Forum: Politik
André Poggenburgs Abgang: Gut für die AfD. Leider
DPA/ Philipp von Ditfurth

André Poggenburg hat die AfD verlassen - die Rechtspopulisten können feiern: Auf ihrem Europaparteitag geben sie sich geläutert, angeblich frei von rechtsextremen Kräften. Wenn es nur wirklich so wäre.

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GeMe 13.01.2019, 21:16
30. @genewolfe Heute, 20:48: Wir lernen also...

Zitat von genewolfe
Wir lernen also 1. die AfD ist immer rechts (und damit böse) ... Warum kann man der AfD ihr Bekenntnis zur Demokratie nicht einfach abnehmen ? Warum kann man sie nicht inhaltlich angreifen, statt mit der Moralkeule ? (Vielleicht werden dann auch keine AfD Politiker von hochmoralischen Mitmenschen fast totgeschlagen.) Sorry, aber Andersdenkende gehören zu einer funktionierenden Demokratie.
zu 1. ja die AfD ist immer rechts. Man höre/lese dazu nur die Berichte vom Parteitag in Risa.
Dort sagte Mike Moncsek in seiner Rede, nach der er auf Listenplatz 20 gewählt wurde:
"Wenn ich sehe und wenn ich höre, wer sich da diese Position erarbeitet hat in den Parlamenten, dann sage ich Euch, meine Freunde, die müssen wir rausschlagen und wir müssen sie jagen und wir werden sie jagen und erlegen ist uns, mein erklärtes Ziel."
Das Bekenntnis der AfD zur Demokratie entspricht dem der NSDAP Anfang der 30er Jahre zur Demokratie.
Die AfD inhaltlich anzugreifen ist schwierig:
1. Es gibt quasi keinen Inhalt bei der AfD
2. Es ist den AfD-Anhängern egal, wenn man z.B. das "Sozialprogramm" der AfD kritisiert.
Ich habe kürzlich eine AfD-Anhängerin damit konfrontiert, dass die AfD den Sozialstaat abschaffen will.
Darauf anwortete sie mir "Die AfD ist die einzige Partei die gegen Ausländer ist, darum wähle ich die. Was die AfD sonst noch will, ist mir egal." Genau das ist die Meinung von ca. 95% der AfD Wähler. Zumindest kommt man zu dem Schluss, wenn man verfolgt, was die AfD und ihre Anhänger auf Facebook und Twitter schreiben.

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GeMe 13.01.2019, 21:20
31. @Quercus pubescens Heute, 21:05: peu a peu

Zitat von Quercus pubescens
sollte sich die AfD peu a peu von dubiosen und extremen Charakteren wie Popp, Högge etc. befreien und eine seriöse konservative Partei rechts der CDU werden, kann man das nur begrüssen. Für das Parteiorgan der Linken, Spiegel, mag dies nachvollziehbar "leider" so sein, für Konservative hingegen erfreulich.
Wenn sich die AfD von allen rechtsextremen Mitgliedern trennt, dann verliert sie mehr als 75% ihrer Mitglieder und Wähler.
Das wäre zu begrüßen, denn dann liegt sie deutlich unter 5%.
Die wenigen Konservativen rechts der CSU, die dann noch übrig blieben, würden eine ähnliche Bedeutung erlangen wie die DVU, die Republikaner oder Schillpartei.

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Nania 13.01.2019, 21:35
32.

Zitat von keine-#-ahnung
Das sehen Minimum ein Fünftel der sächsischen Wähler offenbar anders - insofern sind diese "extremen Rechten" nur für SIe und Ihresgleichen überflüssig. "Solange Höcke und Storch und so einige andere noch in der Partei verbleiben, brauchen wir uns keine Sorge zu machen, dass gemäßigte Wähler auf den rest reinfallen." Auch "gemäßigte Wähler" sind durchaus bereit, Kollateralschäden in Kauf zu nehmen, wenn dadurch ihre Interessen besser politisch vertreten sind, machen Sie sich da nichts vor. Bisher hat die "Nazi-Ansprache" der AfD per kontinuitatem ausschliesslich genutzt - nie geschadet. Es hapert ein wenig an der Lernfähigkeit ihrer politischen Gegner ... wünsche Ihnen ein angenehmes Wahljahr 2019 :-) !
Ich frage mich, ob ein Fünftel der sächsischen Wähler tatsächlich hinter der Ideologie steht, die die AfD vertritt. Falls ja: dann sieht es übel aus. Die AfD, das wissen wir, steht für eine neoliberale Wirtschaftspolitk, den Abbau von sozialen Sicherungssystemen und einem Wertesystem aus den 50ern und früher.

Ich kann ja verstehen, dass viele Menschen in Ostdeutschland enttäuscht sind von ihrer eigenen, persönlichen Lage, dass sie enttäuscht wurden von der Politik, die Versprechungen gemacht hat, die nicht eingehalten wurden oder eingehalten werden konnten.

Allerdings sind das alles keine Gründe, eine rechte Partei zu wählen, die auch häufiger, gerade übrigens auch in Ostdeutschland, ins rechtsextreme Spektrum abdriftet.

Und ein Kolletaralschaden ist das ganz sicher nicht. Sollte die AfD an nennenswerte Macht kommen, wird das für viele Menschen sehr übel enden. Für manche wird es gar ein böses Erwachen geben, wenn sie erkennen müssen, dass nicht die Ausländer an allem Schuld sind und die AfD auch nichts für die Menschen tut, die auf der Strecke geblieben sind.

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lapje 13.01.2019, 21:37
33.

Zitat von curiosus_
...sprechen aber eine andere Sprache:
Sie widersprechen sich selbst.

Fakt ist, das er selbster aus der AfD ausgetreten ist. Das steht auch im Text, den Sie zitieren. Warum dieser die Abmahnungen & Co wirklich bekommen hat, weiß keiner. Vielleicht, weil der seinen braunen Mist unbedacht rausgehauen hat, während die restlichen Verantwortlichen etwas "geplanter" vorgehen wollten um noch etwas "Kreide" zu fressen und den "Wählern" erst mal Honig ums Mauk zu schmieren? Vielleicht hat er mit seinem Verhalten diese Pläne torpediert?

Und nein, nach distanzieren sieht das für mich nicht aus - genauso wie es für jeden klar denkenden Menschen erkenntlich sein sollte. Solange Höcke & Co noch hohe Ämter in der AfD bekleiden, kann von einer Distanzierung keine Rede sein - da ist eher der Wunsch Vater des Gedanken...

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lapje 13.01.2019, 21:42
34.

Zitat von brathbrandt
(i) Die Verfassungsbrecherin ist Merkel und nicht Gauland. (ii) Die Schlägertruppen sind die der Antifa nicht die der Identitären. (iii) Wenn nun Verrückte, wie sie in neuen Parteien häufig sind, gehen, gut für die AfD. (iv) Wenn es nun rechts von der AfD eine Partei gibt: Um so besser. Mehr Mitte darf nicht sein.
Können Sie nicht vernünftig recherchieren?

(i) Es wurde schon vor geraumer Zeit festgestellt, dass Merkels Vorgehen mit dem Grudngesetz in Einklang stand. Vielleicht sollten Sie in gewissen Abständen auch mal aus Ihrer Filterblase mit integrierter Echo-Kammer heraustreten.

(ii) Ich kann mich nicht daran erinnern, das die Antifa Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte durchgeführt hat. Zudem sollten Sie mal einen Blick in die Kriminal-Statistiken werfen - da wird gut aufgeschlüsselt, wie hoch Gewalttaten mit welchem Hintergrund geschehen sind. Aber die gelten ja für Menschen wie Sie nicht.

(iii) Nur leider bleiben noch genügend "Verrückte" in der AfD - manche sogar in recht einflußreichen Positionen

(iv) Wer sagt das? Sie? Und wer sind Sie noch mal, dass Sie solch eine allgemeingültige Aussage tätigen dürfen?

Und jetzt: Husch, husch, weiter Compact lesen - morgen wird abgefragt!

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wahrsager26 13.01.2019, 21:54
35. An lapje. Nr35

Verzeihung, wer sind Sie.... in Anlehnung Ihres Posts? Die Antifa,hat ,ebenfalls Verzeihung, eben ein anderes Klientel im Visier .Oder liege ich da nicht richtig? Es ist gut, das fraglicher Herr ausgetreten ist.....man wird also sehen.Ja,wundern dürfen Sie sich nicht, wenn auch in höheren Schichten nicht nur in der Bevölkerung, ein gewisses Denken Einzug gehalten hat. Danke

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bretone 13.01.2019, 22:13
36. Wie wunderbar eindeutig ...

... muss einem dieser Poggenburg vorkommen, wenn man sich dieses Porträtfoto oberhalb des Textes einmal näher anschaut. Kommt einem dieses nicht irgendwie bekannt vor? Hatte nicht schon einmal jemand beinahe exakt die gleiche Frisur? Die gleiche Position wie auf dem Bild? Einen ähnlich gelagerten Blick? Nein? Oder doch?

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Sendungsverfolger 13.01.2019, 22:18
37. Weil ...

Zitat von hkubin
Die Schwedendemokraten haben es auch geschafft, sich von unappetitlichen Mitgliedern vom extrem rechten Rand zu trennen. Jetzt stehen sie bei 20%. Warum sollte die AfD nicht den gleichen Weg gehen.
... die AfD dann keine Führung mehr hätte.

Sind wir doch ehrlich, bei der AfD sitzen doch Überwiegend zwei Arten von Menschen: Die cleveren, wendetechnisch Begabten, die einfach nur irgendwie durch irgendwen an die Macht oder sonstige Vorteile wollen. Und die Hutbürger mit dem Horizont eines Schneidbretts.

Aber beide Gruppen erreicht man eh nicht und deshalb ist das "AfD ist böse"-Geschreibsel auch ziemlich fruchtlos. Vielleicht kann man noch den Zulauf etwas verhindern, aber wer da zuläuft, war überwiegend vorher schon so.

Sollen diese Typen doch Ihre eigene Partei haben und von ähnlichen Typen gewählt werden. Da weiß ich wenigsten, wo sie sind.

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curiosus_ 13.01.2019, 22:29
38. Wenn das alles von der AfD...

Zitat von Nania
Nein, so einfach kommt die AfD da nicht raus - und Sie auch nicht. Das, was die AfD gegen Poggenburg gemacht hat, ist allenfalls kosmetischer Natur. Erstens hat der Vorstand, wie Sie ja schon richtig zitieren, nur geplant, Poggenburg von Parteiämtern auszuschließen - eine Umsetzung ist da nicht nötig gewesen, weil Poggenburg ausgetreten ist; fraglich wäre auch, ob es tatsächlich dazu gekommen wäre, da diese Dame hier (https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/niederlage-fuer-afd-vorstand-im-fall-sayn-wittgenstein-15982433.html) ja dann doch nicht die Mitgliedsrechte entzogen worden sind. Und zwischen dem 08. März 2018 und Januar 2019 ist auch ziemlich viel Wasser den Rhein heruntergeflossen. Außerdem wäre Poggenburg ja auch nicht ausgeschlossen worden. Wiederum: Kosmetik, mehr nicht. Zudem: selbst wenn der Ausschluss von Parteiämtern für zwei Jahre durchgekommen wäre, wäre das lange kein Abschied Poggenburgs von der Politik gewesen. Die AfD-Mitglieder, auch die gemäßigten, wissen und wussten um die Bedeutung des (radikal) rechten Flügels um Poggenburg, Höcke und Co. - und werden sich daher kaum direkt gegen diesen Flügel stellen. Auch darf man, wie auch der Kommentar sagt, nicht davon ausgehen, die AfD würde durch den Weggang (erneut: nicht Ausschluss von Poggenburg) tatsächlich gemäßigter werden. Auch Aussagen von Weidel und Gauland sind eindeutig dem rechten bis rechtsextremen Spektrum zuzuordnen und nicht umsonst "beklagte" die NPD schon vor einigen Jahren, dass die AfD ihnen die Parolen und Politikfelder klaut. Da muss schon einiges an rechtsextremen Potential vorhanden sein, wenn schon die NPD nörgelt. Als rein konservative Partei hätte die AfD auch deutlich weniger Wählerpotential, das ist den meisten Mitgliedern wohl auch bewusst.
...gar nicht ernst gemeint war - warum ist er dann gegangen? Irgendwie unlogisch, oder?

Und zu "Als rein konservative Partei hätte die AfD auch deutlich weniger Wählerpotential": Na ja, der Poggenburg-Flügel schreckt nicht so ganz weit rechts stehende potentielle Wähler ab. Und das Wählerpotential dürfte deutlich größer sein.

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spon_12 13.01.2019, 22:36
39.

Zitat von genewolfe
ja ... entschuldige mich für das Unwort im Title, meine es IRONISCH. Könnt ihr vom SPIEGEL diese sinnfreien Kommentare nach dem Motto "die AFD ist böse, böse, böse" nicht einfach lassen. Wir lernen also 1. die AfD ist immer rechts (und damit böse) 2. wenn Rechte die AfD verlassen, wird sie noch rechter (noch böser) 3. wenn Rechte die AfD nicht verlassen, wird sei auch immer rechter (immer böser) DAS IST KOMPLETT SINNFREI !!!! Warum kann man der AfD ihr Bekenntnis zur Demokratie nicht einfach abnehmen ? Warum kann man sie nicht inhaltlich angreifen, statt mit der Moralkeule ? (Vielleicht werden dann auch keine AfD Politiker von hochmoralischen Mitmenschen fast totgeschlagen.) Sorry, aber Andersdenkende gehören zu einer funktionierenden Demokratie.
Was soll man denn aber auf einen solchen Kommentar antworten, der außer Polemik und Übertreibung so gar nichts zu bieten hat?

Haben Sie sich schon Mal eine Debatte im Bundestag angeschaut.
Falls nicht - machen Sie einfach Mal. Sie können reingreifen, wo Sie wollen, Sie müssen schon verdammtes Glück (oder Pech - je nachdem) haben, einen Redebeitrag der AfD zu finden, der sich nicht in irgend einer Weise mit der Flüchtlingsfrage beschäftigt. Und sei der Zusammenhang auch noch so konstruiert.

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