Forum: Politik
An der Front in der Ostukraine: Granaten zum Gruß
Till Mayer

In der Ostukraine hat die Truppenentflechtung begonnen: Regierungstruppen und Separatisten sollen sich zurückziehen. In den Schützengräben glaubt man nicht an das Abkommen, wie ein Besuch an der Front zeigt.

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dieter.zuckermann 09.11.2019, 17:07
1.

Die Separatisten sind genauso Ukrainer wie alle anderen. Vielleicht sollte man die Fragen wieso die Krieg führen? Die schießen garantiert nicht grundlos. Schuld immer auf die anderen schieben, das kann jeder. Vielleicht sollte man hier reden und Kompromisse suchen.
Diese rücksichtslose Härte zeigen hat man nun 4 Jahre versucht und ist gescheitert.
Es reicht hier nicht mit Russland zu reden. Ukraine muss hier weitere Zugeständnisse machen. Das war bisher nicht genug. Die müssen mit den Separatisten direkt verhandeln und aufhören diese Terroristen zu bezeichnen. Auch das kann jeder. Man könnte auch jeden auf dem Maidan als Terroristen bezeichnen. Die waren genauso gegen das vorhandene System. Diese Logik muss aufhören.
Außerdem kämpfen auf Seiten der Ukrainischen Armee Nazi-Bataillone. Und diese Nazi-Battalione werden langsam auch für den Westen gefährlich. Deren Anhänger laufen hier im Westen schon nicht zum ersten Mal Amok und bringen Unschuldige Menschen um. Nazi hatten wir schon immer gehabt. Dass diese aber nun verstärkt Amok laufen, dass haben wir auch der Ukrainischen Nazis zu verdanken. Das war sowohl in USA als auch in Neu Seeland der Fall. Beide Amokläufer waren große Anhänger der Nazi-Battalione in der Ukraine.

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ray8 09.11.2019, 17:07
2. endloser Konflikt

Ich würde Putin und seinen Schergen auch kein Stück trauen. Ihm ist an einem Ende des Kriegs gar nicht gelegen. Die Ukraine darf sich aus seiner Sicht niemals zu einer funktionierenden Demokratie entwickeln. Putin ist einer der grausamsten Despoten unserer Zeit. Leider ist unsere völlig naive Außenpolitik ein gefundenes Fressen für ihn.

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hansriedl 09.11.2019, 17:25
3. Um den Krieg zu beenden

braucht es den Westen nicht.
Wolodymyr Selenskyi und Putin sollten es im Alleingang machen. Sonnst wird es nie Frieden geben.

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tailspin 09.11.2019, 17:30
4. Zum Teufel mit vorgeblicher Souveraenitaet und Gebietsanspruechen

Warum macht man nicht einfach eine Abstimmung in der Bevoelkerung, wer wo hingehoeren will, und jeder geht nach Hause, statt diese shit show weiter zu betreiben ? Hat ja in der Krim auch funktioniert.

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pandur1234567@yahoo.com 09.11.2019, 17:32
5. schöne einseitig

Ja der gute Drucker und die bösen Dunkelmänner aus der Ostukraine die einfach mal beschlossen haben ihre Nachbarn zu beschießen. Man könnte aber auch sagen das die Ukraine einen legal gewählten Präsidenten hatte und die Deutsche Regierung Rebellen unterstütze eine legal gewählte Regierung zu stürzen. Als die Rebellen an die Macht kamen war es der deutschen Regierung egal das diese Gesetze erliesen welche die Persönlichkeitsrechte der Ostukrainer verboten, wie Benutzung im Amtsverkehr und Unterrichtung ihrer eigenen Sprache. Die Amerikaner kamen und machten große Ölgeschäfte. Und der Spiegel zeichnet ein verträumtes Bild von den ach so guten Ukrainischen Soldaten das einem das Herz schmilzt. Klar hat der Drucker sein Bild, aber von Ostukrainischer Seite interviewte werden das gleiche berichten. Schade das man SPON nicht mehr als Objektives Nachrichtenjournal sehen kann.

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xcomm 09.11.2019, 17:33
6. bisher will Putin nicht

da kann Selenskyi noch so gewillt sein. Die tapferen ukrainischen Soldaten sehen die traurige Realität.
Für Putin ist der Gewinn der Destabilisierung größer als der Nutzen eines Friedens. Das bedeutet, die Sanktionen sind zu gering, da er diese ja schon eingepreist hat. Nordstream 2 zu beerdigen, bis Frieden herscht, wäre ein passender Schritt.

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HeisseLuft 09.11.2019, 17:42
7. Falschdarstellung

Zitat von dieter.zuckermann
Die Separatisten sind genauso Ukrainer wie alle anderen. Vielleicht sollte man die Fragen wieso die Krieg führen? Die schießen garantiert nicht grundlos. Schuld immer auf die anderen schieben, das kann jeder. Vielleicht sollte man hier reden und Kompromisse suchen. Diese rücksichtslose Härte zeigen hat man nun 4 Jahre versucht und ist gescheitert. Es reicht hier nicht mit Russland zu reden. Ukraine muss hier weitere Zugeständnisse machen. Das war bisher nicht genug. Die müssen mit den Separatisten direkt verhandeln und aufhören diese Terroristen zu bezeichnen. Auch das kann jeder. Man könnte auch jeden auf dem Maidan als Terroristen bezeichnen. Die waren genauso gegen das vorhandene System. Diese Logik muss aufhören. Außerdem kämpfen auf Seiten der Ukrainischen Armee Nazi-Bataillone. Und diese Nazi-Battalione werden langsam auch für den Westen gefährlich. Deren Anhänger laufen hier im Westen schon nicht zum ersten Mal Amok und bringen Unschuldige Menschen um. Nazi hatten wir schon immer gehabt. Dass diese aber nun verstärkt Amok laufen, dass haben wir auch der Ukrainischen Nazis zu verdanken. Das war sowohl in USA als auch in Neu Seeland der Fall. Beide Amokläufer waren große Anhänger der Nazi-Battalione in der Ukraine.
Die Separatisten sind zum beträchtlichen Teil eben k e i n e Ukrainer.

"Der "Verteidigungsminister" der selbst ernannten "Volksrepublik Donezk", Igor Strelkow, hat jetzt die schlechte Kampfmoral in der Bevölkerung beklagt. Die Bewohner von Brennpunkten wie Slowjansk und Kramatorsk seien kaum bereit, zu den Waffen zu greifen, um ihre russisch geprägten Regionen zu verteidigen.

In einer Videobotschaft appelliert Strelkow an die Bevölkerung, sich dem Aufstand gegen die ukrainische Regierung in Kiew schleunigst anzuschließen - und das "russische Volk" zu retten.

...
In der Videobotschaft zeigt sich Strelkow sichtlich enttäuscht - doch seine uninspirierte Anklage, die er vom Zettel abliest, dürfte die Massen auch nicht anstacheln. "Wo sind die jungen Kerle?", fragt Strelkow tief seufzend.

"Ich hätte nie gedacht, dass sich in der ganzen Region nicht einmal tausend Männer finden, die bereit sind, ihr Leben zu riskieren", sagte Strelkow. Stattdessen machten es sich Hunderttausende in der Region vor dem Fernseher bequem und verfolgten die Kämpfe von zu Hause aus. Bisher kämpfe nur eine kleine Gruppe von Freiwilligen aus Russland und der Ukraine."


Aus:
https://www.spiegel.de/politik/ausla...-a-970290.html

Man mag von Sportsfreund Girkin halten was man will - aber er war unleugbar vor Ort und hatte kein Interesse daran, den lokalen Aufstandswillen in schlechtes Licht zu rücken.

Sagen Sie mal - hatten Sie nicht die Situation zwischen den diversen syrischen Rebellen und dem Regime in Damaskus ganz anders bewertet, oder habe ich das falsch in Erinnerung? Viel freundlicher für die Diktatur, und viel abwertender für die Rebellen, als hier für eine demokratisch gewählte Regierung und die Separatisten?

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Watschn 09.11.2019, 17:43
8. Das Ostukraineproblem wäre doch mit gutem Willen lösbar....

Nach umfassenden Berichten u. Eindrücken scheint dieser Konflikt eine recht grosse Ähnlichkeit mit dem ehem. Südtirol-Problem aufzuweisen (Kultur- u. Nationalitätenproblem > ehem. Altösterreichische Gebiete in Italien). Genauso ist die Ostukraine überwiegend eine russische Minderheits-Nationalität in der grösseren Ukraine. (Kultur, Verständnis, Sprache u. Nationalität > Russisch)

Zu lösen wäre ergo dieses Problem ähnl. die des kulturellen Südtirols im übergrossen Italien. Nämlich mit grosser Autonomie in wichtigen Bereichen (Steuergesetzgebung - über ca. 90% des südtiroler Steueraufkommens verwaltet/entscheidet Südtirol autonom - , grosse Bezirksregierungkompetenzen, Finanzen, Kultur, Sprache, örtl. Polizei, Armeeeingliederung, sowie eine analog angemessene ostukr. Vertretung in Kiev...)

Die Ukraine hätte wie Italien die Oberhoheit über die Aussenpolitik u. Landesverteidigung. Schutzmacht für die Ostukraine (UN-Veträge, bilaterale Abkommen) wäre Russland; wie Österreich für das Südtirol.
Solch ein befriedendes Modell wäre doch auch (mit Modifikationen) anwendbar auf die Ostukraine, die Ukraine u. Russland als involvierte Partei. Dies könnte eine Aufgabe für die Minsker Gruppe, oder gar einer europ. Geburtshilfe durch den ital. Ministerpräsidenten bzw. den österr. Kanzler den Ansporn geben.

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sven2016 09.11.2019, 17:43
9. Das stimmt Alles mit den Reportagen

der vergangenen Jahre überein, führt aber nicht weiter.

Russische Truppen und russlandorientierte Ukrainer kämpfen gegen nationalistische Ukrainer und Regierungstruppen.

Die paar Millionen Menschen, die im Donbass leben, leben in Ruinen, der Rest der Ukraine leidet - auch wirtschaftlich und sozial -. Putins Ziel.

Allmählich wird es Zeit für richtige Lösungen, die zu allererst die Kämpfe beenden und vernünftige Lebensbedingungen ermöglichen.

Wenn es nur Putin ist, der das verhindert, muss man es offenlegen, mit den Dokumenten, Mails und Telefonaten, die abgehört wurden.

Noch fünf Jahre Krieg wäre wirklich Abchasien oder Süd-Ossetien. Russland würde wohl die Transnistrien-Lösung vorziehen.

Und dann sind die baltischen Staaten an der Reihe ....

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