Forum: Politik
André Poggenburgs Abgang: Gut für die AfD. Leider
DPA/ Philipp von Ditfurth

André Poggenburg hat die AfD verlassen - die Rechtspopulisten können feiern: Auf ihrem Europaparteitag geben sie sich geläutert, angeblich frei von rechtsextremen Kräften. Wenn es nur wirklich so wäre.

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rubikon1a 14.01.2019, 20:34
60.

Zitat von AWG
Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass "gemäßigte Wähler" auf die AfD reinfallen, denn die sind längst auf Merkel reingefallen, von der sie belogen, betrogen und verkauft wurden und werden. Es bleibt die Hoffnung, dass auch diese "gemäßigten Wähler" das irgendwann erkennen.
Aussage!? Politischer Merkel-Stillstand in Deutschland? Schwammig weiter so! Das Volk kommt politisch in keinem Wort vor! Oder darf sich die Gesellschaft egal wie nicht entwickeln?! WIR Deutschen wählen! Allem zum Trotz!

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schneemann12 15.01.2019, 09:18
61. Braun bleibt braun....

Pofgenburgs Abgang wird nichts an der widerlichen Rhetorik der AfD samt ihrer antidemokratischen Grundhaltung ändern. Verharmlosung von Holocaust, Diktatur und Weltkrieg (Vogelschiss), Diffamierung des Holocaust-Denkmals, Kungeleien mit echten Rechtsextremen und mit Pegida. Einzig und allein das Verballhornen türkischer Mitbürger werden in dieser Partei ab sofort andere übernehmen. Dann aber vermutlich mit dem selben Verve: Menschen, die unsere Demokratie hassen und die sich jeden Tag mit neuen Lügen gegen dieses Land fanatisieren, werden nicht klüger, nur weil einer der ihren noch radikalere Töne anstimmt. Braun bleibt nun mal braun. Zu wünschen wäre indes, dass Poggenburgs Partei der AfD hier und da Wählerstimmen klaut. Ein eher unwahrscheinliches Szenario, ich weiß. Andererseits: wer so dumm ist, eine Hasspartei wie die AfD zu wählen, die auch im Jahr 7 ihrer Parteigeschichte noch kein Konzept für Rente, Gesundheit, Soziales und Bildung hat, dem könnte man das durchaus zutrauen....

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achim j. 13.03.2019, 10:36
62. Unfassbar

Zitat von Jan_Wellem
Wenn gemäßigte AfD-Mitglieder austreten, ist das ein Beleg dafür, dass die Partei nach rechts driftet. Wenn rechte AfD-Mitglieder austreten, ändert das nichts daran, dass die AfD nach rechts driftet? Spiegel-Logik: Kann man so schreiben, klingt dann aber doof - und vor allem voreingenommen. Zunächst wäre i.Ü. zu klären, ob Herr P. wirklich ausgetreten ist. Oder hat sich das nur Herr R. vom Nachrichtenmagazin S. aus HH ausgedacht? :-)
Es ist schon mehr als erstaunlich, wie sich Leute wie sie die Fakten zurechtbiegen. Ob P. wirklich ausgetreten ist? Tipp: Poggenburg googeln, News anklicken, und bereits auf der ersten Seite mehrere Artikel finden, die von Ps Austritt und Neugründung einer anderen Partei handeln und bereits auf der ersten Seite mehrere Artikel finden. Aber das wissen sie ja eigentlich schon, gelle?

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achim j. 13.03.2019, 10:43
63. Kurzfassung

Zitat von Watschn
muss man hier Valerie Höhne in causa AfD doch widersprechen. Zuerst einmal ist zusagen, natürlich gibt es in der AfD noch vereinzelt unappetitliche Figuren wie z.B. Gedeon, Räpple, Tillschneider, Sayn-Wittgenstein, Steinke...., welche teils (von AfD-Fraktionen) o. in Gänze ausgeschlossen, ausgetreten o. noch AfD-Mitglieder sind, welche vor einem Ausschluss stehen. Jedoch sind dies eher wenige Randfiguren. Gaulands Äusserungen 'von der Nazizeit als Vogelschiss in der langjährigen deutschen Geschichte' war als vglb. Einordnung im Hinblick der zeitlichen Skala der dt- Geschichte gemeint, aber nicht als Relativierung der Verbrechen an sich. Das hat auch Gauland immer wieder betont, aber trotzdem wird ihm dies unaufhörlich vorgeworfen. Frau Weidels Äusserungen im Bundestag über die Taten von Messerstechereien, insbes. verübt von Tätern aus archais-islam. Kulturen, sind ja nicht falsch, trotz vielleicht ihrer rabiaten lautstarken, empörten Anklage. Und auch Höckes Äusserung zum berliner Holocaust-Mahnmal als 'Denkmal der Schande' war 'Das Denkmal an die Schande' (des Holocaust) gemeint, ansonst hätte es ja perfiderweise ein 'Ehrenmal der Schande' genannt werden müssen, wenn man Höcke Übles unterstellt. Im übrigen hat sich Sen. Augstein (Vater von Jakob Augstein) mit einem Groll (über den seiner Meinung nach ungeeigneten Standort) 1998 darüber diesselben, im Kontext eher noch härteren Worte bedient. sic: 'Nun soll in der Mitte der wiedergewonnenen Hauptstadt Berlin ein Mahnmal an unsere fortwährende Schande erinnern. Anderen Nationen wäre ein solcher Umgang mit ihrer Vergangenheit fremd. Man ahnt, daß dieses Schandmal gegen die Hauptstadt und das in Berlin sich neu formierende Deutschland gerichtet ist. Man wird es aber nicht wagen, so sehr die Muskeln auch schwellen, mit Rücksicht auf die New Yorker Presse und die Haifische im Anwaltsgewand, die Mitte Berlins freizuhalten von solch einer Monstrosität.' Herr Augstein sen. ist dafür massiv angeschossen worden. M.E. sind seine Äusserungen um einiges pikanter.
Typisches AfD-Vorgehen: Was wir gesagt haben, wird vollkommen falsch verstanden, war nicht so gemeint, ist dem Ausrutscher mit der Maus geschuldet. Und als nächste: XY hat schon vor zwölfunddreißig Jahren aber viel Schlimmeres....
Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich k. möchte

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achim j. 13.03.2019, 10:52
64. Interessant

Zitat von quark2@mailinator.com
Was, wenn die AfD damit weitermacht und die braune Soße wirklich los wird ? Wird die Linke in der Lage sein, das zu sehen, zu akzeptieren und den Hass zu beenden, oder bleibt man einfach dabei, weil man dran gewöhnt ist und ein Feindbild braucht ? Am Ende des Tages gibt es keine andere bundesweit sichtbare Partei, die sich offen der EU-Förderierung entgegen stellt. Wen soll man wählen, wenn man das nicht durch die Hintertür will ? Persönlich wäre mir eine wirklich demokratische EU lieber, so daß man solche Parteien nicht braucht. Und für mich kömmt die AfD auch nicht in Frage, weil sie ein neoliberales aund somit antisoziales Wirtschaftsprogramm hat. Aber dennoch, das was diese Art Parteien stark macht, ist die EU-Politik der Bundesregierung.
Ihr Allheilmittel gegen eine Ihrer Meinung nach nicht demokratische EU ist die Wahl einer zutiefst antidemokratischen Partei? Könnten Sie sich eventuell die Zeit nehmen, darüber noch einmal nachzudenken?

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achim j. 13.03.2019, 11:00
65. falsch

Zitat von Deep Thought
und daher möchte ich dem klugen Beitrag von simonweber hier sehr zustimmen! Auch mein Herz schlägt links, aber das zweierlei Maß, mit welchem allgemein und besonders bei den anderen Parteien an die AfD herangegangen wird, ist nicht nur schlechter Stil, sondern einer streitbaren Demokratie UNWÜRDIG ! Ich möchte, daß sowohl in den Parlamenten als auch in den Medien wieder mehr mit SACHARGUMENTEN um die "richtige" Richtung in unserer Demokratie gerungen wird ! Und nicht mit Methoden, die an Ausgrenzung und Unterstellungen erinnern. Neue Parteien ziehen IMMER Unzufriedene an - schliesslich wurden sie ja auch deswegen gegründet, weil sich die Gründern von den existierenden Parteien nicht ausreichend repräsentiert fühlten. Es werden (bis auf reine Naziparteien wie NPD Etc) stets sowohl (überwiegend) vernünftige Leute angezogen als auch schrille bis extremistische Typen. JEDE neugegründete PARTEI hat daher anfangs ihre Mühe, die Spreu vom Weizen zu trennen und eine Phase der Selbstreinigung durchzumachen. Das ist normal. Die Bundesrepublik ist nicht untergegangen, weil bspw. ein NSDAP-Mitglied wie Kiesinger Kanzler (!) wurde, auch nicht, als der "schreckliche Marinerichter" Filbinger MP in Baden-Württemberg war und auch nicht, als der frühere Chaot und Linksextremist Joschka Fischer Aussenminister sowie der ex-.KBW´ler Tritten Umweltminister waren. Und Wem bestimmte Richtungen von Parteien zuwider sind, der möge inhaltlich dagegen argumentieren und die selbstgefällige Doppelmoral mal beiseite lassen. DEMOKRATIE fällt nicht vom Himmel, sie benötigt Bürger, die sich inhaltlich engagieren und nicht solche, die lediglich reflexartige shitstorms entfachen. Shitstorms und ihre Vorläufer waren nämlich schon immer die Instrumente demokratiefeindlicher Kräfte, wie wir Deutschen ja in gleich zwei Diktaturen erfahren durften. Der Zweck heiligt eben NICHT die Mittel, fairplay ist eine UNVERZICHTBARE und zwingend ERFORDERLICHE GRUNDLAGE demokratischer Prozesse ! Die Grünen haben sich seinerzeit von den Chaoten getrennt, jetzt macht es halt die AfD (hoffe ich) allmählich . Immerhin ist diese Partei demokratisch gewählt worden und nicht als verfassungsfeindlich verboten. Also: Mal den Empörungsmodus ausschalten und Hirn einschalten und sich auf der Sachebene mit der AfD kritisch auseinandersetzen, DAS ist gelebte Demokratie. In der Grundsatzdebatte im BT neulich machten die meisten Redner der anderen Parteien jedenfalls KEINE bessere Figur als die der AfD: Es gab schwache und peinliche "Reden" auf allen Seiten - aber auch gute in ALLEN Parteien. Wenn alle so konstante inhaltlich-sachliche Reden halten würden wie bspw. Sarah Wagenknecht es seit Jahren macht und nicht so plumpe wie bspw Schulz es macht, dann wäre es nicht nur in den Parlamenten besser um die Demokratie bestellt. In diesem Sinne....
Wer den ewigen Schwurbel von"als der frühere Chaot und Linksextremist Joschka Fischer Aussenminister sowie der ex-.KBW´ler Tritten Umweltminister waren." benutzt, um zu argumentieren, dessen Herz schlägt nicht links

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mundi 13.03.2019, 12:36
66.

Zitat von fördeanwohner
Solange Höcke und Storch und so einige andere noch in der Partei verbleiben, brauchen wir uns keine Sorge zu machen, dass gemäßigte Wähler auf den rest reinfallen. Und umgekehrt ... Ach, ich mache mir jedenfalls keine Sorgen, obwohl ich immer zwischen Baum und Borke bin. Diese extremen Rechten sind einfach immer überflüssig.
Bei allem Respekt, die gemäßigten Wähler wählen diese Partei nicht wegen Höcke oder von Storch. Sie wählen die AfD, weil sie Ihnen als die einzige Partei erscheint, die noch für konservative Werte eintritt.
Das linke Spektrum ist schon abgegrast.

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