Forum: Politik
Angeschlagener Bundespräsident: SPD-Chef Gabriel will Wulff im Amt halten

Sigmar Gabriel befürchtet eine Staatskrise, sollte der Bundespräsident zurücktreten. Für den Verbleib Wulffs im Amt hat der SPD-Vorsitzende konkrete Vorstellungen - er fordert lückenlose Aufklärung und eine "neue Ehrlichkeit".

Seite 1 von 27
blackouttotal 26.12.2011, 11:38
1. Prima

Prima Vorschlag

Und was soll uns damit signalisiert werden ? Dass wenn man Mist gebaut hat und ihn zugibt, einfach so weiter gemacht werden kann ? Ohne Konsequenzen ?

Toller Vorschlag, wenn er denn auf alle Bereiche und auf Jeden angewandt wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
h.hass 26.12.2011, 11:40
2. Finanzielle Konsequenzen

Die Reue und die Entschuldigungen von Wulffman reichen nicht aus, solange er nicht auch finanziell bluten muss.

Experten sollen ausrechnen, wieviel er durch seine Tricksereien konkret gespart hat. Und dieses Geld soll er, inklusive Inflationsausgleich und einem Zuschlag von 50 %, an soziale Einrichtungen spenden. Die können jeden Cent gebrauchen.

Natürlich muss das alles absolut transparent sein und korrekt dokumentiert werden.

Es ärgert mich, dass Wulff offensichtlich ohne finanzielle Konsequenzen mit ein bißchen öffentlicher Zerknirschung aus der Sache rauskommt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
trebsleg 26.12.2011, 11:43
3. Seltsame Volte

Zitat von sysop
Sigmar Gabriel befürchtet eine Staatskrise, sollte der Bundespräsident zurücktreten. Für den Verbleib Wulffs im Amt hat der SPD-Vorsitzende konkrete Vorstellungen - er fordert lückenlose Aufklärung und eine "neue Ehrlichkeit".
Wer oder was Herrn Gabriel reitet, Herrn Wulff nun halbwegs Absolution zu erteilen, ist mir schleierhaft; das Staatswesen funktioniert auch mit dem Bundesratspräsidenten als interimistischem Staatsoberhaupt. Schon dem Andenken Raus zu Liebe dürfte Gabriel Herrn Wulff dessen ungeheure Heucheleien nicht durchgehen lassen.
Wichtiger ist da schon der alte, nunmehr neu aufgetischte Vorschlag, dass Politiker ihre Einkünfte ganz offen legen sollten. Dazu hat die jetzige Opposition ja mehrfach Initiativen gestartet, ist aber an schwarz-gelb regelmäßig gescheitert.
Wenn die Opposition diese Krise um den Bundespräsidenten dazu nutzen würde, schwarz-gelb ein solches Zugeständnis abzuringen, so wäre für die Transparenz politischer Entscheidungsprozesse viel gewonnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
leierbündchen 26.12.2011, 11:45
4. Er braucht nicht

Zitat von sysop
Sigmar Gabriel befürchtet eine Staatskrise, sollte der Bundespräsident zurücktreten. Für den Verbleib Wulffs im Amt hat der SPD-Vorsitzende konkrete Vorstellungen - er fordert lückenlose Aufklärung und eine "neue Ehrlichkeit".
Warum sollte Wulff zurücktreten? Reicht es nicht zum Vorbild, so ist er doch ein Repräsentant des typischen Deutschen. Träte er zurück, wäre das zwar nicht wirklich schlimm, aber unnötig. Eine Staatskrise würde der Rücktritt eines Bundespräsidenten andererseits sicher nicht bewirken. Dazu ist er zu unbedeutend. Staatskrisen werden heutzutage durch Bankenkrisen ausgelöst. Und wenn selbst Bankenkrisen nicht ausreichen, um den Staat in die Krise zu führen, bedeutet das, dass Deutschland entweder ein stabiles System ist oder aber völlig merkbefreit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
abumachuf 26.12.2011, 11:46
5. Moral Hazard

Zitat von
"Es wäre verheerend und nahe an einer echten Staatskrise, wenn innerhalb von zwei Jahren zum zweiten Mal ein Bundespräsident zurückträte"
Da haben wir eine ganz neue Art von Moral Hazard. Banken haben Narrenfreiheit, weil behauptet wird, die Wirtschaft bräche zusammen, wenn Banken pleitegehen.
Und nun sagt man uns, der Staat bräche zusammen, wenn Politiker wegen Vergehen zurücktreten müßten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vantast 26.12.2011, 11:49
6. Übertrieben, aber richtig!

Dieser Präsident wird die BRD nicht ruinieren, wenn er zurückträte, er muß schon bleiben, schließlich wurde er nicht zum Spaß gewählt. Allerdings können wir uns einen neuen Müßiggänger für 200.000€/Jahr bald nicht mehr erlauben, schließlich sind wir noch eine Leistungsgesellschaft und brauchen Vorbilder für junge Leute, die eben nicht "Hartz4" oder Bundespräsident werden möchten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sugar1 26.12.2011, 11:50
7. Eigene Verfehlungen und Unwahrheiten

Zitat von sysop
Sigmar Gabriel befürchtet eine Staatskrise, sollte der Bundespräsident zurücktreten. Für den Verbleib Wulffs im Amt hat der SPD-Vorsitzende konkrete Vorstellungen - er fordert lückenlose Aufklärung und eine "neue Ehrlichkeit".
Gerade dieser Gabriel sollte sich in Sachen Ehrlichkeit und lückenlose Aufklärung besser zurückhalten.
Will hier jetzt nicht die lange Liste seiner Untaten veröffentlichen, dafür reicht der Platz hier nicht^^.

Ich sage nur Strunz und coesnet., oder so ähnlich in Verbindung mit VW, auch seine Lebensgefährtin wurde da angestellt.

Gabriel und Guttenberg

Zum Todlachen diese Schießbudenfigur und natürlich ist dieser jetzige Bundespräsident untragbar, egal ob Staatskrise oder nicht.

Was soll das Geseiere eigentlich?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
j.anus 26.12.2011, 11:52
8. Gabriel wird wissen,

Zitat von sysop
Sigmar Gabriel befürchtet eine Staatskrise, sollte der Bundespräsident zurücktreten. Für den Verbleib Wulffs im Amt hat der SPD-Vorsitzende konkrete Vorstellungen - er fordert lückenlose Aufklärung und eine "neue Ehrlichkeit".
dass Wulff immer für einen Skandal und einen Tritt in den Fettnapf gut war, gut ist und gut bleibt.
Einen besseren Wahlkampfhelfer als den peinlich-abgehoben agierenden Amigo Wulff kann sich Gabriel kaum wünschen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cato-der-ältere 26.12.2011, 11:53
9. Widerspruch

Wie kann man VOR der vollständigen Aufklärung schon den Verbleib im Amt fordern? Also egal was da noch raus kommt, jetzt eigentlich schon mehr als genug - auch gemessen an Herrn Wulffs eigenen Maßstäben, soll er auf jeden Fall weiter machen? Seltsame Moral.
Und "Staatskrise", was soll denn das sein bitte? Fallen da die wilden Reiterhorden ein weil der Staat schwächelnd darniederliegt? Wir haben bereits eine massive Existenzkrise für Millionen Menschen, und zwar seit vielen Jahren. Wenn den Staat das nicht juckt, was offensichtlich der Fall ist, weil er die Opfer zu Tätern macht denen man den Gürtel noch enger ziehen muss, wird eine Staatskrise auch nicht so schlimm sein. Hier will Hr. Gabriel sich vermutlich nur mit Pathos als staatstragende Figur positionieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 27