehl" macht, von dem müsste es tonnenweise antisemitische Äußerungen geben!

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arthurspilgrims 18.11.2016, 18:42
2. Verharmlosung.....

...Thema verfehlt! Hier geht es um etwas ganz anderes: Das Kind ist in den Brunnen gefallen. Jetzt hilft es nicht den Widerstand zu schüren, sprich Panik zu machen. Das wäre Hetze "a la Trump". Abwarten. Ruhe bewahren und davon absehen Unruhe zu verursachen. On der Ruhe liegt die Kraft? nicht in der anhaltenden Unterstützung Ungewissheit zu nähren.
Eine ruhige besonne Hand ist jetzt gefragt.

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C. Schmidt 18.11.2016, 18:50
3.

Langsam hab ich den Eindruck, dass ein großer Teil der Journalisten von Trump nur nach dem Prinzip der Stillen Post gehört hat. Man kann Trump viel vorwerfen, aber er hat weder etwas Antisemitisches noch etwas Schwulenfeindliches gesagt. Nicht mal die Rassismus-Vorwürfe sind so klar, wie es oft dargestellt wird (im Endeffekt hat er sich nur darüber beschwert, dass viele illegale Einwanderer aus Mexiko auch Kriminalität ins Land bringen - was andere Präsidenten vor ihm (inklusive Clinton und Obama) ebenfalls schon sagten). Ansonsten hat er viel Lob über Minderheiten und Einwanderer abgelassen, wie das halt für einen Präsidentschaftskandidaten so üblich ist.

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Natan_der_Weise 18.11.2016, 18:50
4. Parallelwelt

Manchmal habe ich das Gefühl, dass die europäischen Politiker und vor allem die Medien in einer Parallelwelt leben. Den gesamten Wahlkampf über und seit einer Woche noch verstärkt schallt es aus allen Richtungen Anti-Trump-Parolen. Ich bin um kein Trump-Fan, aber die einseitige Berichterstattung ist mehr als beschämend! Hätte der Spiegel auch so losgehetzt wenn Clinton gewonnen hätte? Ich bin mir sicher, niemand hätte mehr über Libyen, ihre Meinung zu Russland, die E-Mail-Affäre oder ihre Nähe zur Wallstreat gesprochen. Dieser Wahlkampf war äußerst traurig, wie kann man nur diese beiden Kandidaten aufstellen? Anstatt die ganze Zeit auf Trumps Wähler zu schimpfen, sollte man sich eher mit deren Motiven auseinandersetzen. Es ist unbeschreiblich, was der Neoliberalismus in diesem Land angerichtet hat, schonmal drüber nachgedacht SPON? Naja so ist das leider in einer Demokratie, die "Dummen" dürfen auch mitwählen. Wahrscheinlich bringen die reißerischen Überschriften die besten Gewinne... the show must go on

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franke08 18.11.2016, 18:51
5. Clinton wäre wesentlich gefährlicher

Die mit Vehemenz vorgetragene Trump Hysterie kann ich in keiner Weise nachvollziehen. Was war denn die Alternative? Eine eiskalte Kriegstreiberin unter deren Führung es eine Flugverbotszone in Syrien gegeben hätte? Einem Land in dem Amerika ohne jegliche Legitimierung ist? Das hätte in nullkommanichts in einen russisch amerikanischen Krieg geführt.
Eine Frau die sich für eine militärische Antwort gegenüber angeblich russischen Hackerangriffen ausgesprochen hat? Eine Wahnsinnige!
Nein Frieden und Verständigung mit Russland ist nicht ihr Ding, sie möchte eskalieren und genau dies würde zum Untergang Europas führen.
All die negativen Eigenschaften werden in deutschen Medien absichtlich ausgeblendet und verschwiegen. Seriöse Berichterstattung geht anders.

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etwilli 18.11.2016, 18:55
6. Warum diese Panik? Möglich ist auch ein Neuanfang!

Meine nachfolgenden Aussagen sind idealistisch. Trotzdem sollten diese Ziele angestrebt werden, auch wenn sie vielleicht nicht zu 100% erreicht werden können. Meine Meinung ist:

Grundlegend muss das Ziel aller menschlichen Handlungen die Gewährleistung und Verbesserung des Lebens aller Mitglieder der globalen Gemeinschaft sein. Handeln nach dieser Grundregel muss grundsätzlich die höchste Anerkennung und Ehrung erfahren, weder Reichtum noch Macht oder andere Kriterien dürfen die Grundlage allgemeiner Anerkennung einer Person sein.

Wir brauchen die Entwicklung einer neuen Vision für das globale Zusammenleben, möglicherweise und hoffentlich ist gerade derzeit die Chance für eine Art globalen Neuanfang gegeben! Wichtig ist die Formulierung von weltweiten Grundsätzen und Regeln für das Zusammenleben der Menschen auf den nachfolgenden Gebieten:

1. Persönliche Grundrechte: Garantie der Menschenrechte für alle Menschen, Ächtung von Gewalt als Mittel zur Lösung von Problemen - egal ob auf privater, gesellschaftlicher, staatlicher oder globaler Ebene, Definition des Zieles "Garantie eines gewaltfreien Lebens für alle Menschen",

2. Wirtschaftssystem: Eingrenzung des Wettbewerbes und des "Egoismus" - die Wirtschaft hat für die Menschen zu arbeiten, Definition klarer, globaler Regeln für Wirtschaftsunternehmen, Verbot von Wirtschaftslobbyismus - Wettbewerb um das beste Produkt und nicht um die beste politische Einflussnahme, harmonischer Übergang zu globaler und kooperativer Zusammenarbeit, Entwicklung von nachhaltigen Wirtschaftskonzepten (Stichworte: Automatisierung, Entkopplung Einkommen - Arbeitplatz, Ökologie)

3. Politische Systeme: Garantie der freien politischen Betätigung aller Menschen - solange sich diese in definierten Grenzen bewegt, Meinungsfreiheit, Aufbau einer globalen Struktur zur Regelung von Konflikten, grundsätzlicher Verzicht auf Gewalt zwischen Staaten - egal in welcher Form (Krieg, Umsturzversuche, Destabilisierung usw.)

4. Rüstung: Eingrenzung und Reduktion der globalen Rüstung mit dem Ziel, weltweit keine Waffen mehr zu produzieren, dies kann erreicht werden mit Hilfe einer globalen, extrem hohen Steuer auf die Entwicklung, Herstellung und den Verkauf von Waffen - Waffen dürfen grundsätzlich kein lukratives Geschäft mehr sein!

5. Menschheitsziele: Entwicklung der Vision einer geeinten Welt, die den Schutz der Erde gegen Gefahren aus dem Weltraum und gemeinsame Raumfahrt erfolgreich betreibt, Formulierung von "(Fern-) Zielen der Menschheit"

Es sollte alles unterstützt werden, was die Entwicklung einer friedlichen globalen Gemeinschaft voran bringt. Jeder einzelne Mensch will friedlich und möglichst glücklich leben können. Dazu müssen wir globale Strukturen und Regeln schaffen und uns global organisieren - nach dem Modell einer Erde mit förderalen Strukturen, die sich historisch gebildet haben, die aber global kooperativ zusammenarbeiten.

Wenn wir kein globales, friedliches Zusammenleben erreichen, wird es Kriege mit immer schlimmeren Konsequenzen geben, wird die Rechtlosigkeit des Einzelnen zunehmen, Gier und Egoismus werden die Existenz der Menschheit bedrohen.

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zippeldong01 18.11.2016, 18:57
7. Danke für diesen Artikel!

Es ist nämlich absolut schwer auszuhalten, wie schnell so viele in den letzten Tagen zu Opportunisten geworden sind. Oder man diesen gefährlichen Populisten nun einfach akzeptiert. Das macht mir Angst - v.a. auch hinsichtlich der rechten Strömungen in Europa. Und daher finde ich auch die Statements der Kanzlerin und des französischen Präsidenten richtig.
Es ermutigt aber auch wenn man sieht, mit welchem Vorsprung Hillary Clinton die popular vote gewonnen hat (was andererseits ihre Niederlage noch schmerzhafter macht). Es wäre also auch gut, wenn man darauf öfter hinweisen würde.

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spiegelquax 18.11.2016, 18:58
8.

Zitat von 3847234462
Gibt es auch nur eine einzige antisemitische Aussage Trumps? Immerhin ist auch seine Tochter Jüdin. Und irgendeinen Beweis dafür, dass Bannon aus seinem Antisemitismus "nie einen Hehl" gemacht hat? Die einzige Aussage in diese Richtung stützt sich auf die Aussage seiner Frau und stammt aus dem Scheidungskrieg. Nach dem Prinzip "Aussage gegen Aussage" kann man das nicht verwenden. Wer daraus "keinen Hehl" macht, von dem müsste es tonnenweise antisemitische Äußerungen geben!
Seine vormalige Frau hat diese Aussagen im Scheidungsprozess unter Eid gemacht.

Trump ist mit Sicherheit nicht selber anti-semitisch, hat aber in seinem letzten Werbespot perfekt die Vorurteile einer jüdischen Bankenverschwörung bedient. Der Inhalt war Reinstform Bannon, wie er sie vorher in seinem Breitbart Medium verbreitet hat.

Jeder der in Deutschland im Geschichtsunterricht aufgepasst hat, sollte eigentlich kein Problem haben, das zu erkennen.

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bert.hagels 18.11.2016, 18:59
9. Die tragische ....

... Ironie an der Geschichte ist, dass mit einem Präsidenten Trump jenes Zerrbild der Demokratie Wirklichkeit werden könnte, das die Rechtspopulisten über die bestehenden Verhältnissen zusammen gelogen haben: Vettern- und Günstlingswirtschaft allerorten, Intransparenz, Medienmanipulationen im großen Stil, Vermisching von individuellen wirtschaftlichen mit nationalen Interessen etc. Es ist, als ob die großen Volksverdummer auf ihre Gegner projiziert hätten, was sie selbst gerne täten (und nun zu tun sich ermächtigt sehen).

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