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Angeblicher No-Deal-Kurs: Schottische Premierministerin nennt Johnsons Regierung "gef
Jane Barlow/ AP

Deutliche Worte aus Edinburgh: Schottlands Premier Nicola Sturgeon vermutet, dass Boris Johnson Großbritannien insgeheim ohne Deal aus der EU führen will. Darüber könne alles "Getöse" nicht hinwegtäuschen.

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soerensen 30.07.2019, 09:46
70. @alfredo24

Bitte Nenn mal drei dieser "alle Mittel", mit denen die EU verhindert, dass GB austritt. Bitte aber Beispiele nennen, die Beschlüssen vom Unterhaus widersprechen.

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kajoter 30.07.2019, 09:52
71. Putin

Der einzige Profiteur in diesem Chaos dürfte Putin sein, der - wenn man einigen Publikationen glauben kann - beim Brexit-Referendum wie bei der US Wahl 2016 seine Finger im Spiel hatte.
Leider wurde diese Manipulation im UK nicht derartig genau untersucht wie in den USA und so beschränkt sich das Wissen fast ausschließlich auf die manipulativen Aktionen von Cambridge Analytica. Beispiel: Das Unternehmen suchte nach männlichen, eher unterdurchschnittlich gebildeten Männern, die man gezielt mit Falschinformationen erreichen wollte. Also wurde ein fingiertes Gewinnspiel mit sehr leichten Zugangsfragen gestartet, bei dem man Fußball-Karten gewinnen konnte. Die daraus resultierenden Adressen wurden fortan gezielt mit gefälschten "Fakten" und Agitation versorgt.
Deratig subtile Methoden sollen übrigens auch in den USA angewandt worden sein. Und wenn man bedenkt, mit welchem hauchdünnen Vorsprung Trump in den entscheidenden Swing States gewonnen hat und wie knapp das britische Referendum ausging, so muss man die Bedeutung derartiger Aktionen als groß bezeichnen.
Wenn man daneben noch die Lügen der Brexiteers berücksichtigt, erscheint das Referendum immer unglaubwürdiger. Es sollte wiederholt werden, aber mit einer effektiveren Brandmauer gegen ultrarechte Spaltpilze und russische Infiltratoren.

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123rumpel123 30.07.2019, 09:53
72. xxxx

Zitat von dirk.resuehr
liest man in Foren negative Kritik von Foristen über die EU mit irgendwelchen Behauptungen, die noch nicht einmal begründet sind.Tenor:Die EU nutzt nur den Nichtsnutzen. Zur Lernhilfe bietet sich die deutsche Aussenhandelsstatistik an, die zeigt überdeutlich, wie sehr wir von den Nichtsnutzen der EU profitieren oder abhängen. Wohin exportieren wir am meisten? Woher importieren wir am meisten? Richtig: In oder aus der EU.
Daraus lässt sich leider nicht ableiten, dass die EU und speziell mit ihr der EURO für alle gut ist.!

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surfingod 30.07.2019, 09:54
73. wie erwartet

Trump rückt uns immer näher, zwar noch getarnt mit dem Decknamen "Johnson" aber leicht zu durchschauen.
Willkommen im 51ten Bundesstaat der USA, aber Boris, denk dran. Mit gefangen mit gehangen, Donald weiß schon wie er dich als sein Werkzeug einsetzen kann.

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kuac 30.07.2019, 09:56
74.

Zitat von 123rumpel123
....Der stringente Brexit-Kurs von BoJo zeigt erste Früchte. Unabhängig davon was sich ein Großteil der EU wünscht, könnte es durchaus sein, dass nach "Amerika First" sich die deutschen Medien in der britischen Brexit-Entscheidung zum zweiten Mal gewaltig irren!
Nicht alle Früchte sind genießbar, auch in GB.

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Trevor Philips 30.07.2019, 09:58
75.

Zitat von isi-dor
Johnson ist nicht der Diktator Schottlands. Die Schotten dürfen jederzeit ein Referendum abhalten und müssen dafür keineswegs den Premierminister fragen.
Was so schlicht falsch ist. Nach Schedule 5 "reserved matters" des 1998 Scotland Act haben weder das schottische Parlament noch die Lokalregierung, oder um genauer zu sein die Nationalisten der SNP, das Recht eigenständig eine Referendum zur Unabhängigkeit durchzuführen. Da ist Section 30(2) des 1998 Scotland Act maßgebend der eindeutig besagt: "“Her majesty may by Order in Council make any modifications of Schedule 4 or 5 which She considers necessary or expedient.”
Nun macht Liz das nicht einfach so sondern nur nach Zustimmung beider Häuser in Westminster und des Schottischen Parlaments.
"Die Schotten" aka die Nationalisten der SNP dürfen also erst mal gar nichts.

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kajoter 30.07.2019, 09:58
76. @ #51

Zitat von isi-dor
Johnson ist nicht der Diktator Schottlands. Die Schotten dürfen jederzeit ein Referendum abhalten und müssen dafür keineswegs den Premierminister fragen.
Natürlich können die Schotten jederzeit ein Referendum abhalten. Ob es dann aber von Westminster anerkannt wird, steht auf einem anderen Blatt. Daher geschah das letzte Referenum mit ausdrücklicher Billigung aus London.

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123rumpel123 30.07.2019, 10:00
77. xxx

Zitat von soerensen
Bitte Nenn mal drei dieser "alle Mittel", mit denen die EU verhindert, dass GB austritt. Bitte aber Beispiele nennen, die Beschlüssen vom Unterhaus widersprechen.
Einer reicht - die permanente Backstopklausel.

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just me 30.07.2019, 10:02
78. Schottland = Katalonien

Schottland will ein (zweites) Referendum in 2020, was dieses Mal London verbietet. Anders gesagt entsteht dann letztendlich dieselbe Situation wie in Katalonien. Zwei Regionen die sich von der Zentralregierung milde ausgedrückt gehänselt fühlen und wo die Zentralregierung kein bindenes Referendum akzeptiert. Mal sehen wie Europa auf das Referendum in Schottland reagieren wird und ob London dann auch wie Madrid 5.000 Guardia Civils nach Edinburgh schicken wird.

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TscheffichheißeTscheff 30.07.2019, 10:02
79. Realitätswahrnehmung

Zitat von alfredo24
Je mehr in deutschen Medien inkl. der zahlreichen Kommentaren Großbritannien bedauert wird, dass sie einen Menschen wie Boris Johnson nun an der Spitze haben und dass sie so leiden müssen, wenn sie aus der EU ausgetreten sind, um so mehr denke ich, dass gerade das Gegenteil eintreten wird. Man wehrt sich in Deutschland enorm, dass Großbritannien aus der EU austritt und zwar mit allen Mitteln. Alle Menschen in Deutschland, die nicht richtig nachdenken, können dies alles nicht verstehen.
Wer glaubt, braucht keine Fakten. Wenn alle Welt von den nächsten Nachbarn bis nach Japan und dem Ex-Chef der WTO persönlich inständig und unabhängig voneinander warnen, einheimische und ausländische Big Player wie Dyson und Nissan das Land verlassen, die Währung seit Jahren im Sinkflug begriffen ist, die englische Nation selbst ausghandelte Verträge ablehnt und alle möglichen Alternativen auch, wenn der Brexit-Tenor sich von "alles wird besser" bis hin zu "es wird nicht so schlimm wie der 2. WK" entwickelt und alles, was dem wegen erwiesener Lügen bereits als Journalist und Politiker gescheiterten neuen Premier einfällt ist, man müsse "glauben", dann glauben Sie, dass "das Gegenteil eintritt". Was soll man da noch diskutieren? Übrigens wehrt man sich auch in Deutschland nicht enorm und schon gar nicht mit allen Mitteln, was um Himmels Willen soll das überhaupt heißen? Na ja, "Menschen, die nicht richtig nachdenken" usw.

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