Forum: Politik
Angedrohter Truppenabzug: SPD wirft US-Botschafter "Feldherrenpose" vor
Klaus-Dietmar Gabbert / DPA

Weil Deutschland zu wenig für das Militär ausgebe, droht US-Botschafter Grenell mit Truppenabzug. SPD-Fraktionsmanager Schneider widerspricht scharf: Man lasse sich "nicht erpressen".

Seite 21 von 21
Magirus 10.08.2019, 23:25
200. Verstand vs. Machtpoker

Vielen Dank an die SPD, dass dies einmal klar kommuniziert wurde. unabhängig von der Partei kann ich eine Position der Erpressung nur verurteilen. Hier zeigt sich die Zielstellung amerikanischer Politik im Jahr 2019.
Für alle in Europa sollte dies ein weiteres Indiz sein, dass Amerika kein verlässlicher Partner mehr ist und das Menschenrechte, Freiheit und unsere Werte nicht zwangsläufig mit den USA verbunden sind.
Ich wünsche mir sehr eine Rückbesinnung aber angesichts der aktuellen Retorik aus Washington zweifle ich an dem politischen Weitblick des amerikanischen Botschafters.
Ich appelliere an alle politisch Beteiligten, sich von solchen Machtpolitischen Spielen NICHT beeinflussen zu lassen. Europa hat ausreichend Erfahrungen im 1ten und 2then Weltkrieg mit solcher Retorik sammeln müssen. Hier sollten die USA bitte etwas genauer die Geschichte und ihre katastrophalen Ergebnisse wahrnehmen.

Beitrag melden
worlorn 10.08.2019, 00:15
201.

Zitat von kelcht
Desto mehr kleine Spinnerdiktaturen die Atombombe haben desto größer wird das Einsatzrisiko. Putin baut wie der Iran und Nordkorea seine Raketentechnik aus. Deutschland ist auch ein Land mit Bündnisverpflichtungen und gemeinsamen Werten.
Welchen Sinn sollte es für jemand geben, uns anzugreifen, gar noch atomar? Das würde mit der politisch-militärischen Vernichtung enden.

Kim und die Mullahs/Regierung im Iran handeln rational in ihrem politischen Interesse. Militärische Abenteurer sind sie nicht. Russland war Atomgroßmacht und wird es bleiben und zwar vor allem zur nationalen Sicherheit. Man sollte nie vergessen, dass Russland in den letzten zwei Jahrhunderten zweimal überfallen wurde (von "uns", dem Westen!), mit zig Millionen von Toten.

Eine Atombewaffnung ist zuallererst ein POLITISCHES Mittel. So ein Land kann nicht so einfach unter Druck gesetzt werden. Das ist der Unterschied zwischen Iran und NK. Ich fände es besser, wenn Iran die Bombe hätte. Dann gäbe es ein strategisches Patt im Nahen Osten und man müsste den Weg in Richtung einer Friedensordnung beschreiten.

Die "gemeinsamen Werte" sind nur großer Quatsch, wenn es um Außenpolitik geht. Egon Bahr hat mal gesagt: "Wenn die andere Seite beginnt von Werten zu reden, anstatt ihre Interessen zu benennen, dann ist es Zeit, den Raum zu verlassen". Interessen bestimmen die Weltpolitik, nichts anders.

Beitrag melden
hutzel13 10.08.2019, 01:50
202. Die Amerikaner Verteidigen immer nur sich selbst

Zitat von el__cid
Warum sollen die Amerikaner uns verteidigen, wenn wir selbst nicht dazu bereit sind?
Wenn ich die letzten 160 Jahre zurück Schaue hat die USA immer nur auf eigene Wirtschaftliche oder Weltanschauliche Situationen reagiert
Meistens wurden dabei die Leute erst aufgerüstet gegen die man dann später kämpfen musste

Beitrag melden
neurobi 10.08.2019, 09:52
203.

Zitat von kuac
Wir haben doch die ganze Zeit US Interessen in Europa, Vietnam, Kuba, Irak, Afghanistan und überall anderswo verteidigt. Außerdem haben wir alle US Sanktionen mitgemacht.
Ehrlich gesagt war mir jetzt nicht bekannt, dass die Bundeswehr in Vietnam Kuba und im 2. und 3. Golfkrieg involviert war. Haben sie nähere Informationen dazu?
Und in Europa hat die USA auch eher unsere Interessen verteidigt als wir deren. Waren aber auch lange die gleichen und wir haben auch lange unseren Betrag dazu geleistet. Heute haben wir unsere Armee kaputtgespart und sind in großen Teilen nicht bereit das zu ändern, obwohl wir es im Osten mit einem expansionistischen oligarchischen Nachbarn zu tun haben, der sich hochmoderne aufgerüstet hat und keine Hemmungen hat diese Waffen auch einzusetzen.
Das gerade die SPD sich in Sachen Pazifismus hervorbringt ist eigentlich traurig. Statt eine soziale Wirtschaftspolitik mit einer wehrhaften und selbstbewussten Sicherheitspolitik zu kombinieren versucht sie Die Linke noch zu überholen.

Beitrag melden
bammy 10.08.2019, 10:28
204.

Zitat von Freidenker10
Deutschland ist nun makl in keinster Weise in der Lage sich selbst zu verteidigen, also muss es jemand anderes tun! Wir bezahlen quasi Schutzgeld! Aber wenn kaum ein Schiff schwimmt, kaum ein Kampfjet oder Hubschrauber fliegt und die Soldaten schlecht ausgerüstet sind muss man das Schutzgeld wohl bezahlen! Wegen mir könnte man die Bundeswehr auch gleich abschaffen, denn sie macht in ihrer Unfähigkeit wirklich keinen SInn!
Was aber keine Lösung ist. Denn ein Land, sollte sich schon verteidigen können.

Beitrag melden
kelcht 10.08.2019, 11:10
205.

Zitat von kuac
Von Rammstein aus fliegen Flugzeuge und Drohnen. Nach Afrika, Nahosten, Afghanistan, Pakistan usw. Das war auch beim Irakeinmarsch so. DE Einsatz muss nicht immer Soldaten bedeuten. Finanzierung, Logistik usw. sind auch für Kriege wichtig. DE schickte 1966 ein Hospitalschiff nach Vietnam um das US Militär zu helfen. Das Projekt endete erst 1972. DE war während des ganzen kalten Krieges der sogenannte Flugzeugträger der USA in Europa.
Amerikanische Soldaten vor Verletzung und Tod zu bewahren ist kein Kriegerischer Akt sondern Hilfeleistung. Wir setzen die Daten vor Ort nicht ein oder wird geben unser Verbandszeug nicht her oder errichten Straßensperren gegen Panzer hat schon etwas von Fahrerflucht.

Beitrag melden
Seite 21 von 21
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!