Forum: Politik
Angela Merkel: Die Mutter der AfD
AFP

Angela Merkel verdient die Abwahl. Sie trägt die Verantwortung dafür, dass Nazis in den Bundestag einziehen werden. Aber egal, wem man seine Stimme gibt, Merkel wird Kanzlerin bleiben - lohnt es sich da überhaupt, wählen zu gehen?

Seite 22 von 40
janowitsch 18.09.2017, 17:29
210. Wo er recht hat, hat er recht

Augstein legt den Finger in die Wunde. Merkels angeblich alternativlose Politik forderte gerade zu einer Alternative heraus. Die parlamentarische Opposition der auslaufenden Legislaturperiode hat Merkel mehr zugestimmt als alternative Konzepte zu präsentieren. Die CDU hat unter Merkel den Weg nach links gemacht. Folge davon ist, dass sich ein Vakuum am rechten Rand auftat und links die SPD marginalisiert wurde. I.E. hat Augstein recht. Merkel hat den Aufstieg der AfD erst möglich gemacht. Hoffentlich kann sie nach dem Wahltag noch ruhig schlafen.

Beitrag melden
bstendig 18.09.2017, 17:30
211. Die Merkel hat für die Regierung

Zitat von Elrond
Dass eine Person verantwortlich sein soll dafür, dass Nazis in den Bundestag einziehen, ist lächerlich. Niemals ist eine Person alleine dafür verantwortlich, sondern u.a. alle, die im Bundestag sitzen, sei es die Regierung selbst, die den Menschen keine neue Perspektive bieten konnte, sei es die Opposition, die zu schwach war, die richtigen Akzente gegen Rechts zu setzen oder aber die zu schwache Ansteig der Reallöhne in den vergangenen Jahren.
die Richtlinienkompetenz.

Natürlich ist sie damit verantwortlich - für Alles. Den restlichen devoten Kaspern kann man vorwerfen, dass sie aus niedrigen Beweggründen (Diäten) mitgespielt haben. Opposition gibt es keine.

Übrigens ist eine Regierung auch für den Zuwachs der Reallöhne zuständig. Wer, wenn nicht die kann diese Entwicklung steuern?

Beitrag melden
bstendig 18.09.2017, 17:34
212. Die brauchen nicht starke Grüne

Zitat von vincntk
Trotz alledem würde ich die Wichtigkeit der Wahl nicht so herunterspielen. Ich meine, selbst wenn Angela Merkel weiterhin Kanzlerin bleibt, sind es doch ihre Koalitionspartner, die über die zukünftige Linie entscheiden. Deutschland braucht starke Grüne für eine nachhaltige Politik und für das Wohlergehen unserer Kinder in der Zukunft!
Unsere Kinder brauchen Menschen mit Verstand, keine Ideologen und keine "Ab-Klasse-10-MINT-Abwähler".

Könnte hilfreich sein für unsere Wirtschaftsstärke in der Zukunft. Obwohl - Bio Müsli könnte auch ein Markt sein - für 1,10 /Stunde hat dann jeder Arbeit als Erntehelfer.

Beitrag melden
fred-vom-saturn 18.09.2017, 17:35
213. Besser geht nicht!

Wenn auch verkürzt, warum auch immer, und mit ein wenig Polemik, aber im Kern richtig. Danke Herr Augstein.

Beitrag melden
ingo.adlung 18.09.2017, 17:37
214. frischer Wind?

Zitat von Boris Arnheim
Mutter der AfD finde ich jetzt etwas zu viel. Eher so etwas wie eine Geburtshelferin und da ist sie längst nicht die Einzige. Dazu gehören alle die ihre "alternativlose" Geldvernichtung in GR mitgetragen haben oder die ihr nicht in den Arm gefallen sind als sie die Grenzen für die illegale Masseneinwanderung öffnete. Alle, von CSU bis Linkspartei haben den Weg für die AfD bereitet. Dabei sind die Medien nicht zu vergessen die durch ihr hemmungsloses Einprügeln auf diese Partei die Voraussetzung dafür schufen, das die AfD heute vielleicht die treuesten Anhänger aller Parteien in Deutschland hat. Die AfD wird in den nächsten Bundestag einziehen, davon kann man wohl ausgehen, sie wird frischen Wind in den Bundestag bringen, was nicht das schlechteste sein muss.
Was haben Sie denn für eine seltsame Vorstellung von "frisch"? Bei der Wahl 2013 trat die AfD noch mit einem Programm auf, das insgesamt wählbar war, in dem es der vermeintlich alternativlosen Politik Merkels widersprach. Aber sie scheiterte mit 4,7% am Einzug in den Bundestag. Heute schaudert es mich bei Aussagen eines Herrn Gaulands, er wolle ein Deutschland erhalten, wie es seine Eltern hinterlassen haben. Das war ein Deutschland das 2 Weltkriege verursacht hat und uns den Mief der 50er und frühen 60er Jahre hinterließ, bis dieser von deren Kindern durchbrochen wurde. Und von den Höpkes in der AfD (immerhin ein Landesvorsitzender) will ich erst gar nicht reden, da wird mir einfach nur schlecht. ich werde nicht alle in dieselbe Ecke stellen, aber sind deren Führungsfiguren und deren Vorstellungen als "frischen" Wind zu beschreiben braucht schon eine sehr verschrobene Vorstellung von "frisch" ... nein, auf diesen Wind kann Deutschland gut verzichten. Es bräuchte eine echte Alternative ...

Beitrag melden
Schlumperli 18.09.2017, 17:40
215.

Wenn die Bürger mit den bisherigen Parteien unzufrieden sind, wählen sie andere.
So funktioniert die Demokratie.
Wo ist das Problem ?

Beitrag melden
lalito 18.09.2017, 17:41
216. tja, der Kern . . .

Zitat von fred-vom-saturn
Wenn auch verkürzt, warum auch immer, und mit ein wenig Polemik, aber im Kern richtig. Danke Herr Augstein.
Allerdings das Nichtwählen ziemlich unverholen als Ultima Ratio einzuflechten, das ist schon bisserl mehr und dabei sehr üble Polemik.

Beitrag melden
ingo.adlung 18.09.2017, 17:41
217. Bravo!

Zitat von Lische
Wenn jemand einer Rechtsaussenpartei (um es höflich zu sagen) die Stimme gibt, dann trägt dafür genau eine Person die Verantwortung: Jeder einzelne Wähler selbst. Selbst wenn alles stimmt, was gesagt und geschrieben wird. Wenn tatsächlich die Kanzlerschaft Angela Merkels die vermeintlich desaströsen Entwicklungen im Land hervorgerufen oder zumindest begünstigt hat. Ich kann nicht erkennen, dass sich daraus quasi eine Art "Notwehrrecht" herleiten lässt, die braune Suppe wieder ins Parlament schwappen zu lassen. Damit erteilt man allen Menschen eine Absolution, die nun als Steigbügelhalter von Gauland, Höcke und Co. fungieren. Wer den Gauland wählt, mag zwar eigentlich Angela Merkel im Visier haben. Eine Wahl ist aber eine Wahl für(!) eine Partei und ihre Ziele und ihre Protagonisten. Wer also Gauland wählt, wählt die braune Suppe und darf sich hinterher nicht wundern, wenn der Alltag sich wirklich braun einfärbt.
Habe nichts hinzuzufügen!

Beitrag melden
cpt.z 18.09.2017, 17:43
218. Wie immer daneben...

Es wäre die Aufgabe der SPD und der Opposition gewesen eine wirkliche Alternative zur bekannten Politik der CDU zu bieten - um entsprechend enttäuschten Bürgern auch eine Perspektive aufzuzeigen. Die AfD wird doch nur gewählt, weil deren Wähler eben nicht das Gefühl haben, mit einer Stimmabgabe für eine der etablierten Parteien, eine Alternative zur gegenwärtigen Politik zu haben. Wer der Kanzlerin jetzt auch noch vorwirft, dass sie nicht auch noch die eigene Alternative ist, hat Demokratie nicht verstanden. Aber die Schuld nicht bei der CDU zu suchen, ist ja zu viel verlangt vom guten Hr. Augstein...

Beitrag melden
peter_pohlmann 18.09.2017, 17:45
219. Brillante Analyse

Und fast nichts mehr hinzuzufügen. Außer, dass die einzige Alternative, um Merkels opportunistische, zentralpopulistische Politik abzuwählen, die mehrheitlich durch das Votum einer alternder Damenwelt aufrecht erhalten wird, nur das Kreuzchen bei der SPD sein kann. Alle anderen Optionen wären sowohl rechnerisch, wie auch (zukunfts) politisch absolut ineffizient und letztlich nur vergeudet. Basta! ;o)

Beitrag melden
Seite 22 von 40
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!