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Analyse der militärischen Lage: Nato sieht Ukraine bereits als Verlierer des Konfikts
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Prorussische Kämpfer haben den Flughafen Luhansk erobert, für Kiews Militär reiht sich Niederlage an Niederlage. Die Nato hält den Krieg in der Ostukraine schon jetzt für entschieden: Putins Einheiten sind zu überlegen.

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herzblutdemokrat 01.09.2014, 19:48
1. Als nächstes das Baltikum?

Das war leider voraus zu sehen. Wie sollen sich die Jungs aus Kiew auch gegen russische Kampftruppen zur wehr setzen. Wenn sie kapitulieren dann wird Putin das als schwäche interpretieren und seine Panzer nach Kiew schicken. Als nächstes werden die Russen im Baltikum um Hilfe schreien. Noch habe ich die Hoffnung das Putin keine Nato Staaten angreifen wird bzw noch halte ich ihn für so intelligent.

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matulla23 01.09.2014, 19:48
2. Beruhigend zu wissen,

dass jetzt vielleicht für die Menschen vor Ort das Töten aufhört. Aber was ändert das an der Gesamtlage? Das Problem ist doch nicht eine am Ende "souveräne" Ostukraine! - Das Problem ist doch Putin. -

Was geschieht denn nach einer Niederlage der ukrainischen Armee? Mit Sicherheit wird es in diesen Landesteilen nicht ruhig werden können, wenn diese annektiert werden. Und das ist der Fall. Es ist die Wiederholung der Geschehnisse zu Anfang des Jahres auf der Krim.

Der Bericht liest sich in etwa so: gewöhnt euch schon einmal an die Tatsache, dass die Russische Föderation demnächst um Neurussland wächst. Und gewöhnt euch daran, dass dieses Ereignis unumkehrbar ist.

Putin wird sich bereits jetzt die Hände reiben. Alles im Plan......

Ich kann nur hoffen, dass Europa und der Rest der Welt hieraus lernt. Putin muss an der Ostukraine ersticken, insofern als dass man ihm und der gesamten Russischen Föderation wo auch immer die Wirtschaft abwürgt und anderweitig derart sanktioniert, dass er in ein paar Jahren die Ostukraine freiwillig wieder an die dann hoffentlich wirklich souveräne Ukraine zurückgibt.

An der Gesamtlage ändert ein Sieg der Russen und damit evtl. eine Waffenruhe in der Ostukraine überhaupt nichts. Ich wünsche es den Menschen vor Ort, dass niemand mehr sterben muss. Aber es bleibt ein Würgen im Hals!

Und es bleibt die Frage: was kommt danach? Europa ist groß. Und Putins Wünsche sind es auch.

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acroflyer 01.09.2014, 19:52
3.

Putin schafft Fakten!

Wer bisher noch geglaubt hat, daß das ein paar russische Freischärler wären, dem werden spätestens jetzt die Augen geöffnet: Von Anfang an war geplant, mindestens einen russischen Korridor zur Krim zu schaffen, wenn nicht noch mehr!

Putin weiß, daß er militärisch alles machen kann, sogar die Ukraine annektieren! Der Westen?
Er hat die Aussage, daß der Westen ein militärisches Eingreifen verneint.
Ich könnte mir sogar vorstellen, daß, nach einiger Zeit,
auch Lettland, Litauen das gleiche Schicksal erleiden.

Der Westen hat nur eine wirtschaftliche, wenn auch sehr, sehr schmerzliche Trumpfkarte:
Ein Einfuhrembargo von russischem Öl und Gas!

Das russische Volk ist sehr leidensfähig.
Trotzdem muß der Versuch gemacht werden, Putin bei seinem eigenen Volk unpopulär zu machen.
Es gab ja schon einige Revoltem in dem Staat...!

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Harry143 01.09.2014, 20:03
4. Putin macht was er will

und wir winken mit dem Zeigefinger und sagen böse böse, und das in einer Lautstärke die der nette Mann im Kreml doch kaum wahr nimmt.
Die Nato und die EU machen sich hier zum zweiten mal lächerlich nachdem sie das auf der Krim schon bestens geübt haben. Die Reaktionen müssten um ein vielfaches schärfer ausfallen. Putin will einen Atomkrieg so wenig wie wir ihn wollen, deswegen greift er ja auch nicht offen ein sondern lässt sich Rückzugsmöglichkeiten. Würden wir angemessen scharf reagieren dann könnte man den Herrn wirklich an den Verhandlungstisch zwingen und einen Kompromiss ausarbeiten. Wenn wir weiter rumschwächeln geben wir ihm nur recht, er bekommt ja was er will also wieso einen Kompromiss aushandeln?

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spon-facebook-10000210271 01.09.2014, 20:07
5. Fair war das nicht

Putin hat mal so eben alle Regeln gebrochen, die einen Frieden dort hervorgerufen hätten.

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sunglider 01.09.2014, 20:12
6. Russland erkennen ...

Unglaublich dass sich so eine Geschichte in Europa , 1500 km entfernt, abspielen kann. Ich bin nicht für ein Eingreifen der Nato, Ukraine ist kein EU Mitglied. Aber ich bin dafür, Russland als das zu erkennen, was es ist, ein Agressor Land. Hier leben 6 Mio. Russland Deutsche. Wenn die jetzt laut nach Putin rufen , alle nach Berlin ziehen, ob Putin dann wohl in Berlin einmarschiert? Unwahrscheinlich? Sicher, aber vor einem Jahr hätten wir es auch noch als unwahrscheinlich abgetan was heute Realität ist. Und ich habe lieber einen kalten Krieg, bei dem ich weiß wer der Feind ist, ,als einen, den sie Freund und lupenreinen Demokraten nennen ,der sich aber keine Regeln hält..
Wir müssen erkennen, das es den Idealfall des Menschen, nett,gerecht und sich an alle Gesetze haltend, nicht gibt. Nur einer unter den ganzen Guten muss schlecht sein und schon ist alles ad absurdum geführt. Und genau das macht Putin, er bricht die Regeln ...weil er es kann und weil er der Stärkere ist. Und ein Außenminister der nur herumeiert, auf Konsens setzt, glaubt dass ein Putin ihn auch nur in geringster Weise ernst nimmt, der ist in diesem Fall, Fehl am Platz.

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Palmstroem 01.09.2014, 20:15
7. Europas Niederlage

Nicht nur die Ukraine hat verloren - auch die EU und vor allem Deutschland hat verloren. Die deutsch-russische Freundschaft und die OSCE haben sich als naive Träumerei erwiesen. Schröder´s Pakt mit Putin gegen die USA zeigt sich heute in neuem Licht.
Putin braucht nicht einmal eine UN-Resolution, um in ein Land einzumarschieren.

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clausbremen 01.09.2014, 20:22
8. Mit russischen Söldnern ...

... wäre die ukrainische Armee noch fertig geworden, gegen Massen von regulären russischen Truppen haben sie natürlich keine Chance. Aus genau diesem Grund verbietet das Völkerrecht einen Angriffskrieg. Diesen Rückfall in finstere Zeiten des letzten Jahrhunderts wird Russland insgesamt ausbaden müssen - und Putin mit seiner kriminellen Kamarilla wird dafür hoffentlich irgendwann bitter büssen.

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bene_lava 01.09.2014, 20:27
9. Absurd!

Es ist absurd, dass es einige Personen gibt, die immer noch glauben, Russlands Truppen würden keine Invasion der Ukraine betreiben.
Die Diplomatie ist vorerst gescheitert. Russland muss von internationalen Finanzmarkt ausgeschlossen werden, um so erst die Voraussetzung für die Diplomatie von Morgen zu schaffen. Ohne Verhandlungsmasse gibt es keine diplomatische Lösung.
Nun gilt es schnell die prowestlichen Regierungen im Südkaukasus, in Zentralasien und im Baltikum massiv zu stären. Russland betreibt in diesen Ländern verstärkt eine auf Eskalation ausgerichtete Minderheitenpolitik. Die USA sollten zumindest stillschweigende Sicherheitsgarantien an diese Länder geben, so wie es in Turkemenistan bereits erfolgt ist.

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