Forum: Politik
André Poggenburgs Abgang: Gut für die AfD. Leider
DPA/ Philipp von Ditfurth

André Poggenburg hat die AfD verlassen - die Rechtspopulisten können feiern: Auf ihrem Europaparteitag geben sie sich geläutert, angeblich frei von rechtsextremen Kräften. Wenn es nur wirklich so wäre.

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keine-#-ahnung 13.01.2019, 20:21
20. "Diese extremen Rechten sind einfach immer überflüssig."

Zitat von fördeanwohner
Solange Höcke und Storch und so einige andere noch in der Partei verbleiben, brauchen wir uns keine Sorge zu machen, dass gemäßigte Wähler auf den rest reinfallen. Und umgekehrt ... Ach, ich mache mir jedenfalls keine Sorgen, obwohl ich immer zwischen Baum und Borke bin. Diese extremen Rechten sind einfach immer überflüssig.
Das sehen Minimum ein Fünftel der sächsischen Wähler offenbar anders - insofern sind diese "extremen Rechten" nur für SIe und Ihresgleichen überflüssig.

"Solange Höcke und Storch und so einige andere noch in der Partei verbleiben, brauchen wir uns keine Sorge zu machen, dass gemäßigte Wähler auf den rest reinfallen."

Auch "gemäßigte Wähler" sind durchaus bereit, Kollateralschäden in Kauf zu nehmen, wenn dadurch ihre Interessen besser politisch vertreten sind, machen Sie sich da nichts vor.

Bisher hat die "Nazi-Ansprache" der AfD per kontinuitatem ausschliesslich genutzt - nie geschadet. Es hapert ein wenig an der Lernfähigkeit ihrer politischen Gegner ... wünsche Ihnen ein angenehmes Wahljahr 2019 :-) !

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GeMe 13.01.2019, 20:32
21. Viele AfD-Wähler sind keine Neonazis

Aus dem Artikel:
"Trotz der Ausfälle des Spitzenpersonals bleibt festzuhalten: Viele AfD-Wähler sind keine Neonazis. Sie sind unzufrieden mit der Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel, vielleicht auch mit der Sozialpolitik. Aber sie sind keine Neonazis. Das ist ein weiterer Grund für den anzunehmenden ausbleibenden Erfolg des "Aufbruchs"."

AfD-Wähler lassen sich in zwei Gruppen unterteilen:
1. Die Rechtsextremisten
2. Die, denen es egal ist, wenn sie von Rechtsextremisten regiert werden.

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Jan_Wellem 13.01.2019, 20:34
22. Spiegel-Logik

Wenn gemäßigte AfD-Mitglieder austreten, ist das ein Beleg dafür, dass die Partei nach rechts driftet.
Wenn rechte AfD-Mitglieder austreten, ändert das nichts daran, dass die AfD nach rechts driftet?
Spiegel-Logik: Kann man so schreiben, klingt dann aber doof - und vor allem voreingenommen.
Zunächst wäre i.Ü. zu klären, ob Herr P. wirklich ausgetreten ist. Oder hat sich das nur Herr R. vom Nachrichtenmagazin S. aus HH ausgedacht? :-)

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GeMe 13.01.2019, 20:45
23. Wenn es nicht mal genügt den Holocaust zu leugnen,

um aus der AfD ausgeschlossen zu werden, dann frage ich mich was das AfD Schiedsgericht dazu bringen könnte ein AfD Mitglied auszuschließen.
Aktueller Fall: Frau von Sayn-Wittgenstein von der Schleswig Holsteiner AfD hatte laut Aussage eines Mitarbeiters den Holocaust geleugnet und wurde daraufhin ihrer Ämter enthoben.
Das AfD Schiedsgericht hat diese Entscheidung zurückgenommen.
Die FAZ schreibt dazu als Begründung des Schiedsgerichtes:
Selbst wenn Sayn-Wittgenstein gegenüber einem Mitarbeiter den Holocaust geleugnet haben sollte, gehen sie (das Schiedsgericht) "nicht von dem Vorliegen eines erheblichen Verstoßes gegen die Grundsätze oder die Ordnung der Partei aus."
Die Leugnung des Holocaust ist in Deutschland eine Straftat, aber kein Grund aus der AfD ausgeschlossen zu werden.
Sollte man mal drüber nachdenken.

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genewolfe 13.01.2019, 20:48
24. typisch "linksversifft"

ja ... entschuldige mich für das Unwort im Title, meine es IRONISCH.
Könnt ihr vom SPIEGEL diese sinnfreien Kommentare nach dem Motto "die AFD ist böse, böse, böse" nicht einfach lassen.
Wir lernen also
1. die AfD ist immer rechts (und damit böse)
2. wenn Rechte die AfD verlassen, wird sie noch rechter (noch böser)
3. wenn Rechte die AfD nicht verlassen, wird sei auch immer rechter (immer böser)
DAS IST KOMPLETT SINNFREI !!!!
Warum kann man der AfD ihr Bekenntnis zur Demokratie nicht einfach abnehmen ?
Warum kann man sie nicht inhaltlich angreifen, statt mit der Moralkeule ? (Vielleicht werden dann auch keine AfD Politiker von hochmoralischen Mitmenschen fast totgeschlagen.)
Sorry, aber Andersdenkende gehören zu einer funktionierenden Demokratie.

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Gleichstrom 13.01.2019, 20:58
25.

Zitat von brathbrandt
(i) Die Verfassungsbrecherin ist Merkel und nicht Gauland. (ii) Die Schlägertruppen sind die der Antifa nicht die der Identitären. (iii) Wenn nun Verrückte, wie sie in neuen Parteien häufig sind, gehen, gut für die AfD. (iv) Wenn es nun rechts von der AfD eine Partei gibt: Um so besser. Mehr Mitte darf nicht sein.
Liber Brathbrandt, 13 ... :

Eine Grenze, die bereits offen ist, erneut zu öffnen, ist kein Verfassungsbruch, es ist nichteinmal überhaupt irgendeine Aktivität von Nöten. Schengen ... das ist kein Verb (ist Ihnen bekannt, wie etwas geschengt wird? Mir leider nicht...), das ist ein Ort, nach dem ein dort geschlossener Vertrag benannt ist, dieses Schengen-Abkommen ... hat eine geschlossene interne Grenze lange bevor irgendwas des Bejammerten passierte, ausgeschlossen.

Ich mag die Merkel ja auch nicht, aber die Gründe hierfür unterscheiden sich ganz massiv - und das fragliche Ereignis ist schlichtweg kein Verfassungsbruch gewesen!

Über Schlägertruppen wurde an dieser Stelle garnicht berichtet, aber es gibt diese wohl verschiedenenorts. Ich bin von Rechten letzten Sommer bedroht worden, weil ich als Außenstehender mit einem Teilnehmer einer linken Demonstration geredet habe - die übrigens friedlicher nicht hätte sein können. Einige Zeit weiter zurück und ich könnte Ihnen dutzende Ereignisse ähnlicher Art berichten, aber das schert Rechte nicht, jede Gewalt, die sie Anderen antun, wird als helfenhafte Notwehr im Sinn der Nation - die mich nebenbei rein emotional überhaupt nicht berührt, auch nicht im Negativen - verklärt. Ob der nun IBiot war ... er sagte es von sich, ich habe das nicht nachgeprüft, ich bin icht die Stasi und verzichte gern auf jeden Kontakt mit dieser Art Mensch...

Rechts von der AfD braucht man keine Partei, außer, man möchte Stimmen binden, die spätenstens im Fall einer Prüfung eines Verbotsantrags vor dem BVerfG durch Auflösung der Partei komplett verloren sind. Ich bezweifle, daß man auf diese Weise den Krug des rechten Gifts an uns vorüberzuziehen zu veranlassen imstande sein kann, aber ein kleines Stück Hoffnung hätte ich.

Davon ab haben die garkeinen Sinn, der für irgendwas nütze ist ... reaktionäre Kräfte zu vernetzen ist nicht sinnvoll, aber auch von Wahlen abgesehen kann eine solche Partei, leider, die eine oder andere Folge nach sich ziehen - man muß kein Berufspessimist sein, um nichts Gutes davon zu erwarten...

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hkubin 13.01.2019, 20:58
26. Siehe Schwedendemokraten

Die Schwedendemokraten haben es auch geschafft, sich von unappetitlichen Mitgliedern vom extrem rechten Rand zu trennen. Jetzt stehen sie bei 20%. Warum sollte die AfD nicht den gleichen Weg gehen.

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GeMe 13.01.2019, 21:01
27. @Jan_Wellem Heute, 20:34: SPIEGEL Logik

Zitat von Jan_Wellem
Zunächst wäre i.Ü. zu klären, ob Herr P. wirklich ausgetreten ist. Oder hat sich das nur Herr R. vom Nachrichtenmagazin S. aus HH ausgedacht? :-)
Die Nachricht vom Austritt Poggenburgs aus der AfD ging schon am Freitagmorgen durch alle Nachrichten. Auch das er einen neue Parte mit dem Namen „Aufbruch deutscher Patrioten Mitteldeutschland“ gegründet hat, mit der er bei den nächsten Landtagswahlen in den ostdeutschen Bundesländern antreten will.
Ein Rechtsextremer weniger in der AfD, bleibt nur noch der Rest von knapp 30000.

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Watschn 13.01.2019, 21:05
28. Obwohl eher Anhänger eines eher konservativen CSU-Strauss-Flügels...

muss man hier Valerie Höhne in causa AfD doch widersprechen. Zuerst einmal ist zusagen, natürlich gibt es in der AfD noch vereinzelt unappetitliche Figuren wie z.B. Gedeon, Räpple, Tillschneider, Sayn-Wittgenstein, Steinke...., welche teils (von AfD-Fraktionen) o. in Gänze ausgeschlossen, ausgetreten o. noch AfD-Mitglieder sind, welche vor einem Ausschluss stehen. Jedoch sind dies eher wenige Randfiguren.

Gaulands Äusserungen 'von der Nazizeit als Vogelschiss in der langjährigen deutschen Geschichte' war als vglb. Einordnung im Hinblick der zeitlichen Skala der dt- Geschichte gemeint, aber nicht als Relativierung der Verbrechen an sich. Das hat auch Gauland immer wieder betont, aber trotzdem wird ihm dies unaufhörlich vorgeworfen.
Frau Weidels Äusserungen im Bundestag über die Taten von Messerstechereien, insbes. verübt von Tätern aus archais-islam. Kulturen, sind ja nicht falsch, trotz vielleicht ihrer rabiaten lautstarken, empörten Anklage.
Und auch Höckes Äusserung zum berliner Holocaust-Mahnmal als 'Denkmal der Schande' war 'Das Denkmal an die Schande' (des Holocaust) gemeint, ansonst hätte es ja perfiderweise ein 'Ehrenmal der Schande' genannt werden müssen, wenn man Höcke Übles unterstellt.

Im übrigen hat sich Sen. Augstein (Vater von Jakob Augstein) mit einem Groll (über den seiner Meinung nach ungeeigneten Standort) 1998 darüber diesselben, im Kontext eher noch härteren Worte bedient.

sic: 'Nun soll in der Mitte der wiedergewonnenen Hauptstadt Berlin ein Mahnmal an unsere fortwährende Schande erinnern. Anderen Nationen wäre ein solcher Umgang mit ihrer Vergangenheit fremd. Man ahnt, daß dieses Schandmal gegen die Hauptstadt und das in Berlin sich neu formierende Deutschland gerichtet ist. Man wird es aber nicht wagen, so sehr die Muskeln auch schwellen, mit Rücksicht auf die New Yorker Presse und die Haifische im Anwaltsgewand, die Mitte Berlins freizuhalten von solch einer Monstrosität.'

Herr Augstein sen. ist dafür massiv angeschossen worden. M.E. sind seine Äusserungen um einiges pikanter.

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Quercus pubescens 13.01.2019, 21:05
29. Leider?

sollte sich die AfD peu a peu von dubiosen und extremen Charakteren wie Popp, Högge etc. befreien und eine seriöse konservative Partei rechts der CDU werden, kann man das nur begrüssen. Für das Parteiorgan der Linken, Spiegel, mag dies nachvollziehbar "leider" so sein, für Konservative hingegen erfreulich.

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