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Angeschlagener Parteichef : Seehofer bittet CSU um Vertagen der Personaldebatte
DPA

"Ich kann nur bitten": Horst Seehofer gibt sich ganz demütig. Die Debatte über seine politische Zukunft solle auf die Zeit nach Jamaika vertagt werden, beschwört der CSU-Chef seine Parteifreunde.

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isi-dor 16.10.2017, 12:33
1. Sofort

Das Problem drängt jetzt, also muss man es nicht vertagen, oder aussitzen, sondern jetzt lösen. Nach dem höchsten Verlust der CSU-Geschichte, ist Seehofer sowieso nicht mehr haltbar. Es macht also auch keinen Sinn, mit einem personellen Neuanfang zu warten. Im Gegenteil: die neuen Personen können dann die Regierung im Bund mitgestalten und sind nicht von Seehofers desaströsem Erbe abhängig.

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so_nicht 16.10.2017, 12:45
2. mehrheiitsfähig

"Die Wahl in Österreich zeigt, dass Wahlen auch mitte-rechts gewonnen werden können. Das ist mehrheitsfähig." Darauf kommt es den Damen und Herren also zuerst an. Die Parteilinie wird an der Mehrheitsfähgikeit gemessen, d.h. ob sie Posten für die Mitglieder in Aussicht stellt. Von Erwägungen, die vorgelagert sein sollten, nämlich ob das Parteiprogramm gut für Deutschland ist, hört man nichts. Ich verzichte gerne auf solche Politiker, lieber jetzt gleich, nötigenfalls aber auch in acht Wochen.

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Europa! 16.10.2017, 12:48
3. Mieses Spiel

Keiner der potentiellen Nachfolger reißt sich darum, die Verhandlungen über Jamaika zu führen und hinterher als Kompromissler dazustehen, der solche Dinge wie "Familiennachzug" und dergleichen zugelassen hat. Diesen Liebesdienst für Angela darf Horst noch leisten, dann wird er abserviert.

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abudhabicfo 16.10.2017, 12:49
4. Mit 68 Jahren muss über Nachfolgeregelung gesprochen werden

Wann soll denn über die Nachfolge gesprochen werden. Bekanntlich ist Seehofer 68 Jahre alt. Er kann es ja machen wie sein Vorgänger Huber, welcher nach der enttäuschenden Wahl 2008 zurücktrat. Es ist sicherlich auch im Interesse der CSU Mitglieder, dass frühzeitig bekannt wird, wer mögliche Kandidaten sind.

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brunellot 16.10.2017, 12:55
5. Wenn Seehofer "bittet" statt zu "gebieten"...

...ist der Mann wohl mehr als angeschlagen. Offensichtlich hat er in den eigenen Reihen massiv an Rückhalt und Statur verloren und immer weniger Leute aus der CSU scheinen Ihm noch zuzutrauen, dass er den Karren aus dem Dreck ziehen kann. Im Angelsächsischen Raum würde man so jemanden als "Lame Duck" bezeichnen. Viel reissen wird er meiner Meinung nach nicht mehr können und es wäre wohl besser, mit einer erneuerten, frischen und verjüngten Mann(Frau)schaft in die Koalitionsverhandlungen zu gehen.

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eagle29 16.10.2017, 12:55
6. Das nennt man wohl "bauernschlau"

Bis Weihnachten soll also die Führungsfrage ausgeklammert werden. Fein. Das heißt, am CSU-Parteitag im November stellt sich der Horst munter zur Wiederwahl und weil er ja nicht angegriffen werden darf, bleibt er auch Parteichef - ein famoser Trick

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mischamark 16.10.2017, 13:03
7. Diese Personalfrage muss jetzt gelöst werden

Man kann bei allem Wohlwollen nicht von einem CSU Wähler verlahgen, zu glauben Seehofer könne in den kommenden schwierigen Koalitionsgesprächen noch glaubwürdig seine Wählerschaft vetreten, - auch wenn die Bundeskanzlerin nichts am Status Quo ändern möchte. Irgendwann ist der Bogen überspannt, auch in Bezug auf die (vorläufigen) Resultate der Wahl in Österreich.

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bernstein9 16.10.2017, 13:04
8. Falscher Ansatz

Das ist ein falscher Ansatz. Ein potenzieller Nachfolger müsste die Suppe auslöffeln, die Seehofer hinterlässt. Ich fände es besser, wenn die neue Führungsspitze der Partei das macht.

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bernstein9 16.10.2017, 13:06
9.

Zitat von eagle29
Bis Weihnachten soll also die Führungsfrage ausgeklammert werden. Fein. Das heißt, am CSU-Parteitag im November stellt sich der Horst munter zur Wiederwahl und weil er ja nicht angegriffen werden darf, bleibt er auch Parteichef - ein famoser Trick
Das Problem ist, dass die CSU am Parteitag die Basis vertreten hat. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass er sich zur Wahl stellt und dann mit einem schlechten Ergebnis dasteht. Und das wird er wohl.

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