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Amoklauf bei Kandahar: Afghanen glauben nicht an Einzeltäter-These
AP

Das Parlament in Kabul widerspricht den Amerikanern: Die Abgeordneten kommen zu dem Schluss, dass hinter dem Massaker an Zivilisten kein Einzeltäter steckt, sondern ein Dutzend US-Soldaten. Sie hätten gelacht, seien betrunken gewesen und hätten Leichen anschließend verbrannt.

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idealist100 18.03.2012, 19:04
1. Liebe Leute

Zitat von sysop
Das Parlament in Kabul widerspricht den Amerikanern: Die Abgeordneten kommen zu dem Schluss, dass hinter dem Massaker an Zivilisten kein Einzeltäter steckt, sondern ein Dutzend US-Soldaten. Sie hätten gelacht, seien betrunken gewesen und hätten Leichen anschließend verbrannt.
Das habe ich schon direkt geschrieben. Welcher Ami läuft 3-4km zu Fuss bringt 16 Menschen um und marschiert 4 km wieder zurück. Die fahren in gepanzerten Fahrzeugen durch die Gegend und das müssen dann mind. 3-4 sein.

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Eros1981 18.03.2012, 19:14
2. Nur eine Mehrtäter-These macht Sinn

Wie wahrscheinlich ist es, dass sich ein einzelner Soldat unbemerkt und schwer bewaffnet aus dem Camp schleicht, sich allein ins nächste Dorf begibt und dort natürlich auch allein viele Zivilsten tötet?

Also da halte ich es wirklich für wahrscheinlicher, dass ein dutzend betrunkene US-Soldaten einfach mal die Sau rauslassen und Gott spielen wollten.

Traurig, aber so war es leider wohl.

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simon23 18.03.2012, 19:25
3.

Zitat von sysop
Das Parlament in Kabul widerspricht den Amerikanern: Die Abgeordneten kommen zu dem Schluss, dass hinter dem Massaker an Zivilisten kein Einzeltäter steckt, sondern ein Dutzend US-Soldaten. Sie hätten gelacht, seien betrunken gewesen und hätten Leichen anschließend verbrannt.
Eines ist sicher. Die Amerikaner werden die Mehrtäter-These nie und nimmer zugeben können. Dazu ist es jetzt zu spät, nachdem sie mit ihren "Untersuchungen" zu einem anderen Ergebnis gekommen sind. Was sind da schon irgendwelche afghanische Zeugen, die eh nicht richtig lesen und schreiben können?

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herbert_schwakowiak 18.03.2012, 19:34
4.

Die offizielle Theorie ist also:
- ein einzelner Soldat geht nachts allein aus dem Stützpunkt
- zu den Wachen am Tor hat er gesagt: Ich geh nur mal schnell zur Tanke, Kippen holen, die bezahl ich mit den Kanistern Benzin, die ich hier trage, die haben nämlich keins mehr
- dann läuft der Soldat, der schon einen Teil seines Fußes verloren hat, vier Kilometer durch die Gegend, bringt ein paar Zivilisten um und zündet die an
- dann läuft er zurück, die Torwache sagt nur: Na das hat aber lange gedauert.

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Forums-Geschwurbel 18.03.2012, 19:40
5.

Zitat von Eros1981
Wie wahrscheinlich ist es, dass sich ein einzelner Soldat unbemerkt und schwer bewaffnet aus dem Camp schleicht, sich allein ins nächste Dorf begibt und dort natürlich auch allein viele Zivilsten tötet? Also da halte ich es wirklich für wahrscheinlicher, dass ein dutzend betrunkene US-Soldaten einfach mal die Sau rauslassen und Gott spielen wollten.
Wenn's einer war, ist's 'unwahrscheinlich', dass er das Camp verlaesst und wenn's ein Dutzend war wird's auf einmal 'wahrscheinlich' ?

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Netcube 18.03.2012, 19:41
6. ...

Zitat: "Unabhängig vom Wahrheitsgehalt solcher Meldungen werden in Afghanistan Nachrichten durch Mund-zu-Mund-Propaganda weitergeben und auf diesem Weg immer weiter ausgeschmückt und dramatisiert."
***********
Ich finde, es regt eher zum Nachdenken über "Mundpropaganda" und "Medienpropaganda" an, wenn die meisten westlichen Medien über eine Woche brauchen, um den doch eher simplen Fakt richtig zu stellen, dass es bei der Tat um zwei Dörfer geht und nicht drei nebeneinanderstehende Häuser eines Dorfes, wie auch SPON bisher immer schrieb. Diese Falschmeldung ist eher nicht der Mundpropaganda und Ausschmückung der afghanischen Bevölkerung geschuldet, oder? Und mit wievielen Zeugen haben Spiegel-Leute denn eigentlich selbst gesprochen? Diese "nett-gemeinten" Relativierungen von Zeugenaussagen kann leicht zum Boomerang werden.

Und dann simple Logik: Wie schafft eine Einzelperson soviele Morde in 2 Dörfern, nördlich und südlich der eigenen Basis, und dann auch noch unbehelligt die Leichen zu verbrennen? Der hat sich wirklich erst selbst stellen müssen? Ich glaube da tatsächlich eher der afghanischen Mundpropaganda.

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schrbtschtaeter 18.03.2012, 19:45
7.

Zitat von sysop
Das Parlament in Kabul widerspricht den Amerikanern: Die Abgeordneten kommen zu dem Schluss, dass hinter dem Massaker an Zivilisten kein Einzeltäter steckt, sondern ein Dutzend US-Soldaten. Sie hätten gelacht, seien betrunken gewesen und hätten Leichen anschließend verbrannt.
Ich finde es unerhört, wie die Medien (SPON eingeschlossen) übereinstimmende Augenzeugenberichte als "ausgeschmückt" abtun und die Version der US-Armee blind als Wahrheit übernehmen. Die Geschichte solcher Vorfälle zeigt leider: die Amis sind in solchen Situationen sehr geübte Lügner.

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dale_gribble 18.03.2012, 19:53
8.

Zitat von Forums-Geschwurbel
Wenn's einer war, ist's 'unwahrscheinlich', dass er das Camp verlaesst und wenn's ein Dutzend war wird's auf einmal 'wahrscheinlich' ?
Schon plausibel. Ein Dutzend Bewaffnete mit Auto und gefaelschtem Marschbefehl kommt in der Tat vermutlich besser raus als eine bis an die
Zaehne bewaffnete Einzelperson.
Die Zeiten haben sich natuerlich geaendert aber vor 20 Jahren als ich beim Militaer war waere es mit Sicherheit so gewesen.

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nostrodomus 18.03.2012, 19:54
9.

Zitat von Forums-Geschwurbel
Wenn's einer war, ist's 'unwahrscheinlich', dass er das Camp verlaesst und wenn's ein Dutzend war wird's auf einmal 'wahrscheinlich' ?
Wie wahrscheinlich ist es denn, dass ein einzelner Soldat zur Torwache geht und sagt, dass er auf Patroille geht?

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