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André Poggenburgs Abgang: Gut für die AfD. Leider
DPA/ Philipp von Ditfurth

André Poggenburg hat die AfD verlassen - die Rechtspopulisten können feiern: Auf ihrem Europaparteitag geben sie sich geläutert, angeblich frei von rechtsextremen Kräften. Wenn es nur wirklich so wäre.

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isi-dor 13.01.2019, 18:17
1.

Eine Schwalbe macht noch keinen Winter.

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curiosus_ 13.01.2019, 18:19
2. Und, was will mir der Kommentar...

...nun sagen? Die AfD trennt sich von einem prominenten Mitglied des rechten Randes, und nun ist es auch wieder nicht recht?

Selbst wenn Sahra Wagenknecht in die AfD eintreten würde, würde das vermutlich gegen Sahra Wagenknecht und nicht für die AfD ausgelegt werden.

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fördeanwohner 13.01.2019, 18:30
3. -

Solange Höcke und Storch und so einige andere noch in der Partei verbleiben, brauchen wir uns keine Sorge zu machen, dass gemäßigte Wähler auf den rest reinfallen. Und umgekehrt ...
Ach, ich mache mir jedenfalls keine Sorgen, obwohl ich immer zwischen Baum und Borke bin. Diese extremen Rechten sind einfach immer überflüssig.

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Nania 13.01.2019, 18:51
4.

Zitat von curiosus_
...nun sagen? Die AfD trennt sich von einem prominenten Mitglied des rechten Randes, und nun ist es auch wieder nicht recht? Selbst wenn Sahra Wagenknecht in die AfD eintreten würde, würde das vermutlich gegen Sahra Wagenknecht und nicht für die AfD ausgelegt werden.
Die AfD hat sich nicht von Poggenburg getrennt. Das behauptete der Text auch nicht. Poggenburg ist freiwillig gegangen, vermutlich, weil ihm die Aussicht auf einen Maulkorb seitens der AfD nicht passte. Inhaltlich ist Poggenburg nun wirklich nicht weit von vielen anderen AfD-Mitgliedern entfernt.

Weiterhin weist der Kommentar auf folgende Dinge hin:
- vermutlich wird Poggenburgs Partei es nicht weit bringen. Er ist nicht Höcke und die konservativen Anhänger, die keine Neonazis sind, werden nicht folgen. Die würde Poggenburgs Partei für einen Neuanfang allerdings brauchen.

- die Parteien von Lucke und Petry, bekannte ehemalige Gesichter der AfD sind im politischen Nirvana verschwunden. Keine guten Aussichten für Poggenburg.

- die AfD nutzt den Weggang Poggenburgs als Grundlage für die Behauptung, man distanziere sich vom Rechtsradikalismus.
Wie Sie meiner ersten Aussage allerdings schon entnehmen können, distanziert sich da niemand. Poggenburg ist selbst gegangen, die AfD hat ihn nicht rausgeworfen. Wie übrigens auch den Antisemiten Gedeon nicht...

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qvoice 13.01.2019, 19:04
5.

Der Abgang von Poggenburg ist sicher gut für die AfD. Dadurch kann sie einen weiteren Schritt in Rechtung einer konservativen Volkspartei für sich reklamieren.

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charlybird 13.01.2019, 19:08
6. Natürlich ist der rechtsintellektuelle Part

in der AfD froh diesen Trottel zu sein. Er war ja wahrscheinlich für viele dieser Mitglieder ein tiefbraunes Tuch, weil er eben recht kompromisslos seine geistige Herkunft dokumentiert hat.
Das aber ist nicht gefragt, wenn man es rhetorisch nicht anspruchsvoller verpacken kann, insofern war Kamerad Poggenburg eigentlich mehr ein verfrühter Frontkämpfer, den man zu späteren Zeitpunkten besser zu irgendwelchen Aufmärschen gebraucht hätte.
Das Ausscheiden dieses Herrn ist insofern gut für die AfD, weil die vermeintlich bürgerlich, konservative Klientel jetzt ihre angebliche demokratische Verbundenheit wieder etwas mehr ausschwitzen kann, aber man sollte sich wirklich nicht täuschen lassen, der Rest vom Fest ist auch nicht ohne.
Der Zuspruch und der Erfolg der AfD liegt nämlich weiterhin im permanenten Anzapfen konservativer BürgerInnen, die man auch hervorragend mit einem eher ''beruhigenden'' Nationalismus ködern möchte, der das Nazibild verbannt, und da stören solche Poggenburgs einfach.
Und die Rechte allgemein bleibt damit weiterhin ein Fragezeichen

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friedrich_eckard 13.01.2019, 19:14
7.

Wenn die Poggenbürger in Thüringen und Brandenburg ein oder zwei Stimmenprozente einsammeln, die dann in den 5%-Orkus fallen, könnte das für die Mehrheitsverhältnisse durchaus nicht ganz unwichtig sein, und zwar im Sinne der bestehenden rot-rot(-grünen) Koalitionen... ich bin ein Teil von jenr Kraft... meine Sorge ist aber eine andere. Ich war, bin und bleibe der Überzeugung, dass es in den "schwarzen" Reihen relevante Kräfte gibt, die gerne mit denen da ins Geschäft kommen würden - der Feind steht bekanntlich immer und unter allen denkbaren Umständen links, und ein Papen, ich wiederhole mich, ist immer und überall. Wenn sich nun die Krrräfte derr nationalen Errrneuerrung auch nur rein äusserlich ein wenig zivilisieren, dann würden denen, die von der "neuen Harzburger Front" träumen, das Geschäft natürlich erleichtert. Das ist keine angenehme Aussicht.

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anni2010 13.01.2019, 19:19
8.

Ne, sondern weil Blau, so auch das der Konblume, der Farbe der Scientology Organisation entspricht. Jene, die die "Blaue Wende" herbeisehnen.

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jeby 13.01.2019, 19:19
9.

Zitat von Nania
- die AfD nutzt den Weggang Poggenburgs als Grundlage für die Behauptung, man distanziere sich vom Rechtsradikalismus. Wie Sie meiner ersten Aussage allerdings schon entnehmen können, distanziert sich da niemand. Poggenburg ist selbst gegangen, die AfD hat ihn nicht rausgeworfen. Wie übrigens auch den Antisemiten Gedeon nicht...
Aber bevor Poggenburg gegangen ist, haben sie ihm eine Ämtersperre aufgelegt. Das war wohl letzten Endes auch der Grund für seinen Austritt.

https://www.tagesschau.de/inland/afd-gedeon-105.html

Die AfD will auch Gedeon rauswerfen, aber es ist nicht leicht einen Politiker gegen seinen Willen aus der Partei auszuschließen. Wäre das nämlich so, dann wäre Thilo Sarrazin schon lange nicht mehr in der SPD.

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