Forum: Politik
Amtsführung des Bundespräsidenten: Wo ist Gauck?
DPA

Joachim Gauck ist beliebt - wenn der Bundespräsident durchs Land reist, kommt er bei den Menschen gut an. Doch echte Akzente bleiben bislang aus. Nach den großen Erwartungen zu seinem Amtsantritt zeigen sich manche Politiker enttäuscht. Andere sind erleichtert.

Seite 17 von 24
katzenheld1 28.11.2012, 13:16
160. Bla-bla-Faktor 100

Zitat von zefir62
Herbeigesehnt wie ein Engel, eingeschwebt und mit festem Schuhwerk, dem Amplemännchen gleich, vor Kameras getreten, gelegentliche Staatsbesuche. Raunen von großen Reden, von großer Empathie, Gerüchte über das bessere Menschsein, über Bodenständigkeit einerseits und postutopische, religiös verankerte Westlichkeit trotz Östlichkeit. Da sollte ein Mensch auf die Bühne treten, 1000 mal größer als Wulff. Dafür wurde Wulff weggewulfft wie ein unerwünschter Ehemann wenn der priapistisch-absolute Liebhaber den Hof zu machen beginnt, ein Ehemann dazu, dessen abscheuliche Geldknappheiten ihn ohnedies zum Gespött werden ließen. Und nun ist er da, mutiert zum "Das",genauer zum Ampelmännchen, will nicht reden, will süß gucken, mit dünnen Lippen über den alten Osten schweifen und über das Künftige sowieso. Gauck hätte eigentlich exante den karlspreis, einen Europäischen Friedenspreis oder wenigstens irgendeine Goldene Feder verdient, allein wegen der anrührenden Bürgernähe, die so nah ist, dass nur wenige sie warm empfinden können. Ich frage mich: Ob Gauck zu Hause Gummibärchen in die Badewanne legt, um sie mit Seife zu bewerfen bis sie platzen? Ob Gauck zu Hause alte Elvis-Schnulzen hört oder Erik Ode-Filme guckt? Oder schreibt er am neuen Bond, Ein Quantum Wulff. Ich weiß es einfach nicht genau.
Mit diesem Text, Herr Zefir, bekommen Sie sicherlich keinen Praktikumsplatz, gleich in welcher Redaktion. Wer viele verschwurbelte Sätze über jemanden schreiben kann, von dem er nichts weiss, ist nicht automatisch zu Forums-Beiträgen prädestiniert.

Tastatur in Ruhe lassen, wenn man es einfach nicht weiß.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dabbeljou 28.11.2012, 13:17
161. Wieso verschwinden Beiträge bei SPON?

Hat Frau Von der Leyen erfolgreich protestiert?

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/armutsbericht-regierung-soll-kritische-passagen-gestrichen-haben-a-869685.html

Sollte sich der zuständige Redakteur die gleichen Berufsaussichten wie Steffen Seibert halluzinieren?
Ich dachte, die Einflußnahme auf mißliebige Pressebeiträge wäre eine Domäne der CSU.

Oder sollte der Herr Dobrindt den Stall gewechselt haben?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jasonreed 28.11.2012, 13:17
162. Missverständnis

Ich denke, dass viele die Funktion des BP-Amtes in unserem politischen System missverstehen. Der BP ist eine Art Libero, der als Turm in der Schlacht steht, wenn unsere freiheitlich-demokratische Ordnung in Gefahr oder in der Krise ist. Dafür leisten wir ihn uns und das hat seinen Sinn. In "normalen" Zeiten, und in solchen befinden wir uns trotz aller Aufgeregtheiten sicherlich, steht es ihm gut an, neben seinen repräsentativen Pflichten gelegentlich, aber sparsam, big-points zur grundsätzlichen Ausrichtung unserer Gesellschaft zu formulieren. Ganz sicher ist es nicht seine Aufgabe, ständig "aufzurütteln", "anzustoßen" oder Impulse an die Tagespolitik zu geben. In diesem Sinne war Wulff im reinen Rahmen seiner Amtsführung ein guter und effektiver Präsident. Er hat drei zentrale und vielbeachtete Grundsatzaussagen gemacht (Islam gehört zu Deutschland / Christentum gehört zur Türkei / Kritische Papstbegrüßung), von denen mindestens zwei auch Mut erforderten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
biobayer 28.11.2012, 13:18
163. Die Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten

Der Grund für Gauck's Schweigen liegt auf der Hand: Er arbeitet bereits
fieberhaft an seiner Weihnachtsansprache oder lässt fieberhaft an ihr
arbeiten.
Wie sie wohl enden wird? "Meine Frau, meine Freundin und ich wünschen Ihnen ein gesegnetes, frohes Weihnachtsfest" - oder so.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nowak-timo 28.11.2012, 13:18
164. überflüssiges Amt

Dieses Amt ist ohnehin nur noch überflüssig. Die wirklich präsidialen Amtsgeschäfte hat ohnehin die Kanzlerin an sich gerissen(...was sie ja auch nicht schlecht macht-egal ob man sie mag oder nicht). Das Amt des Bundespräsidenten ist zur peinlichen Witznummer geworden. Die Krönung war Wulff. Solche ständig mahnenden und pastoralen Redner und Schauspieler sollen im Land eine moralische Instanz sein? Lächerlich und peinlich!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Tahlos 28.11.2012, 13:18
165. Vermutlich

sind ihm einfach die Themen ausgegangen. Es ist doch alles alternativlos was zur Zeit passiert und der Bevölkerung geht es "so gut wie nie". Alle Bedenken über Krisen und Probleme sind ohne Ausnahme "an den Haaren herbeigezogen" und sind Unrealistisch. Was bleibt dem Buprä dann noch anderes übrig als die letzten Korrekturen an der Weihnachtsansprache zu tätigen. "Wulff oder Gauck" - die Wahl war damals eben nur das kleinere der beiden Übel, die das erste mal vertan wurde und bei zweiten mal gabs eigentlich keinen Grund Gauck wählen zu wollen. Bundespräsident: Ein Traumjob (wie es hier schon vorhin jemand geschrieben hatte) nach Wulff. Endlich mal jemand der seinen Job gut macht, ohne etwas sagen zu müssen/dürfen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wunhtx 28.11.2012, 13:20
166. Butter bei die Fische

Zitat von roflem
Schlimmer als Wulff geht kaum. Trotzdem mag ich ihn nicht reden hören.
Bis heute gibt es kein einziges rechtstaatliches Verfahren, das strafbare Ergebnisse an den Tag brachte. Hat also Gauck nur das getan, was Wulff auch tat. Kassiert ? Hat er nur Glück, dass er Kandidat der grünen und roten Doppelmoral war ? Oder wollen wir Deutsche nicht begreifen, dass auch Wulff und Gauck wie auch der SPD-Kandidat Anspruch hat, daß Leistungen honoriert werden ? Wer vor dem Fernseher sitzt oder in der Kneipe kann keine Vorträge halten und Geld verdienen. Wer den Neid bekämpfen will, muss zuerst bei sich lernen, was Arbeit ist. Ob man das allerdings bei diversen Gruppen, die immer nach Staat schreien in vollem Umfange zu bezweifeln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
unmoeglich 28.11.2012, 13:21
167. Heute schon Zeit gelesen?

dort hat man Gauck gefunden. Titel von heute
1. In der FDP wächst der Unmut über Gauck
2. Gauck beklagt Wildwuchs im Finanzsektor (15. 11.)
Also einfach mal dort nachfragen, falls er noch gesucht wird

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schnuffschnuff 28.11.2012, 13:21
168.

Zitat von Robert_Rostock
...Wenn Sie schreiben, dass übre Gauck ein OV angelegt wurde (und dafür gibt es in der Tat Hinweise), dann wäre das ja gerade der Beweis dafür, dass Gauck sogar in den Augen des Staates und der Stasi ein Gegner, eine "feindlich-negative Person" war.
Und als man herausgefunden hatte, dass der Herr Freiheitskämpfer der ddr gar nicht "feindlich-negativ" gegenüberstand, hat man den operativen Vorgang geschlossen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
RobinB 28.11.2012, 13:25
169. Es ist schon eine Unverschämtheit...

...wenn ein Medium, das wichtige Aussagen und Reden des BP totschweigt, diesem dann Untätigkeit vorwirft.

Hier der direkte Link zu einer Rede, die im SPON komplett ignoriert wurde:

www.bundespraesident.de: Der Bundespräsident / Reden /

Zitate daraus:

"Man kann morgens um 5:00 Uhr für das neueste Gerät auf dem Markt anstehen. Man kann aber auch einen ganzen Tag vor dem Laden protestieren gegen unmenschliche Arbeitsplatzverträge, dort, wo diese Produkte hergestellt worden sind."

"Das Bankwesen der neuen Weltwirtschaft – wenn Sie so wollen –, jedenfalls ein Bankwesen, das Zukunft hat, darf nicht in guten Zeiten diese Boni kassieren und bei Schwierigkeiten wegen seiner Systemrelevanz die Steuerzahler fordern."

"Dazu gehört eine Gesellschaft, die Regulierung und effektive Aufsicht neu schätzen lernt. Und dazu gehört eine breite gesellschaftliche Debatte darüber, was wir wollen und was nicht."

Und genau an dieser breiten Debatte sind die Interessen, die hinter den deutschen Leitmedien stehen anscheinend nicht interessiert. Sonst würde man über solch Aussagen berichten, anstatt schon wieder aktiv an der Demontage dessen zu arbeiten, der sie getroffen hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 17 von 24