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Analyse zu Landtagswahlen: AfD mobilisiert in Sachsen fast eine Viertelmillion Nichtw
Infratest dimap/ ARD

Bei den Landtagswahlen hat die AfD besonders bei früheren Nichtwählern gepunktet, in Sachsen noch deutlicher als in Brandenburg. Und auch bei jüngeren Wählern ist die Partei in Sachsen überraschend stark.

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herbert.echzell 02.09.2019, 14:19
50.

Zitat von m-zmann
und erschreckend zu sehen, dass die SPD bei den Arbeiter/innen so katastrophal schlecht abschneidet. Eine Aussage fehlt mir persönlich jedoch: Wie haben jene Menschen gewählt, die (aus welchen individuellen Gründen auch immer) nicht selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen, sondern als ALG-II Beziehende schon schon länger auf Hilfe aus Steuergeldern angewiesen sind...
Auch viele die AfD.
Und die haben sicher nicht gelesen, was die AfD in ihrem Programm zu solchen staatlichen Transferleistungen schreibt; was sie sich dazu für die Zukunft vorstellt.

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sj_comment 02.09.2019, 14:23
51. Bei jungen Wählern gepunktet

Es kann definitiv nur am Bildungsstatus liegen. Ich hoffe nicht diese Personengruppe handelt aus Ihrer Ohnmacht heraus. Es gibt keinen einzigen Grund für Nationalsozialismus. Es war eines der schlimmsten Verbrechen der Menschheit! Punkt. Rechts ist niemals eine Alternative! Nie!

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herbert.echzell 02.09.2019, 14:27
52.

Zitat von DerFreddy
Die Jugend, die noch nicht arbeitet, wählt noch grün. Die Wähler, die mit ihrer Arbeit den Staat am Laufen halten, hauptsächlich AFD und etwas CDU/SPD. Wer vom Staat lebt, wählt primär SPD und CDU. Die AFD-Wählerschaft besteht somit eher aus den Leistungsträgern, die man früher bei FDP,CDU und etwas SPD verortete.
Sie müssen andere Statistiken gelesen haben, als die im obigen Artikel. Die sagen nämlich etwas völlig anderes, als Sie wahrzunehmen meinen.

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Das Pferd 02.09.2019, 14:31
53.

Zitat von nemaxmutant
Ich wähle eher links (und habe auch gestern eine Partei links der Mitte gewählt), aber wenn man sieht mit was hier bei der Wahl zum LANDTAG geworben wird, dann darf man sich nicht wundern. Meine Straße war mit Plakaten von den Linken vollgestopft auf denen bloß das Wort "Weltfrieden" stand. Vielleicht kann man mir einer von den Linken erklären, wen man damit erreichen wollte.
Stimmt. Einfachster Test für Slogans ist, einfach mal eine Gegenthese zu formulieren. Wenn die absurd ist, ist der Slogan sinnfrei.

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Das Pferd 02.09.2019, 14:34
54.

Zitat von triptychon5zehn
Das schöne ist ja, dass die AFD auch weiterhin nichts für die Arbeiter und minder-Gebildeten (laut dieser Studie) tut und sich auch weiterhin in die eigene Tasche regiert. Das ist keine Vermutung, sondern leider Tatsache, ..............................
wer seine Meinung für eine "Tatsache" hält, sollte sich nicht über den Bildungsstand von AfD-Wählern mokieren.

Was "sich in die eigene Tasche regieren" ist, weiß ich zwar nicht, da die AfD aber nirgends mitregiert ist es vermutlich auch vertane Zeit dies zu ergründen.

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herbert.echzell 02.09.2019, 14:37
55.

Zitat von rambazamba1968
Arbeitslose haben keine Lobby in der Politik. Sind wir wirklich verwundert, dass diese Gruppe auf die AFD setzt? 44% Vielleicht fehlt ein Angebot von SPD und der Linke an diese Schicht.
Da gebe ich Ihnen Recht.Vor allem seit Gerhard Schröder und seiner Agenda 2010.

Schröder und seine Freunde, wie Clement, Müntefering und die Seeheimer Clique sind die wahren Totengräber der SPD. Und solange die Partei es nicht schafft, sich von diesem Erbe und diesen Gedanken zu trennen, wird sie in Sachen Arbeitnehmerpolitik immer nur eine CDU-Abklatsch bleiben.

In den frühen 200ern konnte man noch hoffen, dass eine weiter erstarkende Linke die der SPD abhanden gekommenen Wähler auffängt und somit im linken Lager hält und die erstarkende Linke die SPD in arbeitnehmer- und sozialpolitischen Themen vor sich hertreiben kann.

Aber diese Hoffnung muss man wohl neuerdings begraben.
Das Stimmvieh von unten wählt sich wieder seine eigenen Metzger.

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planet335 02.09.2019, 14:39
56.

Zitat von herbert.echzell
Ja natürlich tut die AfD für diese Leute eigentlich nichts. Trotzdem bringen für viele Leute diese Statistiken keinen neuen Erkenntnisgewinn, sondern lediglich die Bestätigung dessen, was man schon immer ahnte; gar wusste: Es sind nicht die hellsten Kerzen in der Wählerschaft, die die AfD erfolgreich ködert. Und von diesen Kerzen gibt es eben auch nicht gerade wenige in diesem Land.
das tröstet mich leider wenig, dass es auch in meinem Umfeld die eher ungebildeten sind, die ihr Weltbild aus "Bauer sucht Frau" und Fußball haben und die in dieser Partei das Heil suchen, wenn sie mich dann auch irgendwann durch die Stadt jagen werden.
„Das Problem mit dummen Menschen ist, dass sie oft zu dumm sind, selbst zu erkennen, dass sie dumm sind“, hat der britische Komiker John Cleese einmal gesagt.

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herbert.echzell 02.09.2019, 14:49
57.

Zitat von Archie69
beiden Bundesländern die größte Gruppe stellt. Ist also noch genügend Potential für CDU, SPD, Linke, Grüne, FDP neue Wähler zu gewinnen. Die AfD hat hoffentlich ihr Potenzial in dieser Gruppe ausgeschöpft. Aber wahrscheinlich ist ein großer Teil dieser Leute für Wahlen sowieso nicht mehr zu erreichen, die gehen gar nicht (mehr) zur Wahl, weil sie Glauben, dass sich sowieso nichts ändert - so zumindest die Aussage einer Jungwählerin in einem Artikel letzte Woche.
Aber dann sind diese Nichtwähler doch noch erreichbar, wenn es der Politik gelingt, ihnen Angeboten zu machen und Lösungen aufzuzeigen. Denn offenbar halten die sie AfD eben ganz folgerichtig auch nicht für das, was diese sich ausgibt; eine Alternative.

Hier kann und muss Politik ansetzen. Bei der Arbeitsmarktpolitik, der Steuerpolitik, der Sozialpolitik.

Die Leute ganz unten sind es eben auch, die stets Angst haben, dass welche, die von außen neu hinzukommen, ihnen etwas von ihrem wenigen, was sie noch haben, wegnehmen. Hier setzen rechte Populisten den Hebel an. Diesen Hebel muss man brechen und unwirksam machen, indem man diesen Menschen Sicherheit gibt..
also wirklich gibt... und nicht nur, wie es immer so schön heißt, vermittelt.

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dw_63 02.09.2019, 14:52
58. Habe ich

Zitat von spon_3653303
Wenn die Jungwähler zu den Rechtsextremen tendieren, kann einem nur Angst und Bange werden: hat man den jungen Leuten in der Schule nicht näher gebracht, was in Deutschland zwischen 1933 und 1945 abgelaufen ist? Hat von denen denn keiner gemerkt, wieviele Wölfe im Schafspelz der AfD zu ihren Erfolgen im Osten beigetragen haben?
in meiner Post da beschrieben

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jeby 02.09.2019, 14:53
59.

Zitat von hamish1966
Und wo ist da bitte die Quellenangabe? Die Jugend, die noch nicht arbeitet, wählt grün - aha. Also die unter 16 - 18 jährigen. Leider sind die noch gar nicht stimmberechtigt (ab 16 bei Europawahlen). also wählen die schon mal gar nicht. Der Staat ist auch nicht plötzlich mit dem Auftauchen der AFD entstanden, sondern wird seit 1949 von Leistungsträgern am Laufen gehalten, die nicht AfD gewählt haben. Leistungsbezieher ist dann auch noch ein sehr schwammiger Begriff, denn bereits Kindergeld ist eine staatliche Leistung. Beziehen Sie das möglicherweise?
Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass die Mehrheit der 18 - 24 Jährigen Grünenwähler in Sachsen und die Mehrheit der 16 - 24 Jährigen Grünenwähler in Brandenburg schon arbeiten?

Es gibt eine aktuelle Studie zu den Fridays for Future Teilnehmern. Genau die Klientel, die auch die Grünen toll findet.

https://perspektive-online.net/2019/03/fridays-for-future-wer-ist-teil-der-neuen-klimaprotestgeneration/

"Die überwiegende Mehrheit der SchülerInnen kommt von Gymnasien (55,6 Prozent), hinzu kommen 31,4 Prozent Studierende. Bei der Selbsteinschätzung der „subjektiven Schichtenzugehörigkeit“ gaben 43,6 Prozent an, zur oberen Mittelschicht zu gehören und 26,8 Prozent zur unteren Mittelschicht. Nur 4,5 Prozent zählten sich selber zur Arbeiterschicht gehörend."

Es wählen vor allem Kinder gut situierter Eltern, häufig in Großstädten lebend, die Grünen. Diese machen zu einem großen Teil Abitur und studieren dann. Da verdient man mit 18 Jahren noch kein Geld, auch mit Anfang 20 meistens noch nicht.

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