Forum: Politik
André Poggenburgs Abgang: Gut für die AfD. Leider
DPA/ Philipp von Ditfurth

André Poggenburg hat die AfD verlassen - die Rechtspopulisten können feiern: Auf ihrem Europaparteitag geben sie sich geläutert, angeblich frei von rechtsextremen Kräften. Wenn es nur wirklich so wäre.

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ruhrpottsonne 14.01.2019, 03:30
50.

Zitat von Gleichstrom
Liber Brathbrandt, 13 ... : Eine Grenze, die bereits offen ist, erneut zu öffnen, ist kein Verfassungsbruch, es ist nichteinmal überhaupt irgendeine Aktivität von Nöten. Schengen ... das ist kein Verb (ist Ihnen bekannt, wie etwas geschengt wird? Mir leider nicht...), das ist ein Ort, nach dem ein dort geschlossener Vertrag benannt ist, dieses Schengen-Abkommen ... hat eine geschlossene interne Grenze lange bevor irgendwas des Bejammerten passierte, ausgeschlossen. Ich mag die Merkel ja auch nicht, aber die Gründe hierfür unterscheiden sich ganz massiv - und das fragliche Ereignis ist schlichtweg kein Verfassungsbruch gewesen!
Da haben Sie offensichtlich etwas falsch verstanden. Die Reisefreihzügigkeit innerhalb des Schengenraumes, also offene Grenzen, gilt lediglich für Staatsbürger der Unterzeichnerstaaten. Wenn Sie kein Staatsbürger eines Unterzeichnerstaates sind, benötigen Sie ein sog. Schengenvisum in dem ausdrücklich die Länder vermerkt sind, welche Sie bereisen möchten. Nur weil es an den allermeißten Stellen keine Grenzkontrollen gibt, heißt es ja nicht, daß sich an dieser Gesetzeslage etwas geändert hat.

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Tahlos 14.01.2019, 03:57
51. Ein wirklicher Unterschied ist

mit bzw ohne dieser einen Person doch garnicht zu erkennen. Das er jetzt eine noch rechtere Gruppierung gründet, zeigt doch nur das diese Behauptung solche Leute wären garnicht in der AFD doch falsch sind, denn er ist doch nicht der einzige, der so eine Position vertritt. Das war doch schon die ganze Zeit eindeutig. Das ganze ist doch nur eine minimale Korrektur für die öffentliche Wahrnehmung ohne eine einzige inhaltliche oder personelle Veränderung der Bundespartei. Eine Nebelkerze, die nicht einmal von der Bundespartei selber veranlasst wurde.
Wenn die alle rechtsstehenden raussetzen würde, müsste der letzte das Licht im Büro ausmachen.

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fördeanwohner 14.01.2019, 05:22
52.

Zitat von bötzow33
Mit oder ohne Poggenburg - die Feinde der AfD werden nie Ruhe geben mit ihrer Stigmatisierung, ihren Verleumdungen gegen die neuen Konservativen, weil diese den Altparteien die so liebgewonnenen politischen und materiell äusserst lukrativen Erbhöfe abgetrotzt haben und weiter abtrotzen werden. Um nichts anderes geht es, und dabei ist der inflationär gebrauchte Nazivegleich die bequemste rethorische Allzweckwaffe, um die Anhänger dieser neuen Rechten in den Senkel zu stellen. Und dabei ist eben die grössenwahnsinnige und rücksichtslose Weltrettungs-Politik der Altparteien zum Nachteil der "schon länger hier lebenden" genau der Humus, die hilfreiche Hebamme, der die AfD immer stärker wachsen und gedeihen lässt. F.J. Strauss hat sinngemäss einmal angemerkt, dass jede Kritik des politischen Gegners die eigenen Reihen stärkt, jedes Lob hingegen die Alarmglocken läuten lassen muss, dass etwas schief gelaufen sein muss in der eigenen Programmatik. Die AfD ist also auf gutem Wege...
DIE Politik der Altparteien gibt es nicht. Und ein Linker würde bei der CDU z.B. niemals von Weltrettungspolitik sprechen. Wo betreibt die CDU diese denn? Im Gegenteil.
Was national-patriotisch-gesinnte Menschen oft vergessen, ist die Tatsache, dass wir eben keine Insel sind, sondern alles irgendwie miteinander zusammenhängt. Insbesondere ein rohstoffarmes Land wie Deutschland wird sich, wenn man schon den sozialen Gedanken nicht zählen lassen will, niemals abschotten können.
Auch kann man die Globalisierung nicht zurückdrehen außer durch eine Art Apokalypse, die Menschen und Technik auslöscht.
Die AfD ist nach innen gewandt und ignoriert viele weltweit verbreiteten Erkenntnisse einfach, tut z.B. so, als gäbe es keine Umweltprobleme, gegen die nur die Weltgemeinschaft als Ganzes etwas tun könnte. Und das ist nur ein Aspekt.
Leider erkennen viele Menschen das nicht, sondern haben sich durch ihre diffuse Angst vor Überfremdung oder sonstwas irgendwie das Gehirn ausschalten lassen.
Es ist auch nicht so, dass die derzeitige Bundesregierung, von der ich auch nicht so viel halte, nichts dagegen täte, dass "alle Welt zu uns kommen kann, um den länger hier Lebenden" zu schaden. Das ist so einfach nicht richtig, wird aber in Dauerschleife von der AfD und ihren Anhängern gespielt.
Jedoch hoffe ich, dass mehr Menschen wieder ihren Kopf gebrauchen, wenn sie politische Entscheidungen treffen. Wir müssen über Grenzen hinaus denken, statt in der Vergangenheit, die es so idyllisch sowieso nie gab, verhaftet bleiben.

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simonweber1 14.01.2019, 11:38
53. Na

Zitat von spon_12
Was soll man denn aber auf einen solchen Kommentar antworten, der außer Polemik und Übertreibung so gar nichts zu bieten hat? Haben Sie sich schon Mal eine Debatte im Bundestag .....
dann haben Sie aber wenige Bundestagsdebatten gesehen. Man kann Bundestagsreden der AfD im Netz eingeben und kann sich Originalvideos von AfD Abgeordneten anschauen (wenn man denn will) Ich habe das ein paar mal gemacht und kann Ihnen deshalb auch widersprechen. Die Reden der AfD Abgeordneten sind genauso gut oder schlecht bezüglich des jeweiligen Tagesordnungspunktes wie die Reden der Abgeordneten anderer Parteien. Falls Sie einmal Liveberichte bei Phönix einschalten wird Ihnen noch etwas besonderes auffallen.Jede Erwiderung einer AfD Rede begint damit, dass die anderen Parteien zunächst einmal und das häufig ziemlich unsachlich auf die AfD eindreschen. und da kann ich gerade meine Partei leider nicht ausnehemen. Bevor Sie mir nun eine Nähe zur AfD unterstellen, die habe ich nicht, denn ich bin Wähler der Linken. Deshalb stört es mich zunehmend, wie hier mit der Meinung Andersdenkender umgegangen wird.Das alles hat mit Demokratie Meinungsvielfalt und Akzeptanz gegenüber Andersdenkender nach alter Rosa- Luxemburg- Tradition nichts zu tun.

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cathy66 14.01.2019, 12:06
54. simonweber1 - Pravo!

Es lohnt sich, Bundestagsdebatten inhaltlich als auch formal zu verfolgen. Die AfD-Redner haben sich noch nicht geäußert, da werden sie bereits attackiert. Grüne und Linke allen voran. Wertschätzende Redekultur im Bundestag?
Zu Strauß' Zeiten hatte das Ganze noch Unterhaltungswert, heute wird eine Partei von vornherein diskreditiert und das auf allen Ebenen. Angriffe auf AfD-Politiker gar gewollt?

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carlitom 14.01.2019, 12:07
55.

Zitat von jianxu
War die Grenzöffnung verfassungswidrig? Keine leichte Frage.
Falsch. Es gibt ein klares Urteil dazu. Nichts war an der Grenz"öffnung" verfassungswidrig. Das ist längst entschieden.

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mostly_harmless 14.01.2019, 12:23
56.

Zitat von qvoice
Der Abgang von Poggenburg ist sicher gut für die AfD. Dadurch kann sie einen weiteren Schritt in Rechtung einer konservativen Volkspartei für sich reklamieren.
Gäbe es in der AfD Konservative und konservative Positionen, wäre das so. Nur gibt es die nicht.

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Deep Thought 14.01.2019, 13:15
57. Unsere Demokratie ist robuster als die Meisten hier glauben...

und daher möchte ich dem klugen Beitrag von simonweber hier sehr zustimmen! Auch mein Herz schlägt links, aber das zweierlei Maß, mit welchem allgemein und besonders bei den anderen Parteien an die AfD herangegangen wird, ist nicht nur schlechter Stil, sondern einer streitbaren Demokratie UNWÜRDIG !
Ich möchte, daß sowohl in den Parlamenten als auch in den Medien wieder mehr mit SACHARGUMENTEN um die "richtige" Richtung in unserer Demokratie gerungen wird ! Und nicht mit Methoden, die an Ausgrenzung und Unterstellungen erinnern. Neue Parteien ziehen IMMER Unzufriedene an - schliesslich wurden sie ja auch deswegen gegründet, weil sich die Gründern von den existierenden Parteien nicht ausreichend repräsentiert fühlten. Es werden (bis auf reine Naziparteien wie NPD Etc) stets sowohl (überwiegend) vernünftige Leute angezogen als auch schrille bis extremistische Typen. JEDE neugegründete PARTEI hat daher anfangs ihre Mühe, die Spreu vom Weizen zu trennen und eine Phase der Selbstreinigung durchzumachen. Das ist normal. Die Bundesrepublik ist nicht untergegangen, weil bspw. ein NSDAP-Mitglied wie Kiesinger Kanzler (!) wurde, auch nicht, als der "schreckliche Marinerichter" Filbinger MP in Baden-Württemberg war und auch nicht, als der frühere Chaot und Linksextremist Joschka Fischer Aussenminister sowie der ex-.KBW´ler Tritten Umweltminister waren.
Und

Wem bestimmte Richtungen von Parteien zuwider sind, der möge inhaltlich dagegen argumentieren und die selbstgefällige Doppelmoral mal beiseite lassen.

DEMOKRATIE fällt nicht vom Himmel, sie benötigt Bürger, die sich inhaltlich engagieren und nicht solche, die lediglich reflexartige shitstorms entfachen. Shitstorms und ihre Vorläufer waren nämlich schon immer die Instrumente demokratiefeindlicher Kräfte, wie wir Deutschen ja in gleich zwei Diktaturen erfahren durften.
Der Zweck heiligt eben NICHT die Mittel, fairplay ist eine UNVERZICHTBARE und zwingend ERFORDERLICHE GRUNDLAGE demokratischer Prozesse !

Die Grünen haben sich seinerzeit von den Chaoten getrennt, jetzt macht es halt die AfD (hoffe ich) allmählich .

Immerhin ist diese Partei demokratisch gewählt worden und nicht als verfassungsfeindlich verboten. Also: Mal den Empörungsmodus ausschalten und Hirn einschalten und sich auf der Sachebene mit der AfD kritisch auseinandersetzen, DAS ist gelebte Demokratie.

In der Grundsatzdebatte im BT neulich machten die meisten Redner der anderen Parteien jedenfalls KEINE bessere Figur als die der AfD: Es gab schwache und peinliche "Reden" auf allen Seiten - aber auch gute in ALLEN Parteien. Wenn alle so konstante inhaltlich-sachliche Reden halten würden wie bspw. Sarah Wagenknecht es seit Jahren macht und nicht so plumpe wie bspw Schulz es macht, dann wäre es nicht nur in den Parlamenten besser um die Demokratie bestellt.
In diesem Sinne....

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AWG 14.01.2019, 16:01
58. Auf die AfD "reinfallen"?

Zitat von fördeanwohner
Solange Höcke und Storch und so einige andere noch in der Partei verbleiben, brauchen wir uns keine Sorge zu machen, dass gemäßigte Wähler auf den rest reinfallen. Und umgekehrt ... Ach, ich mache mir jedenfalls keine Sorgen, obwohl ich immer zwischen Baum und Borke bin. Diese extremen Rechten sind einfach immer überflüssig.
Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass "gemäßigte Wähler" auf die AfD reinfallen, denn die sind längst auf Merkel reingefallen, von der sie belogen, betrogen und verkauft wurden und werden. Es bleibt die Hoffnung, dass auch diese "gemäßigten Wähler" das irgendwann erkennen.

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fördeanwohner 14.01.2019, 18:14
59. -

Zitat von AWG
Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass "gemäßigte Wähler" auf die AfD reinfallen, denn die sind längst auf Merkel reingefallen, von der sie belogen, betrogen und verkauft wurden und werden. Es bleibt die Hoffnung, dass auch diese "gemäßigten Wähler" das irgendwann erkennen.
Stimmt, Deutschland ist ja dem Untergang geweiht, da nichts funktioniert, wir quasi in einem Entwicklungsland leben, in dem es allen außer der angestammten Bevölkerung besser geht, usw.
Und das alles, weil Frau Merkel inzwischen linker als die Linke ist.
Ich finde nicht, dass man auf Frau Merkel reinfallen konnte. Sie hat doch nie versprochen, dass wir eine Mauer um Deutschland bauen würden, damit bloß niemand mehr zu uns kommen kann.

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